Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Ans Schwarze Meer 5

Mittwoch, 11.9.2019: Rȃmnicu Valceȃ – Sibiu , 17.Tag, 96,2 km

Als wir heute aufstehen, merken wir, dass unser Trittschemel weg ist. Einfach weg, vermutlich geklaut! Aber wir sind selber Schuld, wir haben gestern Abend vergessen ihn ins Auto zu nehmen. Abfahrt ist um 9h. Wir sind jetzt in Siebenbürgen/Transsylvanien. Es ist leicht bewölkt, 17°, jetzt um 9h. Wir folgen dem Fluss Olt fast bis nach Sibiu (auf Deutsch Hermannstadt). In Sibiu kaufen wir bei DEDEMAN (so etwas wie Hornbach) einen neuen Trittschemel, damit wir bequem einsteigen können. Danach fahren wir in die Stadt und parkieren um 11h30 mitten im Zentrum. Von hier laufen wir in die Altstadt und sind den ganzen Nachmittag mit Besichtigen beschäftigt. Mittagessen gibt es im Café Wien. Kaum sind wir aus dem Restaurant, begegnen wir dem Deutschen Zimmermanns-Gesellen Josef aus Bremen. Er trägt die Kluft der Hamburger Wandergesellen. Da mein ältester Bruder Zimmermann und so ein Wandergeselle war, interessiert es uns sehr, was Josef uns zu erzählen weiss. Er wohnt zur Zeit hier in diesem Haus, das extra für die Hamburger Handwerks- und Wandergesellen offen steht. Sibiu hat eine wunderschöne Altstadt und wir sind begeistert. Sehr schön, auch wenn an vielen Häusern der Putz abbröckelt.! Die Sonne scheint und es ist heiss. Abendessen im Camper. Sibiu (Hermannstadt) ist eine Stadt in Siebenbürgen, im geografischen Zentrum Rumäniens, mit ca. 400‘000 Einwohnern.Sie ist für die Germanische Architektur in der Altstadt bekannt, ein Erbe der sächsischen Einwanderer aus dem 12. Jahrhundert.

in Sibiu

in Sibiu, Katholische Kirche (rechts) und Rathaus (links)

Piatja Mare in Sibiu

Evangelische Kirche mit 73 m hohem Turm

Blick auf die untere Altstadt von Sibiu

Blick aus dem WC-Fenster des Restaurant Café Wien

mit Josef beim Haus für die Gesellen

in der unteren Altstadt

der Hund ist echt

der Töpferturm

der Zimmermannsturm

Donnerstag, 12.9.2019: Sibiu- Campulung, 18.Tag, 204,5 km

Eigentlich könnten wir schon um 8h30 los. Aber es dauert, bis ich den Automaten für die Parkgebühr bezahlen kann. Für uns kostet es 44 Lei (ca.11 SFr.) für 22 Stunden parken. Der Apparat frisst nur 1 Lei und 5 Lei Noten. Also füttere ich ihn mit 4 mal 5 Lei Noten und danach mit 24 (!!!) 1 Lei Noten (1 Lei sind 23 Rappen). Und wenn dem blöden Kasten die Lei-Note nicht passt, spuckt er sie einfach wieder aus! Mann, das nervt! Und so dauert es ewig, hinter mir bildet sich schon eine Kolonne von Parkern die ihre Gebühr bezahlen wollen. Endlich habe ich es geschafft und wir können um 8h40 los fahren. Uff! Es ist leicht bewölkt und 14° kalt. In Cincşor (auf Deutsch: Kleinschenk) besichtigen wir eine Kirchenburg. Sehr eindrücklich, wie die sich damals in den Kirchen verschanzt und verteidigt haben. Eintritt 10 Lei (2.30 SFr./Pers.). In Fӑgӑraş füllen wir bei Lidl den Kühlschrank wieder einmal auf. Von 13 h bis 15 h sind wir in der Burg Bran, bei Graf Vlad Dracul Tepeş (kurz Dracula!) im Schloss. Es ist schwierig einen Parkplatz zu finden aber wir es schaffen es. Der Eintritt zur Burg kostet für Rentner 30 Lei (6.90 SFr.), sonst 40 Lei (9.15 SFr.). Es hat sehr viele Leute und der Rundgang ist nicht sehr entspannend, aber trotzdem interessant. Ich möchte nicht wissen, wie es hier in der Hochsaison aussieht…!Nach dem Burgbesuch gibt es unten im Dorf einer Espresso und für mich eine Crêpe mit Schokolade. Um 16h sind wir auf einer kleinen Passhöhe auf 878 m. Wir parkieren hier auf einem grossen Parkplatz bei einem Monument vom Ersten Weltkrieg. Und hier werden wir heute übernachten.

unterwegs

Besuch bei der Kirchenburg Cincşor (auf Deutsch: Kleinschenk)

Blick vom Turm

beim WC-Häuschen

in Fӑgӑraş

die Leute verkaufen, was sie im Garten übrig haben (hier Kartoffeln)

Kartoffelernte

in Bran, zu Besuch bei Graf Dracula

Vlad III. Drăculea

Vlad III. (* um 1431 angeblich in Schäßburg (rumänisch Sighișoara); † um die Jahreswende 1476/1477 bei Bukarest) war 1448, 1456–1462 und 1476 Woiwode des Fürstentums Walachei. Sein Beiname Drăculea (deutsch „Der Sohn des Drachen“ von lateinisch draco – „Drache“) leitet sich nach der von Historikern am häufigsten akzeptierten These von der Mitgliedschaft seines Vaters Vlad II. Dracul im Drachenorden Kaiser Sigismunds ab. Dieser Beiname wurde bisweilen auch als „Sohn des Teufels“ verstanden, da das rumänische Wort drac auch Teufel bedeutet. Historische Bekanntheit erlangte Vlad III. zum einen durch seinen Widerstand gegen das Osmanische Reich und dessen Expansion auf dem Balkan, zum anderen wegen der ihm nachgesagten Grausamkeit. In Prosaerzählungen des 15. Jahrhunderts wird er in agitatorischer, politisch-polemischer Weise beispielsweise als Menschenschlächter, der „dy iungen kinder praten“ ließ, dargestellt. Er soll eine Vorliebe für Hinrichtungen durch Pfählung gehabt haben, die ihm in christlichen Gebieten posthum, ca. 1550, einen weiteren Beinamen einbrachte: Țepeș [ˈtsepeʃ] (deutsch „Pfähler“).

Die ursprünglich politisch motivierten Legenden über angebliche Gräueltaten des Woiwoden fanden während des 15. und 16. Jahrhunderts besonders im deutschen und russischen Raum weite Verbreitung. So dürfte Vlad III. auch den irischen Schriftsteller Bram Stoker zu seiner Romanfigur Dracula inspiriert haben.

der Innenhof

im Schloss

hat es sehr schöne Öfen

hier schlafen wir heute

Blick aus dem BONSAICAMPER

Freitag, 13.9.2019: Campulung - Bukarest, 19.Tag, 145,2 km

Achtung, heute ist Freitag der 13. !!! In der Nacht lärmen ein paar Jugendliche auf dem Parkplatz herum. Aber wir werden zum Glück nicht belästigt. Um 8h45 sind wir abfahrbereit, die Sonne scheint, bei kühlen 14°. In Tȃrgoviste Deutsch: Tergowisch) machen wir einen kurzen Halt. In dieser Stadt wurde Geschichte geschrieben: Hier wurden am 25. Dezember 1989 nach dem Urteil eines Militärtribunals der gestürzte kommunistische Diktator Nicolae Ceaușescu und seine Ehefrau Elena hingerichtet.

Durch sehr weite Ebenen fahren wir nach Bukarest, wo wir gegen 14h beim Camping Casa Alba ankommen. Es ist sehr heiss, 30 °. Jetzt machen wir erst einmal gar nichts, lesen nur die Mails und ich schreibe diese Zeilen. Seit fast einer Woche hatten wir keine Internetverbindung mehr und ich habe für die Homepage sehr viel nachzuholen.

es hat viele unfertige Häuser, aber sie sind bewohnt

Haus mit Ziehbrunnen

echte Zigeuner

der Bahnhof von Tȃrgoviste

ha, das Polizeiauto ist aus Karton