Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Ans Schwarze Meer 1

Montag, 26.8.2019: Pieterlen–Ötztal (Österreich), 1.Tag, 433,7 km

Heute machen wir uns mal wieder auf die Socken, das Fernweh ist wieder ziemlich akut geworden! Und zwar geht es dieses Mal Richtung Balkan, ans „Schwarze Meer“. Nachdem wir die Katze rausgeschmissen und hoffentlich nichts vergessen haben, verlassen wir um 9h10 unser Zuhause. Es ist ein wunderschöner Sommertag. Am Walensee gibt es wegen einer Baustelle einen grösseren Stau. Wir können nur im Schneckentempo durch den Kerenzerberg-Tunnel kriechen. Wir sind froh, als wir endlich wieder Licht am Ende des Tunnels sehen. Wir möchten unterwegs gerne Musik hören. Aber unser Radiogerät streikt, es gibt keinen einzigen Ton von sich. In Feldkirch machen wir unser Mittagspicknick. Danach führt uns unsere liebe Anna, die Navi-Frau, total im Gaggo (Kakao) herum. Sie führt uns an den Bodensee, dabei wollen wir doch ans Schwarze Meer! Endlich finden wir zusammen mit Anna die richtige Strasse zum Arlberg. Weil so herrliches Wetter ist, möchten wir über den 1800 m hohen Arlbergpass fahren. Im Hotel „Jägeralp“ am Arlbergpass trinken wir einen Kaffee und weiter geht die Fahrt Richtung Innsbruck. In den dunkeln Wolken rumort es, ein Gewitter droht ! Um 17h, in St. Anton, erwischt uns der Regen. Die Sonne sehen wir heute nicht mehr. Um 18h15 finden wir beim Dorf Ötztal im Wald ein schönes Plätzchen zum übernachten. Mein Chauffeur ist müde. Aber er fummelt trotzdem so lange am Radio herum, bis dieser wieder super läuft !!!

unterwegs in Österreich

unser erster Übernachtungsplatz im Dorf Ötztal

Dienstag, 27.8.2019: Ötztal- Obertauern, 2.Tag, 283, 6 km

Beide haben prima geschlafen und ein herrlicher Sonnentag liegt vor uns. Gegen 9h geht es weiter ostwärts, durch das Inntal. In Innsbruck tanken wir 80 Liter Diesel à 1.17 € = heute 1.28 SFr. In Hall befindet sich die Firma „Swarowski“ mit den „Kristallwelten“. Wir fahren leider nur daran vorbei! Das Mittagspicknick vertilgen wir in Kitzbühel. Bis jetzt dachte ich immer es heisse „KITZBÜHL“, aber hier ist überall „KITZBÜHEL“ angeschrieben. Kurzentschlossen fahren wir am Nachmittag mit der „Hahnenkammbahn“ auf den 1680m hohen Hahnenkamm hinauf. Die Aussicht runter auf den Ort Kitzbühel ist gewaltig! Die Bahn kostet hin-und zurück 22.50 € für Rentner, sonst 26.50 €. Dazu kommen noch die Parkplatzkosten je nach Parkdauer (für uns 7.30 €). Oben laufen wir ein wenig herum und schauen uns das Starterhaus für das Hahnenkamm Skirennen an. Puhh, die spinnen wirklich, die Rennfahrer die sich da hinunterstürzen….! Und wir laufen hinunter zur „Mausefalle“. Da ist es noch viel verrückter, wie weit dieser Sprung über eine Kante hinunter (bis 80 m) geht! Mannomann, da wird einem ja schlecht …! Bei der Hocheckhütte trinken wir einen Kaffee und geniessen die herrliche Aussicht ins Tal und auf die Berge. Wir kehren zurück zur Bahn und lassen uns wieder nach unten zum BONSAI gondeln. Gegen 15h30 fahren wir noch ein Stück weiter. Über Zell am See und Bischofshofen erreichen wir gegen 17h45 unseren heutigen Schlafplatz in Obe!tauern, kurz vor dem Tauernpass. Direkt neben dem Camper plätschert ein Bergbächlein vorbei. 

Kloster in Stams (A)

unterwegs in Österreich

in Innsbruck

bei Innsbruck

der Inn bei Innsbruck

unterwegs in Österreich

Burg in Sankt Gertraudi

der Hahnenkamm bei Kitzbühel

wir fahren auf den Berg

aus der Gondelbahn

aus der Gondelbahn

Kitzbühel

Blick aus dem Starthaus des Hahnenkamm-Skirennens

im Starthaus

das Starthaus

beim spektakulären Sprung

Didier Cuche hat diese Abfahrt 4 x gewonnen

in Kitzbühel

die Dachsteingruppe

unterwegs

schlafen am Bergbach

Mittwoch, 28.8.2019: Obertauern–St. Michael im Burgenland, 3.Tag, 191,1km

Ich habe sehr schlecht geschlafen. Der Bergbach neben dem BONSAI!hat zu laut geplätschert! Um 9h20 ist Abfahrt. Gegen 10h kommt die Sonne durch den Hochnebel hervor. In Obertauern, auf der Tauernpasshöhe, auf ca. 1700 m, gibt es einen Espresso. Von hier aus gehen jede Menge Bergbahnen und Skilifte in jede Himmelsrichtung und auf jeden Berg hinauf. Wir fahren dem Fluss Mur entlang. Beim Ort Stadl / Mur steht an einer Brücke angeschrieben: „ Stadl ist stolz auf Holz!“ Ab sofort sind wir in der Steiermark, nicht mehr im Land Salzburg. In Murau machen wir einen Futter-Einkauf. Und später, irgendwo in der Steiermark essen wir unser Mittagspicknick. Hier sieht es aus wie im schweizerischen Emmental. Die Stadt Graz durchfahren wir, ohne anzuhalten. In Graz hätten wir eigentlich Segelbekannte, die wir besuchen könnten, aber leider haben wir keine Adresse oder Telefonnummer. Schade! Es ist jetzt 15h und richtig heiss, 30° und leicht bewölkt. Nach Graz hat es viele schöne Obstplantagen und wir stellen fest, dass man hier „Zwetschken“ schreibt und nicht wie wir es uns gewohnt sind „Zwetschgen“. Ausserdem hat es sehr viele Mais-, Soja- und Kürbisfelder (für Kürbiskernöl). Um 16h45 parken wir in St. Michael im Burgenland, beim Friedhof. Hier ist es schön und friedlich! Und es ist megaheiss, im Bus haben wir über 30°. Puhhh!

Burg in Mauterndorf

Geige in Madling

unterwegs

Stadl ist stolz auf Holz !

wie im Emmental

in Köflach

in Graz

in Graz

in Graz

in Graz

St. Michael im Burgenland

beim Friedhof von St. Michael im Burgenland

Donnerstag, 29.8.2019: St. Michael (A)-Balatonföldvár (H) , 4.Tag, 190,4 km

Dieser Platz war sehr ruhig. Um 7h30 sind wir schon unterwegs. Die Fahrt durch Österreich hat uns sehr gut gefallen. Das Land ist wunderschön, sauber und gepflegt. Trotzdem wollen wir weiter, es zieht uns nach Ungarn, an den Plattensee (Balaton). Die Sonne scheint, es ist leicht bewölkt. 25 km später, um 8h00, sind wir schon in Ungarn. An der Grenze, in Szentgotthárd, kaufen wir bei der ersten Tankstelle eine Vignette für Ungarn (7000 Forint / 23 SFr.) für 10 Tage. Wir tanken nochmals Diesel für 385 Forint /Liter (ca. 1.27 SFr.) und trinken Kaffee. Ab sofort können wir absolut nichts mehr lesen, geschweige denn noch verstehen. Die Ungarische Sprache könnte für uns genau so gut Chinesisch sein! Und Forint (Geld) haben wir auch keine! Sofort nach der Grenze sind die Strassen schlechter. Wir fahren bis zum Plattensee und folgen dort der Südküste des Sees. Wir kommen an Fonyód vorbei, wo wir vor ca. 40 Jahren einmal Ferien verbrachten. Wir hatten zusammen mit Freunden aus der DDR ein Häuschen gemietet. Die Hausbesitzer vermieteten damals ihre Häuser an Feriengäste und wohnten selber während der Sommerzeit in der Garage…! Jetzt fahren wir aber an Fonyód vorbei und erreichen gegen 11h30 unser Ziel, unseren Stellplatz, in Balatonföldvár. Nach dem Mittagspicknick laufen wir ins Zentrum des Ortes um an einem Automaten Forint zu holen. 100 Forint sind ca. 0,33 SFr. Und danach laufen wir an den See, schauen uns die Gegend an und trinken in einem Hotel sehr feinen Kaffee, für zwei Tassen zahlen wir 780 FT = ca. 2.60 SF., da kann man nicht meckern oder? Beim Rückweg verlaufen wir uns dermassen kolossal, dass wir nach 2 (zwei!!!) Stunden Fussmarsch endlich wieder beim BONSAI zurück sind. Und weil das in der Hitze noch nicht anstrengend genug war, steigen wir noch auf den 70 m hohen Aussichtsturm. Der liegt aber zum Glück direkt neben unserem Stellplatz. Eintritt: 1500 FT /Person. Im Turmgibt es ein kleines Museum über die Plattensee-Schiffahrt. Die Aussicht von da oben über den See ist genial! Zurück im Camper schreibe ich diese Zeilen. Wir haben „nur“ 35° im Autoinneren….

wir sind in Ungarn