Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

6. Woche

Freitag, 6.Juli 2018: 36.Tag, Burfjord – Øxfjordjøkelen – Burfjord

Am Morgen schneiden wir uns gegenseitig die Haare neben dem BONSAI. Es ist bewölkt, etwa 18°. Um 11h macht das Touristen Informationsbüro auf und wir erkundigen uns, wie wir zum Øxfjordjøkelen kommen. Die junge Info-Frau ist sehr nett. Sie ruft sogar für uns an und bittet um Auskunft. Das Wetter ist zwar nicht so super, aber wir wollen jetzt einfach zu diesem Øxfjordjøkelen. Um 12h sind wir wieder unterwegs, ein paar Kilometer zurück und dann links abbiegen. Beim Jøkelfjord finden wir die Firma „SYNATUR“ und treffen den Besitzer Birger Mathiassen. Nach seinem und unserem Mittagessen fahren wir mit Birger zwischen 13h und 14h zum Øxfjordjøkelen. (Kosten: 515 NOK für 2 Pers.) Mit 52 km/h brausen wir mit dem 7m langen Schlauchboot über den Fjord bis zu diesem Øxfjordjøkelen-Gletscher. Birger (70) erklärt uns alles Wissenswerte über den Gletscher und wir fragen ihn über Norwegen aus. Auch hier schmelzen die Gletscher immer schneller weg, genau wie in den Alpen. Birger erzählt uns, dass sein Dorf 49 (!!!) Einwohner hat. Gegen 15h sind wir wieder auf dem Platz in Burfjord, wo wir schon die letzte Nacht geschlafen haben. Jetzt steht ein Luzerner Camper neben uns. Wir lernen Christine aus Luzern kennen. Wir trinken bei uns Kaffee und erzählen uns gegenseitig unsere Norwegenerlebnisse. Christine hat Karl, den St.Galler, und seinen Sohn mit ihrem roten Bührer-Traktor am Nordkap.getroffen. Um kurz nach 17h fängt es an zu regnen. Abendessen: Sauerkraut mit Speck und Kartoffeln. Gefahren: 42 km

Fahrt zum Øxfjordjøkelen-Gletscher

Samstag, 7.Juli 2018: 37.Tag, Burfjord-Olderdalen-Tromsø-Gratangen

In der Nacht und heute Morgen Regen. Wir verabschieden uns von Christine und fahren um 8h45 los, es sind 10°. Heute steht Tromsø auf dem Programm. In Osterdalen fahren wir auf die Fähre, die 40 Minuten dauert und 163 Kronen (ca. 20 Sfr.) kostet. Weiter geht die Fahrt etwa 20km über Land um in Svensby auf die nächste Fähre zu fahren. Vorher müssen wir aber eine ganze Stunde warten, bis sie endlich abfährt. Wir nutzen die Zeit und picknicken im Auto. Es regnet. Und endlich geht es um 13h weiter. 20 Minuten dauert die Überfahrt und kostet 122 Kronen (ca. 15 SFR.). Um 14h sind wir in Tromsø wo wir bei der „Eismeerkathedrale“ parken. Wir schauen uns die Kirche an (Eintritt 50 Kronen = 6 SFr.) Die Kirche von 1965 ist sehr schön, aber die Glasmosaike von 1972 sind einfach wunderschön! Wir haben Glück. Das „Hurtigrutenschiff“ ist eben angekommen und wir schaffen es noch, vor dem Andrang der ganzen Schiffspassagiere die Kirche zu besichtigen. Dann fahren wir über die grosse Brücke ins Zentrum von Tromsø und machen mit unserem Auto eine kleine Stadtrundfahrt. Das Wetter macht heute einfach nicht an um herum zu bummeln. Paul sagt, heute sei „Helly-Hansen-Wetter“. 70 km später essen wir im Restaurant „Vollan“ um 16h30 zu Abend. Wir bestellen beide Rentiergeschnetzeltes an Rahmsauce, rote und gelbe Karotten, Kartoffelpüree und Johannisbeersauce. Das Essen ist nicht gerade billig 239 Kronen pro Teller (28.70 SFr.) aber alles sehr gut. Das Restaurant liegt in Nordkjosbotn, genau da, wo die E 8 (nach Tromsø) und die E 6 von Oslo zum Nordkap zusammentreffen. Um 18h50 sind wir endlich bei Gratangen auf unserem heutigen Stellplatz, mit schönem Blick auf einen weiter unten liegenden See. Gefahren: 390 km

Fischzucht

in Tromsø, die Eismeerkathedrale

das Hurtigrutenschiff kommt

in Tromsø

Rentiergeschnetzteltes

unser heutiger Schlafplatz

Burfjord-Olderdalen-Tromsø-Gratangen

Sonntag, 8.Juli 2018: 38.Tag, Gratangen-Narvik(N)-Kiruna(S)- Svappavaara

Sehr ruhig, gut und lange geschlafen. Es sind 14°, bewölkt bis sonnig. Um 9h10 fahren wir los nach Narvik. In Narvik besuchen wir das Kriegsmuseum. Narvik war im Zweiten Weltkrieg sehr schwer umkämpft und wurde fast völlig zerstört. Es gab enorm viele Verluste an Menschen, Flugzeugen und U-Booten. Eigentlich ist das Museum sehr gut gemacht. Aber wir sind dennoch irgendwie davon enttäuscht. Kein einziges Wort ist auf Deutsch angeschrieben, alles nur Norwegisch und Englisch. Auch die Filme sind auf Norwegisch mit englischen Untertiteln. Eintritt: 100 Kronen/Person (12 SFr.).Kurz nach 13h sind wir an der Schwedischen Grenze, unterwegs nach Kiruna. Und wieder einmal latscht eine Gruppe Rentiere gemütlich über die Strasse. Kiruna (23‘000 Ew.) ist der Hauptort der Landschaft Lappland und ist mit rund 20‘000 km² die grösste schwedische Gemeinde und zweitgrösste Gemeinde der Welt. Bedeutendster Wirtschaftsfaktor ist der Erzabbau. Wegen der Grubenarbeiten muss die ganze Stadt in den kommenden Jahren verlegt werden. Auch das erst vor ein paar Jahren in Kiruna angesiedelte Parlament der samischen Minderheiten. Das Erz wird ca. 180 km per Bahn nach Narvik gebracht um dort verschifft zu werden. In Kiruna besichtigen wir die Kirche, die einem Lappenzelt nachempfunden wurde. Sehr eindrückliche Holzkonstruktion. Um 17 h sind wir auf einem schönen, ruhigen Parkplatz im Wald. Es hat den ganzen Tag nicht geregnet und war auch nicht kalt. Abendessen: Bratkartoffeln mit Speckwürfeli und Zwiebeln, Salat.

Gefahren: 271,6 km

in Narvik

in Schweden

in Kiruna

endlich ein Elch !!!

Eisenerzabbau

hier schlafen wir heute

Spuren im Wald

Gratangen-Narvik(N)-Kiruna(S)- Svappavaara

Montag, 9.Juli 2018: 39.Tag, Svappavaara-Gälivare-Jokkmokk

Bei leichter Bewölkung und 19° geht es um 9h30 weiter nach Jokkmokk. Obwohl Schweden in der EU ist, hat es seine eigene Währung, die Schwedische Krone. Wir haben keine einzige Krone im Sack, aber hier kann man sowieso überall mit Karte bezahlen. In Gälivare machen wir einen grösseren Einkauf im Coop. Hier ist es ein wenig billiger als in Norwegen. Danach tanken (1.73 SFr./Liter Diesel) wir und schauen uns das Kraftwerk an, das an einem wunderschönen Stausee liegt. Zwischen Gälivare und Jokkmokk hat es eine schreckliche Schotter-Rüttel-Piste. Wir und Bonsaicamper werden gewaltig durchgeschüttelt. Uff!!! In Jokkmokk gibt es eine Glacé und 3 km später, um 14h30, sind wir an unserem Ziel für die nächsten drei Tage. Es ist ein Campingplatz auf einem Bauernhof. Wir müssen wieder einmal Wäsche waschen. Kosten pro Tag 160 Kronen (ca.18 SFr.). Waschmaschine und Trockner 50 Kronen (ca. 5.50 SFr.). Die Sonne scheint und es ist herrlich warm, etwa 24 °. Abendessen: Schweinsfilet vom Grill, frisches Brot und Salat.

Gefahren: 183.4 km

Rüttelstrasse !

beim Kraftwerk in Gälivare

Camping in Jokkmokk

"Paul's Grill-Station"

und das Huhn kommt von alleine vorbei

Dienstag, 10.Juli 2018: 40.Tag, Jokkmokk

Wir schlafen lange. Kurz nach 10 h machen wir uns auf den Weg zum See, der etwa 200m entfernt und wunderschön ist. Wir dürfen vom Campingplatz ein Ruderboot nehmen, das am See bereit liegt. Damit rudert uns Paul bei herrlichstem Wetter quer über den See. Am anderen Seeufer badet Paul erst mal eine Runde. Danach laufen wir über die Landzunge und gelangen an einen anderen, genau so schönen See. Hier laufen wir durch den Wald, bis zu einer Schutzhütte. Wir baden die Füsse im Wasser und essen später unser mitgebrachtes Picknick. Paul rudert uns wieder über den See und badet nochmals im unten kalten Nass, oben schön warm, wie er sagt. Gegen 15h sind wir zurück auf dem Camping. Ich verziehe mich mit dem Laptop in die Reception, um ca. zwei Stunden lang an der Homepage zu arbeiten. Paul haushaltet unterdessen im Camper herum und kocht die Kartoffeln für den Kartoffelsalat. Er macht das prima und als ich zurückkomme ist der Salat schon fixfertig parat. Dieser Campingplatz wird von einem jungen, sehr netten Ehepaar aus Holland geführt. Sie sind am 1.1.2018 hierher ausgewandert. Sie haben einen 6-jährigen Sohn und 5 Hühner und einen Hahn, die frei herumlaufen und einem aus der Hand picken. Ausserdem hat es zwei Kaninchen, und ein paar Ziegen und Schafe. Abendessen: Würste vom Grill mit Thomy Senf, Kartoffelsalat Gefahren:0 km

der See beim Campingplatz

Mittwoch, 11.Juli 2018: 41.Tag, Jokkmokk

Wieder ein herrlich schöner Sonnentag. Gegen 10h machen wir uns auf den Weg für eine kleine Wanderung. Wir laufen durch lichten Fichtenwald zu einem kleinen See. Dort möchten wir baden, aber leider kann man sehr schwer zum Wasser gelangen. Entweder ist es sumpfig oder zu steil um wieder raus zu kommen. Auf dem grossen Felsen hat es einen Picknickplatz, wo wir unser Mittagessen an der Sonne geniessen. Um 14h sind wir zurück beim BONSAI und gehen sofort zum See um uns in die kühlen Fluten zu werfen. Sogar ICH getraue mich ins kalte Nass und es ist herrlich! Die Wanderung war etwa 8 km lang und sehr schön. Am Nachmittag arbeite ich wieder zweieinhalb Stunden an der Homepage. Puhhh, veil Arbeit, wenn man es nicht jeden Tag gleich erledigen kann. Abendessen: Fleisch von „Paul‘s Grillstation“, mit gemischtem Salat und Brot

Gefahren: 0 km

Spuren im Wald

auf diesem Felsen picknicken wir

Donnerstag, 12.Juli 2018: 42.Tag, Jokkmokk-Arvidsjaur-Arjeplog

Wir verabschieden uns vom Campingplatz-Ehepaar. An der Reception steht auf der Theke angeschrieben: zu verkaufen “Frisch gelegtes Ei vom frohen Huhn“. Um 9h10 fahren wir los. Zuerst noch schnell zum Coop, kurz einkaufen und dann geht unsere Reise weiter. Unsere 2½ Tage Campingplatzferien sind vorbei. Der Himmel ist strahlend blau und es sind 26°. In Arvidsjaur schauen wir uns die hölzernen Häuser der Samensiedlung an. Von da laufen wir zur Kirche und besichtigen sie und den Friedhof. Ein Hase hoppelt gerade gemütlich über den Friedhof. Heute fahren wir fast nur durch schöne oder abgeholzte Fichtenwälder. Und sehr viele Steine hat es: Schweden ist steinreich! Um 15h sind wir in Arjeplog, unserem heutigen Tagesziel. Hier waren wir schon einmal, im März 2005 (oder war es im 2006?). Aber damals war alles weiss und nur Eis und Schnee. Wir erkennen absolut nichts wieder!!! Wir parken auf dem Parkplatz bei der Tourist-Info und laufen zurück zur Ortstafel, um ein Beweis-Foto für zu Hause zu schiessen. Wir spazieren zurück und besichtigen die alte Holzkirche direkt neben dem Parkplatz. Abendessen: Bratkartoffeln mit Huhn und Rote-Bohnen-Salat Gefahren: 243,7 km

Samenhäuser in Arvidsjaur

Kirche von Arvidsjaur

Jokkmokk-Arvidsjaur-Arjeplog