Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Dienstag, 14.11.2017: Lac de Bourget - Pieterlen, 260,6 km

auf dem Heimweg

12.Tag: Sehr ruhiger Platz, vermutlich aber nur jetzt im Winter. Gestern Abend war schon ein Camper da, als wir ankamen. Heute Morgen sind acht Camper anwesend. Alles Franzosen, ausser uns. Einer ist klein, so wie unser Bonsai. Alle anderen sechs sind grössere Kaliber. Und direkt neben uns steht ein riesenmega Teil von einem Camper. Paul meint: “Der hat bestimmt einen Geschirrspüler!“ Es ist 9h20 als wir losfahren. Es weht ein starker, saumässig kalter Nordwind, aber die Sonne scheint. In Annecy machen wir beim „Géant“ Supermarkt einen grösseren Einkauf. Ohne auf die Autobahn zu fahren erreichen wir die Schweizer Grenze um die Mittagszeit. Irgendwo zwischen Genf und Lausanne machen wir auf einem Rastplatz Halt und wärmen die Teigwaren mit Bolognesesauce, Reste von gestern Abend. Der Ausblick auf die schneebedeckten Savoyer-Alpen und das Montblanc-Massiv sind traumhaft schön. Gegen 15h sind wir wieder zu Hause, wo sofort das Auspacken und Wäsche waschen losgeht. 

Fazit Bonsai-Probefahrt: Wir sind 3394,2 km gefahren. Ausser der Gasflasche, die an der Verschraubung nicht dicht war, hat alles sehr gut und zur vollen Zufriedenheit des Chauffeurs funktioniert. Schön war‘s!

 

Montag, 13.11.2017: Port St.Louis du Rhône - Chambéry, 365,4 km

In Port St. Louis du Rhône

11.Tag: Sehr ruhiger Schlafplatz, nur der saumässige Mistral rüttelt am Bonsai herum. Um 8h40 los bei schönem Sonnenschein. ANNA, unsere Navifrau führt uns gekonnt durch die wunderschöne Camargue. Über Arles, Avignon, Montélimar, Valence, Voiron kommen wir nach Chambéry. Auf einem kleinen Pass 626 m hoch, und in einer tiefen Schlucht davor hat es Schnee. Ab Valence hat es leicht, aber immer wieder geregnet. Am Lac de Bourget, nahe bei Chambéry, stellen wir den Bonsai um 17h30 auf einen Stellplatz. Dieser kostet in der Tiefsaison 6.20 € plus 0,50 € pro Person. Der Mistral hat heute den ganzen Tag zünftig gepfiffen. Heute alles auf Nebenstrassen gefahren.

 

Sonntag, 12.11.2017: Cers – Port St.Louis du Rhône, 210 km

Super Parkplatz in Sête beim Flohmarkt

10.Tag: Einigermassen gut geschlafen. Es hat an dieser Strasse doch mehr Autoverkehr als wir erwartet hatten. 9H20 geht unsere Fahrt weiter. In Sête besuchen wir etwa 1½ Stunden lang den Flohmarkt, an den wir zufällig geraten. Paul wollte eigentlich nach Arles. Aber wir entscheiden , weiter nach Port St.Louis du Rhône zu fahren. Das ist da, wo die Rhône ins Mittelmeer fliesst. Hier lag unser Segelschiff MABUHAY 2 Jahre lang in einer Marina. Es ist 15h40 als wir unser Ziel erreichen. Direkt an der Rhône stellen wir den Bonsaibus auf. Wir gehen in den Ort und machen einen langen Spaziergang, wo wir die Schiffe im Hafen anschauen und sie natürlich kommentieren. Der Wind (Mistral) wird immer stärker und wir verziehen uns gerne wieder in unser geschütztes rollendes Häuschen. Abendessen: Teigwaren mit vielen gerösteten Zwiebeln und noch mehr Käse darüber. Das kocht immer der Chef, weil das sein Spezialmenü ist!

 

Samstag, 11.11.2017: Grenze E/F – Cers (Nähe Béziers), 157 km

am Canal du Midi

9.Tag: Der Wind rüttelt hie und da wütend am Bonsai-Camper herum, aber trotzdem schlafen wir gut und ruhig. Auch am Morgen ist der Mistral noch da und bläst wie verrückt. Wir starten um 9h30 nach Leucate. Hier schauen wir uns zwei Stellplätze an und picknicken warme Pouletbeine aus dem Carrefour, dazu frisches Paillasse-Brot. Heute am 11.11. ist scheinbar ein Feiertag in Süd-oder in ganz Frankreich, Sankt Martin: Ausser den grossen Supermärkten sind alle Läden geschlossen. Über Narbonne und Béziers geht es nach Cers an den Canal du Midi, ganz in der Nähe von Cap d‘Agde. Direkt am Canal finden wir ein Plätzchen, wo wir uns um 14h häuslich niederlassen. Als erstes werden die vielen Enten mit unserem alten Brot gefüttert. Danach gibt es für uns im Bus Kaffee und Panettone. Und dann laufen wir dem Canal du Midi entlang und wieder zurück zum Bonsai. Dabei sehen wir im Canal grosse, dicke Bisamratten gemütlich zwischen den schnatternden Enten herumschwimmen. Abendessen: eigentlich würde es Reis mit Fricasée aus der Dose geben. Wir kochen den Reis 50 Minuten lang aber der wird und wird nicht weich. Also bekommen ihn die sehr erfreuten Enten und für uns gibt es Fricassée und Brot.

 

Freitag, 10.11.2017: Moraira – Grenze Spanien- Frankreich, 659 km

8.Tag: Um 10h verabschieden wir uns herzlich von unseren lieben Gastgebern Ruth und Heinz. In der Nacht hat es kurz geregnet. Von 10h bis 18h35 fahren wir wie die Irren Richtung Norden. Um das Gestürm um die Verselbständigung Kataloniens aus dem Weg zu gehen, will Paul so schnell wie möglich die Französische Grenze erreichen. Er fährt 8 Stunden 35 Minuten Auto, mit einer Mittagspause von 20 Minuten. Beim „Village Catalan“ parkieren wir und  kochen zu Abend. Gekochten Schinken, Sauerkraut, Bratkartoffeln, alles Reste. Und hier übernachten wir auch. Es weht ein sehr kalter, scharfer Wind.

 

Donnerstag, 9.11.2017:  Moraira,

tolles Haus !

7.Tag: Prima geschlafen OHNE Koffein! Am Morgen ist es echt frisch, aber sobald die Sonne hervorkommt, wird es ganz angenehm warm. Paul hilft Heinz dabei, zwei Liegestühle zu reparieren und ich schreibe unterdessen diese Zeilen. Nach einem späten Znüni machen Heinz, Paul und ich uns im Volvo von Heinz auf den Weg nach Oliva (ca. 35 km nordwärts). Wir spazieren auf dem wunderschönen Sandstrand und Heinz zeigt uns den „Camping Pepe“. Wir schauen uns den Camping an und sprechen mit Schweizern aus den Kantonen Zürich und Aargau. Danach essen wir im Campingrestaurant eine Kleinigkeit. Unterwegs nach Hause kaufen wir an einem Strassenstand 13 kg Mandarinen für 10 €uro. Zum Abendessen überrascht uns Ruth mit einem Schweinsfilet, gemischtem Gemüse und Kartoffeln. Zum Dessert Granatapfel aus dem eigenen Garten, später einen Kaffee mit einem Schnäpschen. Danke vielmals! Wieder ist ein sehr schöner Tag vorbei.

 

Mittwoch, 8.11.2017:  Moraira,

6.Tag: Paul hat prima geschlafen, ich weniger. Aber ich weiss es doch ganz genau: Abends sollte ich KEINEN Kaffee mehr trinken! Um 9h, nachdem wir im Bus ein 4-Minuten-Ei gegessen und Kaffee getrunken haben, fahren Ruth und Heinz mit uns aus, auf einen Tagesausflug. Zuerst besuchen wir einen Supermercado um Kaffee einzukaufen. Dann geht es zu diversen Bricolage-Läden. Wir suchen immer noch ein paar Kleinigkeiten für die Bonsai-Einrichtung. Im Dorf Gatta, wo es viele Geschäfte hat, die Korbwaren herstellen, suchen wir vergeblich nach einem Gewürzgestell. Und jetzt geht es in die Berge. Dort oben im Restaurant „Refugio Vista BenÌa“ essen wir zu Mittag. Die Aussicht von hier oben ist gewaltig und das Essen sowieso. Es gibt: zur Vorspeise Tapas, d.h. eingelegte Pilze, Lamm-/Schweinefleischhäppchen, Kugeln aus Gemüse (frittiert), Oliven, Aioli- und Tomatenaufstrich, Brot. Dann folgt eine grosse Platte mit verschiedenen Salaten, mit Ei, Thon und Oliven. Die Hauptspeise ist: 3 x Fleisch vom Grill (Kaninchen, Poulet, Lamm). Heinz bekommt Fisch, für alle dazu feine überbackene Kartoffeln, geschmorte Tomaten und ganze Zwiebeln. Alles mmm…!!! Dazu genehmigen wir uns einen Liter Vino Tinto und 1½ Liter Mineralwasser plus 3 Kaffees und 1 Tee. Für Dessert reicht der Platz in unseren Bäuchen nicht mehr aus! Wir sind übersatt und das Fleisch, das übrigbleibt, packt uns der Wirt noch ein. Das gibt es kalt zum Abendessen. Die ganze Schlemmerei kostet uns für 4 Personen 72 €uros. Beim Bezahlen gibt es für jeden noch ein Schnäpschen dazu. Und während des Essens hat uns der Gastwirt noch 3 Lieder gesungen und hat sich dazu selber mit der Gitarre begleitet. Super war‘s! Um 16h15 sind wir wieder zurück im Haus von Ruth und Heinz. Die beiden stellen uns ihre Haarschneidemaschine zur Verfügung und Paul und ich schneiden uns gegenseitig die Haare. Zum Abendessen sind wir wieder bei Ruth und Heinz eingeladen. Es gibt diverse kalte Feinigkeiten. Heute trinke ich einen Kaffee OHNE Koffein! Das war ein toller Tag mit strahlendem Sonnenschein. Merci an Heinz für‘s Fahren in die BenÌa-Berge und für das feine Mittagessen!!!

 

wir werden verwöhnt!

Dienstag, 7.11.2017: Altea - Moraira,  40 km

Blick aus unserem Bett im Westflügel...

5.Tag: Wir haben beide sehr gut geschlafen. Um 8h weht noch ein kalter Wind, aber die Sonne scheint. Um 9h marschieren wir ins Zentrum von Altea und suchen einen Coiffeur. Wir finden zwar einige, aber entweder haben sie keine Zeit oder sie sind uns zu teuer. Wir kommen „unverschönert“ zum Bus zurück und verlassen Altea Richtung Norden, um nach Moraira zu fahren. Es ist 11h30. Unterwegs halten wir an einem ruhigen Plätzchen, gegenüber einer Gärtnerei, um gemütlich zu picknicken und Kaffee zu trinken. Nun lotst uns unsere Navifrau ANNA gekonnt nach Moraira zu Ruth und Heinz, die wir besuchen wollen und die seit ca. 30 Jahren hier leben. Wir kennen die beiden seit dem Sommer 2007, als wir mit unserem Segelschiff hier in Moraira vorbeikamen und sie uns drei Tage lang unheimlich gastfreundlich verwöhnt haben. Um 14h dürfen wir unseren Bonsaicamper auf dem Parkplatz vor dem wunderschönen Haus der beiden abstellen. Heinz übergibt uns sofort die Schlüssel zur Ferienwohnung im Erdgeschoss, wo wir duschen dürfen. Nach einem Begrüssungstrunk laufen Paul und ich in 10 Minuten zum Meer hinunter. Wir begutachten die Marina, wo wir vor 10 Jahren mit unserer MABUHAY am Steg lagen. Da kommen schon ein paar wehmütige Gefühle auf…! Zum Abendessen kocht uns Heinz eine wunderbare „Tajine“. Dies ist ein marokkanischer Eintopf mit ganz viel Gemüse, Lammfleisch und Hühnerbeinen. Mmmm…!!! Wir verbringen einen sehr gemütlichen Abend zusammen mit Ruth und Heinz. Heute war ein sehr schöner sonniger Tag, aber kaum ist die Sonne weg, wird es empfindlich kalt.

 

Montag, 6.11.2017: Burriana - Altea, 247 km

4.Tag: Tolles Wetter aber sehr kühler Wind! 8h45 Abfahrt vom Nachtlagerplatz. War sehr gut hier auf diesem Autobahnrastplatz. Wir verlassen bald die Autobahn und fahren wieder auf die Nebenstrassen. Kaum eine ½ Stunde unterwegs, steht mitten auf einem Kreisel ein riesiger Lastwagen, der eine Panne hat. Wir kommen nicht daran vorbei. Also fahren wir kurzerhand ins kleine Dorf, parkieren und suchen einen Coiffeur. Aber das Dorf ist sehr still und ruhig, fast alle Geschäfte sind geschlossen. Liegt es daran, dass heute Montag ist? Nur vor einer Kneipe sitzen ein paar ältere Herren, die uns neugierig bestaunen. Wir kehren zum Bonsaicamper zurück und können nun weiter fahren, weil der Verkehr inzwischen von der Polizei geregelt wird. Und, das gibt es doch nicht, in Valencia steht schon wieder ein Auto, diesmal ein PW, vor dem Kreisel. Er hat eine Panne und kommt nicht mehr weg. In der Stadt Valencia machen wir eine grössere Pause und besuchen IKEA, Decathlon und Bauhaus. Überall suchen und kaufen wir Kleinigkeiten für die Einrichtung unseres Bonsais. Zum Glück sind die drei ganz nahe beieinander, so können wir zu Fuss von einem zum anderen laufen. Mittagspicknick gibt es um 13h30 auf dem IKEA-Parkplatz. Nun geht unsere Fahrt weiter Richtung Gandia, wo wir anfangen einen Campingplatz zu suchen. Das ist zu dieser Jahreszeit sehr viel schwieriger, als wir erwarte hatten. Endlich, nachdem uns unsere Navifrau ANNA mehrmals fehlgeleitet hat, oder die Camps geschlossen sind, fahren wir in Altea total im Kakao herum und halten schliesslich direkt an der schönen Meerespromenade. Wir steigen aus und genehmigen uns , nach dieser stressigen Platzsuche, ein Bier in einem Lokal an der Promenade. Danach Abendessen im Bus: Hörnli, Frikadellen, Salat, alles Reste von gestern.

 

 

 

Mitten im Kreisel stehengeblieben

Sonntag, 5.11.2017: Montpellier (F) – Burriana (E), 654,2 km

Rastplatz bei Burriana

3.Tag: Um 8h10 geht es los. Es regnet nicht mehr, ist aber immer noch ziemlich grau. Je weiter südlich wir kommen, desto blauer wird der Himmel und die Sonne scheint. Von Narbonne bis Barcelona fahren wir auf sehr guter Nebenstrasse, neben der Autobahn. Ab Barcelona nehmen wir wieder die Autobahn. Um 10h45 passieren wir die Grenze nach Spanien und sind in Katalonien. Das Mittagspicknick gibt es an einem schönen Plätzchen, direkt am Meer, in San Pol de Mar. Das Wetter ist herrlich! Wir schauen uns zwei Rastplätze an, bis wir uns auf dem Dritten, bei Burriana, ca. 50.km vor Valencia, um 18h häuslich niederlassen. Abendessen: Hörnli, Frikadellen mit Sauce, Salat. Rund um unseren Schlafplatz hat es Bäume mit Zitrusfrüchten.

 

Samstag, 4.11.2017: Anneyron/Albon - Montpellier,   296 km

wir sind in Frankreich

2.Tag: Wir haben beide einigermassen gut geschlafen. Auf jeden Fall ist dieser Platz hier sehr ruhig. Um 8h45 geht die Fahrt weiter. Heute wollen wir nicht auf die Autobahn. Marie lotst uns mit ihrer heiseren Stimme auf die N7, die Nationalstrasse, auf der wir mit den beiden Kindern schon vor über 40 Jahren mit unserem grünen VW-Bus in den Süden gefahren sind. Bei Valence gibt es einen kurzen Einkaufsstopp beim Supermarkt „Le Clerc“. Vor uns an der Kasse bricht ein Mann zusammen. Er wird per Ambulanz ins Spital abtransportiert: Diabetes. Bei Montélimar machen wir bei Donzère einen Picknickhalt. Und weiter geht es über Orange nach Nîmes. Marie, die Navifrau dirigiert uns über tausend Kreisel südwärts. Bei Avignon beschliessen wir, wieder auf die Autobahn zu gehen. Marie ist bestimmt auch froh, muss sie uns nicht um jeden Kreisel herumhetzen. Das Wetter lässt zu wünschen übrig. Schon in Valence hat es leicht geregnet. Jetzt zwischen Nîmes und Béziers wird der Himmel immer schwärzer und bedrohlicher. Deshalb beschliessen wir, nicht weiter zu fahren und auf einem Autobahnrastplatz zu übernachten. Es werden starke Gewitter gemeldet und auf der A9 hat es einen Unfall gegeben. Es ist erst 16h15, aber schon ziemlich dunkel. Marie,die Frau in unserem Garmin-Navigerät ist immer noch furchtbar heiser. Manchmal flüstert sie nur noch. Jetzt wird sie ausgewechselt. Die Neue heisst Anna. Abendessen: Sauerkraut, Schinken und Pieterler Bratkartöffelchen. Am Abend Blitz, Donner und Regen. Wir würfeln noch 2 Runden, die ich (MT) beide gewinne. Danach verkriechen wir uns ins gemütliche Bett und lassen es draussen blitzen, donnern und regnen. Es ist 22h20, wir sind gerade so am Eindösen, klopft jemand heftig an unseren Bonsai-Bus. Wir erschrecken beide und der Puls steigt rapide an. Paul steht auf und schreit nach draussen:“was isch los?“ Es kommt irgendeine Antwort, aber wir verstehen sie nicht. Der Mann klopft noch mehrmals und leuchtet mit einer Lampe unseren Van an. Plötzlich gibt er Ruhe und verschwindet. Uff…!!! Es regnet, blitzt und donnert die halbe Nacht und zwar immer wieder sehr heftig.

 

Freitag, 3.11.2017: Pieterlen – Anneyron / Albon,  514 km

Es geht los...

1.Tag: Endlich ist alles eingepackt und Wasser eingefüllt. Paul will weg, in den Süden, um unser neues Mobil zu testen. Um 10h fahren wir zu Hause los. Im Denner im Dorf merkt Paul, dass er den Wassertankdeckel zu Hause vergessen hat. Der liegt auf dem Motorradsitz und wartet auf unsere Rückkehr. Also nochmals zurück nach Hause, Deckel und ein paar Kerzen holen. Die zweite Abfahrt führt uns zu Käthi und Peter, um uns für die nächsten etwa 12 Tage zu verabschieden. Hier merken wir, dass wir beide noch die „falschen“ Uhren tragen. Also, zum zweiten Mal rechtsumkehrt, zurück nach Hause, andere Uhren holen. Bei der dritten Abfahrt klappt es endlich! In Biel holen wir an der Geldmaschine ein paar €uronoten und kurz nach 11h geht es dann endgültig ab, Richtung Süden, via Lausanne und Genf. Am Zoll, bei der Ausreise nach Frankreich müssen wir über eine Stunde lang im Stau stehen, bis wir nach Frankreich rüber kommen. Wir vermuten, dass jemand gesucht wird, weil nur eine Spur offen ist. Erst gegen 14h picknicken wir bei einem Rastplatz an der Autobahn. Bei Vienne, kurz nach Lyon, verlassen wir die Autobahn und fahren ein wenig „querfeldein“, durch kleine friedliche Dörfer. Bei Lyon war auf der Gegenfahrbahn ein Unfall. Zwei LKW‘s sind ineinander geknallt und sofort bildet sich eine Riesenstaukolonne mit massenhaft LKW‘S und das kilometerweit. Wir suchen einen Campingplatz und als wir ihn endlich gefunden haben, ist er geschlossen. Klar, wer campt hier schon an einem 3.November??? Aber vor diesem Camping hat es einen grossen Platz, wo wir um 17h45, kurz vor dem Eindunkeln parkieren. Wir möchten im Gebäude des Campings fragen, ob wir hier eine Nacht stehen dürfen, aber es ist niemand anwesend. Heute war ein wunderbarer Sonnentag und wir sind beide sehr zufrieden. Zum Abendessen gibt es Kürbissuppe (aus einem Lengnauer Kürbis) mit Schweinswürstli und Brot, Reste vom gestrigen Abendessen. Im Kühlschrank hat alles die heutige Reise gut überstanden. Aber! Wo sind wir eigentlich? Mitten im Wald, irgendwo in Frankreich. Marie, die Frau in unserem Navi ist sehr heiser...