Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Moraira

Freitag, 16.03.2018: Pieterlen – Lunel

wir stehen im Stau

Es ist 9h, als wir zu Hause bei leichtem Regen wegfahren. In Ste Croix machen wir einen etwa ½-stündigen Krankenbesuch bei einem langjährigen Freund. Weiter geht es nach Yverdon und Lausanne, Richtung Genf. Ab Morges müssen wir über 10 km wegen eines Unfalles im Schritttempo fahren. Wir nutzen die Zeit und essen während der Staufahrt unser Picknick: Cervelas und Brot. Um 13h30 sind wir in Genf an der Grenze und passieren sie ohne Probleme. Wir fahren sofort auf die französische Autobahn. Im Moment scheint zwar die Sonne, trotzdem möchten wir dem schlechten Wetter entfliehen und heute noch so schnell wie möglich ein gutes Stück das Rhonetal hinunterfahren. Eine ½ Stunde später regnet es volle Pulle. Von wegen, dem schlechten Wetter entfliehen…! Nochmals ½ Stunde später scheint wieder die Sonne. In Lyon schüttet es aus allen Rohren! Die Autobahn Genf – Lyon kostet 26.10 €. Nach einer kurzen Kaffeepause geht es wieder auf der Autobahn weiter südwärts. Im Rhonetal sehen wir überall wunderschön rosarot blühende Baumplantagen. Was das wohl sind? Pfirsiche, Nektarinen, Aprikosen (gemäss Wikipedia blühen die blassrosa bis weiss). Oder sind es etwa Mandeln? Nein, das glaube ich nicht, so viele Mandeln gibt es gar nicht! Und am Strassenrand hat es weissblühende Büsche und Sträucher: wunderschön! Ab ca. Valence hat es auch Lavendel, aber der blüht noch nicht. Kurz nach Nîmes, bei Lunel machen wir um 18h30 unseren Übernachtungsstopp, auf der Autobahnraststätte. Wir essen im Bus zu Abend: Linseneintopf mit Schinken aus der Dose, sehr gut! Wir sind schon im Bett, als es 2 Mal an den Bonsaicamper klopft. Wir rühren uns nicht

 Etwa 2 Stunden später gibt es plötzlich zwei grelle Blitze, gefolgt von 2 fürchterlichen Donnerschlägen. Danach schüttet es sehr heftig und lange. Dabei ist die Rhone doch so schon bis oben voll mit Wasser!

Gefahren: 637 km

 

Stau!

unterwegs in Frankreich

Regen

hier picknicken wir

Samstag, 17.03.2018: Lunel (F) – Avinyonet (E)

Um 8h15 verlassen wir den Schlafplatz bei Lunel und die Autobahn. Sie kostet von Lyon bis Lunel (kurz nach Nîmes) 39.30 €. Über Lunel, Montpellier, Sête, Cap d‘Agde (kein einziger Flamingo hier heute), Béziers und Narbonne geht es weiter südwärts. Nach narbonne, beim Mittagspicknick hat unser Navi einen Stromunterbruch. Von nun an lotsts uns unsere Anna, die Navistimme, total im Kakao herum, über jeden Hügel und jedes noch so kleine Minidorf, die es hier in der Gegend gibt. Die Landschaft ist zwar wirklich sehr schön, aber so kommen wir nie nach Spanien. Wir müssen Anna „abmurksen“, um wieder auf den richtigen Weg nach Perpignan zu gelangen. Von nun an klappt es wieder tadellos!

Um 14h35 sind wir an der spanischen Grenze. Es regnet. Wir tanken 88 Liter Diesel. Das heisst von Pieterlen bis hier sind wir 932 km gefahren mit einem Durchschnittsverbrauch von 9.44 Liter /100 km. Um 18h45 finden wir endlich einen Übernachtungsplatz im Dorf Avinyonet del Peñedes, mitten im Dorf, etwa 30 km nach Barcelona. Den Stellplatz aus dem Bordatlas, mit Angaben der Koordinaten, können wir nicht finden. Heute war für meinen Chauffeur Paul ein sehr mühsamer Fahrtag.Zuerst die Irrfahrt zwischen Narbonne und Perpignan und dann der Regen von der spanischen Grenze bis hier. Abendessen im Bus: frische Ravioli mit viel Reibkäse.

 Gefahren: 531 km

 

unser Übernachtungsplatz

es blüht überall

Sonntag, 18.03.2018: Avinyonet del Peñedes-Calpe

Bei schönem Sonnenschein fahren wir um 8h15 los. Immer auf der N-340 südwärts. ½ Stunde später sind wir schon bei einer Waschanlage, wo Paul am Bonsai Camper eine Rundumreinigung vornimmt. Gestern, bei der Stellplatzsuche nach Koordinaten hat uns Anna über Feldwege gejagt und dank dem Regen sieht das Auto jetzt aus wie ein Misttransporter. Unterwegs kommen uns viele, viele Camper entgegen, die im Süden überwintert haben und die jetzt wieder nach Hause fahren. Und die Bäume blühen wunderschön um die Wette. Um 15h15 sind wir in Calpe, wo wir nochmals 67 Liter Diesel tanken. Jetzt haben wir einen Schnitt von 9,2 Liter/100km.

Der Campingplatz in Calpe, wo wir an Weihnachten waren, ist voll belegt. Deshalb stellen wir unseren Bonsai an die Strasse, zwischen andere Camper. Kein Regen heute, die Sonne scheint, aber kühler Wind. Zum Abendessen gibt es ein sehr feines Fondue.

Gefahren: 468,2 km

 

in Calpe, die Engländer beim Bowling

Calpe

Montag, 19.03.2018: Calpe – Moraira

Wir schlafen sehr gut und sehr lange! Über 12 Stunden !!! Das heisst, wir hatten scheinbar Schlaf nötig. Heute stehen hier an der Strasse vor dem Campingplatz mit uns 7 Camper. 1 Spanier, 1 Belgier, 1 Holländer, 1 Schwede, 1 Deutscher, 1 Franzose und wir, die Berner. Am Morgen laufen wir zum Strand und nach einem Kaffee Cortado im Restaurant „Tango“ kaufen wir einen neuen Rucksack, weil wir unseren zu Hause vergessen haben. Es ist bewölkt und es weht ein kühler Wind. Trotzdem sehen wir sehr viele Touristen im „Sommerlook“, mit kurzen Hosenbeinen, brrrr! Um 13h30 findet irgendwo, mitten am Tag, ein Feuerwerk statt, wir sehen es nicht, hören es nur. Heute ist in Spanien ein Feiertag: San José und deshalb die meisten Geschäfte geschlossen.

Wir verlassen Calpe und fahren dem Meer entlang nach Moraira, wo wir von unseren freunden schon erwartet werden. Es ist 14h15. Nach einem Kaffee bei Ruth und Heinz beziehen wir die kleine Wohnung im Parterre und richten uns hier häuslich ein. Zum Abendessen sind wir bei Ruth und Heinz eingeladen. Es gibt Rindsragout, Nudeln und Gemüse. Und als Krönung einen feinen Fruchtsalat mit einem guten Schuss Orangenschnaps, mmm, Danke vielmals Ruth und Heinz!

 Gefahren: 16,6 km

 

schöner Kreisel in Moraira

hier wohnen wir

schön !

Mittwoch, 21.03.2018: Moraira

Eigentlich ist das Wetter gestern und heute wunderschön. Aber leider bläst ein sehr unangenehm eisiger Wind. Wir geniessen die Zeit in dieser schönen, kleinen Wohnung und lesen, schreiben, kochen, gehen ein wenig spazieren und trinken irgendwo einen Cortado-Kaffee oder ein Glas Weisswein an der Sonne.

 

Donnerstag, 22.03.2018: Moraira

Ich habe heute ein dumpfes Zahnweh im unteren, hintersten Backenzahn. Wir gehen zum Zahnarzt, wo ich schon im Januar war, als mir an einem anderen Zahn ein Stück abgebrochen ist. Dr. Hernan Cano macht ein Rundumröntgen von meinem Gebiss und stellt fest, dass ich unter der Krone eine Entzündung habe, die den Knochen anfrisst. Wir müssen zur Apotheke um für mich Antibiotika zu kaufen. Und hier staunen wir mächtig! 30 Kapseln „Amoxicylin 500mg“ kosten 2.86 €. Wir können es nicht glauben, wenn wir da an die Preise in der Schweiz denken….Ich fange sofort mit der Einnahme der Kapseln an (3 x pro Tag). Das Antibiotikum muss erst wirken, bevor der Zahnarzt die Krone und die Zahnwurzel entfernen kann. Das wird so gegen den 12. April sein. Oh je, ich freue mich gar kein Bisschen!

Am Nachmittag machen wir mit Heinz einen langen Spaziergang. Paul kocht das Abendessen, sein Spezialgericht: Hörnli mit vielen gerösteten Zwiebeln und viel Reibkäse.

 

Freitag, 22.03.2018: Moraira

Am Nachmittag trinken wir bei Ruth und Heinz ein Tässchen Kaffee und danach laufen Heinz, Paul und ich eine Runde bis zum kleinen El Portet Strand und auf dem Rückweg vorbei am Hafen. Wenn der Wind nicht bläst, ist es richtig warm.

 

Samstag, 24.03.2018: Moraira

In der Nacht bläst ein stürmischer Wind. Irgendwann, morgens um 03h oder so, „schifft“ es etwa ½ Stunde lang unglaublich stark!

Um 12h30 fahren Ruth und Heinz in ihrem Auto mit uns in die Bernia Berge. Im Restaurante „Casa el Peón de Pinos“ essen wir herrlich zu Mittag, aber wieder einmal viel zu viel!!!

Das Restaurant liegt auf 900 m und bietet einen wunderbaren Blick auf die Berge und bis nach Calpe und zum Mittelmeer. Wir würden hier noch gerne einen kleinen Verdauungsspaziergang machen, aber der kalte Wind pfeift so stark, dass er uns fast wegpustet. Schade, es hätte stahlblauen Himmel und Sonnenschein. Also steigen wir wieder ins Auto und fahren zu „Mercadona“ und „ALDI“, zum Einkaufen.

 

Blick vom Restaurant nach Calpe

Blick nach Calpe

Sonntag, 25.03.2018: Moraira

Mandeln

Wir stellen die Uhren um 1 Stunde vor: Sommerzeit!

Zwischen 13h und 17h sind wir mit Ruth und Heinz zu Fuss unterwegs. Wir spazieren dem Meer entlang und setzen uns bei einem Restaurant eines Österreichisch/Holländischen Paar draussen auf der Terrasse an die Sonne und mampfen genüsslich hausgemachten Apfelstrudel mit Vanillesauce oder Quarktorte. Mmm…! Paul nix: fdH! An der Sonne ist es richtig herrlich warm. Aber sobald eine Wolke die Sonne verdeckt ist es empfindlich kalt.

 

Mmmm...Quarktorte

Dienstag, 27.03.2018: Moraira

Jetzt ist es auch endlich etwas wärmer geworden. Nicht mehr so saukalter Wind. Es sind etwa 20° heute. Damit kann man sehr gut leben. Wir sitzen etwa 2 Stunden draussen vor der Wohnung an der Sonne und lesen. Paul hilft unserem Wohnungsbesitzer, (trotz seiner Höhenangst) einen Solarbewegungsmelder an der Hauswand anzuschrauben. Vorher Löcher dafür bohren und danach das Teil und die Kabel mit Schutzfarbe anmalen. Abends, nach dem Eindunkeln kontrolliert Paul ob das Ding seinen Dienst tut. Es funktioniert einwandfrei.

 

hier wohnen wir

Karfreitag, 30.03.2018: Moraira

 Wir schlafen sehr lange. Gegen Mittag machen wir einen Spaziergang und kommen zufällig am grossen Marktplatz vorbei. Wir staunen, dass heute, ganz normal, der Wochenmarkt stattfindet. Es hat sehr viel Stände, uns scheint, mehr als sonst. Wir sind überrascht, immerhin ist heute Karfreitag! Das Wetter ist herrlich, 21°.

Um 16h sind wir bei Ruth und Heinz zum Abendessen eingeladen. Während sich die beiden Männer dem Apéro widmen, rüsten Ruth und ich in der Küche das Gemüse und danach bereitet uns Ruth uns ein wunderbares Essen zu. Es gibt Salzkartoffeln, gemischtes Gemüse und Lachs. Paul, der Fischverachter, bekommt extra Huhn gereicht!

Und zum Dessert gibt es eine tolle selbstgemachte Erdbeertorte. Mmm, ganz lieben Dank an Ruth und Heinz!!! Um 17h regnet es, aber kaum eine Stunde später scheint wieder die Sonne.

Karfreitag, morgens um 7h30, derMond geht unter

Samstag, 31.03.2018: Moraira

Zitronen

Heute ist ein wunderschöner Tag, mit stahlblauem Himmel. Aber den ganzen langen Tag bläst ein starker, kalter Wind, so dass wir keinen einzigen Schritt nach draussen gehen. Wir bleiben lieber in der gemütlichen kleinen Wohnung.

 

Ostersonntag, 1.04.2018: Moraira

 Das Wetter ist herrlich, kein bisschen Wind. Um 10h fangen Heinz und Paul an, im kleinen Häuschen im Garten den Holzofen einzuheizen. Ich bleibe in unserer Wohnung und versende Osterbriefe. Gegen 12h schaue ich mal nach, was die beiden Männer so trieben. Sie haben im Ofen eine wunderbare Glut. Die vorbereiteten 2 Lammgigots können nun in den Ofen geschoben werden und vor sich hinbrutzeln. Ich gehe zu Ruth in die Küche um ihr eine wenig beim Tisch decken und Gemüse rüsten zu helfen. Um 13h kommt Harry, ein Berner, der auch hier in Moraira ein Haus besitzt und von Ruth und Heinz zum Osteressen eingeladen wurde. Das von Ruth liebevoll vorbereitete Apéro nehmen wir draussen an der Sonne, neben dem Pool, zu uns. Ah, ist das schön! Und das anschliessende wunderbare Mittagessen mit Lammgigot, gemischtem Gemüse und Kartoffeln aus dem Ofen dauert ziemlich lange. Zum Schluss gibt es für diejenigen die noch Platz im Magen haben, zum Dessert noch Glacé mit Erdbeeren. Boahhh, war das ein fürstliches Ostermahl! Wir sind alle ganz schön vollge(fr)gessen und danken unseren beiden Gastgebern ganz herzlich für diesen schönen Tag! Es ist schön nach 17h als wir uns nach unten in unser Logis begeben. Mann oh Mann, geht es uns gut!!!

Einheizen für den Osterbraten

beim Apéro

fein!!!

Ostermontag, 2.04.2018: Moraira

Es ist ein ziemlich grauer und kühler Morgen. Heinz und Paul schneiden den Bananenbaum und entfernen die abgestorbenen Stämme. Am späteren Nachmittag machen wir wieder mit Heinz unsere (heute grössere) Spazierrunde. Am Hafen trinken wir ein Bier und kehren nach Hause zurück. Bei Paul und mir gibt es zum Abendessen Gschwellti mit Käse und mit den übrigen Kartoffeln bereiten wir schon den Kartoffelsalat für morgen zu.

 

und jetzt wird gearbeitet !

Mittwoch, 4.04.2018: Moraira - Guadalest

Um 10h15 fahren wir mit unserem BONSAICAMPER los, zu unserem heutigen Ausflug. Dies ist eine Premiere, da wir nämlich Ruth und Heinz mitnehmen und bis jetzt noch nie zu viert mit diesem Bus ausgefahren sind. Zuerst erledigen wir noch ein paar Einkäufe und dann geht es los. Paul fährt, Heinz navigiert, Ruth und ich sitzen hinten am Tisch. Vorbei an Calpe, Altea und Benidorm erreichen wir Guadalest. Bei Altea überqueren wir den Nullmeridia

 Guadalest ist ein kleiner Ort in der Provinz Alicante in Spanien.

Guadalest liegt im Hinterland von Benidorm, etwa 15 km (Luftlinie) nördlich von Benidorm, wunderschön in den Bergen. Es befindet sich auf einer Anhöhe über dem Tal des Rio Guadalest, der hier zu einem See gestaut ist. In der Umgebung des Ortes wachsen Pinien; Zitruspflanzen, Oliven, Japanische Wollmispeln, Johannisbrotbäume und Mandeln. Sie werden im Terrassenanbau kultiviert.

Nachdem wir den BONSAI auf dem grossen Parkplatz parkiert haben, laufen wir die vielen Treppen hinauf zum Dorf Guadalest. Man merkt hier gut, dass dies ein touristischer Ort ist. Bei fast jedem Haus kann man die gleichen Souvenirs (Made in China) kaufen. Und es hat enorm viele Museen. Viele Häuser sind mit grossen Tafeln „MUSEO“ angeschrieben.

Der Ort hat 205 Einwohner (1. Januar 2017). Die Dorfanlage erfolgte durch die Mauren unter Tāriq ibn Ziyād und Al-Azraq, der als Herrscher über das Gebiet mit einem weitläufigen Bewässerungssystem die Landwirtschaft unterstützte und seine Besiedlung förderte. Die 1974 zum kunsthistorischen Denkmal erklärte Ortschaft teilt sich in ein Burgviertel und das Viertel von El Arrabal, (586 m.ü.M) das entstand, als das alte Dorf die wachsende Einwohnerzahl nicht mehr verkraften konnte.Wir durchqueren El Arrabal und laufen hinauf zum Burgviertel. Dabei staunen wir über den Glockenturm, der hoch oben auf einen Felsen thront.

Das Burgviertel wird von El Arrabal aus durch einen Tunnel erreicht, der in den Felsen gehauen wurde. Auf dem Weg hierhin ist rechts auf der Felsenspitze der Glockenturm zu sehen, und die Reste der ehemaligen Befestigung zur Verteidigung der Stadt.

Wir machen einen Rundgang durch die sehr schöne, kleine Altstadt in luftiger Höhe. Vorbei am städtischen Rathaus, dem Gebäude das auf einem Regenwassersammelbecken errichtet wurde, das den Ablauf aus den Hausdächern aufnahm. Der ehemalige Kerkerraum aus dem 12. Jahrhundert wurde als erstes gebaut.

Danach besuchen wir das Stadthaus der Orduñas. (Eintritt für Renter 3€/Pers, sonst 4€). Ruth kommt nicht mit, sie hat das Haus schon gesehen und wartet in der benachbarten Kirche sehr lange auf uns.

Das vierstöckige Stadthaus mit einem Weinkeller liegt unmittelbar gegenüber der altstadtseitigen Tunnelöffnung. Es beherbergt das Stadtmuseum mit Gütern und einem Dokumentenschatz der Familie Orduñas. Die „Adelsräume“ beinhalten die für die damalige Zeit typischen Einrichtungs- und Schmuckgegenstände, Wandgemälde, Fotografien, kostbare Möbel mit Intarsien, eine Feuerwaffensammlung und die Familienbibliothek mit 1565 Bänden, davon allein 589 aus den Jahren von 1500 bis 1800. Durch das Haus erlangt man Zutritt zur Burg, zur benachbarten Gemeindekirche Mariä Himmelfahrt (1753) und zum Glockenturm La Alcozaiba. Das Gebäude wurde nach dem Erdbeben von 1644 errichtet. 1708 wurde es während des Erbfolgekriegs geplündert und in Brand gesetzt.

Neben vielen anderen Museen sind zwei Miniaturmuseen zu besichtige. Der Besucher findet hier originelle Ausstellungen von massstabsgetreuen Nachbildungen, so z. B. eine winzige Bibel, Eiffelturm in einem Nadelöhr, Picassos Guernica auf einem Samenkorn, alles Objekte, die das ungeübte Auge nur mit einer starken Lupe erkennen und betrachten kann.

Nach diesem sehr schönen Einblick in die damalige Zeit steigen wir noch zum Friedhof neben der alten Burgbefestigung hinauf. Wir können kaum glauben, dass man heute noch hier oben auf diesem Friedhof Leute beerdigt.

 

unser Ausflug nach Guadalest

der Nullmeridian (schwarz)

Der Nullmeridian

Der Nullmeridian ist derjenige Meridian (ein senkrecht zum Erdäquator stehender und von Nord- zu Südpol verlaufender Halbkreis), von dem aus die geografische Länge nach Osten und Westen gezählt wird. Seine Festlegung ist an sich willkürlich, er wurde aber durch internationale Vereinbarung während der Internationalen Meridiankonferenz 1884 in die Sternwarte Greenwich bei London gelegt.Vom Nullmeridian aus wird die östliche Länge (0–180° Ost) und westliche Länge (0–180° West) gemessen und bezeichnet. Als Abkürzungen werden O oder E für „Osten“ und W für „Westen“ verwendet.

Also, wir befinden uns jetzt auf der Westhälfte der Erdkugel.

 

in Guadalest

der Stausee

die Burganlage

durch diesen Tunnel kommt man nach Guadalest

die Kirche

der Glockenturm

der Friedhof

der Ortsteil El Arrabal

Blick zum Nachbardorf

in El Arrabal

nach der Besichtigung von Guadalest

Wir holen Ruth bei der Kirche ab und weil wir alle langsam ein „Hüngerli“ haben, verlassen wir diesen schönen Ort und fahren zum Dorf Beniarda und essen im Restaurant „Mesón de la Mezquita“ ein königliches Mittagessen. Zwischen 15h und 17h geniessen wir wundervolle spanische Spezialitäten. Mit übervollen Bäuchen sind wir um 18h45 in Moraira zurück. Was für ein schöner Tag! Auch das Wetter war toll, nur Sonnenschein, den ganzen Tag.

Gefahren: 120km

eine von zwei Vorspeisen

Paul's Tapas (er bekommt zwei solche Teller!)

  • eine von zwei Vorspeisen

  • Schweinsfilet mit Champignonsauce

  • Entenbrust

  • Fischteller

Sonntag, 8.04.2018: Moraira

Zistrosen

In der Nacht hat es irgendwann geregnet, der Tisch der draussen steht, ist jetzt voller Saharasand. Der Morgen ist ziemlich grau.

Um 15h haben wir Ruth und Heinz zu einem Fondue zu uns in die Wohnung eingeladen. Während wir drinnen Fondue essen, regnet es draussen leicht. Um 17h scheint wieder herrlichst die Sonne und wir dislozieren nach draussen. An der Sonne essen wir das Dessert: Glacé und probieren den Likör der aus den Früchten des Johannisbrotbaumes hergestellt wird. Der ist gar nicht so schlecht! Es ist sehr gemütlich und unser „Gelage“ endet erst um 19h.

nach dem Fondue

Montag, 9.04.2018: Moraira

Kaum ist Ostern vorbei, ist heute hier schon wieder ein Feiertag. Aber diesmal ist es kein nationaler, sondern nur ein regioanler Feiertag. Das heisst in Teulada / Moraira wird heute der Tag des Heiligen Vincente Ferrer gefeiert. Um 14h findet das „Krachfeuerwerk“ statt. Da brauchen wir nicht hinzufahren. Den „Krach“ hören wir von hier aus auch. Ich finde das sehr interessant, dass man ein Feuerwerk wegen des „Kraches“ abfeuert und nicht wie bei uns, wegen den Lichteffekten.

Aber am Abend besuchen wir mit Ruth und Heinz die Prozession, die um kurz nach 20h beginnt. Dabei wird die Statue von San Vincente Ferrer, dem Heiligen, dessen Schwester in Teulada wohnte, auf den Schultern von starken Männern durch die Strassen bis zur Kirche getragen. Es hat drei grosse „Bandas“ dabei (Musikgesellschaften), die während der Prozession sehr „getragene“ Stücke spielen. Viele Menschen begleiten den Zug mit brennenden Kerzen. Es ist sehr eindrücklich! Weil es ein ziemlich kalter Abend ist, trinken wir in einem Restaurant noch eine heisse Schokolade und sind um 21h30 wieder zu Hause.

Übrigens dauert das Fest für den Heiligen Vincente Ferrer dauert eine ganze Woche lang. In dieser Woche werden auch noch Stiere durch die Strassen des Ortes getrieben.

an der Prozession

Zuschauer...

der heilige Vincent

Osterbeleuchtung

Dienstag, 10.04.2018: Moraira

Weil in unserem Bonsaicamper während der Fahrt die Weingläser im Schrank immer umfallen, hirnt Chauffeur Paul schon seit Tagen daran herum, wie man das Problem lösen könnte. Und heute hat er einen Geistesblitz! Wir müssen unverzüglich, sofort, subito zum Chinesen marschieren. Das Problem muss augenblicklich gelöst werden! Egal, ob ich gerade am Tagebuch schreiben oder bei einer anderen Beschäftigung bin. Also gut, um 11h geht es zum Chinesen. Und hier finden wir tatsächlich eine Lösung. Wir kaufen zwei Kunststoffbehälter, die eigentlich ins Bad gehören. Im Bus muss der Tüfftler sie nur noch ein wenig anpassen und schon passen die Dinger perfekt.. Uff! Gott sei Dank, wieder ein grosses Problem behoben….

die Lösung des grossen Problems

Am Nachmittag:

Gegen 15h marschiert Paul nochmals zum Chinesen, diesmal alleine. Heute morgen haben wir im Chinesenladen, der alles hat, was man nicht braucht, einen hölzernen Besteckkasten gesehen. Aber natürlich hatten wir keine Masse dabei. Also hat Paul jetzt die Schublade ausgemessen und nimmt einen Meter mit zum Einkaufen. Er kommt mit dem Besteckkasten (für 2.90 €) zurück und das Teil passt millimetergenau in die Schublade. Perfekt! Ha,schon wieder ein Erfolgserlebnis für den Mechaniker!

  • jetzt passt alles

  • perfekt !

Mittwoch, 11.04.2018: Moraira

In der Nacht regnet es kurz aber heftig. Und der Wind pfeift mächtig um das Haus herum. Auch jetzt, um die Mittagszeit bläst ein kalter Wind. Die Sonne scheint zwar, aber trotzdem ist es eher kalt, heute das höchste der Gefühle: 16° ! Scheinbar ist das ziemlich ungewöhnlich für diese Jahreszeit.

Blick aus unserem Fenster

Freitag, 13.04.2018: Moraira

Heute ist Freitag der 13.!!! Und genau heute muss ich um 9h30 zum Zahnarzt. Paul begleitet mich. Die Krone, unter der sich bei mir eine Entzündung eingenistet hat, muss raus. Es ist der hinterste, untere Backenzahn, links. Der Zahnarzt Dr. Hernán Cano Venturino muss lange murksen, bis die Krone endlich nachgibt und rauskommt. Nun müssen nur noch die beiden sehr langen Wurzeln ausgerissen, die Wunde zugenäht werden und fertig! Schmerzen habe ich fast keine, nur das blöde Spritzengefühl. Das Ganze kostet 80 €, inklusive Fäden ziehen in einer Woche.

 

Und weil wir auf dem Heimweg gerade so zufällig an einem Algerischen Herrencoiffeur vorbeikommen, lasse ich mir gleich noch einen Herrenschnitt verpassen. Der junge Bursche, der mir die Haare schneiden soll, überlegt lange, ob er diese Aufgabe übernehmen soll oder nicht. Dann entschliesst er sich doch noch und schnippelt mir sorgfältig eine Frisur zurecht, die zu meiner vollsten Zufriedenheit ausfällt. Und das für 11 € (ohne waschen)!

  • Reben

  • Reben

Sonntag, 15.04.2018: Moraira – Simat

das Valledigna

Heute ist ein strahlend schöner Sonnentag, im Gegensatz zu gestern, wo es den ganzen Tag grau in grau war und ein sehr kalter Wind blies. Wir freuen uns sehr und um 11h machen wir zusammen mit Ruth und Heinz mit ihrem Auto einen Sonntagsausflug. Zuerst geht die Fahrt Richtung Valncia. Etwa auf Höhe von Gandia fahren wir über einen schönen Pass und erreichen das Tal von Valldigna.

Der flache Talboden ist über und über bepflanzt mit (meistens) Orangenbäumen die im Moment voller weisser Blüten sind und herrlich duften. Im Dorf Simat parkieren wir das Auto.


Simat de la Valldigna ist ein Dorf in der Region Valencia in Spanien. Es liegt auf 51m.ü.M., ca. 30 km südlich von Valencia und 20 km von Cullera und Gandia entfernt und hat 3300 Einwohner. Es ist eines der vier Dörfer der Valldigna in einer Naturzone, die von den Bergen der Serra de Corbera nördlich und dem Montdúver südlich umgeben ist.

Das Dorf ist geprägt von Agrarwirtschaft. Insbesondere Zitrusfrüchte werden angebaut. Um die Orangen zu vermarkten gibt es zwei Kooperativen, in der viele Einwohner des Dorfes arbeiten. Aber auch viele Immigranten, besonders von Osteuropa, arbeiten in Simat als Orangenernter.


Die Region um Simat de la Valldigna ist seit der Frühgeschichte bewohnt. Das zeigen die Höhlen von Bolomor in Tavernes de la Valldigna, und von Medalletes und Parpalló in Barx. Erstmals erwähnt wird der Ort zu Zeiten der maurischen Besatzung. Im 13. Jahrhundert eroberte Jakob I. Simat de la Valldigna zurück, sein Enkel Jakob II. schenkte das Land dem Zisterzienserorden.

Anfangs lebten Christen und die Muslime im Gebiet der Valldigna zusammen. Die Muslime durften ihre Religion weiter ausüben. Die Muslime aus der Valldigna versammelten sich in der Moschee von La Xara, um zu beten. Hier gingen die moslemischen Kinder zur Schule, Verträge wurden gemacht und Prozesse vor muslimischen Richtern geführt. Dieses Zusammenleben endete 1609 mit der Vertreibung der Muslime aus Spanien. Das Leben im Valldignatal wurde lange von dem Kloster Santa María de la Valldigna bestimmt. Das endete 1835, als alle Klöster in Spanien vom Staat besetzt wurden. Die Herrschaft des Klosters und des Abts über das Tal und seine Menschen endete. Das Kloster wurde Privateigentum. Erst 1991 kaufte es die Regionalregierung der Region Valencia zurück.

Nun laufen wir zum Kloster Santa María de la Valldigna:Das Kloster wurde 1298 von Jakob (Jaime) II. von Aragón gestiftet und mit Mönchen aus Kloster Santes Creus. Der gotische Bau erlitt bei Erdbeben 1396 und 1644 schwere Zerstörungen. Danach erfolgten jeweils umfangreiche Renovationen.Die gegenwärtige Kirche stammt aus dem barocken Wiederaufbau. Im Zug der Klosteraufhebungen durch die Regierung wurde das Kloster 1835 aufgelöst. Teile des Klosters wurden als Baumaterial verkauft. Das alte Zisterzienser-Kloster war beim Ankauf durch die valencianische Regionalregierung 1991 eine verlassene Ruine und wird bis heute renoviert.

Nachdem wir uns das sehr interessante Gebäude ausgiebig angeschaut und fotografiert haben und den wunderbaren Duft der Orangenblüten genossen haben, essen wir auf dem Dorfplatz an der Sonne zu Mittag. Es ist schon 14h30 und wir entscheiden uns gemeinsam für diverse Tapas. Es ist gut und gemütlich. Aber der absolute Höhepunkt bildet für Ruth, Heinz und mich eine Tarta de chocolate casera (hausgemachter Schokoladenkuchen) der einfach nur köstlich ist. Der ist sooo gut, dass ich sogar glatt vergesse, ein Foto davon zu machen!

Und jetzt, mit vollen Bäuchen spazieren wir noch zum „Grossen Brunnen“. Dieser Font Gran (dt. Grosser Brunnen) liegt mitten auf dem Platz mit diesem Namen innerhalb des Dorfes. Es ist eine Quelle mit einem grossen Wasserbassin, darin schwimmen ganz zünftig grosse Fische herum.

Auf dem Heimweg machen wir noch einen kurzen Abstecher ans Meer, an den Strand von Tavernes de la Valldigna. Dies ist ein Ort, wo im Sommer der Bär brummt. Aber jetzt sind die meisten Hotels, Restaurants, Ferienhäuser und -wohnungen geschlossen. Es sieht fast aus wie ein „Geisterdorf“. Um 17h30 sind wir glücklich und zufrieden wieder „zu Hause“. 

Kloster Santa María de la Valldigna

Decke im Kloster

Fotoshooting

Orangenhain

Orangenblüte

die Orangensorte Valenciana blüht und hat gleichzeitig Früchte

vor dem Orangenbaum

  • alte Mauern

beim grossen Brunnen

am Strand von Tavernes de la Valldigna

am Strand von Tavernes de la Valldigna

am Strand von Tavernes de la Valldigna

Mittwoch, 18.04.2018: Moraira

Es ist herrliches Wetter. Endlich warm! Wir machen einen langen, langen Spaziergang.

  • Zitronenblüte

  • Zitronenbaum

Donnerstag, 19.04.2018: Moraira

Mispeln

Heute ist wieder ein wunderbar sonniger Tag, mit leichtem (aber kühlem) Wind. Paul und ich marschieren um 10h30 zum Zahnarzt. Da wo mir jetzt ein Backenzahn fehlt, müssen die Fäden gezogen werden. Das dauert keine Minute und schon ist alles erledigt. Den Nachmittag verbringen wir ziemlich faulenzend an der Sonne vor unserer Wohnung. Heinz bringt uns frische Mispeln von seinem Baum im Garten. Wir essen diese Frucht zum ersten mal. Sie ist ein wenig säuerlich aber gut. Nur Paul ist nicht so begeister davon. Und weil heute unser letzter Tag hier in Moraira ist, fahren wir mit Ruth und Heinz nach Teulada um dort bei Edy zu Abend zu essen. Das Essen ist wie jedes Mal sehr gut und auch günstig.

Morgen fahren wir ganz, ganz gemütlich wieder zurück in die Schweiz.

 

Freitag, 20.04.2018: Moraira – Andorra

Andorra

Um kurz nach 9h verlassen wir unsere Gastgeber und Moraira, um nach Hause zu fahren. Nochmals ganz lieben Dank für alles an Ruth und Heinz! Überraschenderweise ist es heute total grau und bewölkt. So war das aber nicht vorausgesagt liebe Wetterfrösche! Kaum sind wir 1½ Stunden unterwegs, fallen die ersten Regentropfen, aber nur kurz. Ab Valencia herrscht wieder voller Sonnenschein. Im Ebrodelta machen wir unser Mittags-Picknick bei schönstem Sonnenschein. Bei Tarragona biegen wir ins Landesinnere ab und fahren über Reus, Tàrrega, Cervera, Guissona und Ponts bis nach Andorra. Die Gegenden sind wunderschön, mit saftig grünen Wiesen und knallgelb blühenden Rapsfeldern. Einfach nur einmalig schön! Unterwegs treffen wir noch auf eine lange „Entenkolonne“ viele „Deux Chevaux“ Autos, die vielleicht irgendwo ein „Enten-Treffen“ haben. Unsere fahrt heute ist wunderbar, viel schneller und besser als wir erwartet hatten. Und das alles ohne einen einzigen Kilometer auf der Autobahn. Um 17h erreichen wir die Grenze von Andorra. Hier tanken wir als erstes 73 Liter zollfreien Diesel à 0,997 € /Liter. Danach suchen wir einen Parkplatz, wo wir die Nacht verbringen können. Im Touristenbüro gibt man uns die Auskunft, dass es hier einen Stellplatz für Camper gibt. Um 18h00 sind wir dort installiert, in Sant Julià de Lõria, auf 908 m Höhe, 6 km vor der Hauptstadt Andorra la Vella. Jetzt beginnt es zu tröpfeln und wir geniessen gemütlich ein Fondue in unserem BONSAICAMPER.

 Gefahren: 630 km

Das Fürstentum Andorra ist ein Zwergstaat in den östlichen Pyrenäen zwischen Spanien und Frankreich.

Andorra wurde am 8. September 1278 gegründet und ist heute mit ca.78.000 Einwohnern und 468 km² Fläche der Fläche nach der grösste unter den sechs europäischen Zwergstaaten. Es ist das einzige Land der Welt, in dem zwei ausländische Amtsträger gemeinsam die Funktion des Staatsoberhauptes wahrnehmen. Der Bischof von Urgell und der Präsident von Frankreich regieren in einer symbolischen Doppelherrschaft. Zudem wird ein andorranischer Regierungschef gewählt. Andorra gehört zu den so genannten Steueroasen. Eine beachtliche Anzahl von Tagesbesuchern kommt der billigen Alkoholika und des Tabaks wegen. Der Tourismus, insbesondere durch den Wintersport, ist heute der wichtigste Wirtschaftsfaktor.

 

unterwegs in Spanien

Mittagspause im Ebrodelta

unterwegs in Spanien

Raps in Spanien

die Grenze zu Andorra

  • Blick vom Schlafplatz

  • Blick vom Schlafplatz

  • unser Schlafplatz

Samstag, 21.04.2018: Andorra – Vabres l‘Abaye

über die Pyrenäen

Es ist 8h30 als wir vom Übernachtungs-Stellplatz losfahren. Der kostet 2 € ! Wir fahren die 6 km bis zur Hauptstadt und möchten die Stadt Andorra la Vella (1013 m.ü.M) ein wenig erkunden. Aber leider sind alle Geschäfte noch geschlossen und die Stadt wie tot, scheinbar ist es einfach noch zu früh für die Andorrianer. Also fahren wir weiter Das Wetter ist herrlich. Die Pyrenäen sind zuoberst noch mit Schnee bedeckt und einfach wunderschön. Die Skilifte sind zwar nicht mehr in Betrieb, trotzdem sehen wir Skifahrer, die den Schnee und das Wetter geniessen. Bevor wir wieder über die französische Grenze fahren, machen wir im letzten Andorrianischen Dorf noch einen kleinen Einkauf. Es hat viele französische Busse, aus denen massenhaft Franzosen aussteigen. Mit ihren rollenden Einkaufstaschen stürmen sie die zollfreien Geschäfte. Unsere Fahrt geht weiter, sie ist wunderschön, genauso wie das Wetter. Über Foix und Toulouse fahren wir nach Albi. Hier möchten wir die sehr schöne Stadt besichtigen. Über 45 Minuten lang kurven wir in der Stadt herum und suchen einen Platz zum übernachten. Das Navi führt uns total im Kakao herum. Und wenn wir endlich einen Platz gefunden hätten, ist er voll besetzt. Wir sind plötzlich so genervt, dass wir kurzentschlossen weiterfahren. Schade, ich hätte die Stadt sehr gerne angeschaut! 78 km weiter finden wir einen sehr schönen Stellplatz direkt bei der Kathedrale des Dorfes Vabre l‘Abaye. Hier lernen wir die zwei Deutschen Carmen und Herrmann kennen. Carmen feiert heute ihren 58. Geburtstag und sie laden uns spontan zu einem Glas Wein ein. Wir sitzen lange draussen zusammen und quatschen sehr viel.

Heute haben wir unterwegs einen schlimmen Unfall gesehen. Ein Lastwagen, Zugfahrzeug und Auflieger liegen im Strassengraben auf der Seite, die vielen Räder sehen beeindruckend aus!

Abendessen: Risotto mit Pilzen und Käse.

Gefahren: 364 km

 

  • einfach nur schön!

  • der letzte Ort vor Frankreich

  • Pas de la Casa

  • wieder in Frankreich

  • Raps in Frankreich

  • Carmen hat Geburtstag

  • Stellplatz in Vabres l‘Abbaye

Sonntag, 22.04.2018: Vabres l‘Abbaye – Pradelles

in der Kathedrale von Vabres l'Abbay

Wir haben auf diesem sehr ruhigen und schönen Stellplatz wunderbar geschlafen. Im ganzen waren 8 Camper hier. Wir waren natürlich die Kleinsten! Deshalb heissen wir ja auch BONSAICAMPER. Nach dem Frühstück machen wir einen kleinen Spaziergang vorbei am Bischofspalast zur riesigen Kathedrale und durch das alte Dorf. 

 

 

 

 

Kathedrale von Vabres l'Abbaye

im Dorf Vabres l'Abbaye

  • der Bischofspalast

Der Viaduct von Millau

Um kurz vor 10h30 geht es los Richtung Millau. Es ist sonnig und leicht bewölkt. Wir fahren unter dem Viadukt von Millau durch, sehr eindrücklich!!!

Die Brücke von Millau, führt in Südfrankreich die Autoroute A75 über den Tarn. Es wurde von Michel Virlogeux entworfen und von Norman Foster gestalterisch ausgearbeitet. Am 14. Dezember 2004 weihte der damalige französische Präsident Jacques Chirac das Bauwerk ein, zwei Tage später folgte die allgemeine Inbetriebnahme. Der Viadukt ist mit 2460 m die längste Schrägseilbrücke der Welt und bei einer maximalen Pfeilerhöhe von 343 m das höchste Bauwerk Frankreichs. 

Ort Millau:

Konstruktion: Schrägseilbrücke über das Tal des Tarn

Gesamtlänge: 2460 m

Längste Stützweite: 342 m

Höhe: 270 m

Baukosten: 400 Millionen Euro

Baubeginn: 2001

Eröffnung: 2004

Maut: Pkw 10,10 € (15. Juni - 15. September 2017), 8,00 € übrige Zeit.

Für den Urlaubsverkehr war Millau im Tarntal früher ein Engpass, in dem es häufig zu Unfällen und Staus kam.

Mehr als 20 Jahre vergingen mit der Planung verschiedener Streckenführungen, der Sondierung des Terrains und der Ausarbeitung von Entwürfen. Die Kosten des Bauwerks, für das 2,2 Millionen Arbeitsstunden erforderlich waren, betrugen ungefähr 400 Millionen Euro (geplant waren rund 350 Millionen Euro).

 

Viaduct von Millau

Fahrt durch die Tarn-Schlucht

Und weiter fahren wir durch die „Gorges du Tarn“, die einmalig schön ist. Wir können uns an dieser Schlucht nicht satt sehen.

Als Gorges du Tarn wird die grosse Schlucht im ersten Drittel des Flusses Tarn zwischen den Orten Le Rozier und Sainte-Enimie bezeichnet.

Im Nordosten der Stadt Millau gelegen, führt die ca. 35 km lange Schlucht von Sainte-Enimie im Osten bis Le Rozier im Westen. Durch sie hindurch verläuft eine Tourismusstrasse mit vielen Aussichtspunkten. Die 400 bis 500 m tiefe Schlucht selbst steht teilweise unter Naturschutz.

Die Schlucht wurde vom Tarn gebildet, der das aus Kalkstein und Mergel in mehreren Lagen horizontal geschichtete Gestein der Cevennen ausgewaschen hat. Es gibt sowohl steilwändige Engpässe, als auch weite Talkessel wie z. B. den Cirque des Baumes mit seinen bunten Felswänden. Durch unterirdische Auswaschungen sind auch Höhlen und Grotten entstanden.

 

Im Dorf St. Enimie

Im Dorf St. Enimie machen wir direkt am Fluss Tarn an der Sonne unser Mittagspicknick. Einfach nur schön! Und als Tüpfelchen auf dem i gönnen wir uns heute nach langer, langer Zeit wieder einmal ein Soft Eis. Von St. Enimie aus kann man eine 21 km lange Kanufahrt auf dem Tarn Fluss machen. Muss sehr schön sein!

 

In St. Enimie

Ups! Achtung ÜBER SCHEMMUNG !!!

ein Engländer und der BONSAICAMPER

Sainte Enimie von oben

im Dorf Pradelles

In Mende entscheiden wir, wo wir als nächstes hinfahren. Um 15h50 sind wir auf einem schönen Stellplatz. Mein Chauffeur befindet, er habe heute genug am Lenkrad gedreht, weil wir so viele Pässe und Kurven gefahren sind. Wir machen sofort einen Spaziergang ins Dorf Pradelles, wo wir an der Sonne ein Bier trinken. Pradelles ist ein schönes altes Dorf auf ca. 1200 m Höhe, aber uns fällt auf, dass sehr viele Häuser unbewohnt und zum Verkauf angeschrieben sind.

Pradelles ist eine französische Gemeinde mit ca. 558 Einwohnern im Département Haute-Loire in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Sie ist als eines der „Plus beaux villages de France“ (Schönste Dörfer Frankreichs) klassifiziert.Pradelles ist die südlichste Gemeinde des Departements Haute-Loire. Sie liegt im Zentralmassiv am Schnittpunkt der Départements Haute-Loire, Lozère und Ardèche. Pradelles liegt auf einem Höhenrücken auf 1172m zwischen den Tälern der Loire und des Allier.

Zum Abendessen gibt es gefüllte Teigwaren mit Zwiebeln und Käse. Zum Dessert einen Fruchtsalat mit Orange, Mandarine, Banane und Mispeln. Jetzt findet auch Paul die Mispeln gut.

Gefahren: 174,7 km

  • unterwegs

  • Mittagspause

in Pradelles

Montag, 23.04.2018: Pradelles – Champagnole

es regnet

 

Nachdem wir beim Metzgergeschäft gegenüber Fleisch und ein Baguette gekauft haben, verlassen wir um 9h15h den Platz. Es ist ¾ bewölkt (sagt der Segel-Kapitän a.D.) und 14° kalt. Im Vergleich zu gestern, ziemlich kalt. Heute geht es nordwärts, wenn es geht, möchten nach Cluny. Eine Stunde nach unserem Start kommen wir in eine kurze Regenschütte. Aber wir haben Hoffnung, dass das nur eine vorübergehende Erscheinung ist. Über La Puy-en-Velay, St.-Etienne und Lyon fahren wir weiter. 20 km südlich von Mâcon, beim Mittags-Picknick, regnet es nun ernsthaft und hört nicht mehr auf. Also beschliessen wir spontan, nicht wie geplant nach Cluny zu fahren, sondern uns mehr der Schweiz zu nähern. Das machen wir auch und biegen bei Tournus rechts ab, durchqueren Louhans und sind um 15h50 in Champagnole, (Höhe 544m) wo wir vor dem Campingplatz 6 € für eine Nacht parkieren bezahlen. Es regnet und ist immer noch 14 ° kalt.

Abendessen: Teigwaren und Schweinsfilet, dazu Salat..

Gefahren: 355 km

Champagnole ist eine Gemeinde und Industriestadt im französischen Département Jura in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Sie liegt auf 538 m ü. M. etwa 60 km südlich von Besançon (Luftlinie). Die Stadt erstreckt sich im Jura, in einer Ebene, die vom Ain durchflossen wird.

 

in Lyon

Museum in Lyon

in Lyon

unser englischer Nachbar in Champagnole

Dienstag, 24.04.2018: Champagnole – Pieterlen

im Französischen Jura

Dieser Platz hier in Champagnole ist sehr ruhig und wir haben kein einziges Auto vorbeifahren gehört. Leider haben wir nichts vom Ort Champagnole gesehen, weil es ja gestern Abend geregnet hat und wir keine Lust hatten, im Regen herumzutappen. Ausser uns sind noch zwei andere Camper hier, ein Franzose und ein riesenlanger Engländer (8.21m lang). Um 9h00, bei Sonnenschein und 13° fahren wir los. Wir fahren durch den schönen französischen Jura. In Frasne machen wir beim Super-U einen Tankstop und erreichen über Pontarlier Ste. Croix, wo wir unseren Freund Robert besuchen.

Auf der Weiterfahrt machen wir kurz vor Yverdon unser Mittagspicknick. Es ist 14h10 als wir wieder zu Hause eintrudeln und sofort mit dem Ausräumen des Bonsai Campers beginnen. Schön war's !

Heute gefahren: 163,6 km

Im ganzen auf dieser Reise gefahren: 3412 km

Durchschnittsverbrauch: 9,1 Liter

 

leichter Nebel

Ste. Croix

Mittagspicknick kurz vor Yverdon

unsere Osterreise 2018