Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

unsere Kanarenreise

Mittwoch 31.1.2018: Schweiz – La Gomera

Unser „Bonsai Camper“ muss diesmal zu Hause bleiben!

Morgens um 03h00 chauffiert unser Sohn Marcus (merci vielmals!!!) Edith, Heinz, Paul und mich zum Flughafen Zürich/Kloten. Es ist 04h25 als wir dort ankommen, um diese Zeit hat es fast keinen Verkehr auf der Autobahn. Bei der Personenkontrolle piept es bei mir und ich werde gründlich untersucht. Auch meine Taschen und der Rucksack. Der Detektor zeigt ROT an! Nein , es ist nicht meine Platinium-Platte im Arm, die anzeigt, sondern SPRENGSTOFF!!! Eine sehr nette Frau, die mich untersucht, erklärt mir, dass ich nach dem „Zufallsprinzip“ ausgesucht wurde. Aber Sprengstoff habe ich trotzdem KEINEN dabei! Die 4 Stunden und 25 Minuten Flug mit Edelweiss verlaufen prima und wir kommen gut in Teneriffa, auf den Kanarischen Inseln, an. Heinz sitzt neben einem Paar aus Kerzers und unterhält sich angeregt mit ihnen. Ich habe in der Nacht fast nichts geschlafen und ich döse nach dem sehr guten Frühstück so vor mich hin. Am Flugplatz Teneriffa Süd nehmen wir nach einigem Palaver den Bus Nr. 450 und fahren zügig und bequem in die Stadt Los Cristianos. Auf den Kanarischen Inseln müssen die Uhren um 1 Stunde vorgestellt werden. Von der Busstation müssen wir mit unseren Rollköfferchen ziemlich lange und weit laufen (über 1 km) bis zum Fährhafen. Hier kaufen wir bei „ARMAS“ die Tickets für die Fähre nach La Gomera. Toll, für „Pensionisten ü 60“ gibt es eine Preisreduktion! Wir essen ein Sandwich und stellen entsetzt fest, dass Paul sein €uro-Portemonnaie nicht mehr finden kann. Wir durchsuchen mehrmals seinen und meinen Rucksack. Vergeblich! Es bleibt unauffindbar! Aber wir können uns nicht erklären, wo es hingekommen sein könnte. Verloren? Geklaut? Wir wissen es nicht und das wird uns ein ewiges Rätsel bleiben. Unsere Fähre legt pünktlich um 13h30 ab und wir geniessen die ca. 1½ -stündige Fahrt an der Sonne draussen auf dem hinteren Deck. Es ist leicht bewölkt und herrlich warm. Aber plötzlich fängt es an heftig zu schütten. Wir dislozieren ins Schiffsinnere. Gegen 15h legen wir in San Sebastián de la Gomera, der Hauptstadt von La Gomera an. Die Insel La Gomera ist (nach El Hierro) mit 25 km Durchmesser die zweitkleinste der Kanarischen Inseln. Es regnet nicht mehr und wir laufen zu unserem „Hotel Torre del Conde“, mitten in San Sebastián. Nach dem Zimmerbezug mieten wir sofort gegenüber, bei „La Rueda“ ein Auto, einen IBIZA. Das Abendessen gibt es im kleinen Restaurant „El Pajar“ gegenüber unserem Hotel. Das Restaurant ist sehr einfach und urig, das Essen sehr gut und günstig. Manchmal trommelt der Regen auf das Dach und hie und da verirrt sich ein Regentropfen ins Innere des Restaurants. Wir geniessen den schönen Abend, aber trotzdem sind wir alle vier schon sehr früh in unseren Betten. Es war ein sehr langer Tag!

unsere Fähre nach La Gomera ist da

Abfahrt von Los Cristianos, Teneriffa

he, das schwankt ja!

unser Hotel in San Sebastian de La Gomera

Donnerstag, 1.2.2018: San Sebastián – Hermigua

Nach einem königlichen Frühstück holen wir unser Mieatauto ab und machen uns auf den ca. 20km langen Weg, nach Hermigua. Wir suchen sehr lange unsere Wohnung, die wir hier reserviert haben. Endlich erfahren wir, dass wir uns mit dem Vermieter der Wohnung um 15h00 bei einem Hotel treffen sollen. Und weil es jetzt erst 12h00 ist, essen wir im kleinen Restaurant „Molino Gofio“ ein Sandwich. Der Morgen ist schön sonnig. Wir erkunden das langgezogene Dorf Hermigua. Plötzlich regnet es volle Pulle kurz aus allen Wolken. Um 15h30 kommt (endlich) unser Wohnungsvermieter Emilio Trujillo zum Treffen. Es regnet wieder. Er schleppt Edith‘s und meinen Koffer die Treppen hinauf zu der Wohnung. Er zeigt uns die sehr schöne, grosse Wohnung und erklärt uns alles Wichtige (auf Spanisch). Später bringt er uns etwa 5 Kilo superfeine, riesengrosse Orangen aus seinem Garten. Mmm!!! Wir haben selten so gute Orangen gegessen.

Wir laufen nochmals ins Dorf und kaufen für unser morgiges Frühstück ein. Nach dem Apéro in unserem Häuschen, es heisst „Los Frailes“, sind wir im Restaurant „ Las Chacaras“ zum Abendessen. Wir müssen etwa 10 Minuten warten, alles ist besetzt. Aber dann ist das Essen prima und alle sind zufrieden.

Bananen

das Innere eines Bananestammes

Mangos

Papayas

Avocados

Freitag, 2.2.2018: Hermigua

es regnet und stürmt

Als wir aufstehen, folgt ein Regenschauer dem anderen. Und es bläst ein kräftiger Wind. Das Frühstück gibt es im Haus, im schön warm geheizten Esszimmer, sogar mit Rühreiern, Paul sei Dank!

Es regnet immer wieder und so wird es 11h30, bis wir nach St. Catalina, ans Meer fahren. Vorher schauen wir uns unterwegs noch eine Aloe Vera-Plantage an. Dabei kommen wir sogar noch in den Genuss einer Vorführung auf Deutsch. In St. Catalina sind wir beeindruckt von der Kraft der Meereswellen, die ganz zünftig ans Ufer donnern. Agulo ist ein sehr schönes altes Dorf, das wir uns gerne anschauen. Im Restaurant „La vieja Escuela“ essen wir eine Kleinigkeit zu Mittag. Wir fahren weiter nach Vallehermoso, wo wir einen Kaffee trinken und für‘s Abendessen einkaufen. Um 17h15 sind wir zurück in unserer Wohnung. Es regnet wieder und der Wind bläst wie verrückt.

Abendessen im Haus und danach wird gewürfelt.

Aloe Vera

bei Santa Catalina

in Agulo

in Agulo

Samstag, 3.2.2018: Hermigua

Es regnet und bläst mächtig. Um 10h30 steigen wir ins Auto und fahren zum Nationalpark Garajonay. 

La Gomera ist vulkanischen Ursprungs, wobei der letzte Vulkanausbruch mehr als zwei Millionen Jahre zurückliegt. Durch Wassererosion hat sich auf der Insel ein steiles Relief gebildet, das von tiefen Schluchten durchzogen wird. Charakteristisch sind die als „Roques“ bezeichneten, durch Erosion freigelegten Vulkanschlote.

Eigentlich wollen wir ja hier wandern. Aber der Nebel ist so dick, dass wir rundherum nur nebelgrau sehen. Und im Nebel und Regen herumtappen wollen wir nicht. Also fahren wir weiter nach Valle Gran Rey ans Meer. Und hier scheint sogar die Sonne. Wir sitzen lange draussen vor einem Restaurant an der Wärme und essen zu viert eine grosse, gute Pizza. Dann laufen wir zum Meer und schauen uns die Wellen an, die unaufhörlich ans Ufer rollen. Viele Leute haben sich aus den schwarzen Lavasteinen einen Windschutz gebaut. Einige Männer nutzen diesen Strand mit dem schwarzen Sand als FKK-Strand. Kaum haben wir Valle Gran Rey verlassen, fängt es wieder an zu regnen und je höher wir in die Berge kommen, desto mehr Nebel hat es. Paul fährt, Heinz navigiert mit der Landkarte und Edith ist es wegen den vielen Kurven schlecht. La Gomera hat enorm viele Kurven, die ganze Insel besteht aus lauter Kurven. Zurück in unserer Wohnung kommt Emilio und bringt uns Bananen aus seinem Garten und einen nigelnagelneuen Kühlschrank (den wir aber nicht benutzen, weil es so schon kalt genug ist für unsere paar Lebensmittelvorräte). Abendessen Salami und Brot im Haus. Keiner von uns mehr will mehr raus in den kalten Wind.

Nach dem Essen suchen Edith und ich stundenlang im Internet eine Unterkunft für uns auf der Insel La Palma. Kurz vor 22h klappt es endlich mit der Reservierung.

 

unterwegs zum Garajonay Nationalpark

in Valle Gran Rey

Paul bekommt ein "kleines" Bier

wir kehren zurück nach Hermigua

Sonntag, 4.2.2018: Hermigua

Und wieder schüttet es kurz aus allen Rohren, als wir aufstehen. Nach dem Frühstück fahren wir um 10h30 los, um die Sonne zu suchen. Bei Imada steigen wir aus um zu wandern. Ich verliere sofort die Sohlen an meinen Lowe-Wanderschuhen. Trotzdem machen wir eine kurze Rundwanderung zu einem sehr schönen Drachenbaum.

Die Drachenbäume bilden eine Pflanzengattung aus der Familie der Spargelgewächse. Die bekannteste Art ist der Kanarische Drachenbaum. Drachenbäume sind keine echten Bäume, da sie ein atypisches Dickenwachstum aufweisen; es sind baumförmige Lebensformen, die einen selbsttragenden verholzten Stamm besitzen. Die Stämme können verzweigt oder unverzweigt sein. Aufgrund der besonderen Faseranbindung beim atypischen Dickenwachstum können die Seitenäste nur in einem geringen Winkel zum Hauptstamm abzweigen (typischerweise < 35°).="" die="" parallelnervigen="" laubblätter="" sind="" meist="">

In der Gattung der Drachenbäume werden etwa 50 bis 150 Arten unterschieden. Die Gattung hat eine sehr weite natürliche Verbreitung in den Tropen und Subtropen. Die meisten Arten haben ihre Heimat in Asien und Afrika. Es existieren zwei Arten auf den Kanarischen Inseln, die Dracaena draco auf Gran Canaria, La Palma und Teneriffa sowie extrem selten Dracaena tamaranae auf Gran Canaria.

Weiter geht die Fahrt nach Alajeró, wo wir zu einem kleinen Kirchlein (San Isidro) hinauf wandern, ich immer noch ohne Sohlen an meinen Wanderschuhen. Von hier aus geniessen wir einen wunderschönen 360° Rundumblick. Auch den Teide, den 3718m hohen Vulkan auf Teneriffa können wir von hier aus sehr schön sehen.

Nach dieser kleinen Wanderung möchten wir unbedingt etwas trinken und suchen in Playa de Santiago vergeblich ein Restaurant. Also kehren wir nach Hermigua zurück, wo wir schon um 17h im Restaurant „El Silbo“ zu Abend essen. 4 x Lasagne und 3 x Dessert. Kurz nach 18h sind wir „zu Hause“ um den Abend gemütlich in unserer Wohnung ausklingen zu lassen. Wir erhalten eine mail, dass die Wohnung in La Palma, die wir gestern reserviert haben, gecancelled wurde. Ich sitze wieder Ewigkeiten am i-pad um etwas anderes zu suchen, doch auch eine erneute Buchung wird wieder storniert. Wir wissen aber nicht warum. Ich bin wahnsinnig frustriert.

es bläst wieder wie verrückt!

unterwegs zum Wandern

upps ! Ich verliere an beiden Wanderschuhen die Sohle!

Wanderung zum Drachenbaum

da ist er

der Drachenbaum !

die Mandeln blühen

das Kirchlein San Isidro bei Alajeró

Alajeró

der Teide (3718m) in Teneriffa, vom Kirchlein San Isidro

der Teide von Santa Catalina aus

Montag, 5.2.2018: Hermigua

Um 8h regnet es wieder in Strömen und es ist kalt. Wir haben keinen Strom im Haus und vermuten, dass der altertümliche Toaster der Verursacher ist. Ich rufe Isabel, die etwas mürrische Tochter des Wohnungsvermieters, an. Nach dem Frühstück versuche ich wieder im i-pad in La Palma eine Unterkunft zu finden. Vergeblich! Es ist 11h30 als wir nach San Sebastián, in die Hauptstadt, fahren. Zuerst bekomme ich ein paar neue Wanderschuhe mit Sohlen! Danach versuchen Paul und ich in zwei Reisebüros für uns eine Unterkunft in La Palma zu finden. Im Ersten sagt man uns, jetzt sei Hochsaison und wegen dem Carnaval seien die Kanarischen Inseln voll ausgebucht. Im zweiten Reisebüro klappt es dann doch noch. Allerdings müssen wir unsere Pläne umstellen und können erst vom 14.2.-20.2. nach La Palma gehen, statt schon vom 9.2.-16.2.

Im Restaurant “El Ambigú“ gibt es ein Sandwich und anschliessend machen wir eine kleine Probe- Wanderung für meine neuen Wanderschuhe. Wir laufen steil auf den Berg bei San Sebastián, von wo wir einen fantastischen Blick auf die Stadt und den Hafen haben haben. Aber der Wind bläst uns fast um und so kehren wir bald wieder zurück. Um 18h sind wir wieder in Hermigua. Isabel hat uns inzwischen einen anderen Toaster gebracht. Paul begibt sich sofort in die Küche und kocht für uns sein Spezialgericht: Teigwaren mit ganz vielen gerösteten Zwiebeln, Knoblauch und viel Käse darüber. Danke Chef!!!

 

 

in San Sebastián de la Gomera

San Sebastián

Dienstag, 6.2.2018: Hermigua

Wir schlafen sehr lange, fast bis um 9h30. Es ist schon 11h30 als wir uns auf den Weg für die heutige Wanderung machen. Es regnet heute nicht. Wir stellen das Auto auf einem Parkplatz am Rand des Nationalparks ab und laufen durch den berühmtem Lorbeerwald im Nationalpark, nach El Cedro.

Der Nationalpark Garajonay liegt inmitten der Kanarischen Insel La Gomera. Mit einer Größe von 3.984 Hektar bedeckt der 1981 gegründete Nationalpark 10 Prozent dieser Insel. Sein einmaliges Ökosystem steht seit 1986 als Weltnaturerbe unter dem Schutz der UNESCO.

Die Wälder im Park sind ein Relikt der während des Tertiär auch in Europa und im Mittelmeerraum (Südeuropa, Nordafrika und Südwestasien) häufigen subtropischen Lorbeerwälder. Während in Europa diese Pflanzen durch die Eiszeiten verschwanden (im Mittelmeerraum während der letzten Eiszeit), konnte sich diese Pflanzengesellschaft teilweise auf La Gomera, auf den übrigen Kanarischen Inseln, sowie auf Madeira und den Azoren halten.

Der Nationalpark umfasst die zentrale Hochfläche der Insel mit dem 1.487 Meter hohen Garajonay und die nördlich anschliessenden, steilen Inselflanken, wo sich beim Aufsteigen der feuchten Passatwinde durch Abkühlung oft dichte Passatwolken bilden. Wenn dann die Feuchtigkeit der Wolken an der üppigen Vegetation kondensiert, spricht man auch von horizontalem Regen. Wie ein Schwamm nimmt der Boden das Wasser auf, und es kann zu einem nicht unerheblichen Grundwassereintrag kommen. Das zur Regenzeit schnell versickerte, gespeicherte Wasser tritt aus zahllosen Quellen wieder an die Oberfläche.

85 Prozent der Nationalparkfläche sind mit kanarischem Urwald bedeckt. Das Herzstück des Nationalparks besteht aus immergrünem Nebelwald mit bis zu zwei Meter hohen Farnen, von den Bäumen hängenden langen Bartflechten und moosbewachsenen, knorrigen Ästen.

Das knapp 1.500 Meter hohe Zentralmassiv fungiert als Wetterscheide. Die Nordseite ist wesentlich feuchter, während es nach Süden immer trockener wird. Durch das erwähnte Anstauen der Passatwolken an der Nordseite wachsen hier noch bis zu 30 Meter hohe Bäume, wie sie vor Millionen von Jahren im Mittelmeerraum zu finden waren, als dort ein feuchtwarmes Klima das Gedeihen üppiger Urwälder möglich machte. Dazu gehört auch der märchenhafte Lorbeerwald (spanisch Laurisilva), von dessen Gesamtbestand mehr als die Hälfte auf La Gomera wächst. 

Die Menschen La Gomeras schützen ihren Lorbeerwald und gehen vernünftig mit ihm um. Nach der Eroberung der Kanaren durch die Europäer im 15. Jahrhundert schrumpfte die ursprüngliche Waldfläche von 90.000 Hektar, das 10 Prozent der Kanaren ausmachte, auf knappe 17.000 Hektar, die es heute noch gibt. La Gomera schaffte es, auch dank des Nationalparks, die Hälfte seiner ursprünglichen Lorbeerwälder zu erhalten. Sie zeigen uns, wie es einmal auf der Welt ausgesehen haben könnte. Die Wälder und eine große Zahl bedrohter Pflanzen und manche urzeitlichen Arten werden streng geschützt, denn der Nationalpark Garajonay hat jährlich etwa eine knappe Million Besucher.  

 

Im kleinen Restaurant „La Vista“ in El Cedro gibt es einen Cortado. Cortado ist eine spanische Kaffeespezialität und besteht aus Espresso, der mit wenig heisser, aufgeschäumter Milch „verschnitten“ wird (cortado natural).

Und dann beginnt ein heftig steiler Aufstieg. Ziemlich schweisstreibend und schmerzhaft in meinen Wadenmusklen…! Nach ca. 8,6 km sind wir wieder beim Auto. Über Agulo kehren wir zurück zu unserer Wohnung. Edith und ich machen zwei Maschinen Wäsche. Es dauert ziemlich lange, bis wir die Waschmaschine zum waschen bewegen können. Paul und Heinz würfeln unterdessen. Abendessen im Restaurant „Las Chacaras“. Paul Kaninchen, 3 x Thunfischfilet. Die zweite Maschine mit Wäsche hört nicht mehr auf zu waschen. Stundenlang, bis Paul sie mit einem Trick stoppen kann.

 

El Cedro, im Garajonay Nationalpark

durch diesen Tunnel könnte man laufen

Mittwoch, 7.2.2018: Hermigua

Gegen Morgen regnet es wieder. Um 10h30 geht es per Auto nach Arure. Dort wandern wir gut eine Stunde lang bergauf, bis es ganz plötzlich anfängt, kurz aber heftig zu regnen. Wir kehren um, weil wir Angst haben, dass die Wege jetzt glitschig sind. Unterwegs zurück zum Auto hört es wieder auf zu regnen aber kaum sind wir beim Auto überrascht uns wieder eine Schütte. Die Wanderung war 8,9 km lang. Wir fahren nach Vallehermoso und von dort nach Castillo del Mar. Aber ausser tosenden Wellen und sehr vielem Wind gibt es da nicht sehr viel zu sehen. Zurück in Vallehermoso gibt es einen Kaffee bevor wir nach Hermigua in unsere Wohnung zurück kehren. Abendessen im Restaurant „Tasca“ neben der Kirche von Hermigua. Heinz und ich essen Schweinsfilet mit Datteln in Sauce, dazu Pommes Frites. Mmm! Sehr, sehr fein! Danach würfeln wir in der Wohnung wie die Weltmeister.

 

bei Arure

das Kirchlein bei Arure

Donnerstag, 8.2.2018: Hermigua – San Sebastián

Die ganze Nacht bläst der Wind wie verrückt. Ein oder zwei Mal schüttet es auch wieder. Mir geht der ewige Wind enorm auf den Wecker! Wir frühstücken spät. Nach dem Paul die ganze Wohnung mit dem Besen gewischt hat (obwohl wir 50 SFr. für die Endreinigung bezahlen) verlassen wir um 11h unser Feriendomizil in Hermigua. In San Sebastián, im Hotel „Torre del Conde“ haben wir für heute zwei Zimmer reserviert. Aber unsere Zimmer sind noch nicht bereit, also „müssen“ wir ins Restaurant „Ambigú“ zum Apéro. Um 14h sind wir im Hotel und 3 von uns halten Siesta. Paul spaziert zum Hafen hinunter. Das Hotel „Torre del Conde“ liegt sehr gut zentral in der Stadt, an einer Fussgängerzone. Unsere Zimmer im 4.Stock gehen zum schönen Park mit dem Turm des Grafen (Torre del Conde) und sind sehr ruhig. Abendessen 4 x Pizza im Restaurant „Agano“.

 

in San Sebastián

Freitag, 9.2.2018: San Sebastián

9h00 Frühstück im Hotel, Mann oh Mann, hat das viele Leute in diesem Hotel! Um 11h30 machen wir eine Führung durch das Städtchen mit. Andrea, eine deutsche Frau, die schon 30 Jahre hier lebt, ist unsere Führerin. Sie sagt uns, dass hier gerade der kälteste Winter seit 64 Jahren stattfindet! Aha, kein Wunder, dass wir immer so frieren! Wir laufen durch das Städtchen und Frau Andrea erzählt uns viel Interessantes. Das Haus, wo Christoph Kolumbus im Jahr 1492 während 21 Tagen wohnte, können wir nicht besichtigen. An der Türe klebt ein Zettel mit der Aufschrift: „Bin in 30 Minuten zurück“. Ob Kolumbus den geschrieben hat?  Kolumbus hat in La Gomera mit seinen 3 Schiffen einen Stopp eingelegt, um Lebensmittel und Wasser aufzunehmen, bevor er aufbrach um Amerika zu entdecken.

Die Tour endet bei der Markthalle, wo wir ein Stückchen Banane, Papaya und Kuchen probieren dürfen. Alles aus La Gomera. Danach setzen wir uns in unser „Stammlokal“, das „Ambigú“ und essen ein Sandwich. Von hier aus klettern wir diverse steile Stufen hinauf in die Oberstadt von San Sébastian. Wir laufen bis zum rot/weissen Leuchtturm, mit Blick auf den Teide in Teneriffa und kehren zu unserem Hotel zurück, zu einer kurzen Siesta. Um 17h15 machen Edith und ich uns auf den Weg zu Rosy, der Coiffeuse, um uns verschönern zu lassen. Die beiden Männer bleiben im Hotel. Abendessen im Restaurant gegenüber, im „El Pajar“. Um 20h sind wir auf der Plaza de las Americas, im Zelt, zum Carnaval. Heute Abend wird die Carnavalskönigin für 2018 gewählt. Es hat nur zwei Kandidatinnen, eine Ariana und eine Laura. Die Show ist schön, aber die Musik viel zu laut. Und sehr kalt ist es auch noch. Die Männer halten bis 21h50 durch, Edith und ich bis 22h30.

Blick von oben auf San Sebastián

Blick aus dem Hotel zum "Torre del Conde"

Samstag, 10.2.2018: San Sebastián

Um 10h30 nehmen wir den Bus Nr. 3 um nach Degollada de Peraza zu fahren. Der Autobus heisst auf den Kanarischen Inseln übrigens Guagua! Der Aussichtspunkt (Mirador) Degollada de Peraza, der 943 m hoch gelegene Pass, befindet sich an der Strasse GM-2 (San Sebastián – Vallehermoso). Da wo wir aussteigen hat es Nebel und es bläst ein sauscharfer, kalter Wind.

Von hier aus laufen wir „gemächlich“ (so steht es in der Beschreibung der Wanderung) ca. 9 km hinunter nach San Sebastián. Das „gemächlich“ wäre ja eigentlich sehr schön (weil es fast nie bergauf geht), aber der Weg führt über Stock und Stein. Zwischendurch bläst ein saumässig starker und kalter Wind. Dieses „gemächliche“ hinunterwandern auf diesem sehr, sehr steinigen Weg ist für Paul‘s und meine ungeübten „Seglerbeine“ doch sehr mühsam. Dieses Wandern geht uns so sehr in die Knie, dass ich am Schluss meine Füsse kaum mehr „steuern“ kann. Auch Paul und sogar Heinz kommen ziemlich an ihre Grenzen. Wir sind halt einfach nicht mehr 20! Nur Edith scheint von alledem nichts zu bemerken. Sie hüpft uns allen voran den Berg hinunter, wie ein junges Reh. Mensch, bin ich froh, als wir gegen 16 h wieder in unserem Hotelzimmer sind! Ich setze mich zur Erholung gleich eine ½ Stunde in die Badewanne…! Um 17h30 stehen wir, Heinz, Edith und ich, an unserer Strasse und schauen uns den Carnavalsumzug an. Zuerst warten wir eine ganze Stunde lang bis es endlich los geht. Es ist kalt! Der Umzug ist ganz schön und dauert etwa 75 Minuten. Auch Ariana, die zur diesjährigen Carnavalskönigin gewählt wurde, ist dabei. Wir holen Paul, der zur Erholung eine Runde geschlafen hat, im Hotel ab und essen in der „Pension Victor“ zu Abend.

Heute war ein schöner sonniger Tag, aber mit sehr viel und kaltem Wind.

 

unsere Wanderung

Ariana, die Siegerin

am Carnaval mit den 2 Missen

Sonntag, 11.2.2018: San Sebastián

Nach dem Frühstück, nehmen wir unser Mietauto und fahren nach La Dama.

Das an der Steilküste im Südwesten der Insel gelegene La Dama ist bekannt als wichtigster Obstproduzent La Gomeras dank seiner fruchtbaren Böden. Der etwas abgelegene Ort ist über eine schmale Asphaltstrasse erreichbar.

La Dama liegt inmitten einer kargen Landschaft und dennoch gehört die Gegend zu den Ertragreichsten der Insel.

Der Anblick der vielen Gewächshäuser, Plantagen und riesigen Wasserspeicher überrascht angesichts der ausgedörrten Umgebung.

Doch man weiss hier die Bewässerung richtig einzusetzen und so kommen von La Dama jährlich köstliche einheimische Bananen, Ananas und vor allem die beliebten Avocados.

Von hier fahren wir weiter, wieder steil hinunter ans Meer, in die Bucht La Rajita.

Dies ist eine Ruheoase umgeben von den Ruinen vergangenen Glanzes. Bis in die 80er Jahre wurde hier noch in einer Konservenfabrik der Fisch der Insel verarbeitet und bis hin zum spanischen Festland exportiert.

Die verlassenen Häuser zeugen heute von der Zeit, als hier noch ein Grossteil der Wirtschaft von La Gomera bestritten wurde.

Heute kommen hier vor allem Einheimische hin, meist in kleinen Booten, um einen ruhigen Nachmittag beim Fischen oder eine ganzes Wochenende zu verbringen.

Hier ist es sehr schön ruhig und sonnig. Wir sitzen lange da, essen unser „Restenpicknick“ und geniessen die warme Sonne.

Auf dem Rückweg machen wir einen kurzen Stopp in La Dama. Der Ort hat seinen ganz eigenen Charme, es gibt eine Bar wo wir einen Kaffee trinken, einen kleinen Supermarkt und eine Kirche.

Wir fahren wieder in die Berge des Nationalparks. Hier herrscht, wie jedes Mal wenn wir hier vorbeifahren, dicker Nebel, alles grau in grau. In San Sebastián ist es sonnig bis bewölkt.

Paul und Heinz holen in unserem Hotel unsere vier Zahnputzgläser, eine Flasche Weisswein und alle unsere Restvorräte. Beim Yachthafen setzen wir uns an einen Tisch verspeisen und trinken alle unsere Reste. Von 17h30 bis 19h00 müssen wir Siesta halten (Heinz hat entzündete Augen) und danach sind wir im Restaurant „Pincho Pincho“. Heute ist es schwierig ein Lokal zu finden, weil viele Restaurants wegen dem Carnaval geschlossen sind. Edith und Heinz erhalten zusammen eine Riesenplatte mit Fleisch, Paul eine gewaltige Platte mit Käse und Seranoschinken. Ich ein mit Käse überbackenes Schweinesteak mit Salat und „Papas arrugadas“ Mmmm, sehr fein!

Papas Arrugadas sind ein traditionelles Gericht auf den kanarischen Inseln. Es handelt sich um Salz-Schrumpelkartoffeln, die auf den Kanaren als Vorspeise oder als Beilage mit Mojo Verde (Knoblauchsauce mit Koriander) und Mojo Picon (Knoblauchsauce mit Chili) serviert werden.  Übersetzt bedeutet der Name einfach nur „faltige Kartoffeln“ oder "Runzelkartoffeln". 

 

 

 

in der Bucht La Rajita

Montag, 12.2.2018: San Sebastián

in Las Hayas

Beim Frühstück besprechen wir, welche Tour wir heute unternehmen wollen. Das Wetter sieht gut aus. Aber es darf heute keine grosse Wanderung sein, wegen Paul‘s und meinen lädierten Knien. Mein rechtes Knie sticht bei jedem neuen Anlauf heftig und schmerzhaft. Wir fahren mit dem Auto bis nach Las Hayas (durch den Nebel). Dort machen wir eine Rundwanderung von ca. 8,2 km. Die Sonne sehen wir nicht. Die Wanderung ist moderat, keine steilen An- oder Abstiege. Nach der Wanderung geht es nach Valle Gran Rey, wo wir fast um 15h30 picknicken. Reste von Edith‘s und Heinz‘ Megafleischplatte von gestern Abend!. Hier scheint die Sonne und nach unserem Picknick geniessen wir noch je zwei Cortados an der herrlich warmen Sonne. Es ist schon nach 18h als wir im Hotel zurück sind. Nach der Siesta geht es zum Abendessen. Heute ist Carnavals-Montag. Hier heisst das „Los Polvos“. Die Leute schmeissen sich gegenseitig mit weissem Talgpuder voll. Wir verschwinden schnell ins Restaurant „La Tasca“, um nicht in den Genuss einer solchen Einpuderung zu kommen. Wir essen 3 x Lasagne und 1 x Risotto mit Pilzen. In diesem Restaurant gefällt es uns gut, es ist schön warm und gemütlich. Wir lassen den Abend mit einem „Absacker“ ausklingen.

Heute war zum ersten Mal seit 10 Tagen den ganzen Tag kein Wind! Toll!

 

da sind Bananen drin

auf der Rückfahrt

im Nebel

der Teide in Teneriffa

der Torre del Conde, neben unserem Hotel

beim Apéro am Hafen (mit Zahnputzgläsern)

Dienstag, 13.2.2018: San Sebastián

Edith und ich möchten uns heute morgen ein wenig in einem Kleiderladen umsehen. Aber heute ist ein Feiertag, immer noch Carnaval, und alle Läden sind geschlossen. Wir fahren nach Pajarito, heute scheint es da oben in den Bergen mal KEINEN Nebel zu haben. Wir machen eine Rundwanderung von ca. 7 km. Und heute sehen wir doch tatsächlich zum ersten Mal den höchsten Berg von La Gomera, den GARAJONAY.

Der Berg Alto de Garajonay, mit einer Höhe von 1487 Metern, thront als höchster Punkt der Insel, über dem Nationalpark Parque Nacional GarajonayFast genau in der Inselmitte gelegen, ist der Berg eines der wichtigsten Wahrzeichen La Gomeras. Von hier oben aus, geniessen Besucher der Insel, an Tagen mit klarer Sicht, einen Panoramablick fast über ganz La Gomera.Bei besten Sichtverhältnissen sieht man von hier aus alle Nachbarinseln El Hierro, La Palma, Teneriffa und manchmal sogar, das am weitesten entfernte, Gran Canaria.

Während unserer Wanderung kommt manchmal wieder kurz Nebel auf. Und auf dieser Tour soll es sehr viele, wilde Kaninchen geben. Wir sehen zwar ihre Spuren aber leider kein einziges dieser Tierchen. Zum Schluss unserer Wanderung müssen wir noch viele steile, unendliche Treppen hinauf- und wieder hinuntersteigen. Dies bringt unsere (Paul‘s und meine) armen Knie wieder mal an die Belastungsgrenze. Von hier fahren wir zurück nach Hermigua, wo wir bei „Pedro“ an der Sonne, auf der Terrasse, zu dritt einen sehr feinen „Kanarischen Kartoffelsalat“ verdrücken. Yam, echt gut! Gegen 17h sind wir wieder zurück in San Sebastián in unserem Hotel zum duschen, baden, lesen, erholen. Danach queren wir den Carnavalsumzug, der an unserer Strasse vorbeikommt und essen im „Restaurant Bruñesca“ zu Abend. Judith, die uns bedient, preist uns das Essen von Mammá und den Wein von Papá an! Na ja! Den Absacker nehmen wir im Restaurant „Ambigú“ ein.

Morgen werden wir die Insel La Gomera verlassen. Wir sind hier im ganzen ungefähr 106 km herumgewandert.

 

in Las Hayas, beim Restaurant Efigenia

Mandarinen

Bananen

Bananen

in Valle Gran Rey

in San Sebastián, vor unserem Hotel

Blick vom Dach unseres Hotels

Blick von unserem Hotelbalkon

Mittwoch, 14.2.2018: Insel La Gomera – Insel La Palma

unsere Fähre ist da!

Kurz vor 9h marschieren wir alle vier mit unseren Rollkoffern vom Hotel „Torre del Conde“ zum Hafen von San Sebastián. Es hat strahlend blauen Himmel und ist schön warm. Wir verlassen die Insel La Gomera und fahren mit der Fred Olsen-Fähre zur Insel La Palma. Jetzt, wo das Wetter endlich schön und warm geworden ist, verlassen wir La Gomera. Wir haben von den zwei Wochen 8 Tage ziemlich gefroren und den Wind und den Regen verflucht! Heute hat es keinen Windhauch!!! Mit ca. einer Stunde Verspätung, gegen 11h30, kommt endlich die Fähre aus Teneriffa an und wir können einsteigen. Die Überfahrt dauert ca. 2 Stunden (Kosten 44 €/Rentner-Person).  In Santa Cruz de la Palma, der Hauptstadt der Insel, mieten wir im Hafen sofort, aber sehr mühsam, ein Auto, einen Citroën C4 Cactus. Danach kaufen wir die Tickets für die Fähren-Rückfahrt nach Teneriffa für nächste Woche. Wir fahren zu unserem Ferienort „Los Cancajos“ in die Appartement-Anlage “Los Rosales“. Als Erstes geben wir an der Reception Wäsche zum Waschen ab. Danach essen wir gegen 15h im Restaurant „Tasca“ einen guten Salatteller und später machen wir einen Einkauf im nahen Supermercado. Abendessen im Restaurant „Said“. Paul bekommt einen Fingerhut voll Erbsensuppe (sie sei sehr gut, aber viiiiiel zu wenig!). 3 x Tagliatelle mit Rindsfiletstreifen, Pilzen und Sahnesauce. Yammi, sehr fein! Edith und ich schauen im Appartement bis um 24h den Film „Boyhood“.

 

die Olsen Fähre

wir verlassen La Gomera

Ankunft in La Palma

 

La Palma

 

Die Insel La Palma, eigentlich San Miguel de la Palma, ist die nordwestlichste der Kanarischen Inseln, und gehört zu der Provinz Santa Cruz de Tenerife.

Die Inselgruppe liegt im Atlantischen Ozean zwischen Marokko, Kap Verde und Madeira sowie den Azoren. La Palma ist mit einer Fläche von 708 Quadratkilometern die fünft grösste der Kanarischen Inseln. Hauptstadt der Insel ist Santa Cruz de La Palma, auf der Westseite La Palmas befindet sich die grösste Stadt der Insel, Los Llanos de Aridane. Der Spitzname von La Palma lautet "La Isla Bonita" (die schöne Insel).

 

Die Appartements "Los Cancajos" in La Palma

unser zu Hause für 1 Woche

im Appartement 106

Donnerstag, 15.2.2018: La Palma, Los Cancajos

Sauschlecht geschlafen. Das Appartementhaus ist enorm „leichthörig“. Nach dem Frühstück gehen wir alle vier zur Reception um einen andere Wohnung zu verlangen. Wir haben ein Zimmerlein mit einem Etagenbett und das ist einfach nicht so toll für ü-70-Jährige. Ausserdem haben wir in dem Zimmer absolut keine Möglichkeit irgendetwas aufzuhängen oder abzulegen. Die Frau an der Reception sagt uns, ja das sei möglich, sie gebe uns in 5 Minuten Bescheid. Nach etwa einer halben Stunde kommt sie und teilt uns mit: in allen Appartements habe es Etagenbetten und überhaupt sei alles ausgebucht! Wir sind sehr enttäuscht. Also werden wir die nächsten 5 Nächte halt in unserer Zelle ausharren! Die Wohnung ist sonst nicht schlecht, es hat eine ausgerüstete Küche (ohne Geschirrtücher), zwei Zimmer, ein Wohnzimmer mit Fernseher, ein Bad mit Dusche, eine Terrasse.

Gegen 11h fahren wir mit unserem Mietauto auf die andere Seite der Insel. In El Paso besuchen wir das Seidenmuseum (Eintritt 3 €/Person). Und schauen uns den schönen Ort an. In Tazacorte, am Meer, essen wir im Restaurant „Monte Carlo“ draussen an der Sonne um 15h zu Mittag. 3x Tropical Salat (mmm!!!), eigentlich ein Fruchtsalat mit grünem Salat darunter. Paul isst wieder einmal nichts. Viele Leute baden hier im Meer. Später besuchen wir die Caldera Taburiente, bei La Cumbrecita

Der Nationalpark Caldera de Taburiente, liegt auf der Kanarischen Insel La Palma. Er bildet eine nach Westen offene krater- oder calderaähnliche Vertiefung im Zentrum der Insel. Die Caldera de Taburiente misst etwa neun Kilometer im Durchmesser und hat einen Umfang von rund 28 Kilometern. Ihre tiefste Stelle liegt bei etwa 430 Metern ü. Meeresspiegel. Den höchstenPunkt von 2.426 Metern ü. Meeresspiegel erreicht der Kraterrand im Norden mit dem gleichzeitig höchsten Punkt La Palmas, dem Roque de los Muchachos. Das in der Caldera anfallende Wasser fliesst über die Schlucht Barranco de Las Angustias im Westen der Insel in den Atlantik.

1954 wurde das Gebiet zum Nationalpark erklärt, dem Parque nacional de la Caldera de Taburiente. Der Nationalpark ist am Roque de Los Muchachos über die Zufahrtsstrasse zum Observatorium, durch den Barranco de Las Angustias, über die Zufahrtsstrasse von Los Llanos und von El Paso über den Aussichtspunkt La Cumbrecita zugänglich.

Die Caldera de Taburiente ist Teil des Vulkanismus-Prozesses von La Palma. Vor etwa zwei Millionen Jahren brach der Schildvulkan La Palmas, der Garafia-Vulkan, aus rund 4000 Metern Tiefe durch die Meeresoberfläche und erreichte eine Höhe von etwa 2500 Metern ü. Meeresspiegel. Vor 1,2 Millionen Jahren kollabierte der Vulkankegel und ergoss eine Trümmerlawine in südwestliche Richtung, die heute im Meeresboden der Inselflanke durch Sonarmessungen noch nachweisbar ist.

Diese Caldera ist ganz schön imposant! Wir machen eine kurze Wanderung und kehren zu unserem Appartement „Los Rosales“ zurück. Unterwegs sehen wir Unmengen von wunderschönen, rosa und weiss bühenden Mandelbäumen.

Paul kredenzt uns auf der Terrasse ein Apéro mit Weisswein, Oliven und rohen, roten Zwiebeln (puhhh..stink!!!).

Abendessen im „Mi Rincón“. Edith und Paul Suppe (Paul‘s Suppe sei sehr gut, aber leider für 6 € nur eine Miniportion). Heinz isst eine Pizza und ich ein Schweinefilet mit Gemüse und Pommes Frites. Alles sehr gut.

 

in El Paso

in El Paso

in Tazacorte

Bananen

die Caldera de Taburiente

in der Caldera de Taburiente

  • Mandelblüte

Freitag, 16.2.2018: La Palma, Los Cancajos

Um 10h geht es los zur Südspitze der Insel. In Fuencaliente besuchen wir das Vulkanmuseum (Eintritt 5 €/Person). Danach laufen wir ein Stück auf dem Kraterrand des Vulkans San Antonio. Sehr eindrücklich!

Der 657 m hohe Vulkan San Antonio entstand vor etwa 3200 Jahren. Um die Jahreswende 1677/78 erfolgte die letzte Eruption.Der Kraterrand ist zur Hälfte begehbar, die andere Hälfte ist aus Sicherheitsgründen gesperrt. Auf dem Weg am Kraterrand spürt man auch heute noch aufgrund der Resthitze unter der Oberfläche teilweise sehr warme Stellen! Am Ende des öffentlichen Weges hat man einen umwerfenden Blick auf den daruntergelegenen Vulkan Teneguia, den Leuchtturm und auf die Salinen. Es bietet sich ausserdem eine wunderschöne Panoramasicht auf die Bananen- und Weinplantagen, die man inmitten der Lavafelder angelegt hat.

Der 438 Meter hohe und jüngste Vulkan der Kanarischen Inseln – Teneguia – entstand erst 1971 während eines drei Wochen andauernden Ausbruchs. Man kann den Teneguia ebenfalls mit dem Auto und anschliessendem Fussweg erreichen, wir waren allerdings nicht vor Ort. Innerhalb von 24 Tagen drangen damals im Jahr 1971 Lava und Asche aus 26 Spalten. Auch hier ist es am Kraterrand teilweise sehr warm, unter der Oberfläche wird es teilweise bis zu 200 Grad heiss(!).

 

Vom Vulkan San Antonio machen wir uns auf den Weg zu den Leuchttürmen Faro de Fuencaliente. Der alte Leuchtturm wird als Informationszentrum des Meeresschutzgebiets der Insel La Palma genutzt, im Jahr 1985 wurde der neue Turm, direkt neben dem alten Turm, in Betrieb genommen.

Innerhalb des Naturdenkmals liegen, direkt neben den Leuchttürmen, die Salinen von Fuencaliente, ein Gebiet mit einer Grösse von etwa 7 Hektar . Dieses bietet einer Reihe von geschützten und bedrohten Vogelarten (Watvögel und Zugvögel) Lebensraum.

Die Salinen selbst werden zudem als Wirtschaftsbetrieb zur Gewinnung von Meersalz und Salzblume (Flor de Sal) genutzt.

Wir machen den „Salzrundgang“ und lesen alle Tafeln, die über die Gewinnung des Meersalzes informieren. Das ist ja alles sehr interessant, aber nach dem vielen Salz brauchen wir unbedingt eine Pause und etwas zu Trinken. Wir lassen uns auf der Terrasse des Besucherzentrums mit Restaurant nieder und essen ein Stück (nein 3) Torte und trinken dazu natürlich Cortados, einige auch lieber Bier. Das Wetter ist herrlich schön! Es ist sogar richtig heiss an der Sonne.

Um 16h30 sind wir zurück in unserer Wohnung und es gibt für jeden einen ¼ Papaya.

Abendessen im „La Habana“ in Cancajos. Paul bekommt die beste Bohnensuppe, die er je auf den Kanaren hatte!!! Heinz Kaninchen und Schrumpelkartoffeln. Edith und ich Schweinesteaks, Pommes, Salat.

 

 

bei Fuencaliente

Krater Vulkan San Antonio

Bananenplantage am Fuss des Vulkans

Blick vom Kraterrand

Fuencaliente

Blick vom Krater zur Saline

die Saline

Bananen...

Bananen...

Bananen!

bei der Saline

überall Salz

Samstag, 17.2.2018: La Palma, Los Cancajos

in Santa Cruz

Um 10h geht es los, nach Santa Cruz de la Palma. Heute wollen wir uns mal die Hauptstadt der Insel La Palma ein wenig näher anschauen.

Santa Cruz de La Palma ist die Hauptstadt der Kanarischen Insel La Palma mit ca. 20.000 Einwohnern.

Die Altstadt ist zum kunsthistorischen Baudenkmal erklärt worden und lädt zum Bummeln, Shoppen und Verweilen ein. Sie ist wirklich sehenswert. Zentrum der Altstadt ist die Plaza de España mit der Kirche Matriz de El Salvador. Die Plaza de España gilt als der schönste Platz der Kanarischen Inseln. Wunderschön sind die vielen blumengeschmückten Holzbalkone. Diese sogenannten Balkonhäuser sind überall in der Altstadt anzutreffen. Wir schauen uns (nur von aussen) den Nachbau der „Santa Maria“ an, dem Segler, mit dem Christoph Columbus nach Indien fahren wollte, dabei aber Amerika entdeckt hat. Wir laufen zum Castello Santa Catalina hinauf, eine Festung, von wo man einen gewaltigen Blick auf die Stadt hat. Von hier oben hat man auch einen sehr schönen Blick auf den Hafen, in dem in regelmässigen Abständen auch grosse Kreuzfahrtschiffe, wie z.B. die AIDA zu sehen sind. Und weil es sich gerade so gut ergibt, schauen wir uns noch den etwa 15-minütigen Carnavals-Umzug der Kinder an. An diesem Umzug hat es jede Menge Zwerge dabei. Und nun hier die Erklärung, für die vielen Zwergenmotive -und Souvenirs, die man hier überall sehen und kaufen kann.

 

La Palma und die Zwerge Die grosse Feierlichkeit der Herabkunft (Bajada de La Virgen de Las Nieves) (Jungfrau vom Schnee) findet nur in den Jahren, die auf 0 oder 5 enden statt und muss natürlich gebührend gefeiert werden. Zwerge tauchten früher schon bei verschiedenen Volksfesten und Gelegenheiten auf. Sie entstanden als Karikatur von Napoleon Bonaparte. Der erste dokumentierte Auftritt von 6 tanzenden Zwergen und, man staune, 6 Zwerginnen in spanischer Kostümierung findet sich im Jahr 1833 anlässlich einer Feier zur Krönung Isabell II. dokumentiert. Bereits 1835 wurden die enanos (Zwerge) exclusive Darsteller für die Jungfrau vom Schnee.

 Damals vollzog sich die Verwandlung vom normalen Menschen zum Zwerg noch bei flackerndem Fackelschein. In der modernen Zeit gibt es ein Casting, um sich als echter Zwerg zu beweisen. Die Auswahl erfolgt nach den Talenten für Gesang und Polkatanz – und das scheint Männersache, denn trotz weiblicher Bewerbungen sind immer nur Männer dabei. Das mehrstündige Ankleiden, um die Verwandlung vollziehen zu können, wird wohl gehütet und nur der nachfolgenden Generation weitergegeben. Insgesamt sind es 24 Tänzer, die an der Aufführung während der Feierlichkeiten der Bajada der Virgen de Las Nieves teilnehmen. An ihren grossen Hüten prangen die Nummern 1-12. Mal mit Punkt, mal ohne. Das verhindert Chaos, denn ohne Punkt geht rechts raus und mit logischerweise links.

Nach dem Carnavalsumzug picknicken wir am schwarzen Sandstrand. Es ist sonnig und warm. Am Nachmittag bewölkt es immer mehr. In unserer Wohnung bereitet uns Paul aus den Brotresten getoastetes Knoblauchbrot, mit scharfer Mojosauce zu. Zum Abendessen kocht er Hörnli mit ganz vielen Zwiebeln, Knoblauch, gebratenen Würstchenscheiben und Käse. Dazu eine Flasche vino tinto (Rotwein). Danach wird weltmeisterlich gewürfelt.

in Santa Cruz de la Palma

warten....

in der Apotheke

die Markthalle

in Santa Cruz

die Zwerge

beim Castello Santa Catalina

Blick vom Castello

Blick zur Stadt

Blick zum Hafen

Nachbau der "SANTA MARIA" von Christoph Columbus

Sonntag, 18.2.2018: La Palma, Los Cancajos

Es ist 10h als wir an der Ostküste nordwärts fahren. Nördlich von Santa Cruz hat es Bananen, Bananen, Bananen. Die Plantagen sind sehr schön anzuschauen! Noch weiter nördlich schauen wir uns die berühmten Drachenbäume an.

 Die Drachenbäume bilden eine Pflanzengattung aus der Familie der Spargelgewächse. Die bekannteste Art ist der Kanarische Drachenbaum. Drachenbäume sind keine echten Bäume, da sie ein atypisches Dickenwachstum aufweisen; es sind baumförmige Lebensformen, die einen selbsttragenden verholzten Stamm besitzen. Die Stämme können verzweigt oder unverzweigt sein. Aufgrund der besonderen Faseranbindung beim atypischen Dickenwachstum können die Seitenäste nur in einem geringen Winkel zum Hauptstamm abzweigen (typischerweise <>

 In der Gattung der Drachenbäume (Dracaena) werden etwa 50 bis 150 Arten unterschieden (die Anzahl schwankt bei verschiedenen Autoren stark, um mehr als 60 Arten, aber nur, wenn auch die Arten der Gattung Sansevieria mit eingegliedert sind). Die Gattung hat eine sehr weite natürliche Verbreitung in den Tropen und Subtropen. Die meisten Arten haben ihre Heimat in den Tropen der Alten Welt (Paläotropis), also Asien und Afrika. Es existieren zwei Arten auf den Kanarischen Inseln (Dracaena draco auf Gran Canaria, La Palma und Teneriffa sowie extrem selten Dracaena tamaranae auf Gran Canaria).

In Garafía gibt es fast um 15h mitten auf dem Dorfplatz an der Sonne, vor dem Restaurant „Santo Domingo“ Mittagessen. 3 x Kaninchen, 1 x Schweinststeak. Dazu Runzelkartoffeln. Nach dem Essen geniessen wir einen Rundgang durch das schöne, altertümliche Dorf. Wir spazieren über Strassen, die noch aus Lavasteinen gepflastert sind.

Garafia, das Dorf ganz im Nordwesten der Insel La Palma, war lange Zeit schlecht erschlossen und die etwa 1500 Einwohner waren vom Rest der Insel weitgehend abgeschnitten. Heute jedoch lässt die Verbindungsstrasse den Ort näher an Santa Cruz und den Rest der Insel heranwachsen. Viele Palmeros haben in den letzten Jahrzehnten den Ort verlassen. So liegen grosse Teile der Gegend brach und werden meist nur noch durch Ziegenherden beweidet.

Auf der Rückfahrt gibt es irgendwo Kaffee und Nusskuchen, der wie eine Engadiner Nusstorte schmeckt. Mmm. Sehr fein! Beim Mirador El Time (594 m) machen wir nochmals einen kurzen Stopp. Der Blick von diesem Mirador ist einfach fantastisch.

Das ganze Aridanetal, El Paso und die Südwestküste mit Tazacorte bis hin zur Südspitze von Fuencaliente liegen Ihnen zu Füssen.

An klaren Tagen taucht am Horizont die kleine Nachbarinsel El Hierro auf.

Die Passatwolken, die häufig scheinbar über die Bergkämme der Caldera de Taburiente und der Cumbre Nueva fliessen, sind gut zu beobachten. Meist löst sich diese „cascada de nubes“ wie durch Zauberhand auf, bevor sie das Tal erreicht.

Und auch hier wieder Bananen, Bananen, Bananen!

Unzählige Bananenplantagen prägen die Landschaft im Valle de Aridane, aber auch im Nordosten und an der Südwestküste der Insel.Der Bananenanbau der einheimischen Zwergbanane ist der wichtigste Wirtschaftsfaktor der Insel und noch bedeutender als der Tourismus.

Allerdings geht die Produktion mittlerweile zurück. Die Bananen saugen den Boden aus: 1 kg Bananen benötigen im Durchschnitt 1000 Liter Wasser! Etwa 95% des gesamten Wasserverbrauchs der Insel entfallen auf die Landwirtschaft, davon der größte Anteil auf den Bananenanbau.
Mittlerweile geht der Trend von der kleinen Zwergbanane zur großen Zwergbanane, die allerdings am besten unter Kunststoffplanen, die ganze Felder überdecken, gedeiht. Dadurch wird das Landschaftsbild stark verändert.
Es werden beim Anbau Pestizide eingesetzt und die Monokultur macht auf Dauer den Boden kaputt.
Daher gibt es seit geraumer Zeit auch Bio-Plantagen, ob diese sich langfristig durchsetzen werden, bleibt abzuwarten.
Also: man sieht vor allem an der sonnenverwöhnten Westküste überall Bananen…

Zurück fahren wir über El Paso. Es ist fast 18h30 als wir zurück in unserer Wohnung sind. Bei der Fahrt über die Berge auf die andere Seite der Insel regnet es kurz und leicht. Heute gibt es kein Abendessen, nur getoastete Brotreste mit roter, scharfer Mojo-Sauce.

 

Bananen.....

Bananen....

Drachenbäume

Drachenbaum

in Garafía

blühender Drachenbaum

Mispeln

Dorfstrasse in Garafía

an der Westküste

alles Bananen

Blick nach Llanos de Aridane

Bananen

Bananen

Montag, 19.2.2018: La Palma, Los Cancajos

Mandelblüte

Auf der Ostseite der Insel, wo wir wohnen, ist es heute sehr grau und Regen droht. Also wollen wir heute nochmals in den Nordwesten der Insel und zwar über die hohen Berge quer hinüber auf die andere Seite. Der Roque de los Muchachos ist 2446m hoch. Heinz fährt uns gut und sicher über die 1000 Kurven. Zuoberst, auf der Passhöhe hat es sogar Schnee und die Schneeräumungsequipe ist am Arbeiten. Es ist saukalt und neblig. Paul macht sich grosse Sorgen, da unser Mietauto ja nur Sommerpneus hat…! Wir sind froh, als wir auf der West-Seite der Insel wieder in tiefer gelegene Gefilde kommen. Und jetzt sehen wir unterwegs überall wieder die wunderschönen, blühenden Mandel- und Pfirsichbäume. Einfach nur schön! In Los Llanos de Aridane (mit ca. 20‘000 Einwohner grösste Stadt von La Palma), machen wir einen längeren Stopp. Nachdem Heinz und ich in der kleinen Markthalle ein Sandwich verdrückt haben und Edith und Paul ein paar Früchte, schauen wir uns die Stadt ein wenig näher an. Nach einem Cortado verlassen wir die heimliche Hauptstadt wieder und Paul chauffiert uns über El Paso zurück nach Los Cancajos. Hier machen wir einen längeren Spaziergang an der Meerespromenade entlang. Es weht ein sehr kalter, heftiger Wind und ist mehrheitlich bewölkt. Im Restaurant „“Avenida“ trinken wir etwas und Edith beobachtet, wie der Wirt uns heimlich mit seinem Handy fotografiert. Als ich ihn auf Spanisch darauf anspreche, streitet er dies natürlich ab. Abendessen im Restaurant „ROMA“, mit direktem Blick aufs Meer. 3 x Pizza, 1 x Calzone, alles sehr gut! Der junge, hübsche Serviermann sagt zu Paul: „Excuse me!“ Und Paul versteht:“Kiss me!“ und meint darauf zu uns: “Nein! Das mach ich nicht!!!“

Um 21h15 sind wir alle schon in unseren Betten, da wir ja morgen sehr früh aufstehen müssen. Um 5h30 fährt unsere Fähre. Die Handys, 2 Stück, werden auf 04h15 und 04h30 gestellt.

 

auf der Passhöhe, über 2000m

alles voll Eis und Schnee

ahhh, schön!

in Los Llanos de Aridane

Todesanzeige auf der Mauer

bei Los Cancajos

Dienstag, 20.2.2018: Los Cancajos – Santa Cruz de La Palma

Hier gibt es NASCHTISCH !

Wir schlafen alle schlecht.Um 5h05 werden wir von Edith und Heinz geweckt. Wir haben alle 4 verschlafen !!! Keiner hat die Handy-Wecker gehört! Wir schmeissen die letzten paar Sachen in die Koffer. Paul holt das Auto vom Parkplatz und fährt es vor das Haus. Wir rasen die ca. 10 km bis zum Hafen von Santa Cruz de la Palma. Hier treffen wir kurz vor 05h30 ein und die Frau am Ticketschalter von Fred Olsen (die Tickets haben wir schon seit 6 Tagen /40 €/Person Rentnertarif), sagt uns, das Schiff sei schon geschlossen, wir könnten nicht mehr einsteigen. Wir bitten und betteln, aber nichts hilft. Sie schreibt unsere Tickets um, für die Fähre von Morgen.Wir stehen da, wie die Deppen! Der Autoschlüssel liegt auch schon im Briefkasten der Autovermietfirma. Und nun??? Was sollen wir tun? Heinz und Paul versuchen verzweifelt, den Autoschlüssel wieder aus dem Briefkasten zu holen, vergeblich! Später kommen 3 Hafenpolizisten und sind sehr hilfsbereit. Sie fischen den Schlüssel für uns heraus und so können Paul und Heinz wenigstens das Auto ordnungsgemäss auf dem dafür vorgesehenen Parkplatz parkieren. Bei der Bar im Hafengebäude trinken wir Kaffee und warten so lange bis es um 7h30 hell wird. Inzwischen haben wir uns langsam davon erholt, dass unsere Fähre ohne uns nach Teneriffa abgefahren ist. Um 08h laufen wir mit unseren Rollkoffern in die Stadt. Wir brauchen unbedingt für heute Nacht eine Notunterkunft! In der „Pensión Cubana“ ist alles besetzt, in der „Pensión Fuente“ auch. Aber das deutsche Ehepaar in der „Pensión Fuente“ ist sehr, sehr nett und  hilfsbereit. Die Frau telefoniert für uns herum. Beim etwa 6. Anruf findet sie für uns das letzte freie Appartement im „El Castillete“, direkt am Meer. Es hat vier Betten, zwei im Schlafzimmer, zwei im Wohnzimmer. Kosten 73 € für alle vier Betten. Es ist fast 10h00 als wir endlich froh sind, für heute Nacht ein Dach über dem Kopf zu haben…! Den Mittag und den halben Nachmittag verbringen wir in der Altstadt. Am Abend, nach einer ausgedehnten Siesta, suchen wir lange nach einem Lokal um zu Abend zu essen. Wir finden in der Altstadt das „El Encuentro“, wo wir auf der Strasse draussen essen. Paul eine Suppe, die anderen 3 x Tagesmenü für 7 €, gut.

Um 21h sind wir in unseren Betten, mit der Angst im Hinterkopf, morgen wieder zu verschlafen…

in Santa Cruz de la Palma

in Santa Cruz de la Palma

Mittwoch, 21.2.2018: La Palma – Teneriffa

Um 03h45 werden wir gleich 3 mal geweckt. 2 mal von unseren Handys und 1 mal vom Hotel Nachtportier. Es ist kurz nach 04h, als wir das Hotel „Castillete“ in San Sébastian de la Palma verlassen, um zu Fuss zum Hafen zu gelangen. Unterwegs merkt Paul plötzlich, dass er sein Handy nicht mehr hat. Wir übernehmen sein Gepäck und er kehrt ins Hotel zurück. Hier findet er tatsächlich sein Handy im Bett wieder! Nach einiger Warterei am Hafen, fahren wir mit der Fred Olsen-Fähre von La Palma mit einem kurzen Zwischenstopp in La Gomera nach Teneriffa. Hier in der Stadt Los Cristianos treffen wir gegen 8h40 ein und mieten sofort ein Auto, einen Citroen C3 Aircross, für einen Tag. Ungefähr 20 km später sind wir im Ort Vilaflor, am Fusse des Berges Teide, wo wir im Hotel „El Sombrerito“ zwei Zimmer gebucht haben. Nach einem stärkenden Kaffee und einem Sandwich sind wir schon wieder unterwegs. Wir fahren rechts um den Teide (3718m hoch) herum. Nachdem wir die dicke Nebelschicht hinter uns gelassen haben, können wir die traumhafte Sicht auf den imposanten Berg und die ganze Lavalandschaft bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein geniessen. Einfach nur wunderschön! In Puerto de la Cruz bestaunen wir die mächtigen Wellen die das Meer ans Ufer schleudert und essen später ein Sandwich in einem Restaurant. Die Rückfahrt nach Vilaflor geht links am Berg vorbei und auch jetzt ist die Sicht wieder wunderbar! Weil es wieder Nebel hat, wollen wir nicht hinaus aus dem Hotel und deshalb Abendessen in unserem Hotel "El Sombrerito". Das Essen (3 x Puchero, ein Eintopf mit Gemüse und Fleisch, 1 x Gemüsetortilla mit Salat) ist eigentlich alles sehr gut, aber der Service sehr lausig. Wir warten über eine halbe Stunde auf ein Bier und einen 1/2 Liter Wein, die der Chef einfach vergessen hat…

unsere Unterkunft in Vilaflor, Teneriffa

Blick vom Hotel

Blick vom Hotel

Teneriffa

Teneriffa (span. Tenerife) ist die grösste der Kanarischen Inseln und gehört zu Spanien.

Fläche: 2057 km²

Grösste Erhebung: 3.718 m

Einwohnerzahl: ca. 700.000

Bevölkerungsdichte: 340 Einwohner/km²

Hauptstadt: Santa Cruz de Tenerife

Größte Stadt: Santa Cruz de Tenerife (als Agglomeration 340.000 Ew.)

 Feriengäste/Jahr: 4,8 Mio.

 

Der Pico del Teide ist mit 3.718 m Höhe die höchste Erhebung auf der Insel Teneriffa, die zu den Kanarischen Inseln gehört. Da Teneriffa spanisches Staatsgebiet ist, ist der Teide kurioserweise der höchste Berg Spaniens.

 

Pico del Teide

Höhe: 3718 m

Lage: Teneriffa, Spanien

Typ: Schichtvulkan, letzte Eruption 1909

Erstbesteigung: 1582, Sir Edmund Scory

Besonderheiten: höchster Berg der Kanaren und Spaniens

Der Pico del Teide, ist mit 3718 m die höchste Erhebung auf der Kanarischen Insel Teneriffa und der höchste Berg auf spanischem Staatsgebiet. Der Teide ist mit 7.500 Metern Höhe über dem Meeresboden der dritthöchste Inselvulkan der Erde.

Der Pico del Teide ist ein Schichtvulkan. Seine Hänge sind kaum bewachsen. Er erhebt sich aus einer riesigen Caldera mit 17 Kilometer Durchmesser namens Las Cañadas.

Im Jahre 1954 wurden der Teide und die ihn umschließende Caldera mit 18.990 Hektar der Bergregion als Nationalpark ausgewiesen. 2007 wurde dem Gebiet des Parks der Titel des UNESCO-Weltnaturerbes verliehen. Er war im Jahr 2013 der meistbesuchte Nationalpark der EU und stand an sechster Stelle der meistbesuchten Nationalparks weltweit. 2016 wurden erstmals mehr als vier Millionen Besucher gezählt.

Seit Ende der 1990er Jahre wird die Einhaltung des Naturschutzes verschärft durch die permanente Anwesenheit von Wildhütern kontrolliert. Wandern abseits der vorgegebenen Wege wird nicht geduldet. Man kann den Teide über einen gut beschilderten Weg besteigen. Auf 3260 Metern Höhe befindet sich eine Schutzhütte der Gemeindeverwaltung mit dem Namen Refugio de Altavista. Das historische Gebäude wurde saniert und hält eine Übernachtungsmöglichkeit bereit. Alternativ führt eine Seilbahn, die Teleférico del Teide, bis 150 Höhenmeter unterhalb des Gipfels. Von der Bergstation aus verzweigt sich ein Netz von Wanderwegen. Für die Besteigung des Gipfels ist eine Genehmigung erforderlich, die man im Internet oder im Büro der Nationalparkverwaltung in Santa Cruz de Tenerife erhält. Die Erlaubnis mit einem Zeitfenster von zwei Stunden wird kostenlos erteilt, falls die Bedingungen auf dem Gipfel eine Besteigung erlauben und das Kontingent für den entsprechenden Zeitraum noch nicht erschöpft ist.

 

 

 

 

 

Fahrt zum Teide

beim Teide

der Teide

an der Westküste von Teneriffa

Donnerstag, 22.2.2018: Teneriffa – Schweiz

Wir frühstücken in unserem Hotel „El Sombrerito“ in Vilaflor. Es hat Nebel. Gegen 10h30 verlassen wir die Unterkunft und fahren mit dem Auto zum Flugplatz Teneriffa Süd, wo wir gegen 11h15 das Mietauto auf dem Parkplatz abstellen. Wir sind damit in ca. 26 Stunden 228 km herumgekurvt. Hier hat es jetzt keinen Nebel mehr, aber es ist bewölkt. Das Einchecken für den Flug macht heute keine Probleme und wir fliegen sehr pünktlich um 13h55 von Teneriffa los. Zum Abschied schaut nochmals der Teide aus den Wolken hervor. Über Portugal und Spanien (tolle Sicht auf diese beiden Länder!!!) fliegen wir nach Lyon, Genf und Zürich, wo wir kurz nach 19h gut landen. Wir haben Glück und erwischen noch den Zug um 20h13 von Zürich/Kloten nach Grenchen, wo wir ohne Umsteigen um 21h30 ankommen. Unser Sohn Marcus hat uns unser Auto an den Bahnhof Grenchen gestellt. Das ist super, so können wir nahtlos weiter nach Lengnau um dort Edith und Heinz abzuladen und wir beide fahren weiter zu uns nach Hause. Wir sind müde, aber doch froh, wieder in unserem eigenen Bett zu schlafen.

Von den sieben Kanaren-Inseln haben wir (Paul und ich) nun 6 gesehen. Lanzarote mit der kleinen SchwesterLa Graciosa und Gran Canaria im Herbst und Winter 2007/2008 mit dem Segelschiff. Jetzt per Flug und Fähre La Gomera, La Palma und Teneriffa. Und alle sind auf ihre Art sehr schön. Nun fehlen uns nur noch Fuerteventura und El Hierro.

 

Start und Blick aus dem Flugzeug

Letzter Blick auf den Teide