Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Ans Schwarze Meer 8

in Varna

Wir haben es geschafft! Wir haben unser Ziel, das Schwarze Meer erreicht. Aber nun, da wir hier sind, sind wir beide ein wenig enttäuscht. Der Campingplatz ist ziemlich mies! Die Hotels und Restaurants fast alle geschlossen. Der Strand menschenleer und die Buden werden abgebaut. Sogar der Supermarkt ist zu und dazu weht ein saukalter Wind. Wir stellen uns vor, wie voll es hier im Sommer ist. Schrecklich ! Aber genau so schrecklich ist jetzt diese trostlose Leere!

Die Rezeprtion vom Camping "Eforie Nord"

da stehen wir im Camping "Eforie Nord"

alles ist ein wenig windschief

wir sind am Schwarzen Meer !

geschafft !

das Schwarze Meer

der Strand bei Eforie Nord

alles wird weg geräumt

das sind die Sonnenschirme

nein, da stehen noch ein paar

Donnerstag, 19.9.2019: Eforie Nord (RO) – Krapec (BG), 25.Tag, 77,4 km

Es ist 9h30 als wir von diesem grauslichen Camping losfahren, stark bewölkt, Wind, 20°. Später, im Dorf „2.Mai“ (so heisst das wirklich!), ganz kurz vor der Grenze zu Bulgarien tanken wir 50 Liter Diesel à 270 Lei (1.32 SFr.), um unser Rumänisches Geld loszuwerden. Vama Veche ist der letzte Ort in Rumänien, bevor es über die Grenze nach Bulgarien geht. Um 12 h sind wir an der Grenze. Bei der Ausfahrt aus Rumänien müssen wir die Schiebetüre am Auto und die WC-Türe öffnen. Die Bulgaren interessiert das alles nicht. Wir wechseln Geld in Leva um. 1 Leva sind 0,56 SFr. oder 0,51 €. Nun müssen wir noch eine Vignette für die Strassen kaufen. Die kostet für einen Monat 30 Leva ( ca. 17 SFr.). Rumänien hat uns gut gefallen. Alle Vorurteile, die wir hatten, haben sich in Luft aufgelöst. Das Land ist viiiiel fortgeschrittener und moderner und auch viel sauberer (!) als wir erwartet hatten. Das mit der Sprache ist ein wenig schwierig. Wenn ich etwas Geschriebenes lesen kann, verstehe ich (vom Italienischen her) Einiges, aber wenn die Leute sprechen verstehe ich nur „Bahnhof“. Bahnhof heisst übrigens Gâra. Viele, vor allem junge Leute, sprechen Englisch. Die Autofahrer respektieren keine Verkehrsregeln, besonders nicht die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Es hat supergute Strassen, aber auch höllenschlechte !!! Aber die EU bemüht sich kräftig, die Zustände zu verbessern. Auf jeden Fall ist Rumänien eine Reise wert und deshalb von uns ein: Drum bun und la revedere ! (Gute Fahrt und auf Wiedersehen)! Wir sind in Bulgarien!

Bulgarien

die Grenze zu Bulgarien

Um 12h45 sind wir in Kropec auf dem Campingplatz. Das Wetter ist grau in grau, es nieselt zwischendurch ganz leicht, und das Schwarze Meer ist wirklich schwarz! Und weil es so trostlos ist, gibt es zum Abendessen ein Fondue.

am Schwarzen Meer in Bulgarien

Freitag, 20.9.2019: Kropec- Varna , 26.Tag, 125,6 km

In der Nacht fängt es irgendwann an zu regnen. Meine unzähligen Mückenstiche plagen mich heftig. Sie jucken und brennen elend! Paul hat keinen einzigen Stich abbekommen, alle nur ich! Die blöden Viecher stürzen sich alle auf mich um mich auszusaugen… Um 9h20 fahren wir los. Es regnet, 14°. Es ist trostlos grau, aber Regen ist hier bitternötig. Wir besuchen das Kap Kaliakra. Eintritt: 2 Leva / Person. Die Felsen ragen bis zu 70m aus dem Meer und es bietet sich ein wunderschöner Blick auf das Schwarze Meer. Jetzt regnet es nicht mehr, es ist nur noch kalt und windig. Sogar Paul hat eine lange Hose angezogen. Wir laufen zum Kap. Im Restaurant dort trinken wir aus WC-technischen Gründen einen Espresso und laufen wieder zurück zum BONSAI. Inzwischen sind viele grosse Reisebusse angekommen. Wir picknicken und fahren weiter nach Balchik. Je südlicher wir kommen, desto mehr hellt es auf und um 12h30 scheint schon wieder die Sonne. In Balchik spazieren wir zum schönen Schlösschen der Rumänischen Königin Maria und schauen es uns nur von aussen an. Und weiter geht unsere Fahrt nach Varna. Nördlich der Stadt parkieren wir unseren BONSAI gegen 15h an einem schönen Plätzchen direkt am Meer, am Goldstrand und laufen eine Stunde lang dem Strand entlang. Das Meer ist sehr bewegt und es rollen mächtige Brecher ans Land.

es regnet

am Kap Kaliakra

in Kavarna

, in Balchik, hier wohnte einst die Rumänische Königin Maria

Balchik

es hat viele Bauruinen

Samstag, 21.9.2019: Varna, 27.Tag

Heute kommen wieder einmal unser E-Scooter zum Einsatz. Um 10h machen wir uns damit auf den 4 km langen Weg zum Hafen von Varna. Das Wetter ist herrlich schön, aber es bläst ein kühler Wind. Im Hafen schliessen wir unsere beiden E-Scooter mit einem Kabel um einen eisernen Pfahl an und schauen uns den Hafen an. Danach laufen wir in die Stadt, zum Gemüsemarkt und zur orthodoxen Maria-Himmelfahrt- Kathedrale. In dieser findet zufällig gerade ein Hochzeit statt und wir schauen kurz zu. Von da schlendern wir durch die wunderschönen Fussgängeranlagen zurück zum Meer. Hier essen wir im „Casa Felice“ eine Kleinigkeit. Den Kaffee und das Dessert gibt es im Restaurant „Mr.Baba“. Das Restaurant hat die Form einer Galeone aus dem 15.Jahrhundert, in Originalgrösse. Wir sitzen oben auf dem Deck und geniessen die Sonne. Mit unseren Scootern sausen wir zurück zum BONSAI. Paul stürzt sich sofort mutig in die Fluten des Schwarzen Meeres. Ich vertage das lieber auf Morgen.

im Hafen von Varna

die US Navy ist auch da, mit der YUMA

das Heck der YUMA

in der Stadt Varna, das Theater

das Opernhaus

die Maria-Himmelfahrt-Kathedrale

eine orthodoxe Hochzeit ist im Gange

der Chor singt