Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

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Marokko 8

unterwegs Tinejdad – Tinerhir, Eingang Todra-Schlucht

eine Schule

die Kashba

nach dem Freitagsgebet

im "Camping Atlas"

Samstag, 9. März 2019: Tinerhir, Eingang Todra-Schlucht

Wir waschen eine Maschine Wäsche. Die Maschine wäscht ewig (40°)! Nach zwei Stunden hat sie zwar fertig, aber nicht richtig ausgewrungen. Ich hänge die Sachen jetzt trotzdem auf. Eigentlich hätte es ja hier zwei Waschmaschinen. Aber eine, die modernere, ist gestern, während dem Schwingen, von ihrem Sockel gesprungen (wir konnten das aus unserem Auto beobachten) und ist jetzt defekt. Am Nachmittag ist wieder unsere Spazierrunde angesagt. Wir laufen Flussaufwärts in die Todra-Schlucht zu. Die Berge ringsum sind gewaltig. Auf dem Rückweg setzen wir uns in ein kleines Restaurant bei der „Source des Poisson sacrés“. Dies ist ein sehr schöner Platz mit einem kleinen See, in deren Mitte eine Quelle sprudelt. Hier trinkt Paul an der Sonne einen Berber-Whisky (Minzen-Tee) und ich einen Kaffee. Der Wirt sagt uns, man könne über den Fluss Todra zur Kashba laufen. Die Kashba sei sehr schön. Aber dafür müssten wir durch den eiskalten Fluss waten und das möchten wir doch nicht unbedingt. Also laufen wir noch ein wenig im Palmenhain herum und laufen danach zu unserem Camping zurück. Wir waren 2 Stunden unterwegs. Die Wäsche ist unterdessen auch trocken und ich kann sie zusammenlegen und versorgen.

In Marokko die Bezeichnung Kasbah auch für Festungsanlagen ausserhalb von Städten, vor allem im Atlasgebirge gebraucht. Diese wurden von den Herrschern (v. a. unter Mulai Ismail) zur Kontrolle der Küsten und des Hinterlandes mit den hier ansässigen und stets unruhigen Berberstämmen errichtet. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Begriff Kasbah auch auf die aus Stampflehm errichteten Festungsanlagen der Berberfürsten im Süden Marokkos übertragen. Nicht selten wird der Begriff Kasbah auch auf die Wohnburgen (tighremts) der Berber angewandt, doch stand bei diesen Bauten der militärische Aspekt weit im Hintergrund.

die Waschmaschine hüpft davon

gestern Abend

gestern Abend

heute Morgen

der Fluss Todra

Feigen

Mandeln

da geht es runter zum Seelein

schau doch die Fische da!

Tee

und Datteln

Sonntag, 10. März 2019: Todra-Schlucht – Aït Hani – Amellago – Goulmima- Tinejdad

Eigentlich hatten wir für heute andere Pläne. Wir wollten durch den „Hohen Atlas“ nordwärts fahren. Aber der junge Mann an der Reception rät uns davon ab. Er meint dort habe es noch Schnee und es sei sehr kalt da oben. Also Planänderung, wir sind ja schliesslich flexibel, oder? Also verlassen wir um 9h40 den „Camping Atlas“ und fahren durch die 15km Todra-Schlucht.

Die Todra-Schlucht liegt im nordafrikanischen Marokko im Atlasgebirge. Der Oued Todra hat sie auf dem Weg nach Süden in die letzten Gebirgsketten des Hohen Atlas eingeschnitten, bevor der Flusslauf bei der Provinzhauptstadt Tinghir das Hochland zwischen dem Hohen Atlas und der Djebel Sarhro-Gebirgskette erreicht. Die bis zu 300 Meter hohen Steilwände der Schlucht, deren Boden etwa auf 1400 Meter Meereshöhe liegt, sind sehr attraktiv für den Klettersport. Eine Vielzahl von Kletterrouten und etliche Hotels erschliessen das Gebiet für den internationalen Tourismus.

Diese Todra -Schlucht ist echt sehr schön, aber so wirklich vom Hocker reisst sie uns nicht. Wir hatten von den Beschreibungen in diversen Reiseberichten irgendwie höhere Erwartungen. Irgendwo, nach der Schlucht, kaufen wir in einem Dorf auf 1970 m Höhe zwei Fladenbrote von einer alten Berberin. Bei Aït Hani biegen wir nach rechts ab und fahren durch unendlich schöne Berglandschaften und durch verschiedene Oasen. Und nun kommt wieder eine Schlucht, von der wir aber den Namen nicht kennen. Und diese Schlucht reisst uns nun doch noch von den Autositzen. Wir sind schwer beeindruckt von der Schönheit dieser Schlucht, den Bergen, den Oasen und den Tälern. Einfach nur wunderschön! Unterwegs gibt es irgendwo unsere Mittagspause. Wir sind kaum da, kommt schon eine Frau angerannt und will, dass wir bei ihr zu Hause Tee trinken. Trotzdem sie insistiert, lehnen wir dankend ab, weil sie kein Wort Französisch spricht. Wir queren -zig Bachläufe, oder Flussbetten, aber die meisten sind staubtrocken. 9 Mal (neun) müssen wir eine Furt überqueren. Das heisst, das Wasser des Flusses läuft über die Strasse. Beim 2.Mal hat das Wasser so einen hohen Absatz geschaffen, dass wir mit unserer Trittstufe ganz zünftig aufschlagen. Aber sonst läuft alles prima und wir fahren weiter über Goulmima wieder nach Tinejdad zum Künstler Zaïd, der uns herzlichst willkommen heisst. Es ist 15h20, 27° und es bläst eine steife Brise. Was für eine wunderschöne, abenteuerliche, und anstrengende Tour das heute war. Aber mein Chauffeur hat sie problemlos gemeistert. Und zum Abendessen gibt es ein Fondue mit Fladenbrot.

Gefahren: 190,2 km

in der Todra-Schlucht

nach der Todra-Schlucht

nach der Todra-Schlucht