Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

8. Woche

Freitag, 20.Juli 2018: 50.Tag, Polarkreis (NOR)- Storseleby (SCHWEDEN)

 

Wir haben gut geschlafen am Polarkreis. Es hat massenhaft Camper auf dem Riesenparkplatz. Um 9h15 geht es weiter Richtung Schweden. Es ist 13° kalt, die Berge nebelverhangen, aber kein Wind und kein Regen. Nachdem wir eine Stunde gefahren sind, erreichen wir das schöne Wetter und freuen uns über den Sonnenschein. Bei Mo i Rana verlassen wir die E6 und biegen links ab auf die E12, die nach Schweden führt. In Tärnaby (Schweden) sind wir 1½ Stunden an einem traditionellen Norwegischen/Schwedischen Markt, der jedes Jahr zu dieser Zeit, während drei Tagen, stattfindet. Ein Schwede, der sehr gut Deutsch spricht und sich neben mich setzt, sagt uns, dass Wohnmobil auf Schwedisch „Husvagn“ heisse. Aha! Wir fahren weiter durch sehr viele Wälder, Birken und Fichten und immer wieder schöne Seen. Aber es ist NIE langweilig! Nur SCHÖN ! Und dann hat es wahnsinns viele dieser pinkigen Blumen, von denen ich nicht weiss, wie sie heissen. Ich glaube, bei uns ist das ein Unkraut. Um 17h sind wir beim Dorf Sorseleby und bleiben in einer Art Kiesgrube zum Übernachten. Es ist sonnig, leicht bewölkt , 28°. Abendessen: Gschwellti mit drei Sorten Käse, Knoblauchquark und Dillgurken aus dem Glas.

 

Gefahren: 362,6 km

 

eine neue Strasse wird gebaut

wir sind in Schweden

Kirche von Tärnaby

Leckereien am Markt

so entsteht ein Blockhaus

überall pinkige Blumen

Polarkreis (Norwegen) - Tärnaby - Storseleby (Schweden)

Samstag, 21.Juli 2018: 51.Tag, Storseleby – Badvik

 

Dieser Platz ist sehr ruhig und vor allem waren wir ganz alleine hier. Um 9h10 geht unsere Fahrt bei 28° (!) weiter südwärts. In Vilhelmina machen wir im COOP einen grösseren Einkauf. Unser Kühlschrank ist ziemlich leer gegessen. Um 10h45 sind wir schon an dem perfekten Badeplatz, den Paul für uns ausgesucht hat. Wunderschön an einem See gelegen. Zuerst machen wir eine kleine Erkundungstour und danach wird im See gebadet. Ahhh, schön! Die Sonne scheint und es ist herrlich. Am Anfang sind wir ganz alleine, aber nach und nach kommen Familien um hier zu picknicken und zu baden. Wir essen unser Mittagessen draussen neben dem Camper und danach gönnen wir uns ausnahmsweise mal ein Mittagsschläfchen. Gegen 16h ist es total bewölkt, alle Strandbesucher sind verschwunden. Es donnert ringsherum und tröpfelt ganz leicht. Abendessen: Fleisch (wir wissen nicht was für welches, können es nicht lesen!) vom Grill, Kartoffelsalat.

 

Gefahren: 39,1 km

 

unser heutiger Übernachtungsplatz

pinkige Blume

so gefällt es uns...

Storseleby - Badviken

Sonntag, 22.Juli 2018: 52.Tag, Badviken

 

Zuerst ist der Morgen noch bewölkt, aber schon bald kommt die Sonne hervor und es wird wieder ein sehr schöner Tag. Wir beschliessen, noch einen Tag länger hier zu bleiben, weil dieser Platz wirklich wunderschön ist. Wir verbringen den Tag mit baden, lesen, spazieren und faulenzen.  

Gegen 16h fängt es wieder an zu bewölken aber es regnet nicht. Und noch später ist der Himmel wieder wunderbar blau und es gibt einen prächtigen Abend. .

Abendessen: Schweine-Fleisch (wir wissen nicht was für welches, können es nicht lesen!) vom Grill, dazu eine Art Gerstenrisotte. Nach dem Essen machen wir einen 4 km langen Abendspaziergang, dabei sehen wir ein Rehlein. Danach sitzen wir bis um 22h vor dem Bus an der Sonne und geniessend den wunderbaren Abend.

Gefahren: 0 km

 

 

 

Gefahren: 0 km

 

gestern Abend beim Gewitter

nach dem Regen

heute beim Spaziergang

Montag,23.Juli 2018: 53.Tag, Badviken – Orrviken

Heute Morgen sind wir total überrascht, dass es total bewölkt ist und ein kalter Wind weht. Es sind 19°, aber gefühlte etwa 15°. Um 9h15 ist Abfahrt, immer südwärts. In Dorotea machen wir im COOP einen kleinen Einkauf. Unterwegs sehen wir immer wieder ein BLUMENMEER von pinkigen Blumen. In der Stadt Östersund verbringen wir eine Stunde mit Bummeln durch die Fussgängerzone. Meine Uhr hat sich gestern verabschiedet und wir lassen eine neue Batterie montieren. Die Stadt liegt ungefähr in der Mitte Schwedens am See Storsjön und ist Residenzstadt der Provinz und Hauptort der gleichnamigen Gemeinde. Die Stadt ist für das Storsjöyran-Musikfestival bekannt, das jährlich Ende Juli stattfindet. Das dreitägige Strassenfestival verbindet Konzerte sowohl schwedischer als auch internationaler Musikgruppen mit Theateraufführungen und weiteren Aktivitäten. Und genau in diese Musikfestival geraten wir heute. Es hat enorm viele Leute..Im See Storsjön soll es ein Seeungeheuer geben. So etwas wie die Schotten im Loch Ness. Um 16 h sind wir 15 km von Östersund entfernt an unseren heutigen Übernachtungsplatz. Wunderschön am See gelegen. Unser BONSAICAMPER steht etwa 3 m vom See und hoffentlich hat das Seeungeheuer nicht plötzlich die Idee, es könnte uns hier besuchen….

Paul geht sofort in den See baden. Ich bleibe lieber im Bus und schreibe diese Zeilen. Ich weiss nicht, wie warm (oder kalt) das Wasser ist. Die Luft ist jedenfalls 21°. Abendessen: Reste von gestern.

Gefahren: 236,3 km

 

 

wir haben eine pinkige Phase

Partyboot in Östersund

in Östersund

in Orrviken/ Sunne übernachten wir

der kleine Bruder vom "Nessi"

Badviken - Orrviken

Dienstag, 24.Juli 2018: 54.Tag, Orrviken

Heute ist ein prächtiger Sommertag. Und der Platz direkt am See, wo wir stehen ist auch sehr schön. Also wird beschlossen, noch bis morgen früh hier zu bleiben. Zwischen 10h30 und 13h30 wandern wir im Naturreservat auf der Insel Andersön, etwa 9 km herum. Es ist ein wunderschöne Wanderung durch den Wald, dem See entlang. Während der Wanderung grüsst uns eine Schwedin sehr freundlich und sagt irgend etwas wie:“Härligt Dag!“ Wir verstehen aber „Dog (Hund)“ und antworten: „No, we have no dog!“ Puhhh…, peinlich!!! Nach der Rückkehr zum Bus wir zuerst im See geplantscht und danach wird an der Sonne gelesen und gefaulenzt. Es sind zwei Holländer und zwei Deutsche Camper hier, plus wir. Abendessen:

Gschwellti, Käse, Salat.

Gefahren: 0 km

 

 

am Storsjön See

kurz vor dem Regen um 22h

Mittwoch, 25.Juli 2018: 55.Tag, Orrviken - Nusnäs

Gestern Abend hat es drei Tropfen Regen gegeben und danach einen sehr schönen Regenbogen. Gemäss Wetterprognose sollte es heute regnen, aber es wird ein schöner Tag, leicht bewölkt, sonnig, 21° um 9hmorgens. Um 8h50 Abfahrt. Unterwegs treffen wir wieder einmal, nach langem, auf drei Rentiere am Strassenrand. Und auch die pinkigen Blumen begleiten uns über hunderte von Kilometern. In Avros besichtigen wir die uralte , wunderschöne Holzkirche aus dem 17. Jahrhundert. So eine Kirche haben wir beide noch nie gesehen, sie ist ganz speziell. Heute riechen wir zum ersten Mal Waldbrand und sehen Helikopter mit Wassersäcken und Feuerwehrautos. Wir fahren durch die Stadt Mora und hier brennt es wirklich. Aber es sieht nicht nach Waldbrand aus, eher nach einem Hausbrand. Und, tää tüüü tä to, kommt eilig die Feuerwehr angebraust.

Mora ist Zielort des jährlich stattfindenden Wasalaufes, eines 90 Kilometer langen Skilanglaufwettbewerbs. Der Wasalauf ist eine der grössten Skilanglaufveranstaltungen der Welt. Der Hauptlauf wird jedes Jahr am ersten Wochenende im März zwischen den Orten Sälen und Mora über 90 km in klassischer Technik ausgetragen. Das Rennen wird seit 1922 veranstaltet.

Um 16h30 sind wir in Nusnäs, dem Dorf am Siljan See, wo wir übernachten wollen. Es sind 11 Camper hier. Heute sind wir die Zweitkleinsten:..! Zuerst gibt es einen Erkundungsspaziergang, der muss einfach sein, danach ein herrlich erfrischendes Bad im See. Es ist heiss, 30°! Abendessen, Schweinsplätzli und Kartoffelsalat, gibt es heute draussen auf der Wiese an Tischen und Bänken des Yacht Clubs. Wir liegen hier bei einem kleinen Yachthafen. Wir kommen mit unseren Schwedischen Nachbarn ins Gespräch und sie geben uns gute Tipps für unsere Weiterfahrt. Die haben einen Camper, der ist enorm GROSS, er ist 11.3 m lang. Wir kommen uns ziemlich klein vor mit unseren 6 m. Bis um 23 h sitzen wir mit Anneli und Peer Olaf draussen und quatschen viel, natürlich auf Englisch, da wir immer noch kein Wort Schwedisch verstehen.

Gefahren 366,5 km

 

 

 

Kirche von Avros

in Nusnäs

Orrviken - Nusnäs

Donnerstag, 26.Juli 2018: 56.Tag, Nusnäs

Hier gefällt es uns so gut, dass der Entschluss gefasst wird, noch einen Tag hierzubleiben. Und heute ist wieder so ein wunderschöner Sonnentag, wo wir den See geniessen können, also bleiben wir hier. Es sind 30° Hitze! Die Schweden hoffen jeden Tag auf Regen, weil hier alles so furztrocken ist! Nach dem Frühstück machen wir einen ganz langen Spaziergang ins Dorf Nusnäs. Dieses Dorf kommt uns so vor als sei es ein Schwedisches Musterdorf. Alles wunderschön und gepflegt. Nur die Leute fehlen. Liegt es an der Ferienzeit oder an den hohen Temperaturen? Der Ort ist wie ausgestorben. Ausserdem hat es keinen einzigen Laden hier, kein Restaurant, nur ein Haus das mit „CAFE“ angeschrieben, aber geschlossen ist. Zufällig geraten wir zum Gebäude wo die schönen Dala-Pferde aus Holz hergestellt werden.

Das Dalapferd (schwedisch: Dalahäst) ist eine aus Holz gefertigte Figur in Pferdeform, die in der schwedischen Landschaft Dalarna gefertigt wird. Dalapferde gelten heute im Ausland als typisches Symbol für ganz Schweden.

Die Pferde sind traditionell rot gefärbt und besitzen einen aufgemalten Sattel und Zaumzeug in grün-weissem Muster in traditioneller Kurbitsmalerei. Die Tradition der Dalapferde lässt sich ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen und geht auf geschnitztes Holzspielzeug zurück, das die Einwohner der Gegend in den langen Winternächten anfertigten, als kalte Witterung und Dunkelheit kaum andere Arbeiten zuliessen.

Eine der bedeutenderen Werkstätten für Dalapferde findet sich in Nusnäs. Das Dalahäst ist das häufigste Souvenir, das von Besuchern in Schweden gekauft wird, und alleine in Nusnäs werden Pferdchen für ca. 2,6 Millionen Euro jährlich verkauft. Tomas Holst hat das kleinste Dalapferd hergestellt, es ist 3,7 mm hoch und 3 mm lang. Das angeblich grösste Dalapferd der Welt steht in Avesta, es ist aus Beton und 13 Meter hoch.

Man kann die Herstellung der Pferdchen in den Werkstätten verfolgen, was sehr interessant ist. Es hat massenhaft Besucher und es wird auch sehr viel gekauft. Wir sind um fast 13 h zurück beim Camper, essen draussen am Holztisch unser Picknick und anschliessend wird im See abgekühlt. Ahhh, schön, bei dieser Hitze! Zum Abendessen gibt es Reste von gestern, auch wieder draussen.

Gefahren 0 km

 

 

 

in Nusnäs