Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

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Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

10. Woche

an der Grenze Schweden - Norwegen

eien Hälfte des Hauses ist in Schweden, die andere Norwegen

ein Bein in Schweden, eines in Norwegen

Friedensmonument Norwegen-Schweden

Freitag, 3. August 2018: 64.Tag, Morokulien – Oslo, Holmenkollen

 

Nachdem wir den Haushalt erledigt haben, Frischwasser aufgefüllt und den Grauwassertank geleert, machen wir noch schnell ein paar Fotos von der Schwedisch- Norwegischen Grenze. Um 9h15 geht unsere Reise weiter. Wir sind jetzt wieder in Norwegen. Das Wetter ist heute ein wenig durchzogen. Mal scheint die Sonne, mal ist es wieder mehrheitlich bewölkt, bei ca. 21°. Unser heutiges Ziel heisst Oslo, etwa 120 von diesem Grenzübergang entfernt. Wir sind genau 20 Minuten unterwegs, als wir am Waldrand, direkt neben der Strasse ein junges Elchlein stehen sehen. Paul ist überzeugt, dass es wirklich ein Elchlein ist. Ich habe meine Zweifel, aber vermutlich hat Paul Recht. Unterwegs besuchen wir ein kleines Freilichtmuseum, das „Gamle Hvam“ heisst. Das ist sehr schön gemacht, aber leider wieder alles nur auf Norwegisch angeschrieben. Schade! Später kann ich mich nicht satt sehen an den vielen goldgelben Feldern. So schön! Um 12h45 sind wir bei der Holmenkollen-Skisprung-Schanze, oberhalb von Oslo. Wow, die ist gewaltig und sehr eindrücklich! Und, wir staunen nicht schlecht: man kann hier von ganz zuoberst vom Schanzenturm an einem Drahtseil bis zum Ende der Piste sausen!!!! Puhh, uns wird schon ganz schwindlig beim zuschauen. Zuerst picknicken wir und dann laufen wir den Hang hinauf bis etwa zur Hälfte der Schanze. Diesmal gehen wir nicht bis ganz zuoberst auf die Schanze, wie in Falun. Wir schauen uns alles an und als wir so gemütlich draussen sitzen und eine Glacé schlecken, sticht mich eine Wespe genau unter dem rechten Auge ins Gesicht. Au, das brennt höllisch! Und sofort schwillt die Stelle an. Aber zum Glück schwillt das Auge nicht ganz zu, so dass ich jetzt „nur“ einen dicken “Tränensack“ habe. Wir fahren etwa 2,5 km bis zu unseren Stellplatz. Hier machen wir als erstes gleich eine Erkundigungstour. Wir wollen wissen, wie wir morgen von hier in die Stadt Oslo runterkommen. Und das scheint sehr easy zu sein. Ca. 250 m von unserem Schlafplatz entfernt befindet sich die Metro Station. Und wir haben auch schon geübt, wie wir morgen die Tickets am Automat beziehen können…! Und dann machen wir noch einen langen Spaziergang zum „Oslo Winterpark“ und „Oslo Sommerpark“. Hier gibt es Skilifte, Kletterparks, Veloverleih, Rollskis, usw. Genau richtig zum Kaffee um 16h sind wir zurück im Bus. Jetzt tröpfelt es ein paar Minuten leicht. In etwa 500 m Entfernung von hier hat es einen riesigen Antennenmast mit -zig Antennen, aber wir haben KEINEN Internetempfang!!!

Abendessen: Hörnli mit Ghacktem.

Gefahren: 158 km

 

 

beim Freilichtmuseum

die grosse Holmenkollen Sprungschanze

Blick von oben

Morokulien – Oslo, Holmenkollen

Samstag, 4. August 2018: 65.Tag, Oslo

Es scheint ein sonniger Tag zu werden. Wir laufen zur Metro-Station um um 9h45 den Zug nach Oslo zu erwischen. Als wir am Billett-Automaten stehen, merken wir, dass dieser blöde Kasten nur Münzen oder Kreditkarten annimmt. Keine Banknoten. Wir haben genug Münzen für ein Ticket, aber nicht für zwei. Die Kreditkarte ist im Auto geblieben. Paul macht sich nochmals auf den Weg, den Berg hinauf zum Camper, um die Karte zu holen. Inzwischen lerne ich ein Italienisches Ehepaar aus Sondrio (Italien), (ganz in der Nähe von Poschiavo GR) kennen. Die beiden haben auch ihre liebe Mühe mit dem Automaten und ich helfe ihnen so gut ich kann. Der Zug kommt und fährt ohne die Italiener und uns ab. Paul kommt angeschnauft mit der Kreditkarte und nun können wir das zweite Ticket lösen. Ein 24-Stunden Ticket kostet für Grufties 53 Kronen, (6.70 SFr.) das ist toll, für die „Normalen“ kostet es nämlich 106 Kronen. Die Metro braucht 43 Minuten und macht 18 Stopps bis nach Oslo( das wusste der Italiener). Das ist einfach super! 45 Minuten später stehen wir mitten im Zentrum von Oslo. Wir suchen zusammen mit den Italienern das Tourismusbüro, wo wir je einen Stadtplan beziehen und danach trennen sich unsere Wege. Wir schauen uns zwei Kathedralen an, die Oslo Kathedrale und die Katholische Kathedrale. Dann geht es zum königlichen Schloss, erbaut 1824 – 1848, wo noch heute die Königsfamilie wohnt. Das heisst, jetzt sind sie gerade abwesend, wegen den Sommerferien. Wir sehen das Norwegische Parlamentsgebäude, das Osloer Rathaus, das Gebäude, wo jedes Jahr am 10. und 11.Dezember der Friedensnobelpreis vergeben wird. Usw. Am Nachmittag machen wir zwei gemütliche Fahrten mit Fähren zu den vorgelagerten Inseln im Fjord. Es ist wunderschön. Um 16 h finden wir wieder unsere Metro-Station und steigen sogar 45 Minuten später an der richtigen Station Voksenkollen aus!

 

Oslo ist die Hauptstadt des Königreichs Norwegen. Ihr ehemaliger Name war Christiania (1624 bis 1924) bzw. Kristiania (alternative Schreibweise von 1877/1897 bis 1924).

Mit 975.744 Einwohnern ist Oslo der mit Abstand grösste Ballungsraum des Landes. In der Gross-Oslo-Region leben rund 1,5 Millionen Menschen, also fast ein Drittel der gesamten Bevölkerung Norwegens von rund 5,3 Millionen.

 

Ortsname

Beide o werden – wie in den meisten Wörtern – im Norwegischen wie deutsch u ausgesprochen. Die verbreitetste Erklärung leitet den Namen Oslo von dem Fluss Alna her, der in früheren Zeiten Lo(en) genannt wurde. Norwegisch os ist die Flussmündung. Hier sind allerdings die Wortbestandteile Flussname und Mündung vertauscht, wodurch das Zusammentreffen zweier gleicher Vokale vermieden wurde.

Nach einem grossen Stadtbrand 1624 wurde die Stadt unter dem dänischen König Christian IV. etwa einen Kilometer nordwestwärts verlegt und in Christiania umbenannt. 1877 änderte sich unter dem schwedisch-norwegischen König Oskar II. die offizielle Schreibweise in Kristiania, während die Stadtverwaltung bis 1897 die ursprüngliche Schreibweise beibehielt. Erst 1924, zwanzig Jahre, nachdem Norwegen seine Eigenständigkeit errungen hatte, wurde beschlossen, der Stadt nach rund 300 Jahren zum 1. Januar 1925 wieder den ursprünglichen Namen Oslo zu geben.

 

Die Universität Oslo ist mit etwa 30.000 Studenten die grösste des Landes und wurde 1811 nach Vorbild der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität gegründet. 1952 fanden die Olympischen Winterspiele in Oslo statt, unter anderem am Holmenkollen.

 

Weil es in der Stadt so heiss war, freuen wir uns jetzt beide enorm auf ein kühles Bier im Bus und danach ein erfrischendes Bad im kleinen See gegenüber dem Stellplatz. Ahhhh, schöööön!!! Abendessen: Gschwellti, Käse, Salat. Das Internet funktioniert nicht!

Gefahren: 0 km

 

 

in Oslo

am Bahnhof

die Oslo Kathedrale

die Katholische Kathedrale

das Königliche Schloss

vor dem Schloss

Wachablösung

das Schloss von hinten

das Friedens-Nobel-Center

das Rathaus

vom Schiff aus

Seifenblasen

beim Rathaus

Hochzeit

das Parlament

unser Badeseelein

Sonntag, 5. August 2018: 66.Tag, Holmenkollen – Lillehammer – Øystre Slidre

Letzte Nacht, um 00h20 werden wir von drei Irren geweckt, die mit ihren Autos auf dem grossen Parkplatz mit möglichst viel Speed und kreischenden Reifen ihre Runden drehen. Paul steht auf und beobachtet das Spiel. Ich fürchte ziemlich, dass so ein Depp plötzlich in unseren Camper kracht. Es hört und hört nicht auf, die Wahnsinnigen fahren mit quietschenden und rauchenden Reifen unaufhörlich ihre Runden. Paul meint, ihn würden die Reifen reuen, die so sehr schnell sehr viel Gummi verlieren. Endlich nach ca. einer Stunde ist der Spuk vorbei und wir können weiterschlafen. Am Morgen sehen wir die schwarzen Reifenspuren auf dem Platz …! Es ist wieder ein wunderbarer Tag, jetzt um 8h50, auf etwa 500 m ü.M, bei 17°, mit einem kühlen Wind. Unten in der Stadt Oslo, wo wir tanken und Wasser auffüllen sind es schon 20°. Später beim Mittags-Picknick 22°. Um 13h sind wir in Lillehammer. Lillehammer liegt wunderschön am Mjøsa-See, dem grössten Binnensee von Norwegen. Es hätte einen Sessellift, aber wir laufen zu den Sprungschanzen und keuchen 450 Treppenstufen bis zum Absprungtisch der grossen Schanze (K120) hinauf. Die kleinere Schanze (K 90) liegt direkt daneben. Wir geniessen die herrliche Panoramaussicht auf den See und die Stadt Lillehammer. Eigentlich könnte man jetzt noch weiter hinauf, bis zum Sprungturm, nochmals 486 Treppenstufen hinauf laufen, aber das tun wir uns nicht an, wir haben jetzt schon Gummiknie. Das haben wir ja schon in Falun gemacht. Wir trappeln die 450 wieder hinunter und gönnen uns unten eine Glacé, die wir jetzt wirklich verdient haben, oder? Diesmal ohne Wespenstich! Dies ist nun die 4. Skisprungschanze, die wir auf dieser Skandinavienreise besuchen. Eigentlich sind wir ja gar keine Skisprung-Fans, aber das hat sich einfach zufällig so ergeben. Wir haben die Schanze in Lahti, Finnland, Falun in Schweden und nun die beiden Norwegischen in Hollmenkollen und Lillehammer besichtigt. In Lillehammer fanden im Jahr 1994 die Olympischen Winterspiele statt. Der Ort befindet sich 200 km nördlich von Oslo. Und weiter geht unsere Fahrt, immer nordwärts. Um 18h kommen wir endlich an unserem Schlafplatz an. Meiner Meinung nach sind wir heute viel zu lange gefahren. Aber Paul gefällt der erste Platz, den er ausgesucht hatte, nicht und so fährt und fährt und fährt er weiter bis zum nächsten. Er fährt sehr gerne und auch gut mit unserem BONSAI. Nun stehen wir auf einem Hochplateau auf 1161 m Höhe und rundherum hat es Berge. Es ist wirklich wunderschön, die Sonne scheint, aber es weht ein scharfer, kalter Wind und es ist nur 13° warm. Auch hier funktioniert das Internet natürlich NICHT! Abendessen: Bratkartoffeln mit Zwiebeln und Speckwürfeli, Salat. Während wir essen kommt ein grosser Camper direkt neben uns, mit knapp einem Meter Abstand, und es ist wirklich genügend Platz vorhanden. Paul bittet den Fahrer höflich, doch ein wenig mehr Abstand zu halten. Der Mann, ein Zürcher, fährt ein wenig von uns weg und schaut uns dafür nicht mehr an…! Nach dem Abendessen machen wir einen kleinen Spaziergang um uns die schöne Gegend ein wenig anzuschauen. Als wir zurückkommen, kurz nach 20h, will ich das Geschirr abwaschen. Aber, Mist, es kommt kein Wasser aus dem Wasserhahn! Paul rupft das ganze Bett auseinander um an die Wasserpumpe zu kommen. Und siehe da, der Wasserschlauch hat sich von der Pumpe gelöst. Der Schlauch war nur darauf gesteckt, ohne eine Schlauchschelle oder sonst eine Befestigung. Mein handwerklich sehr begabter Mechaniker befestigt zwei Kabelbinder und fixiert den Schlauch an der Pumpe. Und jetzt muss ich doch noch abwaschen…!

Gefahren: 398,3 km

 

 

in Lillehammer

hier schlafen wir heute

Holmenkollen – Lillehammer – Øystre Slidre

Montag, 6. August 2018: 67.Tag, Øystre Slidre – Lom - Solvorn

In der Nacht war es sehr kalt, aber auch sehr ruhig.Heute Morgen um 9h20, bei der Abfahrt, sind im Bus und draussen 10°. Wir heizen.Es ist sonnig und leicht bewölkt. In Lom besichtigen wir eine der ältesten Stabkirchen Norwegens, aus dem Jahre 1160. Der Eintritt kostet für Grufties 55 NOK, sonst 70 Nok. Die Kirche ist sehr schön und eindrücklich.

Stabkirchen oder Mastenkirchen sind hölzerne Kirchen, die als Stabbau konstruiert wurden. Der Stabbau ist ein Tragwerk aus senkrecht stehenden Masten, den sogenannten Stäben, auf denen die gesamte Dachkonstruktion ruht. Stabkirchen kamen hauptsächlich in Skandinavien vor. Ihre Datierung erweist sich als schwierig, da viele Kirchen aufgrund ihrer anfänglich primitiven Konstruktion verloren gingen. Andere wurden durch Brände zerstört, oder sie wurden durch Steinkirchen ersetzt. In Skandinavien wurden Stabkirchen während der Übergangszeit von der heidnischen Religion zum Christentum vor allem im 12. und 13. Jahrhundert erbaut, entstanden aber auch noch im Spätmittelalter.

Ein wichtiges Kennzeichen der Stabkirchen ist – ausser der Dachmastenkonstruktion – generell die Vertikalität des Kirchengebäudes: Die Holzteile stehen senkrecht, im Gegensatz zu den Blockbauten, in denen die hölzernen Teile waagerecht liegen.

Am Nachmittag fahren wir durch gewaltige einmalige Landschaften. Auf 1434 m ü. M haben wir 7°. Brrrr…!!! Es regnet ganz leicht, fast nur ein Getröpfel. Wir fahren über Berge, an Gletschern, Seen und Wasserfällen vorbei. Es ist wunderschön. Nur die Sonne fehlt! Um 14h15 stehen wir vor einer Tunnelbaustelle. Man teilt uns mit, dass wir 45 Minuten warten müssen, bis wir durch den Tunnel fahren können. OK, kein Problem. Wir machen Kaffee und essen Kekse dazu. Pünktlich um 15h geht es weiter. Eine lange Kolonne von Autos wird von einem blinkenden Fahrzeug durch den Tunnel geführt. Um 16h30 sind wir in Solvorn, am Sognefjord, wo wir uns neben einer Himbeerplantage häuslich niederlassen. Wir kaufen eine Schale feine Himbeeren. Es regnet immer wieder leicht. Abendessen: Reis, Hackfleischreste. Zum Dessert Himbeeren mit Vanillesauce, hmmmm….!

Gefahren: 212 km

 

 

die Stabkirche von Lom

in Lom

ein Gletscher

Øystre Slidre – Lom - Solvorn

Dienstag, 7. August 2018: 68.Tag, Solvorn-Jostedalsbreen Gletscher-Forø-Naustdal

Das Dörfchen Solvorn ist echt ein schöner Ort. Es hat schmucke weisse Häuschen und eine Fähre die über den Sognefjord fährt, den längsten und tiefsten Fjord Norwegens. Um 9h fahren wir los, 15°, sehr tief hängende Wolken, aber kein Regen. Heute wollen wir zum Jostedalsbreen-Gletscher. Dies ist der grösste Gletscher auf dem europäischen Festland. Er ist 40 km lang und hat 28 Gletscherzungen. Wir besuchen die Gletscherzunge Bøyabreen. Wir parkieren das Auto und laufen zum Gletschersee. Die Sicht auf den gewaltigen Gletscher ist sehr eindrücklich. Wir sind beide sehr fasziniert! Zum Glück waren wir rechtzeitig da, nun kommt nämlich ein Reisebus nach dem anderen und lädt eine gewaltige Masse von Touris aus.

Der Jostedalsbreen in Norwegen ist der grösste europäische Festlandsgletscher. Er liegt nördlich des Sognefjords und ist in Nord-Ost-Richtung etwa 40 km lang und in der Süd-West-Richtung etwa 15 km breit. Die Eisschicht ist bis zu 500 m dick. Die Fläche betrug im Jahr 2006 474 km². Grössere Gletscher in Europa gibt es auf Island, Svalbard und Nowaja Semlja. Vom Plateau des Jostedalsbreen fliesst das Eis über 28 Auslassgletscher in verschiedene Richtungen ab.

Der Gletscher befindet sich in einem Höhenbereich von 345 bis 2008 Metern über dem Meer. Einige wenige Gipfel wie der Suphellenipa (1731 m) oder der Lodalskåpa (2083 m) ragen aus dem Gletscher heraus. Sein höchster Punkt liegt knapp über 2000 Metern, seine mittlere Höhe beträgt etwa 1450 Meter. Unter dem Eispanzer liegt ein Gneisplateau, das Fjell. Der Gletscher wird von Niederschlägen und Lawinen genährt. Sein Abfluss führt unter anderem in den Nordfjord und in den Sognefjord. Aufgrund des ozeanischen Klimas gibt es nur sehr geringe Temperaturschwankungen.

Der Jostedalsbreen ist kein Überrest der letzten Eiszeit, sondern entstand erst später, als ab ungefähr 500 v. Chr. eine Klimaverschlechterung einsetzte. Zu jener Zeit war die Firnlinie ungefähr 400 m höher als heute. Durch die Abkühlung konnten sich in der Region Gletscher bilden. Die kälteste Zeit dauerte wahrscheinlich vom 16. bis ins 19. Jahrhundert. Um 1750 war das Klima am kühlsten, und die Gletscher Norwegens hatten ihre grösste Ausdehnung. Seitdem sind sie tendenziell geschrumpft.

Im Jahr 1972 stürzte ein Kleinflugzeug auf dem Jostedalsbreenplateau ab, wobei der Pilot ums Leben kam. Das Flugzeug konnte nicht geborgen werden und versank in den folgenden Jahren vollständig in Schnee und Eis. Das Wrack ist nicht wieder aufgetaucht. Experten vermuten die Wrackteile im Bøyabreen.

Am Nachmittag fahren wir herum und herum, bis nach Floriø, dem Endpunkt der Strasse am Fjord, um einen Camping- oder Stellplatz zu finden, wo wir eine gute Internetverbindung haben (wegen der Homepage). Aber wir finden keinen, dafür sinkt die Stimmung an Bord auf den Nullpunkt. Es ist 15h30 als wir in Naustdal, auf einem Parkplatz, direkt am Fjord stehen. Paul wagt sich ins kalte Wasser, ich nicht. Abendessen: Bratkartoffeln, Sauerkraut, Kasselerschinken.

Gefahren: 225,7 km

 

 

schöne Häuschen in Solvorn

in Solvorn

beim Jostedalsbreen Gletscher

in Naustdal

Solvorn-Jostedalsbreen Gletscher-Forø-Naustdal

Mittwoch, 8. August 2018: 69.Tag, Naustdal – Lavik - Klokkarvik

In der Nacht regnet es ein paar Mal ziemlich heftig. Der Morgen ist total bewölkt, aber kein Regen, 17°. Wir fahren um 9h30 los. Zuerst folgen wir einem Wegweiser, der ein „Luftkampmuseum“ in 6 km anzeigt. Die Strasse ist sehr schmal, zwei Autos können hier nicht kreuzen. Danach geht es auf einem steilen Feldweg bergauf bis zu einem Privathaus, wo das Museum untergebracht ist. Es ist von 13h bis 17h geöffnet, jetzt ist es 10h! Also war das nix, ein Flopp!!! Weiter geht die Reise nach Lavik, wo wir eine Fähre über den Sognefjord nach Oppedal nehmen. Dauer der Fährüberfahrt: 20 Minuten. Kosten: 146 NOK (17.70 SFr. oder 15.35 €). An Bergen, Wasserfällen, Seen, Fjorden und durch x- Tunnel kommen wir nach Bergen. Hier nehmen wir nochmals eine Fähre, die uns 7 km bis zu unserer Schlafinsel Klokkarvik führt. Dauer der Fährüberfahrt: 40 Minuten, Kosten: 164 NOK (ca. 20 SFr. oder 17.25 €). Um 16h25 haben wir unser Ziel erreicht. Einen Stellplatz direkt an einem kleinen Hafen. Alles inbegriffen, Strom und sogar das Internet, kostet der Platz pro Tag 150 NOK = 18.20 SFr. oder 15.80 €. Nur Duschen kosten extra. Es regnet! Abendessen: Röschti, Sauerkraut und Schinkenreste von gestern.

Gefahren: 222,3 km

 

 

im Spiegel

warten auf die Fähre

Naustdal – Lavik - Klokkarvik

Donnerstag, 9. August 2018: 70.Tag, Klokkarvik

In der Nacht regnet es ein wenig. Am morgen bläst ein saumässig starker Wind. Wir laufen wegen Brot, Eiern und einem gebratenen, heissen Poulet 3 km zum Spar Supermarkt und natürlich die 3 km wieder zurück. Wir könnten ja eigentlich das Auto nehmen, aber das wollen wir nicht. Nach dem Mittagessen wird Wasser aufgefüllt, Grauwasser abgelassen und wir selber bekommen eine herrlich heisse Dusche. Und danach wird gearbeitet. Das heisst, ich arbeite an der Homepage und Paul liest im i-Pad. Und wir haben beschlossen, dass wir mindestens vier Tage hier bleiben werden, weil es hier eine so gute Internetverbindung hat und ich endlich die fälligen Beiträge in die Homepage laden kann. Es ist bewölkt, manchmal guckt die Sonne zwischen den Wolken hervor.

Abendessen: Fondue (deshalb mussten wir ja unbedingt Brot holen gehen).

Gefahren: 0 km

 

 

 

 

Klokkarvik, hier wohnen wir