Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

3.Woche

Freitag, 15.Juni 2018: 15.Tag, Ventspile - Riga

Wir sind ganz alleine auf diesem schönen, grossen Parkplatz. Paul gefällt es hier so gut, dass er am liebsten noch länger hierbleiben möchte. Aber, ich denke, wir sollten weiter. Nach dem Frühstück besuchen wir den Markt, der direkt neben dem Parkplatz liegt. Wow, was es da für schöne Sachen gibt! Fleisch (wir kaufen einen schönen Mocken Fleisch für das Abendessen!), Würste, Gemüse und jede Menge Erdbeeren und Kirschen. Aber vor allem; Blumen, Blumen, Blumen. Überhaupt ist dies eine Stadt, die überall wunderschön mit Blumen geschmückt ist. Ich kann mich daran gar nicht satt sehen. Und dazu ist sie picobello sauber! Um 9h30 fahren wir los nach Riga. Alles auf der Hauptstrasse, durch einen riesigen Wald, der ein Nationalpark ist. Unterwegs kaufen wir Erdbeeren bei einem Stand an der Strasse. Das Mittags-Picknick gibt es an einem kleinen See, zum Dessert Fruchtsalat mit vielen Erdbeeren. Um 13h30 sind wir schon in Riga und auf dem City Camping installiert. Dieser kostet für zwei Personen und einem Camper 18 €/Tag. Strom ist extra noch 3€. Unser Hauptanliegen ist heute die Waschmaschine. Eine Wäsche kostet 3€, der Trockner 4.50€. Ich ruiniere mir meine Lieblingsjeans. Weil ich ja keine Erfahrung mit Trocknern habe, gerät die Jeans mit den anderen Sachen in den Trockner und natürlich passt sie mir jetzt überhaupt nicht mehr. Bevor wir uns hier niedergelassen haben, haben wir noch den River Side Camping angeschaut. Der liegt zwar sehr schön am Fluss, ist aber weiter weg von der Altstadt. Ganzen Tag schönes, leicht bewölktes Wetter

 Gefahren: 190 km

 

 

 

Markt in Ventspile

alles Erdbeeren

in Riga

City Camp in Riga

unser heutiges Abendessen

Ventspile - Riga

Samstag, 16.Juni 2018: 16.Tag / Riga

Wir haben beide kaum geschlafen. Die halbe Nacht war irgendwo „Bumm-Bumm-Bumm-Musik“ zu hören. Richtig nervig! Aber dafür ist heute wieder wunderschönes Wetter. Um 9h30 laufen wir ca. 2km, über den Fluss Daugava (deutsch Düna), in die Altstadt von Riga, der Haupstadt von Lettland. Zufällig sehen wir gerade die Wachablösung beim Präsidentenschloss. Wir schauen uns die sehr schönen Gebäude und Sehenswürdigkeiten an. In der Russisch Orthodoxen Kirche findet gerade eine Taufe statt. Der Täufling findet das gar nicht so lustig. Und zufällig findet über dieses Wochenende gerade das Baltica 2018 statt, ein Folklore Festival. Überall stehen und laufen Gruppen von Trachtenleuten herum. Einige Gruppen singen, andere tanzen. Ich kann mich kaum von dem Anblick lösen und bin ganz begeistert. Ich könnte noch stundenlang zuschauen und -hören. Paul ist weniger begeistert, aber er sagt nichts. Aber auch die Stadt Riga ist wirklich schön und eine Reise wert. Wir schauen uns noch ein paar sehenswerte Gebäude an und kehren dann müde zum Campingplatz zurück. Es ist ca. 17h. Neben uns steht jetzt der Camper von Brigitte und Peter aus Pforzheim. Welch Überraschung, wir hatten das nämlich nicht abgemacht. Am Abend sitzen wir noch zusammen und sprechen über dies und. So gegen 20h30 kommt plötzlich ein roter Traktor mit angehängtem Wohnwagen auf den Camping getuckert. Paul juckt von seinem Stuhl hoch und ruft: “Hey, das ist ein Hürlimann!“ Das sieht sein Fachmannauge natürlich sofort! Er ist begeistert und freut sich mächtig.

 

über diese Brücke geht es in die Altstadt von Riga

Wachablösung beim Präsidentenpalast

die drei Brüder

Baltica 2018 /Folklore Festival

Sonntag, 17.Juni 2018: 17.Tag / Riga – Rouge

Heute Morgen treffen wir den Hürlimann-Fahrer mit St.Galler Autonummer. Es ist der 68-jährige Karl aus Zuckenried, der mit seinem Sohn und seinem Traktor ans Nordkap fahren will. Er meint cool: „Das ist meine Rentertour!“. Bis Riga haben die beiden 2 Wochen gebraucht, mit einem Reparaturaufenthalt von 2 Tagen in Bayern. Wer weiss, vielleicht treffen wir die beiden unterwegs nochmals.

 Um 9h30 verlassen wir das sehr schöne Riga bei strahlendem Sonnenschein. In Césis machen wir einen Stopp, schauen uns die Stadt mit den vielen alten Holzhäusern und schönen Blumen an. Auf dem Parkplatz beim MAXIMA Supermarkt machen wir unser Pick-Nick. Weiter geht die Fahrt durch sehr viele wunderschöne Wälder. Vor der Grenze zu Estland tanken wir nochmals den Liter Diesel zu 1.25 €. Man hat uns gesagt, in Estland sei alles teurer. Um 14h30 sind wir in Estland, ohne wirklich eine Grenze gesehen zu haben. Oh Mann, diese Sprache hier scheint noch schlimmer zu sein als die Lettische. Auf dem ersten Wegweiser dem wir begegnen steht: LÜLLEMÄE….um15h50 kommen wir in Rouge an. Brigitte und Peter warten auf dem Parkplatz schon auf uns. Nach einem Kaffee machen wir auf dem Gelände einen kleinen Spaziergang. Hier hat es einen hohen Turm, der aussieht wie ein Vogelnest mit zwei Plattformen. Ich bin die einzige, die da hinaufkraxelt und die Aussicht geniesst. Schön da oben! Aber auf der obersten Plattform schwankt es ganz gehörig! Übrigens ist es seit der Grenze zu Estland stark bewölkt. Wir grillieren gemeinsam, aber jeder isst in seinem Camper, weil es für mich draussen zu kühl ist.

 Gefahren: 260 km

 

 

 

Karl fährt vom Kanton St.Gallen ans Nordkap, mit 25 km/h

toll, oder ?

schlechte Strassen

in Cécis

in Cécis

der Vogelturm

Blick vom Vogelturm

Brigitte und Peter

Riga - Rouge

Montag, 18.Juni 2018: 18.Tag / Rouge-Tartu-Valaste

Nachdem die Gruppe junger Burschen mit ihren Knattermofas und den getunten Autos, mit überlauter Musik den Platz gegen 23h verlassen haben, können wir prima schlafen. Um 9h30 fahren wir mit Brigitte und Peter zu einer kleinen Schlucht bei Rouge. Wir laufen kurz durch die Schlucht und hauen dann ab, weil die Mücken uns auffressen wollen. Um 10h15 geht es weiter durch viele, schöne Wälder. Und jetzt fangen die Warntefeln mit den Elchen an. Aber leider sehen wir keinen.Die Mittagspause mit Pick-Nick machen wir in Tartu. Später besuchen wir das Schloss Alatskivi, das nach dem Vorbild von Schloss Balmoral in Schottland gebaut ist. Wir schauen es uns nur von aussen an. In einem kleinen Dorf am Peipsi-See machen wir halt und spazieren zum See. Auf der anderen Seite des riesigen Sees ist Russland. Wir fahren weiter durch das Dorf am See, das zum grössten Teil aus schönen Holzhäusern besteht. Es ist 16h05 treffen wir in Valaste ein, wo wir heute auf dem Campingplatz für 10€ übernachten werden. Brigitte und Peter warten hier schon auf uns.Es ist schön hier, wir sind die einzigen beiden Camper. Es hat viele Mücken! Es ist aber leider sehr stark bewölkt, kühl und es weht ein kalter Wind. Brigitte bäckt heute schon zum zweiten Mal einen prima Apfelkuchen für uns!!! Danke vielmals!

 Gefahren: 264,2 km

 

Vogelturm am Morgen

das ist Estnisch, keine Ahnung, was es heisst

Schloss Alatskivi, Nachbildung vom Schloss Balmoral in Schottland

am Peipsi-See, auf der anderen Seite ist Russland

Rouge - Valaste

Dienstag, 19.Juni 2018: 19.Tag / Valaste - Gut Palmse - Talinn

Am Morgen scheint noch die Sonne, aber es weht wieder ein sehr kalter Wind. Paul und ich schauen uns den Wasserfall an, der im Reiseführer gross angepriesen wird. Er entpuppt sich als lausiges, mickriges Rinnsal. Die Treppen und der Steg dorthin sind sehr brüchig und gesperrt. Aber dafür hat man von hier einen schönen Blick auf die Ostsee. Um 10h15 fahren wir mit Brigitte und Peter laos Richtung Talinn. Unterwegs machen wir einen Abstecher zum Gutshaus von Palmse, das im 13.ten Jahrhundert erbaut und später immer wieder erweitert wurde. Der Eintritt kostet 9€ pro Person. Ungefähr 1½ lang schauen wir uns das imposante, sehr schöne Gebäude und einen Teil des Parkes mit Teichen an. Kurz nach 13h fahren wir weiter und jetzt regnet es in Strömen, bei 15°. Um 14h30 sind wir auf einem grossen Parkplatz , etwa 6 km vom Zentrum von Talinn, wo wir uns für die nächste Nacht niederlassen. Es schüttet! Wir beobachten, ich aus meinem Bett, den Sonnenuntergang über dem Meer.   Es ist 22h45 !

Gefahren: 172,7 km

 

 

 

Campingplatz in Valaste

da wäre ein Wasserfall, Blick auf die Ostsee

Gut Palmse

Valaste - Tallinn

Mittwoch, 20.Juni 2018: 20.Tag / Talinn

Gegen 9h30 fahren wir los vom Parkplatz, ca. 6 km in die Stadt Talinn, wo wir am Hafen auf dem grossen Parkplatz parkieren (24 Std. =9€). Paul und ich laufen ins Fährenterminal um für morgen Donnerstag, unsere Fähr-Passage nach Helsinki zu buchen. Für uns 2 Personen und unser 6m langes Fahrzeug 133.-€. Um 10h30 geht es mit Brigitte und Peter in die Altstadt. Wir laufen uns die Füsse platt, aber Talinn ist eine tolle Stadt, einfach sehenswert. Im ältesten Talinner Café von 1864 trinken wir einen feinen Cappuccino und geniessen das gemütliche Ambiente. Es hat massenhaft Touristen in der wunderschönen Altstadt, von den riesigen Kreuzfahrtschiffen, die im Hafen liegen. Später essen wir irgendwo zu Mittag. Paul isst Bortsch, eine rote Sauerkrautsuppe, Peter und ich Wildsau in roter Weinsauce, Brigitte Schweinebauch mit Süsskartoffeln. Alles sehr gut. Um 18 sind wir kaputt aber zufrieden wieder auf dem Parkplatz bei unseren Campern.

 Gefahren: 6 km

 

mitten in der Nacht aus dem Bus

Talinn

in Tallinn

Freunde

Bortsch

Kesselmusik

Donnerstag, 21.Juni 2018: 21.Tag / Talinn – Helsinki

In der Nacht hat es geregnet und der Morgen ist sehr trüb. Gegen 9h30 verlassen uns Brigitte und Peter, um langsam wieder Richtung Deutschland zu fahren. Wir kaufen noch schnell einige Kleinigkeiten im Hafenladen ein. Alkohol darf hier erst ab Punkt 10h00 verkauft werden. Wir sind um 10h30 bei der Eincheck-Schlange für die Eckerö Fähre nach Finnland. Das Einchecken verläuft tiptop gut organisiert und problemlos fahren wir in den Schiffsbauch. Pünktlich um 12h fahren wir los. Es regnet. Unterwegs werden wir noch eine Stunde lang von einem Italienischen Musiker und Sänger unterhalten und so vergeht die Zeit sehr schnell. Um Punkt 14h15, wie vorgesehen sind wir in Helsinki. Das erste was wir in Finnland sehen sind Regen und unendliche Strassenbaustellen. Die scheinen hier in der Stadt sämtliche Strasse aufgerissen zu haben. Und auf einem der ersten Wegweiser steht: Töölö Tölö! Oh je, das kann ja heiter werden! Um 15h stellen wir uns auf einen Parkplatz ausserhalb der Stadt, in der Nähe eines Haustier-Friedhofes…!!! Es regnet. Und ich schmeisse mit meinem Laptop Paul‘s offene Bierdose um! Oh Schreck!! Das halbe Auto ist voll Bier und riecht auch dementsprechend….

 Gefahren: 12,6 km

 

die Fähre nach Helsinki

viele Kreuzfahrer im Hafen von Tallinn

Einfahrt in die Fähre

im Bauch der Fähre

Tallinn - Helsinki