Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Ans Schwarze Meer 2

Ungarn

angekommen am Balaton / Plattensee

unser Stellplatz

hä ... ???

wir klettern sofort auf diesen Aussichtsturm hinauf

der Skipper übt segeln

Blick auf den Plattensee

vom Aussichtsturm

Blick aus unserem Camperfenster

Freitag, 30.8.2019: Balatonföldvár, 5.Tag

Wir lümmeln den ganzen Tag am und im Plattensee herum und lassen es uns gutgehen. Gegen 13h geht am Nordufer ein Gewitter nieder, aber auf unserer Seite des Sees werden wir davon verschont. Das Mittags-Picknick haben wir mitgebracht und am Abend gehen wir in die nahe „Pizzeria il Napoletano“ essen. Eigentlich möchten wir etwas typisch Ungarisches essen. Leider gibt es aber hier „nur“ Italienisches Essen und so mampfen wir je eine grosse, aber sehr gute Pizza. Und der Serviermann spricht sogar Italienisch mit mir! Heute war ein sehr schwül/heisser Tag mit über 33°.

Der Plattensee: Der in Westungarn liegende Balaton (deutsch Plattensee) ist der grösste Binnensee und der bedeutendste Steppensee Mitteleuropas. Er ist 79 km lang und im Mittel 7,8 km breit. Die Fläche beträgt z. Zt. (2018) 594 km² (14 km² mehr als die des Genfer Sees und 58 km² mehr als die des Bodensees). Bei der Halbinsel Tihany ist der See nur 1,3 km breit. Westlich davon liegen zwei Drittel des Sees. Die durchschnittliche Tiefe beträgt 3,25 m, die maximale Tiefe 12,5 m. Diese geringe Tiefe erleichtert die Durchwärmung; im Sommer kann die Wassertemperatur 30 °C übersteigen. Das Südufer des Sees ist flach, und das Nordufer wird von den Weinbergen am Tafelberg Badacsony und den Ausläufern des Bakony-Gebirges begleitet.

Baden im Plattensee

meine Pizza Funghi mit Peperoni

Abendstimmung über dem Balaton

Samstag, 31.8.2019: Balatonföldvár , 6.Tag

Und auch heute machen wir uns einen total faulen Tag am Strand und im See. Es ist wieder sehr heiss, wie gestern und deshalb geniessen wir das Nichtstun ganz besonders. Am Strand fällt an Paul‘s Brille ein Glas heraus und ich muss ihm als Blindenhund dienen…. Der Optikerladen ist schon geschlossen, es ist Samstag, 17h, und so laufen wir zum Camper zurück, wo Paul‘s Reservebrille liegt. Abends laufen wir in den Ort und essen im Restaurant „Mediterran“ zu Abend. Paul möchte unbedingt ein ungarisches Gulasch essen. Leider ist es ausverkauft. Also nehmen wir „Ungarischen Zigeunerbraten mit Speck“ so steht es auf der Karte. Wir freuen uns auf Braten mit Sauce. Umso erstaunter sind wir, dass wir ein Schnitzel mit Speck obendrauf und Pommes erhalten. Aber gut ist es trotzdem, einfach irgendwie unerwartet. Das Restaurant ist sehr gut besucht, die Leute stehen an, um einen Tisch zu erhalten. Im Dunkeln laufen wir die ca. 30 Minuten zurück zum BONSAI. Es ist immer noch sehr warm um 22h. Heute war es wieder 33° warm.

man beachte das "Ausspucken Schweinemedalions" !!!!! auf der Speisekarte

Zigeunerbraten mit Speck und Pommes

mmm..., Palatschinken mit Vanilleis und Schokosauce, einfach nur köstlich !

Sonntag, 1.9.2019: Balatonföldvár, 7.Tag

Wieder ein sehr heisser Tag, ca. 35°, für Faulenzer. Wir verbringen den Tag am Strand und im See. Heute, wie auch schon gestern, findet hier eine Segelregatta statt. Gegen 17h tröpfelt es ganz kurz und ganz leicht aus einer undichten Wolke. Wir laufen zum Camper zurück und geniessen dort den Abend.

unser Aussichtsturm, 100 m von uns entfernt, am Tag

und in der Nacht

Montag, 2.9.2019: Balatonföldvár, 8.Tag

Weil die Wetterfrösche für Morgen Dienstag einen Wetterumschwung mit Regen und markantem Temperatursturz melden, beschliessen wie, den heutigen Sommertag noch hier am Plattensee zu verbringen. Um 10 h laufen wir in etwa 30 Minuten zum See. Die Sonne scheint vom wolkenlosen Himmel. Wir machen noch einen Abstecher zum Bootshafen und schauen uns die Segelboote an. Danach sind wir wieder am Strand und lassen es uns gut gehen. Mittags kommt starker Wind auf und damit ziemliche Wellen. Aber die Sonne scheint. Die Sache beruhigt sich wieder und es ist 30° warm. Gegen 16h gibt es wieder heftigen, kalten Wind und dazu ziemliche Wellen. Mich friert und wir kehren zum Camper zurück. Heute Abend wollten wir Ungarisches Gulasch essen gehen. Wir trauen unseren Augen kaum, als wir beim Restaurant „Mediterran“ vorbei kommen. Alle Tische sind weg, die grossen Tafeln mit den Speisekarten draussen sind schwarz verhüllt und das Restaurant ist total verrammelt. Also wieder nichts mit Ungarischem Gulasch heute !!! Scheinbar ist der 1. September der Saisonschlusstag hier. Rund um den See blinken die Sturmwarnungen. Es bläst ein saukalter und starker Wind, deshalb gehen wir nur in die „Pizzeria dal Napoletano“ nebenan zum Abendessen. Paul bekommt Lasagne al Forno und ich Canneloni mit Ricotta und Spinat. Beides sehr gut! Wir bleiben nicht lange und sind sehr bald wieder in unserem fahrenden Häuschen.

beim Hafen von Balatonföldvár

fast keine Leute und ruhiges Wasser

eine halbe Stunde später

Dienstag, 3.9.2019: Balatonföldvár - Bugacpuszta, 9.Tag, 202,3 km

Gegen Morgen regnet es ein paar Tropfen. Jetzt bei der Abfahrt von Balatonföldvár regnet es nicht, aber es bläst ein kalter Wind. In Enying machen wir einen kleineren Einkauf und dann geht es weiter ostwärts. Wir fahren über sehr flaches Land mit riesigen Mais- und Sonnenblumenfeldern. Die Häuser in den Dörfern erinnern uns sehr an die frühere DDR. Wir überqueren bei Dunaföldvár die Duna (die Donau) und essen an einem Seitenarm der Duna, bei einem Fischerverein, draussen unser Mittagspicknick. Die Sonne wagt sich knapp hervor, aber es ist trotzdem kühl (20°!). Nach einem Stück auf der superschönen Autobahn erreichen wir schon um 14h30 unseren heutigen Stellplatz. Wir sind in Bugacpuszta auf dem Campingplatz „Bugaci Karikȧs Csárda“. Es sieht nach Regen aus. Den Nachmittag verbringen wir gemütlich beim Camper, das Abendessen gibt es im Restaurant beim Camping. Und nun kommt Paul doch noch endlich zu seiner Ungarischen Gulaschsuppe ! Die scheint sehr gut und mit viel Fleisch zu sein, aber danach muss er mehrmals auf den Topf rennen...! Ich esse Hähnchenbrustfilet gefüllt mit Pilzen und Schafskäse, dazu ein wenig Salat und Pommes. Ich gönne mir zum Dessert einen Palatschinken mit Heidelbeeren. Dieser kommt bei weitem nicht an den Palatschinken von Balatonföldvár heran.

unterwegs in Ungarn

die Sonnenblumen sind verblüht

Das Regenwasser vom Dach geht direkt in den Strassengraben

beim Fischer-Verein

Picknick am Seitenarm der Donau

in der Puszta

Die Puszta, früher eingedeutscht manchmal Pussta geschrieben, ist ein Landschaftsgroßraum in Ungarn, der südwestlichen Slowakei und im heute österreichischen Burgenland. Die Landschaft besteht aus baumarmer Steppe mit stark kontinentalem Klima. Die Puszta ist der westlichste Ausläufer einer eurasischen Vegetationszone (Eurasische Steppe), die sich von hier – mit kleinen Unterbrechungen z. B. durch die Karpaten und den Ural – bis in die Mongolei erstreckt. Glaubte man bis vor kurzem noch, dass die Puszta im 16. und 17. Jahrhundert durch massive Rodung geschaffen wurde, nach der die Landschaft nur noch als Viehweide genutzt werden konnte,hat die ungarische Landschaftsarchäologie dieses Bild in den letzten Jahren und Jahrzehnten eindeutig widerlegt und differenziert. Nach jüngeren Erkenntnissen entstand die Puszta als Waldsteppe vor über 35.000 Jahren, verwandelte sich vor über 8000 Jahren allmählich in eine Grassteppe und breitete sich in den letzten 3000 Jahren durch menschliche Einwirkung schrittweise aus, wobei die Zeit zwischen dem 14. und dem 18. Jahrhundert Bedeutung hat. In der folgenden Zeit, besonders im Laufe des 20. Jahrhunderts, wurde die Puszta für intensive Landwirtschaft kultiviert. Von der alten Steppenlandschaft der Puszta finden sich nur noch wenige grossflächige Gebiete – zum Beispiel der Nationalpark Hortobágy.

Der Begriff „Puszta“ leitet sich vom altslawischen Wort „pust“ ab, was so viel wie „öde“, „wüst“, „leer“ bedeutet. In diesem Sinne kann die Ableitung „Puszta“ mit „Einöde“, „Wüste“, „unfruchtbares“, „brachliegendes“, „verlassenes“ oder „unbebautes Land“ übersetzt werden.

das staubt mächtig !

in der Puszta

schlecht geflickte Strassen

wir sind fast da, in Bugacpuszta

beim Campingplatz

das Restaurant "Karikȧs Csárda“

endlich eine Ungarische Gulaschsuppe für Paul !

Mit Pilzen und Schafskäse gefüllte Hähnchenbrust

Eierkuchen bzw. Pfannkuchen sind Eierspeisen aus Ei, Milch und Mehl, die in einer Pfanne gebacken werden. Durch ihre Bindung mit Mehl unterscheiden Eierkuchen bzw. Pfannkuchen sich von Omeletts. Bekannteste Vertreter der Eierkuchen sind Pfannkuchen, Crêpes, Kaiserschmarren und Palatschinken. Es gibt süsse Pfannkuchen und deftige Eierspeisen. Für die süssen Varianten wird der Zuckeranteil in der Pfannkuchenmasse erhöht.

unser Servierpersonal

alles Männer

Mittwoch, 4.9.2019: Bugacpuszta – Szatymaz bei Szeged , 10.Tag, 70,2km

Heute gönnen wir uns etwas ganz Besonderes. Wir besuchen eine Reiterschau. Um 11h ist Treffpunkt bei der Camping Reception. Von da geht es mit Ross und Wagen in ca. 12 Minuten Holperfahrt zu einem kleinen Museum. Es ist sehr schön gemacht, aber leider alles nur auf Ungarisch angeschrieben. Zum Glück gibt uns die Museums-Wächterin ein Blatt wo die wichtigsten Dinge auf Deutsch beschrieben sind. Die Eichen vor dem Museum sind über 170 Jahre alt. Das ganze Gebiet gehört zum Nationalpark Kiskunság. Vom Museum laufen wir zum Gut, wo die Reiterschau stattfindet. Aber vorher schauen wir uns noch die verschiedenen Tiere des Gutes an. Es hat Esel, Wollschweine, Rinder mit riesigen Hörnern, Schafe und natürlich jede Menge sehr schöne Pferde. Die Reitervorführung dauert etwa 30 Minuten und ist sehr gut gemacht. Ein Bravo an die 6 Reiter. Wir staunen nicht schlecht, als wir zwei 8. Schulklassen aus Wünnewil (FR) antreffen. 26 Schüler und 4 Lehrer. Die machen hier eine Woche einen Schultausch. Im Frühjahr werden dann die Ungarischen Schüler für eine Woche in die Schweiz kommen. Wir finden das super!!! Per Ross und Wagen geht es zurück zum Restaurant und Camping, wo wir um 13h15 eintreffen.

Der Nationalpark Kiskunság (Kleinkumanien) wurde 1975 gegründet und liegt zwischen den Flüssen Donau und Theiß. Er umfasst ein Areal von nahezu 500 km². Ein Grossteil (110 km²) dieses Nationalparks macht das Biosphärenreservat Bugac-Puszta bei Kecskemét aus, das 1979 von der Unesco zum Biosphärenreservat erklärt wurde. Die beiden grössten Seen des Nationalparks, der Kolon-See bei Izsák sowie die Alkali-Seen in Klein-Kumanien, stellen bedeutende Wasserreservate dar.

Wir essen im BONSAI schnell je ein Brötchen mit Käse, Gurken und Tomaten und fahren dann los. Gegen 15h30 sind wir schon in Szatymaz in der Nähe von Szeged. Das Wetter ist herrlich. Wir klettern beim wunderschönen Restaurant „Halászcsárda“ auf den hölzernen Aussichtsturm und schauen über den See. Dieser See scheint früher für die Salzherstellung gedient zu haben. Wir verstehen natürlich wieder einmal nichts von allem was angeschrieben steht. Wir gehen ins Restaurant und fragen, ob wir hier auf dem Parkplatz übernachten dürfen, wenn wir heute Abend im Restaurant essen würden. Der Geschäftsführer ist sehr nett und gibt sein Einverständnis. Toll! Wir trinken sofort jeder einen halben Liter Bier und laufen dann eine ganze Stunde lang zum See, den wir aber nicht finden. Überall hat es einen dichten Schilfgürtel und wir kommen nicht zum See…. Das Abendessen gibt es im Restaurant „Halászcsárda“. Wir müssen unsere letzten ungarischen Forint verputzen und deshalb schlagen wir heute zu. Wir bestellen eine Platte für zwei, die es in sich hat. Wir schaffen nicht einmal die Hälfte des Fleisches und der Kartoffelpogatschen und den Rest packen wir ein. Das gibt nochmals zwei Mahlzeiten für uns. Uaaaahhhh! Uns platzen fast die Bäuche!!!

mit Ross und Wagen geht es los

das Gut in der Puszta wo die Reiterschau stattfindet

das kleine Museum

die Eichen beim Museum sind über 170 Jahre alt

Wollschwein

die Pferde werden vorbereitet

der Pferdestall