Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

11. Woche

Freitag, 10. August 2018: 71.Tag, Klokkarvik

Wir sind bei Bergen (Norwegen) und es regnet, regnet, regnet!!! Wir sitzen im beheizten Camper auf einer kleinen Insel, bei einer kleinen Marina und es ist

14° kalt. Wir lesen, schreiben mails und machen Kreuzworträtsel. Ich habe heute morgen am Computer die Migros Zeitung gelesen und alle Wettbewerbe gemacht.

Manchmal vertreiben wir uns die Zeit mit würfeln. Paul liest mit Vorliebe die Leserbriefe im "20 Minuten" !!!!! Wir machen heute keinen Schritt aus dem Auto! Zum Glück haben wir keinen Hund mit dem wir Gassi gehen müssen….

Abendessen: Gemüseeintopf mit Schinkenresten.

Gefahren: 0 km

 

 

es regnet

nach dem Regen

Samstag, 11. August 2018: 72.Tag, Klokkarvik

Der Morgen ist ziemlich durchzogen. Einmal scheint die Sonne, und einmal gibt es wieder einen kurzen Regenschauer. Am Mittwoch, als wir hier ankamen, auf diesem Stellplatz auf der Insel Sotra, waren wir ganz alleine. Heute hat es hier 18 Camper. Ausser einem Deutschen und uns, alles Norweger. Unsere Nachbarn sind Norweger, die hier auf der Insel etwa eine ½ Stunde entfernt wohnen. Sie haben uns erzählt, dass sie und eine ganze Clique anderer Norweger, jedes Wochenende, Sommer wie Winter, hier auf diesem Platz verbringen. Ich sitze schlotternd mit der Wolljacke im Bus und der Norweger sitzt „oben ohne“ draussen vor seinem Camper. Brrrr….!!!! Am Nachmittag wird es richtig schön und wir machen eine kleine Wanderung auf den Berg Kleppaksla. Wir schwitzen zünftig aber von da oben hat man eine prächtige Aussicht auf die vielen Inseln, die der Stadt Bergen vorgelagert sind. Schööön!

Gefahren: 0 km

 

hier stehen wir

Wanderung auf den Berg Kleppaksla

Sonntag, 12. August 2018: 73.Tag, Klokkarvik – Grimen

Wir sind erst gegen 23h im Bett. Aber an Schlafen ist noch lange nicht zu denken. Zuerst trommelt der Regen kurz aber heftig auf das Dach. Danach hören wir von zwei Seiten verschiedene Musik. Unsere Nachbarn, die Norweger und ihre Clique haben es bis sehr lange nach Mitternacht sehr lustig und laut. Ausserdem findet im kleinen Yachthafen irgend ein Fest statt, wo es bis gegen 02h fidel zugeht.

Heute Morgen ist wunderbares Wetter, blauster Himmel! Wir verlassen diesen Stellplatz, um näher an Bergen zu kommen. Und vor allem brauchen wir dringendst eine Waschmaschine. Im „Bord Atlas“ steht, dass dieser Stellplatz hier in Klokkarvik eine Waschmaschine habe. Leider stimmt das nicht, sie ist nur „geplant“. Um 9h50 fahren wir los. Anna, unsere Navifrau, sucht uns, nach anfänglichen Schwierigkeiten (sie will unbedingt, dass wir auf eine Fähre fahren, aber das wollen wir nicht) einen Weg über die vielen Inseln, bis zur anvisierten Waschmaschine. Super! Um 11h sind wir auf dem Campingplatz „Grimen Camping“ in Grimen, an einem See. Kosten: 235 NOK (28 SFr. oder 24.60 €) für 2 Personen, ohne Strom, Dusche 10 NOK (ca. 1.20 SFr. oder 1.05 €), Waschmaschine und Trockner je 40 NOK (4.75 SFr./ 4.20 €). Internet frei. Wir haben Glück, die Waschmaschine ist frei und wir machen sofort eine Wäsche. Leider wird es immer bewölkter. Nach dem die Wäsche gewaschen, trocken und zusammengefaltet ist, machen wir einen kleinen Bummel. Obwohl der Camping sehr schön direkt am See liegt, gibt es nicht viele Spaziermöglichkeiten, ausser der ziemlich schmalen Hauptstrasse. Also kehren wir bald wieder um, kaufen an der Camping-Rezeption eine Glacé und setzen uns draussen an einen Holztisch. Von hier aus sehen wir zufällig den Dampfzug, der jeden Sonntag hier vorbeifährt. Inzwischen ist auch die Sonne wieder da, Paul macht im Camper Kaffee und bringt ihn nach draussen.

Abendessen: Hörnli mit gerösteten Zwiebeln und viel Käse

Gefahren: 56 km

 

 

 

unser Grimen Campingplatz

Klokkarvik - Grimen

Montag, 13. August 2018: 74.Tag, Grimen – Bergen

Kurz vor 10 h verlassen wir den Campingplatz und fahren nach Bergen. Knappe 15 Minuten später sind wir schon auf dem grossen Bergener Stellplatz. Der kostet pro Tag 200 NOK (ca. 24 SFr.) und es hat schon einige Camper hier. Wir stellen nur schnell das Auto ab und machen uns sofort auf den Weg in die Stadt. Es ist super, direkt neben dem Stellplatz hat es eine Haltestelle der Trambahn. Wir beziehen am Automaten zwei 24-Stunden-Tickets (je 50 NOK für Senioren (ca. 6 SFr.) und um 11h15 sind wir mitten im Zentrum von Bergen. Wir laufen herum und herum, picknicken im sehr schönen Park an der Sonne und laufen wieder herum und herum, bis uns beiden die Füsse weh tun. Wir machen eine kleine Ausfahrt mit dem Schiff auf die Insel Askøy und zurück. Die „AIDA Luna“ liegt hier auch im Hafen. Danach laufen wir wieder herum und herum, bis wir beide nicht mehr können. Das Wetter ist herrlich, Sonne den ganzen Tag und auch schön warm. Um 17h nehmen wir wieder unsere Trambahn Nummer 1 und sind 15 Minuten später in unserem Bonsaicamper. Wir genehmigen uns sofort ein kühles Bier an der Sonne und geniessen den schönen Abend.

Abendessen: Hühnerrollbraten, Reis, Salat.

Gefahren: 12 km

Bergen ist mit 279.035 Einwohnern (Stand 30. Juni 2017) die zweitgrösste Stadt Norwegens. Der Grossraum von Bergen hat 378.830 Einwohner.

Der Hafen von Bergen ist einer der geschäftigsten Seehäfen Europas, von dem aus die Schiffe der Hurtigruten starten. Die Stadt ist Ausgangspunkt der Bergensbane.

Die Stadt ist geprägt durch die am Naturhafen Vågen verlaufende Bryggen.

Nach mehreren verheerenden Stadtbränden (1702, 1855, 1916), die durch die typisch norwegische Holzbauweise begünstigt wurden, erliess die Stadt Verordnungen, die den Bau von Holzhäusern auf dem Stadtgebiet nicht mehr gestattete. Das Hafenviertel Bryggen, das bei den Stadtbränden mehrmals nicht verschont blieb, wurde nach jeder Zerstörung nach originalen Plänen wieder aufgebaut. Das Profil ist daher heute noch dasselbe wie im 12. Jahrhundert. Aus diesem Grund wurde Bryggen als Beispiel hanseatischer Baukunst in Norwegen durch die UNESCO 1979 zum Weltkulturerbe ernannt.

 

 

Bergen / Bryggen

Endstation der Bahn vor einem Betonklotz

in Bergen

in Bergen

in Bryggen

die AIDA luna

Rettungsübung

Dienstag, 14. August 2018: 75.Tag, Bergen

Um 9h30 sind wir schon wieder per Trambahn in Bergen. Das Wetter ist herrlich schön. Wir laufen zum Dom, weil ich den unbedingt besichtigen möchte. Leider ist er total eingepackt, weil er renoviert wird. Wir sind gerade auf der Festungsanlage, als eine Wespe innen an Paul‘s Hosenbein raufklettert und ihn in den Oberschenkel sticht. Das ist echt unfair! In der Stadt hat es massenhaft Leute. Und jetzt wissen wir auch warum. Im Hafen liegen zwei Kreuzfahrer. Eines ist die „Queen Elisabeth“ ein riesenmega Schiff, eine halbe Stadt. Wow, was für ein Kahn!

 

Die Queen Elizabeth ist ein Kreuzfahrtschiff der Carnival Corporation & plc. Der Konzern betreibt das Schiff unter seiner Kreuzfahrtmarke Cunard Line, mit der an die Tradition der ehemaligen britischen Reederei gleichen Namens angeknüpft wird.

Schiffsdaten

Flagge: Vereinigtes Königreich (Handelsflagge) Vereinigtes Königreich

Heimathafen: Southampton (2010–2011),Hamilton (seit 2011)

Eigner: Cunard Line Ltd.

Reederei: Carnival Corporation & plc

Bauwerft: Fincantieri, Monfalcone

Baukosten: 708 Mio. US-Dollar

Kiellegung: 2. Juli 2009

Taufe:11. Oktober 2010

Stapellauf: 5. Januar 2010

Übernahme: 30. September 2010

Länge: 294,0 m

Breite: 32,3 m

Tiefgang: max. 7,8 m

Besatzung:1.003

Höchst-geschwindigkeit: 22 kn (41 km/h)

Zugelassene Passagierzahl: 2.092 auf 12 Decks

Kabinen: 1.029

 

Das Schiff wurde im Jahr 2007 bei der italienischen Werft Fincantieri in Auftrag gegeben und 2010 abgeliefert.

Die Kiellegung des Schiffes erfolgte am 2. Juli 2009 in der Fincantieri-Werft in Monfalcone. und die Ablieferung im Oktober 2010. Die Schiffstaufe erfolgte am 11. Oktober 2010 durch Königin Elisabeth II. in Southampton und einen Tag später, am 12. Oktober 2010 begann die Jungfernfahrt, die das Schiff zu den Kanarischen Inseln und nach Madeira führte.

Im Mai 2014 lag das Schiff im Trockendock bei Blohm + Voss und wurde für rund 30 Millionen Euro generalüberholt. Neben diversen Reparaturen und Klassearbeiten wurden Abgasscrubber installiert. Ausserdem wurden neue Kabinen eingebaut und neue Teppiche verlegt.

Zwischen Mai und August besucht die Queen Elizabeth prinzipiell Norwegen, Häfen in der Ostsee und im Ärmelkanal sowie Großbritannien und Irland. Abfahrtshafen ist Southampton. Im Herbst befährt das Schiff das westliche und östliche Mittelmeer ab Piräus, Civitavecchia und Venedig, wobei die Neujahrskreuzfahrt im Mittelmeer ab Southampton startet. Von Januar bis April werden Gebiete ausserhalb Europas befahren. Dabei geht es in Richtung Karibik, Panamakanal und Südsee.

 

Der zweite Kreuzfahrer ist ein wenig kleiner. Wir kaufen unser Picknick ein und essen es gemütlich auf einer Bank an der herrlichen Sonne beim Bryggenquartier. Heute schauen wir uns dieses Bryggenquartier ein wenig gründlicher an. Wir laufen wieder herum und lassen uns dann endlich beim Hafen vor einem Irischen Pub nieder. Wir trinken je 4 dl schweineteures, aber sehr gutes Bier (à 92 Kronen =10.90 SFr./9.65 €) und schauen den vielen Leuten zu, die vorbeikommen. Das ist sehr interessant! Vor allem aber staunen wir über die enorm vielen Elektroautos aller Marken, die es hier schon gibt. Na also, geht doch!!!!

Um 16h15 sind wir per Bahn wieder bei unserem BONSAI zurück. Zum Abendessen gibt es wieder einmal Schweinsplätzli vom Grill (wir getrauen uns wieder einmal zu grillen), dazu Salat und Brötchen.

Das Hanseviertel Bryggen (norwegisch, dt. Landungsbrücke, Kai) oder Tyskebryggen (Deutsche Brücke) besteht aus den ehemaligen Handelskontoren der Hanse in Bergen/Norwegen. Die Hansekontore nehmen die ganze Ostseite der Bucht Vågen ein.

 

Nachdem die Stadt Bergen, im Jahre 1070 gegründet, ein zunehmend wichtiger Umschlagplatz für getrockneten Fisch aus dem Norden des Landes und Getreide aus dem Ostseeraum geworden war, errichtete die Hanse dort im Jahr 1343 eine erste Handelsniederlassung. Da Kontore keine selbständigen Mitglieder der Hanse sein konnten, wurde die Niederlassung der Hansestadt Lübeck untergeordnet. 1365 wurde die Deutsche Brücke dem Hansetag unterstellt. Das Hansekontor, zusammengesetzt aus über zwanzig nebeneinanderliegenden Höfen, wurde schnell zu einem kompletten Wohn- und Handelsviertel. Zur Blütezeit machten die deutschen Kaufleute und Handwerker ein Viertel der Stadtbevölkerung Bergens aus. Um Brände in dem eng gebauten Viertel zu vermeiden, waren alle Gebäude unbeheizt. Die einzigen geheizten Räume befanden sich in den rückwärtig gelegenen Schøtstuene, welche den Hansekaufleuten auch als Versammlungs- und Gerichtsraum dienten.

 

Beim grossen Brand im Jahr 1702 wurden fast alle Gebäude, die grösstenteils aus Holz gebaut waren, vernichtet. Es folgte jedoch ein Wiederaufbau im alten Stil. 1901 wurde ein Teil der südlichen Häuserzeile abgerissen und in Ziegelbauweise, aber mit den Giebeln im alten Stil neu errichtet. Seit dem Zweiten Weltkrieg, in dessen Folge alles Deutsche in Norwegen recht unbeliebt war, wird die Deutsche Brücke im Allgemeinen nur noch Bryggen genannt. In der Nachkriegszeit wurde das Viertel vernachlässigt, und bei einem Brand 1955 wurden erneut grosse Teile von Bryggen zerstört. Etwa die Hälfte der aus 1712 stammenden Gebäude ging verloren. Nach jahrelangen Diskussionen – zur Debatte stand auch ein Abriss der erhalten gebliebenen 62 Häuser – kam es ab 1965 jedoch zur Wiederherstellung. Auch ein zunächst kastenförmig geplantes Hotelprojekt wurde letztlich in äusserlich angleichender Gestaltung realisiert.

Seit 1979 steht das Hanseviertel Bryggen mit seinen etwa 60 Gebäuden auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO und gilt als bedeutendste historische Sehenswürdigkeit Bergens.

Gefahren: 0 km

 

 

in Bergen

die Queen Elisabeth

Bryggen

Mittwoch, 15. August 2018: 76.Tag, Bergen

Was für ein trister Tag. Es ist grau in grau. Wir schlafen seeeeehr lange und laufen dann nach dem späten Frühstück ca. 500m weit bis zum Supermarkt. Dort schauen wir uns alles gründlich an, kaufen ein paar Sachen ein und kehren wieder zum BONSAI zurück. Nach dem Mittagessen schüttet es zeitweise kurz. Wir bleiben im Camper und lesen, trinken Kaffee und ich versuche die Homepage zu bearbeiten. Aber die Internetverbindung ist viel zu schlecht, dass ich leider aufgeben muss. Zum Abendessen gibt es Fondue, weil heute „Fondue-Wetter“ ist.

Gefahren: 0 km

 

 

Donnerstag, 16. August 2018: 77.Tag, Bergen

Die halbe Nacht trommelt der Regen unaufhörlich auf das Autodach. Und den ganzen Morgen regnet es weiter. Kurz nach 12h sind wir mit der Bahn unterwegs in die Stadt. Von der Endstation, mitten im Zentrum, laufen wir zum „Hotel Clarion“. Als wir dort ankommen, sind wir beide, trotz Regenschirm, klitschnass. Und gegen 13h30 ist es soweit, wir treffen Paul‘s Schulfreund aus Kanada und seine Frau. Wir freuen uns mächtig, die beiden, die eine Skandinavienrundreise machen, zu sehen. Weil es draussen so schüttet, sitzen wir sehr lange in der Lobby des Hotels und haben viel zu bequatschen. Irgendwann getrauen wir uns doch noch hinaus in den Regen. Wir steuern das uns empfohlene Restaurant an. Dort warten wir seeeeehr lange auf das horrendteure bestellte Mittagessen. Die Norwegischen Preise sind noch schlimmer als die Schweizerpreise. Das Essen ist gut, schade, dass es nicht ein bisschen üppiger und vor allem heisser ist. Weiter geht unsere Regentour, aber nur bis nach Bryggen, dem Quartier mit den vielen uralten Holzhäusern. Und jetzt haben wir zwei Frauen endlich mal die Gelegenheit ein wenig zu shopen! Unsere Männer warten sehr geduldig und ertragen es mit Fassung. Irgendwann hört es auf zu regnen und wir dislozieren zum „Havn Café“. Dort sitzen wir draussen und trinken schweinemässigsauteures (aber gutes) Bier…! Die Wolken verziehen sich und es wird noch ein richtig schöner und gemütlicher Abend. Aber alles hat ein Ende und wir müssen uns verabschieden. Die Kanadier laufen zu ihrem Hotel und wir erwischen die 23h-Bahn. Schön war‘s!!!

Gefahren: 0 km

 

 

Rentierfilet mit Kartoffelgratin

Schwein mit Kartoffelsalat