Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

In Montbéliard (F)

Mittwoch, 31. Juli 2019: Pieterlen – Montbéliard

Es ist stark bewölkt bei 19°. Paul hat gestern den Wassertank total voll gefüllt. Jetzt tanken wir den BONSAICAMPER voll mit Diesel und fahren nach Büren. Dort wollen wir unseren Camper zum ersten Mal wägen. (mit genau 58‘ 076km). Er bringt, inklusive Chauffeur und Beifahrerin 3460 Kilo auf die Waage. Das heisst, er ist gut in der Norm, er darf nämlich genau 3500 Kilo schwer sein. Und von hier fahren wir weiter in den Schweizer- und den Französischen Jura. Paul ist ein „National-Feiertag-Flüchtling“. Er will auf keinen Fall zu Hause sein, wenn es ringsherum knallt! In Goumois fahren wir über die Grenze nach Frankreich, dort knallt es heute nicht! Wir erkunden eine neue Route, wo wir noch nie gefahren sind. In St. Hippolyte am Doubs machen wir einen grossen Überlebens-Einkauf, das ist zwar im Moment sehr schlecht, weil ich einen Megahunger habe…! Gegen 12h30 sind wir in Montbéliard, wo wir uns auf den Parkplatz beim Yachthafen am Rhône-Rhein-Kanal stellen. Inzwischen ist das Wetter schön und wir verbringen den Nachmittag mit der Besichtigung der Stadt Montbéliard. Bei der „Places des Halles“ trinken wir etwas und geniessen das „französische Flair“. Montbéliard ist wunderschön mit Blumen geschmückt! Eine wahre Augenweide !!! Zum Abendessen gibt es im Bus Fondue.

in Büren an der Aare, Vorbereitungen für den 1. August

Morgen ist Nationalfeiertag

in Goumois geht es über die Grenze nach Frankreich

in Montbéliard (Mömpelgard)

Montbéliard (deutsch Mömpelgard) ist eine Stadt mit 25.304 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Doubs in der Bourgogne-Franche-Comté im Osten Frankreichs, Höhe 311–454 m. Der frühere deutsche Name „Mömpelgard“ beruht auf der 400-jährigen Zugehörigkeit zum weltlich-historischen Territorium des Hauses Württemberg. Die als Burgundische Pforte bekannte Landschaft ist von niedrigen, meist langgezogenen Hügeln bestimmt, die von weiten Flusstälern getrennt sind. Das grösste Werk der Automarke Peugeot sowie das Peugeot-Museum befinden sich im benachbarten Sochaux, wobei das Peugeot-Werk zum Teil auf dem Gebiet von Montbéliard liegt. Insgesamt sind in der Gegend ca. 34.000 Mitarbeiter direkt oder indirekt bei Peugeot beschäftigt. Das ehemals württembergische Montbéliard pflegt seit dem Jahr 1950 eine Städtepartnerschaft mit Ludwigsburg in Baden-Württemberg. Es war nur fünf Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs der erste Abschluss einer deutsch-französischen Städtepartnerschaft.

Kirche St. Paul

Rathaus von Montbéliard

Les Halles

Donnerstag, 1. August 2019: Montbéliard

Seit drei (3) Tagen sind wir stolze Besitzer von zwei E-Scootern. Heute müssen wir die Dinger doch unbedingt testen und fahren damit zum „ Fort du Mont Bart“. Bis zum Dorf Bart geht es flach dem Rhône-Rhein-Kanal entlang und die Fahrt ist überhaupt kein Problem. Aber nach dem Dorf Bart führt der Weg ziemlich steil einen Berg hinauf und das mögen die E-Scooter scheinbar nicht so gerne. Die Sonne scheint. Wir kraxeln schnaufend, ächzend und schwitzend ca. 45 Minuten die Strasse durch den Wald zum Fort hinauf. Endlich oben hat man eine sehr guten Ausblick auf die schöne Gegend. Es ist gerade Mittag und wir picknicken hier oben.

unsere E-Scooter

Auf dem Mont Bart, knapp ausserhalb des Gemeindegebietes von Bart, befindet sich das Fort du Mont Bart, das von 1873 bis 1877 als Teil des Festungssystems Belfort-Montbéliard erbaut wurde.

beim Fort du Mont Bart

Eigentlich möchten wir das Fort gerne von Innen besichtigen, aber leider ist es nur von 14 h – 18 h geöffnet. So lange wollen wir aber nicht warten. Also rauschen wir nun mit unseren neuen E-Scootern (ohne E-Unterstützung) in 5 Minuten den Berg hinunter nach Bart und weitere 5 Minuten später sind wir in Montbéliard beim Yachthafen, wo unser BONSAI steht. Beim kleinen Hafenrestaurant trinken wir etwas und erholen uns kurz von der (noch!) ungewohnten Fahrt mit den E-Scootern. Zurück beim Bus werden die Batterien der beiden Rennmaschinen mit Solarenergie vom Camper wieder aufgeladen. Wir sind damit ca. 15 km gefahren. Cool war‘s! Vor dem Abendessen laufen wir in die Stadt um ein paar €uros aus dem Geldautomaten zu holen. Nach dem Abendessen wird fleissig gewürfelt. Grosse Schande für mich: ich verliere 4 von 4 Spielen!!!!

Blick vom Fort du Mont Bart

in Bart

Restaurant beim Yachthafen

am Rhône-Rhein-Kanal

Montbéliard

viele Blumen

und Enten

Yachthafen am Rhône-Rhein-Kanal

Freitag, 2. August 2019: Montbéliard – Brognard

Morgens um 6h30 regnet es zünftig volle Kanne. Ist aber auch nötig hier, weil alles total trocken ist! Nachdem wir lange, sehr lange geschlafen haben, wechseln wir unseren Standort. Wir fahren nach Brognard, an „unseren“ kleinen Badesee. Noch vor dem Mittagessen, bei bewölktem Himmel, badet Paul im See und ist ganz alleine. Am Nachmittag kommt wieder die Sonne hervor und die Leute kommen in Scharen an den kleinen See. Paul schwimmt wieder im See, aber ich nicht. Mir ist einfach der Wind zu kühl. Den ganzen Nachmittag verbringen wir am Seelein. Zum Abendessen gibt es Koteletts vom Grill, dazu Brot und gemischten Salat. Danach sitzen wir mit je einer Dose Bier am Strand und geniessen den schönen Sommerabend.

wieder in Brognard an "unserem" Badesee

Samstag, 3. August 2019: Brognard

Wir machen uns einen sehr faulen Tag. Vor dem Mittagessen laufen wir rund um „unseren“ Badesee (ca. 3km). Und am Nachmittag fahren wir mit dem Faultun fort. Es ist eigentlich sehr heiss, aber es weht ein kühler, straffer Wind. Abendessen Bratwürste vom Grill, „Gschwellti“ (Pellkartoffeln) und gemischten Salat.

wir laufen rund um den See

2 mal Citroen Jumper

Sonntag, 4. August 2019: Brognard – Pieterlen

Es ist gerade 9h45 als wir uns auf den sehr langen Heimweg machen. Das Wetter ist herrlich schön, aber der kühle Wind bleibt uns erhalten. Über Pontarlier kehren wir in Les Verrieres über die Grenze zurück in die Schweiz. Durch das Val de Travers geht es hinauf zum Restaurant „Le Soliat“ beim Creux du Van. Dort stellen wir den Camper auf den Parkplatz, picknicken im Auto und laufen danach ca. 1½ Stunden auf dem Hochplateau beim Creux du Van herum. Wir geniessen die wunderschöne Gegend und das schöne Wetter. Inzwischen ist es richtig heiss geworden und wir schwitzen ziemlich.

Der Creux du Van ist ein Kar (französisch cirque), im Schweizer Jura an der Grenze zwischen den Kantonen Neuenburg und Waadt. Er ist etwa 1200 m breit und 500 Meter tief. Die Gesamtlänge der Felswände, die rund 160 Meter senkrecht abfallen, beträgt etwa vier Kilometer. Das Gebiet liegt beim Mont Soliat auf 1200 bis 1450 m ü. M. Seit 1972 ist es unter Schutz gestellt und gehört zum Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung. Der Kessel ist wahrscheinlich nach der Würm-Kaltzeit durch Erosion entstanden. Der Boden ist mit Moränen- und Bergsturzmaterial bedeckt, auf dem Tannen und Buchen wachsen. In der Mitte unter dem oben unbewaldeten Teil des Kessels liegt die Quelle Fontaine Froide, deren Wasser das ganze Jahr über gleichmässig 4 °C kalt ist. An den Felswänden leben Steinböcke und Gämsen. 1770 wurde im Gebiet des Creux-du-Van der letzte Bär erlegt. In den Jahren 1974 und 1975 wurde je ein Paar Luchse ausgesetzt. Bei den Luchsen handelte es sich um Wildfänge aus den slowakischen Karpaten. Das geologisch und botanisch wertvolle Gebiet ist auch ein beliebtes Ausflugsziel, das zu Fuss am besten von Noiraigue zu erreichen ist. Mit dem Auto gelangt man via Couvet oder Saint-Aubin-Sauges zum Restaurant Ferme du Soliat am oberen Rand des Felskessels. Am unbewaldeten oberen Rand des Kessels wurde eine ca. zwei Kilometer lange Trockensteinmauer erbaut, die einen weniger ästhetischen Drahtgitterzaun ersetzte. Die Mauer wurde von einer internationalen Gruppe unentgeltlich erstellt und wird deshalb auch Mauer der Freundschaft genannt.

Von hier geht es weiter durch das Hochtal Vallée de la Brévine und durch das Dorf La Brévine La Brévine liegt auf 1043 m ü. M., 24 km westlich der Kantonshauptstadt Neuenburg (Luftlinie). Das Bauerndorf erstreckt sich in der ebenen Fläche des Hochtals Vallée de la Brévine im Neuenburger Jura, nahe der Grenze zu Frankreich. La Brévine zeichnet sich durch ein raues und verhältnismässig feuchtes Klima aus. Im Winter bildet sich im komplett abgeschlossenen Vallée de la Brévine während Strahlungsnächten ein Kaltluftsee aus (klarer Himmel und wenig bis kein Wind sorgen für maximales Auskühlen des Bodens via Abstrahlung). Dabei werden nicht selten Temperaturen von −30 °C erreicht, was dem Ort den Namen Sibirien der Schweiz eintrug. An der Messstation La Brévine wurde am 12. Januar 1987 mit −41,8 °C die tiefste je an einer offiziellen Station der MeteoSchweiz gemessene Temperatur der Schweiz registriert. In La Ferrière gibt es zur inneren Abkühlung in einem Gartenrestaurant einen sehr feinen Coupe (Eisbecher), mmm! Und über St, Imier und Biel erreichen wir wieder unser Heimatdorf Pieterlen.

Unsere Rundreise ist beendet. Wir sind im gesamten 390 km gefahren.

in Pontarlier

der Creux du Van

Mauer der Freundschaft

der Creux du Van

auf dem Heimweg