Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

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Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Am Bodensee, Teil 2

Sonntag, 30.9.2018: Gitzenweilerhof

Wir erwischen den 9h52 Bus Nr. 4 um nach Lindau zu fahren. Dort kaufen wir am Bahnhof ein Gruppenticket für 2 Personen nach Friedrichshafen und zurück. Um 11h15 sind wir im Zeppelin Museum. Fast 3 Stunden schauen wir uns das Museum an und finden es sehr interessant, sehr gut gemacht! Die 8.50 € (für Rentner, sonst 9 €) sind hier gut investiert.

Der Zeppelin LZ 129 „Hindenburg“, benannt nach dem deutschen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg, und seine Luftschiff-Schwester LZ 130 waren die beiden grössten jemals gebauten Luftfahrzeuge. Seine Jungfernfahrt war im März 1936. Am 6. Mai 1937 wurde er bei der Landung in Lakehurst (New Jersey, USA) zerstört, als sich die Wasserstofffüllung entzündete. 35 der 97 Menschen an Bord sowie ein Mitglied der Bodenmannschaft kamen ums Leben.

Nach einer feinen Pizza für mich, spazieren wir noch ein wenig im Hafen herum und nehmen den 15h44 Zug zurück nach Lindau. Hier dauert es über eine ½ Stunde bis endlich der Bus Nr. 1 kommt. Und dieser ist brechend voll. Bei jeder Haltestelle zwängen sich immer noch mehr Leute in den Bus. Wir sind froh, als wir in die Nr. 4 umsteigen können, wo es sehr viel angenehmer ist. Es ist 17h30 als wir im Gitzenweiler-Hof ankommen. Wir bezahlen noch im Büro die Kurtaxe von 2 € pro Person und Tag, für 7 Tage und sind dann im BONSAICAMPER, wo wir uns einen gemütlichen Abend machen. Auch heute war wieder ein wunderbar sonniger Tag.

 

 

 

aus dem Zug

Gärtnerei mit lauter Erikapflanzen

im Museum, der Maybach-Zeppelin

die Hindenburg von 1936

Aufenthaltsraum im Nachbau der Hindenburg

im Nachbau der Hindenburg

Fahrkarten konnten über die Reisebüros des Hamburg-Amerika-Reisedienstes (Hapag) gebucht und gekauft werden. Die Gepäckaufgabe und ein Grossteil der umfangreichen und zeitaufwendigen Zollformalitäten wurden bereits am Abend vor der Abfahrt des Luftschiffes erledigt. Eine Fahrt nach Brasilien kostete etwa 1500 Reichsmark, in die USA 1000 bis 1125 Reichsmark. Diese Summen entsprachen ungefähr einem halben Jahresgehalt eines Maschinisten der Hindenburg. Das Verkehrsmittel Luftschiff konnte sich nur ein finanziell besser gestelltes Publikum leisten.

 

 

Besatzungsmitglied auf einem Luftschiff zu sein war etwas ganz Besonderes. Die Zeppeliner umgab eine Aura von Abenteuer und fernen Ländern. Der Arbeitsalltag war aber sehr oft weniger romantisch.

Für eine mehrtägige Fahrt mit der „Hindenburg“ waren 50 bis 60 Männer erforderlich. Bei 50 zahlenden Gästen ergab dies ein Verhältnis von ca.1:1. Bei LZ127, „Graf Zeppelin“ kamen auf 20 Passagiere sogar 40 Mann Besatzung.

Die Besatzung teilte sich in Offiziere und einfache Mannschaftsgrade sowie in verschiedene Tätigkeitsbereiche auf. Nach dem Vorbild der Seeschiffe herrschte an Bord der Luftschiffe Dreischichtbetrieb mit Wache, Pikettwache und Freiwache. Für Offiziere, Ingenieure und Funker dauerten diese Wachen je vier Stunden, für Steuerleute, Zellenpfleger und Maschinisten tagsüber zwei und nachts drei Stunden. Durch die ständigen Zeitverschiebungen war der Dienst sehr anstrengend.

Aufenthalts- und Arbeitsräume der Hindenburg-Crew waren strikt vom Fahrgastbetrieb getrennt. Nur der Kommandant, die Offiziere und die Stewards hatten Zugang zu den Passagierdecks.

 

 

Rückfahrt von Friedrichshafen nach Lindau

der moderne Zeppelin

Montag, 01.10.2018: Lindau/Gitzenweilerhof (DE)–Root (CH)

Wir können kaum glauben, dass die 7 Tage Campingplatz-Ferien, die Paul beim Wettbewerb gewonnen hat, schon wieder vorbei sind. Es war eine schöne Woche, der Campingplatz ganz toll, aber eigentlich ist dies nicht die Art von Ferien die wir normalerweise machen würden. Aber schön und abwechslungsreich war es auf jeden Fall.

Die ganze Nacht hat es geregnet. Wir haben beide sehr wenig geschlafen. Und am Morgen regnet es weiter, und das in Strömen. Es ist 9h15 als wir den Campingplatz verlassen. In Lindau machen wir einen letzten Einkauf. In Dornbirn wird getankt. Über Feldkirch und einem Stückchen durch Lichtenstein geht es weiter nach Sargans (SG). Dem Walensee entlang und über den Kerenzerberg nach Näfels (GL). In Siebnen (SZ) schüttet und hagelt es wie verrückt aus allen Rohren!!! Weiter geht es über den Hirzel (ZH) durch Zug (ZG) und endlich erreichen wir gegen 17h Root (LU), wo wir bei der Firma Bolliger für morgen den Termin für die Garantiearbeiten haben. Hier dürfen wir direkt bei der Firma im Hof übernachten. Der Chef persönlich richtet uns sogar Strom ein!

Heute hat es den ganzen Tag mehr oder weniger geregnet. Jetzt tröpfelt es nur noch ganz leicht, aber es ist kalt, 10°.

 

 

am Walensee, es regnet

der Walensee im Regen

hier schlafen wir heute

Dienstag, 02.10.2018: Root (LU) – Oberhofen (BE)

In der Nacht regnet es immer wieder kurz. Wir stehen schon um 6h45 auf. Man hat uns gesagt, um 7h30 werde unser BONSAI für die Garantiearbeiten in die Werkstatt gefahren. Wir sind bereit, aber es wird 8h30, bis der Camper vom Mechaniker geholt wird. Wir dürfen mit unserem i-Pad und Laptop in der Verkaufshalle an der Wärme sitzen. Als es endlich ein wenig wärmer wird, getrauen wir uns hinaus. Wir laufen zum riesigen Einkaufszentrum in Dierikon. Dieses heisst so schön auf Schweizerdeutsch: „Mall of Switzerland“. Es hat jede Menge kleinere und grössere Läden darin. Im M-Restaurant essen wir zu Mittag und gönnen uns zur Feier des Tages sogar ein Stück sehr feine Vermicelle-Torte (Marroni). Mmm, schmatz-mampf!

Gegen 14 h sind wir zurück bei der Firma Bolliger, wo unser BONSAICAMPER gerade aus der Waschanlage kommt. Die Arbeiten sind beendet und das Auto wurde piccobello gewaschen. Und dies ohne unseren Auftrag und ohne dass wir das bezahlen müssen. Doch, ein Trinkgeld liegt schon drin! Es sieht aus wie neu! Wir verabschieden uns vom Chef und seiner Crew. Wir können die Firma Bolliger nur empfehlen! Um 14h30 sind wir unterwegs nach Giswil (OW), wo wir das Grauwasser und die Toilette entsorgen. Über den Brünigpass, Brienz und Interlaken kommen wir knapp nach 16h30 in Oberhofen am Thunersee, an. Wir parkieren auf dem Parkplatz direkt am See und trinken beim kleinen Kiosk ein Gläschen Weisswein. Hier werden wir heute übernachten. Heute hat es den ganzen Tag NICHT geregnet, es ist nur kalt.

 

 

in der Werkstatt

in der Waschanlage

in Root

unterwegs ins Berneroberland

am Lungernsee

in Brienz

am Brienzersee

am Brienzersee

in Interlaken

am Thunersee

in Oberhofen am Thunersee

Blick aus dem Camper

Mittwoch, 03.10.2018: Oberhofen - Pieterlen

Es regnet entgegen der Wetterprognose NICHT, sondern ist recht sonnig. Um 9h verlassen wir den Parkplatz direkt am See und fahren „über Land“ nach Hause. Unsere Rundreise ist zu Ende, der Kreis hat sich geschlossen. Schön war‘s und wir echt Glück mit dem Wetter!

 

 

unterwegs nach Hause