Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Wieder in Spanien 4

bei der J & B Ranch

Samstag/Sonntag, 19./20. Januar 2019: Pieterlen, Schweiz – Elche, Spanien

Nach der Generalversammlung des Frauenchores Pieterlen, im Restaurant Perla, bin ich kurz vor 22h wieder zu Hause. Claudia und Max sind da und zusammen fahren wir nach Kestenholz in die Wohnung von Max. Wir dürfen im Gästezimmer bei Max übernachten. So haben wir morgen früh nur noch etwa die Hälfte der Strecke bis zum Flugplatz in Basel. Wir stehen um 03h45h auf. Nach einer Tasse Kaffee fährt uns Max gegen 04h15 nach Basel zum Euroairport. Auf der Autobahn hat es fast keinen Verkehr und es ist -6° kalt. Am Flugplatz gibt es Kaffee und Gipfeli und eine kurze Verabschiedung von Claudia und Max. Natürlich bekommt Max ein herzliches „MERCI“ , und zwar ein ganz grosses! Alles klappt bestens. Der sehr gute Flug mit EasyJet nach Alicante, fast ganz ohne Ohrenschmerzen für die Schreiberin, wird bis zum Hellwerden von einem prächtigen Vollmond begleitet. Dank meinem Fensterplatz habe ich das Riesenglück den immer oranger werdenden Mond zu sehen: den seltenen Blutmond! Wunderschön! Nach guten 2 Stunden Flug werden wir in Alicante von der Firma „ASCARS“ mit einem kleinen Shuttlebus abgeholt und 3 Stunden ab dem Start in Basel sind wir bereits in unserem BONSAICAMPER und auf dem kleinen Campingplatz von J & B (Jens und Bernd) in Elche. Der Preis für den bewachten Parkplatz bei „ASCARS“ ist 5 € pro Tag inklusive Transport zum und vom Flugplatz Alicante. Da kann man echt nicht meckern, oder? Hier in Alicante muss es heute Nacht ziemlich stark geregnet haben, alles ist nass und überall hat es grosse Wasserpfützen. Aber jetzt, um 10h, regnet es nicht, es ist bewölkt bei 10°. Weil wir beide so müde sind, machen wir heute ausnahmsweise mal ein Nachmittagsschläfchen. Als wir aufwachen, ist es total bewölkt, alles grau und es regnet leicht. Also diesmal muss KEIN Neid bei den Daheimgebliebenen aufkommen! Aber schön war‘s diese 10 Tage zu Hause zu sein!

Blutmond !

irgendwo am spanischen Mittelmeer

wir sind wieder da...

Montag, 21. Januar 2019: Elche, J&B Ranch

Juhu, wieder strahlend schönes Sonnenwetter! Zum Frühstück gibt es für jeden von uns zwei (!) 4-Minuten Eierlein, die wir von Bernd abgekauft haben. Er hat 6 junge Hühner und einen Güggel (Hahn) dazu. Die Hühner fangen jetzt an Eier zu legen und weil sie so klein sind, bekommt jeder 2 Stück davon. Am Morgen machen wir einen Rieseneinkauf weil wir nicht mehr viele Futtervorräte im BONSAI haben. Danach fahren wir nach Santa Pola, wo wir am Meer unser Picknick verdrücken. Es ist wunderschön. Auf dem Rückweg kommen wir an Salzseen vorbei, wo es ganz viele Flamingos hat und wo auch Salz geerntet wird. Zum Kaffee trinken an der Sonne sind wir wieder zurück auf der J&B Ranch.

Frühstück

Picknick am Meer bei Santa Pola

alles Salz

Dienstag, 22. Januar 2019: Elche , J&B Ranch

Auf diesem kleinen Campingplatz hier hat es zwei Pärchen Wiedehopfe. Paul und ich haben noch nie einen Wiedehopf aus der Nähe gesehen. Und heute beobachten wir ganz fasziniert, wie einer dieser Wiedehopfe hier im Camp stolz herumtrippelt. Schön sieht er (oder sie) aus!

 

Wiedehopfe sind unverkennbare Vögel mit grosser, aufrichtbarer Federhaube. Ihre Flügel sind breit und rundlich, der Schwanz rechteckig. Flügel und Schwanz sind auffällig schwarz-weiss gezeichnet, der Körper ist variabel rosabraun gefärbt. Ihr langer, dünner Schnabel ist nach unten gebogen.

der Wiedehopf

mit diesem Gefährt ist ein Mann von Deutschland bis hierher gekommen

Mittwoch, 23. Januar 2019: Elche, J&B Ranch – El Campello

Es ist 10h45 als wir Bernd die 15€ für 3 Tage auf dem Platz und die 2.40€ für die 12 Eierlein bezahlen. Wir verabschieden uns von Sohn Jens und Vater Bernd und machen uns auf den Weg nach Norden. Es bläst ein ziemlicher Wind, bei leichter Bewölkung und 18°. Über Santa Pola und die Umfahrung von Alicante erreichen wir gegen Mittag den Stellplatz bei El Campillo. Der Platz befindet sich beim kleinen Restaurant Ovni. Er kostet 7€ oder 9€, je nach dem, wo man sich hinstellt. Dusche, WC, Wasser, Entsorgung und Internet inbegriffen. Strom kostet extra. Es hat eine schöne Aussicht auf das Meer und die Stadt Alicante, aber sonst gibt es nichts Besonderes. Der Deutsche Besitzer, den wir im Restaurant antreffen, ist nicht sehr freundlich…! Trotzdem bleiben wir für eine Nacht hier stehen. Am Nachmittag laufen wir zum Meer hinunter und schauen uns die vielen, meist leerstehenden, Ferienvillen (sehr viele sind zu verkaufen) an und kehren wieder zum BONSAI zurück. Der Wind bläst immer noch heftig und die Bewölkung nimmt zu. Gefahren: 46,7 km

bei El Campello

Parkieren auf Spanisch

El Campello

El Campello

Benidorm

Donnerstag, 24. Januar 2019: El Campello – Javea

Nach einer stürmischen Windnacht und einer schönen heissen Dusche machen wir uns auf den Weg weiter nordwärts. Es ist sehr bewölkt, windig und 15°. Vorbei an Benidorm, mit seinen vielen gewaltigen Hochhäusern erreichen wir gegen Mittag Calpe. Dort machen wir einen kleinen Einkauf, picknicken und weiter geht unsere Fahrt nach Javea. Hier stehen wir direkt am steinigen Strand und schauen fasziniert zu, wie die Wellen ununterbrochen an die Felsen donnern. Wir machen einen Spaziergang. Es ist zwar sonnig, aber auch sehr windig und deshalb kehren wir nach ca. 1 Stunde schon wieder zum BONSAI zurück. Gefahren: 74,3 km

in Javea

Freitag, 25. Januar 2019: Javea – Moraira -Benissa

Die Nacht in Javea, am Ufer des Mittelmeeres war sehr laut. Einerseits wegen der Wellen, die ununterbrochen ans Ufer poltern, anderseits wegen des starken Windes, der mit etwa 55 km/h am BONSAI herumrüttelt. Aber dafür werden wir mit einem wunderschönen strahlenden Sonnentag belohnt. Wir verlassen Javea und sind gegen 13h in Moraira, wo wir noch rechtzeitig, bevor der Markt um 14h zu Ende ist, 5 kg Orangen für 2.50€ kaufen. Danach bin ich (M-T) eine Stunde lang beim Zahnarzt. Und weil das Wetter so herrlich ist, sitzen wir anschliessend beim Hafen draussen an der Sonne und trinken einen Cortado (Kaffee).

Am Abend, es ist genau 20h45, klopft es heftig an unseren Bus. Wir sitzen gemütlich drinnen beim würfeln, mit einem Glas Wein. Paul ist gerade haushoch am Gewinnen. Wir öffnen die Tür und es ist die Guardia Civil, die draussen steht. Ein sehr netter Polizist teilt uns mit, dass wir diesen Platz verlassen müssen. Es ist nicht mehr gestattet, hier zu übernachten. Der Mann entschuldigt sich bei uns und gibt uns sogar noch Tips, wo wir hin sollen. Es sind 5 Camper hier. Paul verbreitet sofort Hektik. Er fährt, als ob der Teufel hinter uns her wäre, und 20 Minuten später sind wir in Benissa, auf dem Stellplatz der Gemeinde. Paul sagt, er sei so gerast, weil er Angst hatte, dass es keinen Platz mehr für uns habe.

in Moraira

in Benissa

Samstag, 26. Januar 2019: Benissa – Denia

Die Nacht war sehr ruhig und still. So still, dass wir uns heute Morgen total „verschlafen“, fast bis um 10h00 ! Aber das macht überhaupt nichts, da wir ja keinen Termin haben. Und weil ich erst am Montagnachmittag wieder zum Zahnarzt muss, geht es heute über den Montgó nach Denia.

Der Montgó ist ein Berg im Südosten Spaniens, im Norden der Costa Blanca, in der Nähe der Küstenstädte Dénia und Javea mit einer Höhe von 753 m ü.M. Der Montgó selbst und das ihn umgebende Gebiet ist Naturschutzgebiet („Parc Natural el Montgó“). Er ist eines der Wahrzeichen der Stadt Dénia.

Wir wollen uns die Gegend dort ein wenig anschauen. Es ist tolles Wetter, 17° mit einem kühlen Wind. Am Mittag sind wir in Denia, stellen den BONSAI auf einen Parkplatz und machen einen langen Spaziergang dem Meer entlang.

der Montgó

hinauf auf den Montgó

und Blick runter nach Denia

bei Denia

hier stehen wir

Sonntag, 26. Januar 2019: Denia

Wir haben beide prima geschlafen trotz den ewigen Wellen, die ans Ufer rollen. Um 10 machen wir uns zu Fuss auf den Weg, nach Denia zum Yachthafen. Mann oh Mann hat das hier ein paar schöne Bötchen! Das Wetter ist super aber es weht ein kräftiger Nordwind. Denia hat einen wunderschönen Spazierweg dem Meer entlang und es sind enorm viele Leute unterwegs. Um 13h sind wir zurück im Bus, wo es einen Eier-Käse-Tomaten-Salat zum Mittagessen gibt. Und am Nachmittag geht der Spaziergang auf die andere Seite dem Meer entlang.

da hinten liegt Denia

im Yachthafen von Denia

der Montgó

in Denia

in Denia

in Denia

in Denia

Siesta

Donnerstag, 31. Januar 2019: Javea – Moraira - Benissa

Die letzten zwei Nächte haben wir in Javea verbracht. Wir haben lange Spaziergänge gemacht. Einer davon führte uns zum Hafen, wo wir zuschauen konnten, wie ein Fischerschiff vom Meer hereinkommt und entladen wird. Das Schiff wird gründlich abgespritzt und damit werden die zu kleinen Fischlein und Abfälle ins Meer gespült. Die Möwen und Kormorane freut es. In der Nacht regnet es leicht und heute Morgen ist es sehr grau. Wir fahren nach Moraira, wo ich wieder zum Zahnarzt muss. Am Nachmittag hellt es auf und die Sonne kommt hervor. Um 16h besuchen wir Ruth und Heinz, die wir seit dem 21.12.18 nicht mehr gesehen haben. Wir haben uns bei Kaffee und Biscuits viel zu erzählen. Danach fahren wir nach Benissa um zu übernachten.

Moraira

in Javea

Javea

Javea

Freitag, 1. Februar 2019: Benissa - Xaló

Es regnet leicht in der Nacht. Der Morgen ist trocken, aber am Mittag, in Xaló, regnet es wieder. Wir machen uns einen gemütlichen Nachmittag. Der Nachmittag wird wieder ein wenig sonnig. Ich bin bereits um 19h30 in meinem kuscheligen Bett. Mich hat es erwischt, Schnupfen, Zähne tun weh und vermutlich habe ich ein wenig Fieber.

Samstag, 2. Februar 2019: Xaló

Morgens um 06h fängt es an zu blasen. Und es bläst den ganzen Tag und zwar heftig, mit Sturmstärke, ca. 80 km/h. Der BONSAI wackelt. Wir sind etwa 15 Camper hier auf diesem Platz, (für 5 €/Nacht).Gegen 11h besuchen wir den grossen Trödlermarkt, der hier jeden Samstagmorgen stattfindet. Der Wind gibt keine Ruhe und bläst den armen Marktfahrern ihre Angebote vom Tisch. Eine südamerikanische Frau tut mir ganz besonders leid. Sie hat einen Stand mit schönen Halstüchern. Ein ganz besonders heftiger Windstoss fegt etwa 20 ihrer Halstücher weg, auf den Boden und zu den anderen Marktständen. Ich helfe ihr, den Schals nachzurennen und die Sachen wieder einzusammeln. Sie freut sich und bedankt sich freundlichst. Nach dem Mittagessen im Bus machen wir unseren obligaten Spaziergang, und der Wind fegt immer noch saukalt durch die Gegend.

Xaló, beim Markt