Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Ans Schwarze Meer 3

jetzt geht es zurück

und wir fahren Richtung Szeged

und klettern auf diesen Turm

und schauen auf den See

in diesen Töpfen wird Fischsuppe gekocht, 2500 Liter bis 5000 Liter

unser Abendessen: Holzplatte für 2 Personen

wahnsinn!!!

Donnerstag, 5.9.2019: Szeged(H)-Arad (RO), 11.Tag, 116,7 km

Trotz dem „Zuvielessen“ von gestern Abend habe ich sehr gut geschlafen, Paul nicht so besonders. Um 9h, bei herrlichstem Sonnenschein, fahren wir weiter, zuerst durch die Stadt Szeged, wo wir den grossen Fluss Theiss überqueren. und danach über Land. Szeged wäre bestimmt eine schöne Stadt zum Besichtigen, aber wir wollen heute noch nach Rumänien. In Máko investieren wir unsere letzten ungarischen Forint bei Penny und kaufen 18 Liter Mineralwasser und vier Brötchen. Und die ganz allerletzten paar Forint schenken wir der Kassiererin. In Nagylak geht es über die Grenze nach Rumänien. Dies ist ein Land, in dem wir noch nie waren. Die Passkontrolle verläuft problemlos. Wir müssen unseren Uhren um 1 Stunde vorstellen. Also ist jetzt ab sofort 12h10. Wir tauschen Geld in Lei um. 10 Lei sind 2.30 SFr. Dann kaufen wir eine Vignette für die Rumänischen Strassen. Die kostet für 30 Tage 120 Lei (27.60 SFr.). Hier, nach der Grenze sieht es noch genau so aus wie in Ungarn, alles flach, eine riesige Ebene. Ich freue mich auf Rumänien. Hier habe ich wenigstens eine Chance, etwas von der Sprache zu verstehen. Es tönt nämlich manchmal irgendwie wie Italienisch. Wir sind in Rumänien !

 

 

 

Rumänien

noch in Ungarn

der Rumänische Grenzübergang

eine Vignette ist in Rumänien obligatorisch

unterwegs nach Arad

Mais, auf beiden Seiten der Strasse

in Arad

die Mureş

die serbisch-orthodoxe Kirche

innen

wow!

Blick beim Abendessen auf die Mureş

Blick beim Abendessen auf die Fussgängerbrücke

Den Nachmittag verbringen wir in der Stadt mit Besichtigungen. Aus WC-technischen Gründen steuern wir schon bald ein kleines uraltes (von 1913) Restaurant an. Wir bestellen je ein 3 dl Glas offenes Bier vom Fass. Der Serviermann bringt uns zwei Fläschchen Heineken. Wir sagen ihm, dass wir eigentlich Bier vom Fass wollten. O.K. meint er, dann sind die zwei Heineken ein Geschenk des Hauses. Wir sind platt. Das erste Bier, das wir in Rumänien trinken, wird uns geschenkt !!! Arad ist eine schöne Stadt. Besonders angetan hat es uns die Serbisch-Orthodoxe Kathedrale. Die ist sehr schön und innen enorm beeindruckend. Wir können und kaum satt sehen. Überhaupt gefällt uns Arad sehr gut. Wir kehren ganz begeistert zum BONSAI am Ufer des Flusses Mureş zurück. Das Abendessen gibt es heute im Restaurant „Ratio Beach“, draussen, mit Blick auf den Fluss und die Fussgängerbrücke. Paul bekommt eine Pizza Funghi con Proschiutto und ich Polenta mit Käse und Sauerrahm. Scheinbar ist das ein typisch Rumänisches Essen und ich liebe Polenta! Es ist wunderschön hier und das Essen ist gut.

Freitag.6.09.2019: Arad–Lipova -Timișoara,12.Tag, 258,5 km

Wir fahren zuerst nach Lipova, wo wir das Kloster Maria Radna besuchen. Es ist im barocken Stil erbaut und haut uns nicht gerade vom Hocker. Um 15h30 sind wir in Timișoara (Deutsch Temeswar). Wir suchen uns einen Parkplatz für die Nacht und zufällig ist dieser am Bega-Kanal, gegenüber des Polizeigebäudes. Wir fragen einen Polizisten, der gerade draussen vor dem Gebäude steht, ob wir hier für eine Nacht stehen bleiben dürfen. Er ist einverstanden und wir laufen in die Stadt. Timișoara ist eine ziemlich grosse Stadt mit ca. 319‘000 Einwohnern. Sie gehört erst seit 1920 zu Rumänien. Im Dezember 1989 spielten sich in Timișoara blutige Szenen ab, als hier die Revolte begann, die zum Sturz von Ceaușescus führte. Wir laufen durch viele schöne grüne Parks, bis wir endlich zum Domplatz gelangen, der Piața Unirii mit dem römisch-katholischen Dom und der Dreifaltigkeitssäule und gegenüber die orthodoxe Kirche. Auf diesem Platz wurde 1989 Geschichte geschrieben! Jetzt werden rund um den Platz die meisten der barocken Häuser renoviert und es wird ein wunderschöner Platz. Leider bröckelt an vielen Häusern von Timișoara der Putz ab! Als wir wieder beim BONSAI zurück sind, kommt „unser„ Polizist auf uns zu und sagt, wir sollen direkt vor dem Polizeigebäude parkieren. Und das machen wir natürlich sehr gerne und stehen ab sofort unter Polizei-Schutz. Ist doch toll, oder ??? Das Abendessen kochen wir wieder einmal im Camper, wo es auch sehr gut schmeckt.

das Kloster Maria Radna in Lipova

unterwegs

vieles zerfällt

unterwegs

in Timișoara

die Orthodoxe Kathedrale

im Inneren

die Kuppel

in der Stadt

auf diesem Platz fand die Revolution gegen die Ceaușescus statt

die Katholische Kathedrale auf dem gleichen Platz

das Rathaus

auch in Timișoara

Samstag, 7.9.2019: Timișoara–Cheile Nerei Nationalpark, 13.Tag, 205 km

Wir haben prima mit Polizeischutz geschlafen. Es regnet leicht, als wir um 9h15 Timișoara verlassen. Aber kaum sind wir raus aus der Stadt regnet es schon nicht mehr. Wir fahren durch viele kleine Dörfer. In diesen ist es überall sehr sauber. Aber kaum ist man ausserhalb der Dörfer….! Wir sehen imposante, riesige Villen, aber es hat mehr Häuser und Industriegebäude, die am Zerfallen sind. Die gammeln still vor sich hin. Es werden aber auch viele neue kleine Häuslein gebaut und oft bunt angemalt. Im Ort Reșita machen wir Halt und schauen uns, nachdem wir es endlich gefunden haben, das Freilichtmuseum für Lokomotiven an. Reșita war einst eine berühmte Stahlstadt und hier wurden Lokomotiven gebaut. Es ist interessant, die alten Stahlrösser hier zu besichtigen. Danach tanken wir 88,6 Liter Diesel à 5.64 Lei (1.29 SFr. oder 1.19 €). Anschliessend wird gepicknickt. Es ist bewölkt, aber drückend, schwülheiss, 28°. Wir fahren über viele Hügel und in Anina, auf 600m Höhe, gibt es einen Kaffeestopp und wir kaufen in einem Tante-Emma-Laden (wie früher) Eier und kleine Gurken. Um 16h30 sind wir im Cheile Nerei Nationalpark (Eintritt 5 Lei / Person = 1.15 SFr.). Aber die Fahrt bis hier her hat es in sich. Paul muss etwa 30 km über grottenschlechte Strassen fahren, voller mächtiger Schlaglöcher. Und die letzten 5 km geht es fast im Schritttempo über eine elende, löchrige Schotterstrasse. Gott sei Dank hat Paul zu Hause unsere Trittstufe noch abgeschraubt! Unterwegs läuft uns ein Fuchs über den Weg. Der fragt sich bestimmt auch, was wir hier mit unserem BONSAI-Camper wollen. Paul ist komplett k.o. Wir sind beide froh als wir auf dem „Valea Beiului“ WOMO-Campingplatz ankommen. Nach einer kurzen Trinkpause hören wir der Blasmusik einer Gruppe Knaben zu, die hier ein Ständchen geben. Es tönt manchmal ein wenig schräg, aber schön ist es trotzdem. Die Sonne scheint bei leichter Bewölkung. Wir beobachten ein junges Paar (vielleicht so zwischen 20 und 30), das zwei grosse schwarze Plasticksäcke voll Müll auf dem ganzen Campingplatz zusammen sammelt. Bravo! Wir sind beeindruckt und sagen es den beiden aber auch. Abendessen gibt es heute im Bus, der Chef kocht höchstpersönlich! Wir haben hier keine Internet-Verbindung, sind ja schliesslich Mitten in der Wildnis.

Schlafen mit Polizeischutz

unser neues Auto

in kleinen Dörfern

das Bahnwärterhäuschen hat schon bessere Zeiten gesehen

Gegensätze....

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in Reșita, eine Fabrik die zerfällt

in Reșita