Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Montag, 15.1.2018:  Marsanne bei Montélimar - Pieterlen, 445,6 km

35.Tag: Ah…, himmlische Ruhe hier an diesem Stellplatz der Gemeinde, kein einziges Auto oder Regen gehört.Um 8h20 geht es los. Immer schön durch kleine Dörfer „über Land“, an der Isère entlang und an Millionen von Nussbäumen vorbei. Es ist sonnig bis leicht bewölkt, aber irgendwie diesig. Erst kurz vor Chambéry wechseln wir auf die Autobahn. Wir kommen gut voran und sind um 15h30 zu Hause. Und hier erwartet uns die HAMMERÜBERRASCHUNG: am 3.Januar 2018 hat der Sturm BURGLIND unser Gartenhaus hinter dem Haus zertrümmert und in Kleinteile zerlegt… Unser Sohn hat uns extra nichts davon mitgeteilt, um uns die Ferien nicht zu vermiesen.

 Und wirklich, die 5 Wochen Spanien waren sehr schön und wir haben sie sehr genossen. Die Zeit ist viel zu schnell verflogen. Wir haben mit dem Bonsaibus 3367 km zurückgeleg

 

das war ein Gartenhaus

Sonntag, 14.1.2018: Cers – Marsanne bei Montélimar, 257 km

34.Tag: Sehr laute Nacht mit sehr viel Autoverkehr und immer wieder Regenschauern. Es ist 9h15 als wir Richtung Sête losfahren, Unterwegs sehen wir viele, viele Flamingos, die im Regen nass werden. Es schüttet den ganzen Morgen!!! In Sête schickt uns ANNA in Richtung „NONDELY“, so spricht sie „MONTPELLIER“ aus. Und weil es um Mittag endlich aufhört zu regnen, beschliessen wie spontan, uns den „Pont du Gard“ anzuschauen. Eigentlich wollten wir ja nach Avignon. Der Eintritt kostet 8.50 € / Person, inklusive Parkplatzgebühr, einem 15-minütigen Film und einem super gut gemachten Museum. Schön und sehr imposant, was die Römer da gebaut haben. Wir laufen etwa 2 ½ Stunden in dem Gelände herum und danach geht es weiter Richtung Norden. Kurz nach Montélimar finden wir einen Stellplatz in Marsanne, unterhalb eines Schlosses, wo wir die Nacht verbringen. Abendessen Härdöpfelstock (viel zu viel gegessen!), Pilze an einer Sauce und Salat.

 

Pont du Gard

 

3 Jahre lang sollen über 1.000 Menschen an dem Aquädukt gebaut haben bis es im 1. Jh. n. Ch. fertiggestellt war. Der Pont du Gard war Teil einer Wasserleitung, welche die Römer über eine Länge von ungefähr 50 Kilometern zwischen den heutigen Städten Uzès und Nîmes errichtet haben, um Quellwasser zur Stadt Nîmes zu transportieren. Die beiden Städte lagen nur 20 km Luftlinie auseinander, aber die Leitungen mussten einige Hindernisse wie Hügel und Täler überwinden, so dass sie mehr als das Doppelte an Wegstrecke zurücklegen mussten.

 

Der Höhenunterschied zwischen der Quelle und der Stadt Nîmes betrug gerade mal 17 Meter. Das ergibt ein Gefälle von 34 cm pro Kilometer! Und hier liegt die Genialität des gesamten Bauwerks: Über die Gesamtlänge von 50 km wurde dieses geringe Gefälle exakt eingehalten und umgesetzt. Dabei wurden Berge umgangen oder mit Tunneln durchbohrt und Flusstäler mit Brücken überwunden ohne dabei von der geringen Neigung abzuweichen. Gleichzeitig musste die Neigung in Kurven geringer sein, als das Gefälle auf der Geraden, damit der Druck der täglich geförderten Wassermengen an diesen Stellen nicht zu hoch geworden wäre. Die Wasserleitung transportierte täglich um die 20.000 Liter Wasser zu ihrem Zielort. Die Brücke wurde bereits 1985 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

 

Im Tal des Flusses Gardon musste die Wasserleitung ein sehr breites Flusstal überqueren. Es entstand der wohl bekannteste Teils des Aquädukts, der Pont du Gard. Er hat eine Gesamthöhe von 49 m und eine Länge von 275 m. Er besteht aus drei Arkadenreihen – zwei imposante und eine geradezu zierlich wirkende oberste Bogenreihe, die den Wasserkanal trägt. Das gesamte Bauwerk wurde in einer typisch römischen Quadersteinbauweise errichtet, wobei die Quadersteine so passgenau zugeschnitten wurden, dass sie ohne Mörtel aufeinander gesetzt werden konnten. Der gegenseitige Druck hielt sie zusammen.

 

Die beiden unteren Bogenreihen sind jeweils um die 20 m hoch und bestehen aus sechs, beziehungsweise elf Bögen. Sie sind verschieden breit (von der Mitte aus abnehmend), um eine grössere Stabilität des Bauwerks zu bewirken. Die oberste, viel kleinere Arkadenreihe, besteht aus 35 kleinen Bögen und hat eine Höhe von ca. 7 m. Hier floss das Wasser in einer 1,80 m hohen und 1,20 m breiten Rinne. Die Wasserleitung wurde teilweise bedeckt, damit das frische Quellwasser nicht verunreinigt wurde.

 

Der Pont du Gard ist einmalig und ein geniales Monument römischer Baukunst!

 

der Pont du Gard

Samstag, 13.1.2018: Llers (Figueras) – Cers bei Béziers, 169,5 km

33.Tag: Draussen sind am Morgen 2°. Dieser Schlafplatz hier ist nicht wirklich ruhig. Die grossen LKW‘s kommen und gehen laufend. Aber dafür ist der Platz gut bewacht. Um 9h30 verlassen wir ihn, nachdem wir bezahlt und fast einen Schock bekommen haben. Für 16 Stunden bezahlen wir 26.70 €. Puhhh!!! Gestern Abend hatte ich den Wächter gefragt, wie viel es hier kostet und er hat mir geantwortet: oh nicht viel, ist sehr billig! Wir finden das gar nicht billig. Aber dafür hat sich Paul hier bei den Duschen noch rasieren können. In Béziers suchen wir den Conforama. Wir möchten noch ein paar Einrichtungsgegenstände für unseren Bonsai. Aber Conforama hat nicht was wir suchen. Also ab zum Castorama und hier finden wir genau was wir haben wollten. Ein paar kleine Kästchen aus Bambusholz. Jetzt fahren wir weiter zu unseren altbekannten Schlafplatz, wo es uns so gut gefällt, direkt am Canal du Midi, bei den Bisamratten. Es ist 15h30 als wir dort ankommen. Zuerst werden die Enten mit unserem alten Brot gefüttert und dann gibt es Kaffee. Unser heutiger Spaziergang fällt sehr kurz aus, es ist mir einfach zu kalt. Auf dem Parkplatz wo wir stehen, kommt ein Mann und fragt uns, ob wir ein Überbrückungskabel haben, sein Auto läuft nicht mehr an. Nein, wir haben keines, aber Paul hilft ihm, das Auto anzustossen. Das nützt allerdings auch nichts und der Mann muss warten, bis ihm ein Kollege zu Hilfe kommt. Zum Abendessen gibt es heute auf vielfältigen Wunsch von Paul, Fondue. Und inzwischen ist auch wieder Fonduewetter. Heute morgen in Figueras war strahlender Sonnenschein, hier ist es ziemlich bewölkt.

 

in Cers, am Canal du Midi

Freitag, 12.1.2018: San Rafael del Rio – Llers (Figueras), 420,1 km

32.Tag: Gut geschlafen. Schönes Wetter, keine Wolke am Himmel aber kalt. Zum Frühstück gibt es „nur“ Rührei aus 10 demolierten Eiern und Kaffee. Aber das ist ganz gut so. Um 9h50 fahren wir los. Man hat uns eine Gärtnerei empfohlen, wo ich mir ein Olivenbäumchen kaufen möchte. Zuerst kurven wir lange in den Orangenplantagen herum, bis wir endlich den richtigen Weg zu der riesigen Gärtnerei finden und ich mein Bäumchen bekomme. Danach können wir wirklich losfahren. In Barcelona fahren wir lange im Kakao herum, trotz Anna, die sich alle Mühe gibt, uns zu führen. Wir verlieren damit viel Zeit. Um 17h30 sind wir in Figueras, weiter, als wir eigentlich wollten. Wir tanken und parkieren auf einem riesigen Parkplatz für LKW‘s. Dieser Parkplatz ist bei einem Restaurant, bewacht und gebührenpflichtig. Es ist kalt, 12°. Abendessen: Nein, heute keine Schweinefilet! Heute gibt es Nudeln mit ganz viel Käse und Röstzwiebeln. Mmm, gut! Danach wird weltmeisterlich gewürfelt.

 

unterwegs

Donnerstag, 11.1.2018: Moraira – San Rafael del Rio,  302 km

31.Tag: Wir dürfen nochmals bei Ruth und Heinz an der Wärme frühstücken. Um 10h verabschieden wir uns schweren Herzen von diesen lieben Gastgebern. Wir fahren nach Norden, heimwärts. Paul umfährt mindestens eine halbe Million Kreisel! Vor Valencia durchfahren wir eine sehr schöne Gegend, alles flach, wo Reis angebaut wird. Die Felder sind geflutet und der sehr starke und saukalte Wind jagt richtige Wellen über das Wasser. Irgendwo, mitten in diesem Wassergebiet picknicken wir. Danke Ruth für den feinen Rohschinken! Als ich den Kühlschrank aufmache, knallt mir eine ganze Schachtel mit 12 (!) rohen Eiern vor die Füsse. Natürlich sind sie alle kaputt, futsch! Wähhh, das Eiweiss klebt höllisch! Unsere Navigationsfrau Anna führt uns später mitten durch die Grossstadt Valencia und wir staunen über die tollen, modernen Gebäude. So wie das ausschaut müssen wir hier unbedingt einmal einen längeren Besichtigungsstopp machen. Nach einigem Suchen und grösseren Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Chauffeur und der Beifahrerin und einem Umweg durch die Feldwege der Orangenplantage finden wir um ca. 17h den Stellplatz von „Spätzle Fritz“ in San Rafael del Rio. Wir haben heute ausser jeder zwei Kaffees beim Frühstück und einem Glas Milch beim Mittagspicknick noch absolut nichts getrunken!!! Und deshalb gibt es nach dem Anmelden hier als erstes einen grossen Schluck Bier oder auch zwei im Bonsaibus. Abendessen im Restaurant „Spätzle Fritz“.  Paul nimmt Schweinsfilet (3 Stück) mit Knoblauch, dazu Pommes Frites. (15.50 €) Er sagt, das seien die besten Pommes Frites seit 12 (!) Jahren. Ich habe Schlemmerspätzle mit sehr viel Käse, Pilzen und Röstzwiebeln. Zuoberst thronen zwei Stück Schweinsfilet. Dazu gehört ein gemischter Salat. (16.20€). Die Spätzle sind super, perfekt, sehr gut. Ich darf nur nicht an die vielen Kalorien denken…! Den Salat teilen wir uns. Aber mit den Schweinsfilets wissen wir beide nicht so recht, ob das wirklich Filet ist. Im Vergleich zum gestrigen, butterzarten Filet bei „EDY“, ist dieses hier überhaupt nicht zart und eher trocken. Aber sonst gefällt es uns hier ganz gut, das Servierpersonal ist sehr nett und der Platz ist sauber. Es sind etwa 20 Camper hier auf dem Platz. Der Platz befindet sich vom Meer, Höhe Vinaro, 16,5 km im Hinterland, mitten in schönen, unendlichen Orangenplantagen.

 

Reisgebeit um Valencia

Mittwoch, 10.1.2018: Moraira,

30.Tag: In der Nacht regnet es. Am Morgen ist wieder schöner Sonnenschein. Um 9h15 fahren Ruth und Heinz uns in ihrem Auto nach Teulada. Hier essen wir in einem kleinen Restaurant, „Almuerzo“, d.h. Frühstück. Es gibt Brot mit Aioli- oder Tomatenaufstrich, Tintenfisch, Käse, Rohschinken, Spiessli mit Crevetten und warme Tortilla (eine Art Kartoffelkuchen). Dazu trinken wir Kaffee. Wow, alles ist sehr gut, aber wir essen wieder mal viel zu viel. Nach diesem üppigen Frühstück zeigt uns Heinz noch die Altstadt mit der mächtigen Kirche und den schönen kleinen Gassen. Nach der Rückkehr in Moraira hilft Paul Heinz bei der Reinigung und Revision der Gartenhacke, die „ein wenig komisch macht“.

Nachdem die Maschine wieder flott ist, machen Heinz, Paul und ich einen etwa 2-stündigen sehr schönen Spaziergang. Ruth wartet bei unserer Rückkehr mit Kaffee und Luftkuchen (Panettone). Abends laden wir Ruth und Heinz im Restaurant „Casa EDY“ zum Essen ein. EDY ist eine Columbianerin, die das Restaurant hervorragend führt. Es gibt für alle vier zuerst Brot mit Aioli und/oder Tomaten, Melone mit Rohschinken zur Vorspeise. Zum Hauptgang auch für alle vier Schweinsfilet mit einer superguten Rahm/Pfeffersauce, Pommes Frites und ein wenig Gemüse. Zum Dessert ein kleines (viel zu klein!) Stücklein mmmmm….Quarktorte. Paul, der sonst so Süsse, verzichtet darauf (FDH) und nimmt nur einen Kaffee. Alles ganz prima, dazu eine Flasche Roten und zum Abschluss ein Gläschen Limoncello für Paul und für mich ein Cognäclein.

 

in der Altstadt von Teulada

Dienstag, 9.1.2018: Calpe - Moraira,  31,2 km

29.Tag: Der Tag beginnt mit strahlend schönem Sonnenschein. Nur für mich startet der Tag nicht so besonders gut. Beim Frühstück mit Müesli breche ich mir ein Stück eines Zahnes aus. Zum Glück habe ich keine Schmerzen, aber trotzdem, was tun? Wir beschliessen, unsere Freunde in Moraira anzurufen um sie zu fragen, ob ich zu ihrem Zahnarzt könnte. Heinz organisiert das sofort und ich kann heute Nachmittag schon zum Zahnarzt in Moraira. Eigentlich wollten wir ja erst morgen Mittwoch von hier wegfahren, Richtung Schweiz, aber so fahren wir halt schon heute. Nachdem wir beide im Camp nochmals so richtig schön heiss geduscht und den Platz bezahlt (11.50 €/Tag) haben, machen wir uns um 12h30 auf den Weg. Heinz begleitet uns im Auto zum jungen, Argentinischen Zahnarzt, wo ich pünktlich um 14h30 drankomme. Der Zahnarzt erklärt mir, dass ich eine Krone brauche und er das bis Donnerstag oder Freitag, wo wir hier losfahren möchten, nicht mehr machen kann. Er stopft den abgebrochenen Zahn notfallmässig und macht mir einen Kostenvoranschlag für die Reparatur. Dazu übergibt er mir das Röntgenbild, das er gemacht hat. Was er sagt scheint mir alles vernünftig zu sein und ich bin zufrieden. Er erklärt auch Paul was Sache ist. Die Zahnarztgehilfin übersetzt für Paul. Sie ist eine Deutsche, aber seit Kind in Spanien. Paul und ich laufen nun zum kleinen Hafen, wo wir im Restaurant „eleven“ ein paar Pouletflügeli essen. Auf dem Rückweg kaufen wir im „Pepe la Sal Supermercado“ ein paar Sachen ein und kehren zum Haus von Ruth und Heinz zurück. Das Wetter ist wunderschön, aber saukalter Wind weht. Am Abend sitzen wir gemütlich mit Ruth und Heinz vor dem Kaminfeuer. Ruth hat für uns wunderbare Spaghetti gekocht!

 

 

 

  • In Moraira

Montag, 8.1.2018: Calpe,

28.Tag: Zuerst ist es noch bewölkt und ziemlich kalt. Trotzdem mache ich eine Maschine Wäsche. Um 10h sollte sie fertig sein. Aber als ich sie holen will, hantieren ein Mechaniker und eines der Rezeptionsfräuleins vom Camp an der Maschine mit meiner Wäsche herum. Die Wäsche wäre eigentlich gewaschen, aber die Türe kann nicht geöffnet werden. Nach mehreren Palavern hin und her schmeisst die Rezeptionsfrau nochmals 5 € ein und die Wäsche wird nun zum 2.Mal picobello sauber gewaschen. Ein junger Deutscher der das sieht, meint: „die wird aber „superclean!“ Um 11h kann ich meine Wäsche endlich an die Sonne, die inzwischen scheint, hängen. Langsam nehmen die Schweizer hier überhand. Direkt neben uns stehen Berner (die uns aber keines Blickes würdigen). Jetzt kommt gegenüber uns ein Berner Ehepaar aus Belp an, mit denen wir ein wenig plaudern. Und dann sind natürlich noch die zwei Freiburger und wir. Wir machen unseren Spaziergang, trinken an der Strandpromenade ein Bier und kehren zum Bonsaibus zurück. Paul hatte gestern mit dem neuen Grill soviel Freude, dass wir heute gleich nochmals grillen. Zum Mittag/Abendessen gegen 17h gibt es ein Schweinsfilet und gemischten Salat.

 

  • Wow, das ist ein Camper !

Sonntag, 7.1.2018: Calpe

27.Tag: Wieder sehr sonnig, aber eher kühl bei etwa15°. Kurz vor Mittag sind wir beim ALDI und kaufen ein paar Kleinigkeiten ein. Danach laufen wir unseren Strandspaziergang. Heute ist die Sicht übers Meer so gut, dass man in der Ferne die Berge der Insel Ibiza erahnen kann. Später machen wir beim „Harley-Treff“, einem kleinen Restauräntchen einen Stopp. Weil ich fast am Verhungern bin, esse ich eine kleine Pizza. Paul will nichts (FDH!). Um fast 17h gibt es unser Mittag/Abendessen. Wir weihen endlich unseren neuen Gasgrill ein, den wir in Bern am Autosalon gekauft haben. Es gibt gegrilltes Truthahnfilet, dazu einen Salat aus Nudelresten, Peperoni, Tomaten und grünem Salat. Mmm, alles prima!

 

der neue Grill wird eingeweiht

Samstag, 6.1.2018: Calpe

26.Tag: Es ist dunkel bewölkt und kalt. Um 11h sind es gerade mal 15°, brrr! Es sieht schwer nach Regen aus, regnet aber nicht. Nach dem Mittagessen kommt die Sonne hervor und wir getrauen uns raus aus unserem Schneckenhaus, zu unserem Strandpromenaden-Spaziergang. Bei unserer Rückkehr laden uns Rosemarie und Erwin spontan zum Kaffee in ihren Camper ein. Merci vielmals Ihr beiden! Zum Abendessen kocht Paul wieder mal seine Spezialität: Spiralen mit ganz vielen Zwiebeln und Käse. Dazu einen gemischten Salat. Und jetzt bläst es zuerst wie verrückt und danach regnet es ganz kurz. Schade, so wie es aussieht, wäre hier ein zünftiger Regenguss bestimmt sehr willkommen.

 

  • brrr...da badet einer im Meer

  • unser Camp

Freitag, 5.1.2018:  Calpe

25.Tag: Wieder ist wunderschönes Wetter, aber doch nicht mehr so heiss wie gestern. Wir radeln mit unseren Velos zum „Hotel Suitopía“. Und heute klappt es ! Der verflixte Lift leistet keinen Widerstand und schwupps sind wir oben im 29. Stockwerk des Hotels. Zwischen 16h und 17h sitzen wir da oben und geniessen den gewaltigen Ausblick und die Sonne bei einem Glas guten Weisswein. Die Aussicht auf den Strand, das Meer und den Peñón de Ifach ist einfach nur umwerfend schön! Als wir wieder unten in der Hotelhalle sind, kommen die Heiligen Drei Könige und ihre drei Begleiter in ihren prächtigen Gewändern. Wir spazieren um die Ecke zur Plaza Colòn, wo gerade der Umzug bereitgestellt wird. Dieser startet um 18h von der Plaza und wir schauen uns die Sache an. Der Umzug ist ganz schön gemacht, wenn auch nicht wirklich nach unserem Geschmack. Die Spanier lieben es scheinbar eher ein wenig „europaparkmässig“ mit Mickymaus, Minnymaus und Co. Aber trotzdem ist es ganz schön, das einmal zu sehen. Ganz zum Schluss kommt das Touristenzüglein, voll gefüllt mit den Geschenken die sich die Kinder von den Drei Königen gewünscht haben. Auf dem letzten Wagen sitzen die Drei Könige und schmeissen kiloweise Bonbons unter die Leute am Strassenrand. Per Velo geht es wieder zurück zum Bonsai, wo wir Parmesanrisotto kochen.

 

Heilige Drei Könige in Spanien

In Spanien ist es Usus, Geschenke nicht am 24. Dezember, sondern erst am 6. Januar zu überreichen. Dieser Brauch geht auf die logische Schlussfolgerung zurück, dass das Jesuskind zwar am 24. Dezember geboren worden sein soll, die Heiligen Drei Könige aber auf ihren Dromedaren erst am 6. Januar eintrafen, um dem Kind mit Gold, Weihrauch und Myrrhe zu huldigen.

Für die Kleinsten, die (falls sie nicht ältere Geschwister haben, die sie bereits aufgeklärt haben), fest daran glauben, dass ihnen diese Hohen Herren ihre Geschenke bringen, werden in den meisten Städten am Abend des 5. Januar Strassenumzüge organisiert, bei denen die Heiligen Drei Könige oft persönlich Geschenke überreichen. Die werden entweder von den Städten spendiert oder die Eltern zahlen einen Obolus dafür oder bringen eigens gekaufte Geschenke vorher vorbei, die dann an jedes Kind von den Königen ausgeteilt werden. Jedes Festkomitee setzt für die Gestaltung des Umzugs eigene Vorstellungen um.

 

Blick vom 29. Stock

die heiligen drei Könige und ihre Helfer

es ist kalt: zwei in einer Jacke

am Umzug

Donnerstag, 4.1.2018: Calpe

24.Tag: Es ist 10h als wir mit den Velos zum kleinen Markt fahren. Eigentlich sollte ein Flohmarkt stattfinden, aber ausser ein paar alten Büchern und Geschirr hat es eher Gemüse, Früchte und Kleider. Von hier pedalen wir weiter zum neuen „Hotel Suitopía“, Wir haben gehört, dass man da in den 29. Stock gehen kann, um dort die Aussicht zu geniessen. Wir betreten den Lift, drücken den Knopf für das 29.Stockwerk und: gar nix passiert. Wir denken, o.k. dieser Lift ist defekt und versuchen es in diversen anderen Liften. Nix! Irgendwann setzt sich der verflixte Lift doch noch in Bewegung, aber in der 28. Etage bleibt er stur wie ein Esel stehen...Paul drückt fast den verfl...ten Knopf in die Wand (es ist ein Schindler Lift), aber nix tut sich. Und ich denke immer: da muss doch irgendwo die „versteckte Kamera“ stehen. Also steigen wir im 28. Stock aus und ich frage einen Gast, der gerade sein Frühstückstablett in sein Zimmer balanciert, wie wir in den 29. kommen. Oh Mann, der erklärt mir wie einer Kindergärtnerin, man muss auf den Knopf Nummer 29 drücken und dann fährt der Lift dahin! Also nochmals, das Ganze von vorne, Paul bricht sich schon fast den Daumen ab! Aber der Lift will einfach nicht in den obersten Stock hinauf...Gut, dann fahren wir halt wieder hinunter in die 1.Etage und ich frage das Personal. Und die sagen uns ganz cool: Ah, das Restaurant da oben öffnet erst um 15h…!!!!! Jetzt ist es kurz nach 11h. Wir lassen unsere Velos vor dem Hotel stehen und laufen dem wunderschönen Strand entlang, bis der Spazierweg aufhört. Wir kehren auf anderen Wegen zurück und setzen uns bei der Plaza Colòn bei einem Restaurant an die Sonne, ich esse ein Sandwich. Paul will nichts, ihm ist nicht wohl. Heute ist es gewaltig heiss an der prallen Sonne. Die digitale Tafel bei der Apotheke zeigt 27° an. Rechtzeitig zum Kaffee um 15h sind wir zurück beim Bus. Wir setzen uns daneben und nun stürze auch ich mich in die kurzen Hosen. Es ist gewaltig heiss!  

P.S. Heute ist unser 47½ ter Hochzeitstag! 

Zum Abendessen gibt es nur ein Süppchen und je eine Banane.

 

am Strand bei Calpe

  • Uff...! Heute ist es echt heiss!

Mittwoch, 3.1.2018: Calpe

23.Tag: Schönes Wetter, ca. 23°, wir sehen im Internet, dass zu Hause Sturm „Burglinde“ herrscht. Hoffentlich haben wir zu Hause alles „sturmdicht“ versorgt.! Am Morgen fahren wir mit den Velos zu LIDL. Ich sitze zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder mal auf einem Velo. Juhu, ich kann es noch! Gegen 15h30 kommen Rosemarie und Erwin, die beiden Schweizer, zu uns auf einen kleinen Schwatz mit Imbiss und einem oder zwei Gläslein Roten. Das Wetter ist herrlich schön und wir sitzen lange draussen an der Sonne neben dem Bonsai. Erst als die Sonne weg ist und es kühl wird setzen wir uns alle vier ins Auto zu Kaffee und Zimtsternen. Gemütlich war‘s.

 

Abendstimmung, Blick aus dem Bonsaicamper

Dienstag, 2.1.2018:  Calpe

22.Tag: Wir schlafen sehr lange. Phhh, fast bis um 10h!!!. Der Morgen ist bewölkt. Nach dem Mittagessen machen wir, was wir uns vorgenommen hatten, nämlich: „nächstes Jahr“ (also dieses Jahr) werden wir auf den Steinklotz „Peñon de Ifach“, dem gewaltigen Wahrzeichen der Costa Blanca gehen.

Der Peñón de Ifach ist ein Fels an der spanischen Mittelmeerküste bei der StadtCalpe, nördlich von AlicanteEr erhebt sich 332 Meter hoch aus dem Meer, ist ca. 1 Kilometer lang und deckt ca. 47 Hektar ab. Durch einen schmalen Isthmus ist er mit dem Festland verbunden. Der Peñón de Ifach besteht aus kalkhaltigem Gestein.

Als weithin sichtbare Landmarke diente der Peñón de Ifach sicher schon seit jeher als Orientierungspunkt für Reisende zu Wasser und zu Land. Es ist davon auszugehen, dass der Fels im Laufe der Geschichte nicht nur als Landmarke, sondern auch als Ausguck genutzt worden ist. Am Fusse des Fels siedelten die Iberer, die Phönizier, die Römer, die Byzantiner und weitere Völker und konnten so eine allfällige auf sie zukommende Gefahr durch feindliche Seefahrer (z. B. Piraten) frühzeitig erkennen.

Spätestens seit der Neuzeit ist der Peñón de Ifach auch ein touristischer Anziehungspunkt. Früher konnte der letzte Abschnitt zur Spitze nur über blanke Felswände erklommen werden. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde, in ungefähr 180 Meter Höhe, ein ca. 30 Meter langer Tunnel gebaut, durch den man von der Nordseite auf die Nordostflanke des Peñón gelangt und von dort über Pfade weiter bis zum Gipfel. Über die Jahre hinweg war der Peñón de Ifach im Besitz von verschiedenen privaten Personen. 1987 ging der Fels in den Besitz der autonomen Region Valencia über, die ihn dann zum Naturschutzgebiet erklärte.

Also machen wir uns uns auf den Weg. Diesmal hat Paul die „richtigen“ Socken an und es klappt. Wir schnaufen auf den Berg hinauf. Im Tunnel gefällt es uns beiden gar nicht. Die Steine sich höllisch glatt. Aber die Aussicht vom Berg entschädigt für den Schweiss den wir beim Aufstieg vergiessen. Jetzt scheint nämlich die Sonne und die Aussicht von hier oben ist einfach nur gewaltig! Zurück beim Bonsai gibt es ein kühles Bier, das wir uns heute echt verdient haben.

 

der Peñon d'Ifach, heute keuchen wir da hinauf...

Blick vom Berg

Calpe

Montag, 1.1.2018: Calpe

21.Tag: Wunderschönes Wetter. Ich darf noch ein wenig länger schlafen, während Paul die Wäsche raushängt, die gestern nicht ganz richtig trocken geworden ist. Dann machen wir nicht mehr sehr viel. Aber um 16h15 laufen wir zügig zur Plaza Mayor. Das Wetter ist schön, aber sobald die Sonne hinter einer Wolke verschwindet ist es eher kühl. Um 17h sind wir auf der Plaza Mayor, wo um 18h ein Neujahrskonzert draussen im Freien stattfindet. Es hat schon eine Riesenkolonne von Menschen. Wir warten etwa eine ½ Stunde, dann dürfen wir eintreten. Der Eintritt ist kostenlos und jeder bekommt sogar noch eine Fleecedecke gegen die Kälte. Wer will kann sich gratis heisse Schokolade oder Glühwein holen. Wir verzichten auf beides. Der Platz ist vollbesetzt, wer keinen Stuhl mehr findet, steht hinten oder an den Seiten. Kurz nach 18h geht es los mit einem fulminanten Start: die Ouverture von Carmen, von Georges Bizet. Einfach nur super! Der Maestro Josep Vincent dirigiert sein Symfonieorchester so begeistert, dass er fast aus seinen Kleidern hüpft. http://maestroarts.com/artists/josep-vicent (z.B.Bolero von Ravel anschauen!). Das ADDA Symphonieorchester Alicante ist ein Projekt und besteht aus lauter (etwa 80?) vor allem jungen Leuten aus Spanien und internationalen Musikern aus Portugal, Polen, Tunesien, Litauen, Venezuela, Argentinien, Serbien, Russland, Südafrika und Brasilien. Der Maestro versteht sein Orchester und das Publikum mitzureissen und zu begeistern. Es werden Walzer, Polkas, der Radetzki Marsch, Die Blaue Donau, Der Rosenkavalier von Strauss, Brahms, Tschaikowski usw. gespielt. Wunderschön! Die Zeit vergeht so schnell, dass wir kein einziges Mal auf die Uhr schauen und ganz erstaunt sind, als das Konzert nach 1½ Stunden schon vorbei ist. Und als absoluter, überraschender Abschlusshöhepunkt: ein gewaltiges Feuerwerk, bei Vollmond, während das Orchester dazu spielt. Toll war‘s! Wir laufen in 45 Minuten wieder zurück zum Bonsaicamper, essen ein Süppchen und plumpsen in die Betten.

 

am Neujahrskonzert in Calpe

mit dem Maestro Josep Vincent

Feuerwerk mit Vollmond

Sonntag, 31.12.2017: Calpe

20.Tag: Grosse Wäsche heute. Das Wetter ist nicht mehr so schön und warm wie gestern. Kurz vor dem Mittag gehen wir beide schnell über die Strasse zu ALDI. Wir brauchen Brot und ab 15h sind die Geschäfte geschlossen. Mitten im Laden bleibt Paul stehen und sagt:“ Hast Du das Portemonnaie mitgenommen?“ Nein, habe ich natürlich nicht, weil er das sonst immer bei sich trägt. Also muss ich als Pfand im ALDI bleiben und er holt im Bus das Geld…!

Heinz aus Moraira ruft an. Sie kommen um 15h nach Calpe an den Strand um mit uns ein wenig zu spazieren und zusammen etwas trinken zu gehen. Bei unserer Rückkehr zum Bonsai habe ich Bauchschmerzen. Keine Ahnung warum oder von was. Abends um 19h sind wir bei den Freiburgern auf einen Trunk eingeladen. Mit Rosemary und Erwin, aus Cordast im Kanton Freiburg, verbringen wir einen sehr gemütlichen Abend in ihrem Camper, bei Panettone und Schaumwein. Um 22h30 sind wir in unserem Bett. Mir ist schlecht, an Schlaf ist nicht zu denken. Um 24h höre ich das Geknalle rund herum. Mir ist immer noch schlecht. Mein Magen weiss nicht, ob er sich unten oder oben raus entleeren will. Ich habe mit Paul das Bett getauscht und schlafe jetzt vorne, um für alle Eventualitäten schnell bereit zu sein. Endlich, um 0130 hat sich mein Bauch entschieden: oben raus! Ohne peinliche Zwischenfälle erreiche ich rechtzeitig die Toilette im Bus und ab sofort geht es mir viiiiel besser und jetzt kann ich schlafen. Ahhh, zum Glück, das neue Jahr fängt gut an!

 

Samstag, 30.12.2017: Calpe

19.Tag: Es ist warm, sehr warm sogar und wunderbarer Sonnenschein, 23°! Wir plaudern ein wenig mit einem älteren Paar aus dem Kanton Freiburg, das gestern hier eingetroffen ist. Sie campen schon seit 17 Jahren, sind also erfahrene Camper. Den Morgen verbringen wir, in dem wir über den Markt schlendern. Auf dem Rückweg kaufen wir zum Mittagessen ein kaltes, gebratenes Huhn. Heute essen wir zum ersten Mal draussen neben dem Bus. Am Nachmittag geht unser Spaziergang wieder mal zum Strand, wo wir lange auf einer Mauer sitzen und aufs ruhige Meer blicken. Danach sind wir wieder beim Bonsaicamper, wo es draussen Kaffee gibt. Wir stellen fest, dass Camper schon ein sehr spezielles Volk sind. Ja, wir scheinbar auch! Hier auf diesem Stellplatz hat es 88 Plätze, etwa ¾ von den Plätzen sind besetzt. Also sicher ¼ noch frei. Aber, draussen auf der Strasse stehen mindestens noch 15 Camper, die lieber draussen an der Strasse stehen !!!??? Und die Camper haben enorm viele Hunde. Hunde jeder Sorte, Grösse und Farbe, die meisten haben sogar zwei oder drei Hunde. Unsere Nachbarn aus Irland, haben zwei sehr schöne Huskys. Gestern kam ein megagrosser Bus, ein 6-Sterne Concorde, der braucht zwei Plätze und steht quer darauf. Als er eingerichtet war, hat er die Heckklappe aufgemacht, den SMART rausgeholt und ihn neben sein rollendes Haus parkiert…! Da ist unser Buslein doch wirklich ein BONSAI!

 

stehen alle auf der Strasse vor dem Camp

cool, oder?

Freitag, 29.12.2017: Calpe

Nach dem Mittagessen laufen wir ans Meer und wenden uns diesmal nach links, nicht wie sonst immer nach rechts zu der Strandpromenade. Wir laufen auf einem schmalen Weg zwischen den tollen Villen und dem Meer entlang. Beim winzigen Bootshafen „Puerto les Bassetes“ machen wir einen Halt und trinken an der Sonne unseren obligaten Weissen. Es ist herrlich warm heute, 20°, dementsprechend hat es auch viele Leute. Auf dem gleichen Weg kehren wir wieder zum Bonsai zurück, wo wir nach ca. 3 Stunden wieder eintreffen. Schön war‘s. Und am Abend gibt es einen richtig kitschigen,aber wunderschönen Sonnenuntergang. Schön!

 

Wanderung zum winzigen Bootshafen „Puerto les Bassetes“

Donnerstag, 28.12.2017: Calpe

17.Tag: Es ist leicht bewölkt bei etwa 18°. Nach dem Mittagessen machen wir uns auf den Weg um uns mal den Salzsee, ganz in der Nähe unseres Standortes, anzuschauen. Der grosse Salzsee (Salinas) Saladar de Calpe liegt mitten in der Stadt. Das Salz aus dem See war im Mittelalter eine wichtige Einnahmequelle für Calpe. Heute ist der Salinas ein streng geschütztes Naturschutzgebiet. Vor allem die Wasservögel machen den See interessant, allen voran die Flamingos. Wir laufen rund um den See an den Meeresstrand. Hier machen wir die obligate Verschnaufpause. Paul bei einem Glas Weissen, ich bei Kaffee und Kuchen. Draussen vor dem Restaurant steht immer ein Schild, wo man Kaffee und Kuchen für 3.50 € anbietet. Und genau das will ich haben. Neben uns sitzt ein Englisches Paar, das genau das gleiche bestellt. Der Kaffee und der Kuchen sind prima. Als es aber ums bezahlen geht, kostet der Kaffee 1.50 € und der Kuchen 4.75 €. Der Herr neben uns und ich gehen an die Kasse um zu reklamieren. Die Servierfrau sagt, wir hätten ihr sagen sollen, dass wir von diesem Angebot haben möchten! Trotzdem bekomme ich 4.00 € zurück! Also haben jetzt mein Kaffee und Kuchen zusammen 2.25 € gekostet. Hä???

 

am Salzsee

Mittwoch, 27.12.2017: Calpe

16.Tag: In der Nacht und bis zum Mittag hat es geblasen wie verrückt, immer wieder rüttelte der Wind an unserem Bonsaicamper herum. Am späteren Vormittag machen wir uns auf den Weg zum Strand. Da wo der Wind nicht bläst, ist es wunderschön warm an der Sonne. Wir setzen uns beim Restaurant "TANGO" an die Sonne, gut geschützt vor dem heftigen Wind. Zu einem Glas Weissen gibt es Pouletflügeli und Brot mit Aioli und Tomaten. das ist unser Mittagessen. Wir kehren zurück zum Camper. Inzwischen weht der Wind nicht mehr so stark und wir schneiden uns gegenseitig neben dem Bus die Haare.

 

Calpe / Calp

Höhe: 59 müM

Fläche: 23,51 km²

Einwohner: 19.591 (1. Jan. 2016)

Bevölkerungsdichte: 833,3 Einw./km²

Die Kleinstadt Calpe befindet sich an der Ostküste Spaniens, zwischen Valencia und Alicante an der Costa Blanca. Der Ort ist ein sehr beliebtes Touristenziel, und viele Deutsche, Briten, Schweizer und andere Ausländer verbringen hier ihren Lebensabend. Im Juli und August wird die Stadt gar durch bis zu 200.000 Menschen bevölkert. In Strandnähe entstehen sehr viele Hochhäuser, die aber – ausser im Sommer – fast nicht bewohnt sind. Es existieren mehr als 60 Siedlungen rund um die Altstadt und die Strände von Calpe. Die Altstadt von Calp liegt auf einem 50 Meter hohen Hügel ca. 2,5 Kilometer westlich des Penyal d'Ifac, der ein Kap bildet, etwa einen halben Kilometer von der Küste entfernt. Zu einer Bevölkerungsexplosion führte die Ausweitung des Tourismus erst seit den 70er Jahren. Es entstanden zahlreiche Ferienhaussiedlungen (urbanizaciones) an den Hängen und die Hochhausbebauung unmittelbar an den Hauptstränden Playa de Arenal-Bol und Playa de la Fosa. Die grössten Ausländergruppen bilden Briten (2.071), Rumänen (1.510) und Deutsche (1.138).

Die offizielle Einwohnerzahl zum 1.Januar 2013 lag bei 29.442, davon 11.179 Spanier und 18.263 Ausländern. Im Sommer sollen hier bis zu 100‘000 Menschen leben!

 

es bläst wie verrückt!

  • scharfe Pouletflügeli

Dienstag, 26.12.2017: Calpe

15.Tag: So wie es aussieht, ist der 26. Dezember in Spanien KEIN Feiertag. Während ich hier schreibe fährt Paul mit dem Velo zu LIDL um eine Kleinigkeit einzukaufen. Nach dem Mittagessen machen wir uns auf den Weg zum „Chinesen“. Das ist ein Laden, der ALLES hat! Oder fast! Wir wollen so ein Ding kaufen, wo man das Geschirr zum Abtropfen hineinstellt. Mal schauen, ob wir so etwas finden. Heute ist es leicht bewölkt, es regnet leicht als wir losmarschieren und es weht ein kühler Wind. Und wir finden wirklich so ein Abtropfding, das nicht zu gross ist und in unsere mobile Kleinküche passt. Wir finden beim "Chinesen" noch ein paar andere nützliche Kleinigkeiten und sind nach 2 Stunden wieder zurück im Bus.

 

unser Nachbar

im Camp

Montag, 25.12.2017: Calpe

14.Tag: Nach dem Frühstück und den „Hausarbeiten“ machen wir uns einen gemütlichen Morgen. Ich schreibe Tagebuch und erledige noch ein paar Mails. Paul liest. Die Franzosen vom Camp haben einen ganz langen Tisch aufgestellt und jeder bringt was zum Essen und zu Trinken mit und so feiern sie zusammen den Weihnachtstag. Nach dem Mittagessen spazieren wir zur Strandpromenade und lassen uns beim Restaurant „TANGO“ an der Sonne nieder. Das Wetter ist herrlich, die Sonne scheint und es weht fast kein Wind. Wir sehen doch tatsächlich Leute, auch Kinder, die im Meer baden. Also echt, das müssen ganz harte Typen sein! So heiss ist es nun auch wieder nicht mit 15 bis 16 Grad! Zu einem Glas Weissen bestellen wir eine gemischte Tapasplatte. Während wir die Tapas genüsslich verspeisen, beobachten (und kritisieren) wir die Leute, die vorbei kommen. Zurück im Bus gibt es an der Sonne Kaffee und Kuchen und Paul zieht doch tatsächlich auch eine kurze Hose an. Zum Abendessen gibt es bei uns gedörrte Bohnen mit Späckwürfeli (Paul behauptet, die seien ranzig, dabei haben wir sie erst gestern gekauft!), ein Rollschinkli, Salzkartoffeln und zum Dessert einen feinen Fruchtsalat.

Und sie sind doch NICHT ranzig!!!!!

Eigentlich gäbe es heute um 20h30 im Schwester Camp, im Sol de Calpe Austral eine Weihnachtsparty. Aber wir sind beide nicht die Typen, die es lieben, mit einer rot/weissen Zipfelmütze auf dem Kopf und einem Glas in der Hand herumzustehen um Party zu machen. Deshalb bleiben wir lieber "zu Hause".

 

brrr...!!!

Sonntag, 24.12.2017: Calpe

13.Tag: Wir schlafen sehr lange. Paul entsorgt das Grauwasser und füllt frisches Wasser auf. Ich wasche eine Maschine Wäsche (5€) und hänge sie rund um den Bonsai Bus auf. Das Wetter ist herrlich schön, ca. 15° warm. Nachdem ich ein paar Weihnachtsmails erledigt habe und nach dem Mittagessen, machen wir einen Strandspaziergang. Kaffee und Kuchen gibt es neben dem Bus an der Sonne. Zum Abendessen gönnen wir uns ein feines (Käse) Fondue, das wir aber drinnen essen.

 

Frohe Weihnachten !

Samstag, 23.12.2017: Moraira - Calpe, 13,6km

12.Tag: Nach dem reichhaltigen Frühstück, Abmarsch zum Morgenspaziergang mit Heinz, Beat, Paul und ich. Wir spazieren bis zum Yachthafen von Moraira, durch den Ort und zurück. Natürlich müssen wir unterwegs einen kleinen Stopp machen, um einen Kaffee zu trinken. Es ist bewölkt (wir fürchten Regen), dann sonnig und später wieder bewölkt. Gegen 13h30 sind wir zurück bei Ruth und verabschieden uns ganz herzlich von ihr, Heinz und Beat. Es war schön hier! Wir fahren dem Meer entlang bis nach Calpe und lassen uns auf dem „Sol de Calpe boreal Camping und Caravanning nieder. Dieser befindet sich an der Estonia Strasse, genau gegenüber dem ALDI. Paul muss an der Reception nur noch einen Eurostecker kaufen, und schon sind wir eingerichtet. Wenn man 7 Tage hier bleibt kostet ein Tag 12.65 €, Wasser, Strom, Duschen, Internet soviel man will, alles inbegriffen.

 

in Moraira

Freitag, 22.12.2017: Moraira

11.Tag: Nach dem Frühstück machen Heinz, Beat und wir einen sehr langen Spaziergang, von dem wir gerade rechtzeitig zur Siesta um 14h zurück sind. Unter anderem haben wir auch den Markt besucht, der hier jeden Freitag stattfindet. Es ist herrliches, strahlendes Sonnenwetter, kitschig blauer Himmel. Von 16h bis 18h fährt Heinz mit uns im Auto nach Cumbre del Sol. Dies ist ein Ort der fast nur aus tausenden von Ferienwohnungen- und Häusern besteht. Die meisten sind zur Zeit unbewohnt. Die Hügel rundherum sind dicht an dicht bebaut. Wir besuchen auch den kleinen Strand, der zu diesem Ort gehört. Dieser ist wunderschön, aber wir wollen uns lieber gar nicht vorstellen, wie der im Sommer bevölkert ist! Abendessen gibt es heute im Ort Teulada, im Restaurant „EDY“. Sehr gut und günstig! 64€ für 5 Personen mit Vorspeise, Hauptgang, Dessert, Wein, Wasser und Kaffee. Und zum Abschied schenkt uns die Wirtin noch zwei Flaschen Wein. Sehr schöner, gemütlicher Abend.

 

kleiner Strand bei Moraira

der Yachthafen von Moraira

in Cumbre del Sol

Donnerstag, 21.12.2017: Moraira

10.Tag: In der Nacht regnet es ein paar Tropfen und am Morgen gibt es ein paar kurze Regenschauer. Um 9h dürfen wir bei Ruth, Heinz und Beat ausgiebig frühstücken. Um 11h fahren Heinz, Beat und wir beide nach Benissa zum Holzhändler, wo wir unsere 5 Tablare bestellt haben. Die Tablare sind schon bereit. Dazu kaufen wir noch eine 2,5 m lange Holzleiste, welche 1.15€ kostet. Von hier aus fährt Heinz mit uns nach Denia, wo wir uns die Hauptgeschäftsstrasse und den Yachthafen anschauen. Nach einem Glas Weisswein oder Tee, geht es weiter nach Javea. Hier hat es eine sehr schöne Strandpromenade auf der wir ein wenig spazieren. Nun kommt sogar noch die Sonne ein wenig heraus und es wird 14° warm. Heinz kauft in einer Österreichischen Bäckerei ein Brot und wir kehren nach Moraira zurück. Schön war‘s die Gegend ein wenig anzuschauen. Zum Abendessen gibt es bei Ruth eine supergute Suppe mit ganz viel Gemüse und Huhn drin, mmm fein!

 

in Denia

Mittwoch, 20.12.2017: Calpe - Moraira,  35,8 km

9.Tag: Der Morgen ist total grau. Aber es hat keinen Wind mehr und es regnet auch nicht. Um 10h15, nachdem wir für 4 Tage bezahlt haben, verlassen wir den "Paraíso Camper". Der Platz ist gut und es ist alles vorhanden, was man so braucht, aber die Camper stehen sehr eng beieinander, zu eng für unseren Geschmack, wie die Sardinen! Heute würde es für alle Camper Paella als Weihnachtessen geben. Unser Platz ist schon wieder von jemandem gebucht und so verlassen wir ihn "vor" der Paella. Wir fahren heute nach Moraira, wo wir unsere Freunde Ruth und Heinz besuchen wollen. Unterwegs wollen wir bei Schreinereien Tablare für die Bonsai Schränke machen lassen. Die zwei ersten meinen, ok, aber die werden erst im nächsten Jahr zugeschnitten. Das dauert uns zu lange. Im dritten Geschäft in Benissa klappt es dann ganz problemlos. Für 5 (!) Tablare, zugeschnitten nach Mass, bezahlen wir 3.29 € (!). Ich traue meinen Spanischkenntnissen nicht und wir können es kaum glauben. Morgen Mittag können wir die Bretter abholen. In Moraira stellen wir unseren Bonsai auf den grossen Parkplatz und picknicken. Inzwischen drückt die Sonne durch die Wolken und es ist angenehm warm. Nach dem Kaffee spazieren wir zum Hafen von Moraira. Gegen 15h sind wir bei Ruth und Heinz in ihrem wunderschönen Haus. Es ist wie "nach Hause kommen"! Beat, der Sohn der beiden ist auch für ein paar Tage Weihnachtsferien da. Abends essen wir beim "Chinesen" ein richtig üppiges Mahl, zu dem wir von Ruth und Heinz eingeladen werden. Mit viel zu vollen Bäuchen fallen wir sehr müde in unser Bett.

 

wieder in Moraira

Dienstag, 19.12.2017: Calpe

8.Tag: Gestern Abend wurde der Himmel ganz kitschig rosarot und in der Nacht hat es geregnet. Der Morgen ist teils sonnig, teils bewölkt. Wir bleiben im Bus. Paul versucht mit einfachen Mitteln das Innenleben der Küchenschubladen zu perfektionieren. Nach dem Mittagessen machen wir uns , bei scharfem kaltem Ostwind, auf den Weg zum Strand. Unser heutiger Spaziergang fällt kurz aus. Es ist einfach zu kalt und zu windig. Auf dem Heimweg machen wir bei ALDI einen Stopp für einen grösseren Einkauf. Gegen Abend regnet es wieder, aber wir sitzen gemütlich in unserem mobilen Schneckenhäuschen, beim Lesen. Und später, nach dem Abendessen wird ausgiebig gewürfelt. Ich verliere gewaltig...

 

 

 

in Calpe

Montag, 18.12.2017: Calpe

7.Tag: Wieder schönster Sonnenschein, aber kalt, nur 4° am Morgen. Um 10h15 laufen wir in die Altstadt von Calpe. Auch heute dauert das wieder ein wenig länger. Wir sitzen am Strand an der Sonne und trinken je ein Glas Vino Blanco. Danach wandern wir kreuz und quer durch die Altstadt. Irgendwo essen wir draussen an der Sonne zusammen ein halbes Poulet und dazu Kartoffeln. Alles ist zwar sehr fettig, aber trotzdem gut. Auf dem Stellplatz "Paraíso Camper" hat es Holländer, Engländer, Belgier, aber Deutschland überwiegt bei Weitem. Einige "outen" sich mächtig mit Europa-, Deutschland-, und sogar Piratenflaggen! Bei einigen Campern steht ein Weihnachtsbaum vor oder neben dem Bus. Wir sind die einzigen Schweizer hier.

 

in der Altstadt von Calpe

da hängt einer...

Sonntag, 17.12.2017: Calpe

6.Tag: Es wird langsam wärmer. Wir haben am Morgen „schon“ 9°! Die Sonne scheint. Nachdem die „Haushaltarbeiten“ erledigt sind, marschieren wir um 10h15 los. Wir wollen auf den Peñon de Ifach hinauf. Dies ist ein riesiger Felsenklotz, der Calpe in zwei Teile trennt und weit ins Meer hinausragt. Wir kommen aber nur bis zum Fusse des Berges. Für diese Wanderung haben wir unsere Wanderschuhe an. Paul hat dummerweise die zu dicken, von mir handgestrickten Socken angezogen. Nun hat er Schmerzen an den Füssen, vor allem an den Zehen. Also laufen wir nur dem sehr schönen Strand entlang, bis zum Yacht - und Fischerhafen. Dort setzen wir uns bei einem Restaurant an die Sonne und geniessen Tapas und ein Glas Weisswein dazu. Herrlich! Danach schauen wir uns den Fischerhafen an. Auf dem Rückweg, wieder dem Strand entlang, machen wir, wieder an der Sonne einen Kaffeestopp. Gegen 15h30 sind wir zurück im Bonsaicamper, wo es nochmals Kaffee und dazu Christstollen gibt. Abends wird gewürfelt. Mir gelingt heute ein phänomenaler Wurf. Mit 6 (sechs) Würfeln würfle ich 6 (sechs) Mal die 3 !!! Sowas hatten wir noch nie und ich gewinne kurzum.

 

 

 

der Peñon d'Ifach

die Plaza Mayor

Samstag, 16.12.2017: Carcaixent - Calpe,   111,7km

5.Tag: Morgens ist es noch ganz schön kühl draussen, 7°. Dieser Stellplatz in Carcaixent ist eigentlich sehr schön und wir würden gerne zwei Tage hier bleiben. Der Platz ist sogar kostenlos! Trotzdem fahren wir um 9h45 weiter südwärts. Der Platz hat keine Toilette die jetzt offen ist. Wasser ist zwar vorhanden, aber es ist KEIN Trinkwasser. Schade! Das Wetter ist wieder herrlich schön! Während der 7 km Fahrt bis zur Stadt Carcaixent verfahren wir uns hoffnungslos in den Orangenplantagen. Paul muss das Auto (mit meiner externen Hilfe) in einem winzigen Gässlein umdrehen. Aber es klappt ohne Schaden und wir fahren über Gandia, Oliva und Denia bis nach Calpe, wo wir um 12h eintreffen. Wir picknicken im Bonsaibus. Im Moment können wir nicht zu unserem auserwählten Campingplatz weiter. Am Samstag findet hier ein Markt statt und deshalb ist die Zufahrtsstrasse gesperrt bis der Markt beendet ist. Wir lassen den Bonsai stehen und laufen bis zum „Paraíso Camper“, Stellplatz für Wohnmobile. Dieser liegt zwischen einem LIDL und einem ALDI. Wir reservieren einen Platz für uns und kehren zum Auto zurück.Nun gibt es Kaffee und Christstollen und weil der Markt vorbei und abgeräumt ist, können wir jetzt zum Stellplatz fahren. Es ist 15h als wir ankommen. Wir bekommen Platz Nr. 26. Pro Tag kostet es hier 12 €. Duschen kostet extra 0,20 € für 5 Minuten heisses Wasser. Wasser, Internet und 3 Kwh Strom sind inklusive.

 

unsere Fahrt

Freitag, 15.12.2017: Lavern – Carcaixent, 388,2km

4.Tag: In der Nacht kurzer heftiger Regen. Der Morgen ist strahlend schön und sonnig, bei 7°. Hier, wo wir uns befinden, ist ein pures Weingebiet. Um 8h30 fahren wir weiter. Bei Tarragona hat es viele Olivenbäume. Im Ebro-Delta wird Reis und sehr viel Gemüse, z.B Artischocken, angebaut. Später, bei Castellón von allem etwas, aber keine Reben. Um Valencia herum hat es Orangen, Mandarinen und hellorange leuchtende Khakis. Was für ein schönes Bild! Unser heutiges Ziel heisst Carcaixent, was wir aber nicht aussprechen können. 7 km ausserhalb des Ortes befindet sich ein Stellplatz der Gemeinde, inmitten von Orangen- und Mandarinenplantagen. Alle Bäume vollbehangen mit reifen Früchten. Hier lassen wir uns um 14h45 häuslich nieder. Der Platz heisst „Hort Soriano“. Es hat schon 2 Camper hier, einen Franzosen und einen Holländer, aber Menschen sehen wir keine. Leider hat sich das Wetter, je südlicher wir kamen, immer mehr verschlechtert. Jetzt ist es sehr grau und es tröpfelt leicht. Wir sitzen im Bus und lesen. Zum Abendessen kochen wir Sauerkraut, dazu eine Berner Saucisson und die letzten Pieterler Kartöffelchen. Heute haben wir an einer Tankstelle den Bus mit Hochdruck gewaschen. Das war aber auch nötig! Am Abend regnet es etwa 2 Stunden lang. Wir würfeln wie die Weltmeister.

 

in Hort Soriano, bei Carcaixent

im Orangenhain

Donnerstag, 14.12.2017: Cers (F) – Lavern (E), 366,7km

3.Tag: In der Nacht hat es geregnet und der Morgen ist dunkelgrau bewölkt. Draussen sind 12°. Die Rhone, die gestern nur ganz leicht vor sich hinfloss, zieht heute recht zügig am Bonsaicamper vorbei. Um 8h30 geht es über Béziers, Narbonne, Perpignan und Girona nach Barcelona. Heute fahren wir keine Autobahn. ANNA muss schweigen. Sie quatscht zu viel und will uns immer wieder unbedingt auf die Autobahn jagen. Die Berge der Pyrenäen präsentieren sich wunderschön mit prächtigen Schneehauben. Jetzt scheint die Sonne wieder. Unterwegs begegnen wir wieder vielen „Convoy Exeptionel“ mit Fertighäuschen und einem grossen Kanalschiff. ANNA darf uns jetzt durch oder um die Riesenstadt Barcelona lotsen. Das macht sie prima. Um 15h30 sind wir an unserem heutigen Ziel, in Lavern, ca. 35 km südlich von Barcelona. Wir übernachten bei einem Weingut, der „Finca Cava Guilera“. Zuerst besichtigen wir die 2 Geissen und die 2 Hühner. Danach spazieren wir ein wenig in der Weingegend herum. Nach dem Kaffee im Bus sind wir um 17h zur Weinprobe in der Finca. Leider werden wir ein wenig enttäuscht. Hier wird „nur“ Cava also Champagner hergestellt und wir sind keine besonderen Champagnerfans. Trotzdem degustieren wir 3 verschiedene Sorten Champagner. Einen 3-4 Jahre alten, einen 7 Jahre alten von der Ernte 2009 und einen leicht süsslichen Rosé. Die Degustation kostet 5 € pro Person, dafür ist das Übernachten auf dem Platz kostenlos. Martha, die 37-jährige Tochter des Hauses, erklärt mir alles auf Spanisch und ich übersetze für Paul. Martha und ich haben auch eine grosse Diskussion über das „Catalanen-Problem“. Sie erläutert uns auch ihre persönlich Meinung darüber.

 

Zurück im Camper kocht heute der Chef höchstpersönlich. Es gibt Hörnli (ah nein, es sind Spiralen), mit ganz vielen Zwiebeln und Käse.

 

bei Lavern, auf dem Weingut

die „Finca Cava Guilera“

Mittwoch, 13.12.2017: Port St.Louis du Rhône – Cers,  197,4km

2.Tag: Morgens um 8h30 ist es 1° warm draussen. Aber wir haben hier drinnen in unserem Bonsaicamper prima warm und kuschelig geschlafen. Wir gehen ins Tourismusbüro, wo uns eine Frau sehr nett Auskunft gibt. Wir erfahren, dass dieser Turm im 18.Jahrhundert zum Schutz vor Piraten und als Leuchtturm erbaut wurde. Im oberen Stockwerk befindet sich ein Museum mit ausgestopften Vögeln und eine grosse Aussichtsterrasse. Aber wir schauen uns nur den Tourismusladen an, mit einer wunderschönen Krippe. Nach einem sehr kurzen Einkauf im Intermarché, fahren wir gegen 10h45 los. Wir geraten zufällig zwischen ein Sicherheitsauto, das einem „Convoy exeptionel“ vorausfährt und dem gewaltigen Transporter, der ein riesiges Silo befördert. Ha, das ist echt cool, wenn einem so ein Blinklichtauto gelb blinkend vorausfährt. Wir kommen uns ziemlich wichtig vor! Später, beim Mittags- Picknick sehen wir wieder 2 Mal solche Blinklichtautos die „Convoys Exeptionels“ Anzeigen. Und wir staunen nicht schlecht, als beide Male ein LKW mit je einem Eisenbahnwagon vorbeikommt. Phhh...!!! Über Arles, Lunel, La Grande Motte, Sête und Agde erreichen wir um 15h30 unseren heutigen Übernachtungsplatz bei Cers in der Nähe von Béziers, direkt am Canal du Midi, wo wir schon im November übernachtet haben. Gleich daneben befindet sich das „Restaurant O-BERGE“. Wir machen einen langen Spaziergang dem Canal entlang und beobachten Bisamratten, wie sie im kalten Wasser herumpaddeln.

 Paul entdeckt heute ganz verwundert, dass ANNA, unsere Navistimme, mit ihm spricht!

 

in Port St. Louis du Rhône

an der  Rhône

wir sind mitten drin

Dienstag, 12.12.2017: Pieterlen – Port St.Louis du Rhône,  647,7km

1.Tag: Es ist 8h50 als wir zu Hause losfahren. Paul will unbedingt in wärmere Gefilde. Er will nach Spanien um dort, wo es hoffentlich ein wenig wärmer ist, circa einen Monat zu verbringen. Es schneit! Und fast bis Lyon schneit und regnet es abwechselnd. Auf jeden Fall ist es sehr ungemütlich und alles ist grau in grau. Und weil wir dieses Schmuddelwetter so schnell als möglich hinter uns lassen wollen, fahren wir heute den ganzen Tag auf der Autobahn. Puhhh, das ist ganz schön teuer: 69.60 € !!! Kurz vor Lyon machen wir Mittagspause und essen eine Kleinigkeit. Es regnet nicht mehr, aber dafür ist die Damentoilette total verkackt! Ich benutze die Herrentoilette…

 Von Lyon geht es weiter nach Valence, Montélimar, Salon de Provence nach Port St. Louis du Rhône. Ab etwa Valence sehen wir blauen Himmel und in der Camargue erleben wir einen wunderbaren Sonnenuntergang. Einfach nur schön!

 In Port St. Louis du Rhône parkieren wir auf dem gleichen Platz wie schon im November. Dieser Platz liegt direkt an der Rhône, beim Tourismusbüro, das sich in einem burgähnlichen Gebäude befindet. Um 17h45 sind wir da und freuen uns, gut angekommen zu sein.

 

es regnet

und schneit

aber der Abend in der Camargue  ist wunderschön

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