Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Ans Schwarze Meer 9

in Varna

hier gibt es Kaffee und Kuchen

Sonntag, 22.9.2019: Varna, 28.Tag

Wir haben „frei“ und machen uns einen faulen Tag am Strand vom Schwarzen Meer. Heute ist in Bulgarien ein Feiertag: Der Unabhängigkeitstag.

Das Schwarze Meer ist ein zwischen Südosteuropa, Osteuropa und Vorderasien gelegenes Binnenmeer, das über den Bosporus und die Dardanellen mit dem östlichen Mittelmeer verbunden ist. Zuflüsse sind Donau, Dnister, Dnepr. Die Anrainerstaaten sind im Uhrzeigersinn die Ukraine, Russland, Georgien, Türkei, Bulgarien und Rumänien. Es ist bis 2212 m tief (Mittlere Tiefe 1253 m) und hat eine Fläche von etwa 436.400 km². Der Rauminhalt des Schwarzen Meeres beträgt 547.000 km³.

Es gibt zwei Erklärungen zur Herleitung des Namens Schwarzes Meer: Die erste Deutung bezieht sich konkret auf die Beobachtung einer schwarzen Färbung des Wassers, die vor allem im Sediment sichtbar ist. Dies geht auf sulfatreduzierende (sulfidogene) Bakterien zurück, die durch ihre chemische Aktivität Schwefelwasserstoff aus Sulfat bilden; zusammen mit Eisenionen bilden sich dadurch Eisensulfide. Analog lässt sich der Name des Roten Meeres vielleicht aus den dort vorkommenden Rotalgen ableiten. Dies war mutmasslich auch der Ursprung des biblischen Namens „Blutmeer“.

Eine zweite, historische Deutung führt den Namen hingegen auf ein in der Antike übliches System zurück, das die Himmelsrichtungen symbolisch durch Farbwörter bezeichnete, wobei „schwarz“ für den Norden stand, so wie die Bezeichnung des Südens „rot“ war. Sprecher, die dieses System verwendet haben, hätten also südlich des Schwarzen und nördlich des Roten Meeres wohnen müssen, um diesen die entsprechenden Namen zu geben.

die Saison ist auch in Bulgarien fast vorbei

Montag, 23.9.2019: Varna, 29.Tag

Wir schalten nochmals einen „Faultuntag“ am Strand ein.  Das heisst, am Morgen fahren wir die 4 km mit unseren E-Scootern nach Varna. Wir wollen irgendwo “richtig“ Bulgarisch essen. Aber das ist viel schwieriger als gedacht. In den Fussgängerzonen finden wir jede Menge Restaurants wie Starbucks, Subway, Mc… usw. aber in die wollen wir nicht. Aber durch die Suche entdecken wir wunderbare Fussgängerzonen in Varna. Zum Schluss landen wir wieder im Hafen, in einem Griechischen Restaurant !!!… Wir essen zusammen einen grossen Griechischen Salat als Vorspeise und danach Paul „Grosi‘s Fleischbällchen mit Pilzsauce und Kartoffeln“. Ich ein Fischfilet mit Pommes und kleinem Salat. Auch wenn es nicht Bulgarisch ist, war es gar nicht sooo schlecht! Auf dem Rückweg zu unserem Strand, rennt plötzlich ein kleiner Junge vor den Augen seines Vaters in Paul‘s E-Scooter. Paul bremst, aber trotzdem fallen beide um. Paul auf ein Knie, das jetzt aufgeschürft ist. Dem Kleinen ist nichts passiert, er ist nur erschrocken. Ich frage Paul:“ Hast du dich verletzt?“ Er antwortet: “ Nein, aber jetzt habe ich eine moderne (zerrissene!) Hose! Gegen 13h30 sind wir zurück am Strand und geniessen das schwarze Meerwasser und die Sonne, bis es gegen 16h30 bewölkt und kühl wird. Gestern war ja in Bulgarien ein Feiertag: der Unabhängigkeitstag. Aber komischerweise hat es heute, am Montag, noch viiieeeel mehr Fischer und andere Leute hier an unserem schönen Plätzchen, wo wir logieren.

am Strand

"unser" Strand

Blick aus dem BONSAI-Fenster

Dienstag, 24.9.2019: Varna- Ruse , 30.Tag, 216,3 km

Es regnet. Dadurch fällt es  uns sehr viel leichter, diesen schönen Ort am Schwarzen Meer zu verlassen. Wir wären am liebsten noch ein paar Tage länger hier geblieben. Aber so machen wir uns halt auf den Heimweg !!! Varna ist schön: Es hat viele Blumenrabatten, Pärke, Fussgängerzonen, Flaniermeile, und Springbrunnen. Bei der Ausfahrt aus der Stadt, in den Vororten, sieht es zwar viel weniger schön aus. Vieles gammelt vor ich hin. Die Strassen sind in Bulgarien genau so wie in Rumänien zum Teil sehr gut, zum Teil aber überaus schlecht. Auf jeden Fall muss die EU noch sehr viele Moneten schicken, um alle Strassen hier zu sanieren! Etwa 20 km westlich von Varna besuchen wir den „Versteinerten Wald“, Eintritt 3 Leva/Person (ca.1.70 SFr.) Wir haben Glück, es regnet gerade nicht. Sehr eindrücklich diese Steinbäume! Wir fahren weiter durch hügelige Landschaft mit enorm riesigen Feldern. Shumen ist eigentlich nicht eine besonders schöne Stadt. Es hat viele scheussliche Plattenbauten aus der sozialistischen Regierungszeit. Aber es hat eine sehr schöne osmanische Moschee, 1744 errichtet. Diese wollen wir uns anschauen. Eintritt 4 Leva/Person (2.25 SFr.). das ist ja eigentlich nicht viel, aber trotzdem sind wir ein wenig enttäuscht. In unserem Reiseführer steht, dass man sich die ganze Moschee mit Innenhof und Glockenturm usw. ansehen darf. Wir dürfen „nur“ den Gebetsraum besichtigen, sonst nichts. Dieser ist aber wirklich wunderschön. Und nun geht es zu Lidl (ja, der ist auch da!) in Shumen zum Einkauf und zum picknicken auf deren Parkplatz. Wir müssen am Bancomaten noch ein paar Leva besorgen und weiter geht die Fahrt nach Ruse. Es regnet nicht mehr. Um 15h45 sind wir in Ruse auf dem Parkplatz vom „Grand Hotel Riga“, direkt an der Donau. Ruse liegt an der Rumänischen Grenze. Nach einem kurzen Trunk im Auto laufen wir fast 2 Stunden der Donau entlang und durch die Stadt. Zurück im Bus wird vom Chef Abendessen gekocht.

beim versteinerten Wald

in Shumen, die Tombul Moschee von 1744

die Kuppel von Innen

Shumen ist nicht besonders schön

riesige Felder

in Ruse

hier wird ein Film gedreht

die Donau in Ruse, da drüben ist Rumänien

auch in Ruse

Mittwoch, 25.9.2019: Ruse-Etara, 31.Tag, 187,5 km

Wir bezahlen im Hotel Riga die Parkgebühr von 7 Leva (knappe 4 SFr.) für 18 Stunden parkieren hier. Eigentlich wollten wir noch bis nach dem Mittagessen hier in Ruse bleiben. Der Plan war, dass wir in einem Restaurant-Schiff an der Donau Mittagessen und danach weiterfahren würden. Aber es ist grau in grau, zwar kein Regen, aber trotzdem sehr unfreundlich. Also ziehen wir es vor, um 9h40 weiterzufahren. Hier in Bulgarien haben wir ein gewaltiges Sprachproblem! Wir verstehen nämlich NICHTS, rein gar NICHTS ! Und dazu kommt noch die Kyrillische Schrift, die wir nicht lesen können. Zum Glück sind die meisten Dörfer auch mit Lateinischen Buchstaben angeschrieben. In den Restaurants, wenn nicht in ganz kleiner Schrift auch etwas auf Englisch geschrieben steht, müssen wir nach „Bildli“ bestellen…. In IVANOVO besichtigen wir die Felsenkirche. Sehr eindrücklich sind vor allem die Fresken und die Höhe, wo sich die Kirche im Felsen befindet. Eintritt 5 Leva/Person (2.85 SFr.). Heute herrscht unterwegs ein Grossaufgebot an Polizei. Überall stehen sie an den Strassen und machen (vermutlich) Geschwindigkeitskontrollen. Um 14h30 sind wir an unserem heutigen Ziel, dem Etara Freilichtmuseum. Wir stellen den BONSAI für 2 Leva (1.12 SFr.) auf den Parkplatz und besuchen sofort das wunderschöne Freilichtmuseum, Eintritt 5 Leva/Person (2.85 SFr.). Wir staunen nicht schlecht, als wir von überall her Berndeutsch hören! Wir treffen auf eine Bulgarische Grossfamilie, etwa 18 Personen, die aber seit 30 Jahren in der Schweiz, in Münchenbuchsee lebt. Wir trinken mit ihnen in einem Museumskaffee türkischen Kaffee und unterhalten uns angeregt. Der Kaffee wird von den netten Leuten spendiert. Und nochmals sind wir überrascht, dass es von anderer Seite wieder Berndeutsch tönt. Eine Familie aus Moosseedorf, mit Bulgarischem Schwiegersohn ist hier zu Besuch. Und heute schaffen wir es endlich doch noch: wir essen „richtig Bulgarisch“ zu Abend. Direkt bei unserem Parkplatz hat es ein Restaurant, das „Mexaha“ und dort essen wir ein „Kawarma“. Mmm…! Ein Eintopfgericht mit Schweinefleisch, Tomaten, Chilischoten (!!!!), Peperoni, Pilzen und Ei. Es wird in einem Töpfchen serviert und wir essen dazu frisches, warmes Knoblauch-Brot aus dem Steinofen und es ist einfach nur köstlich.

wir verstehen überhaupt nichts !

hier wohnen wir, direkt an der Donau

wir treffen auf eine kleine Schlange, aber sie hat mehr Angst als wir

in diese Felsen wurde die Felsenkirche gehauen

die Felsenkirche liegt 30 m hoch über der Schlucht

Fresken in der Felsenkirche von Ivanovo, das Abendmahl, gemalt im 13.ten Jahrhundert

unterwegs

es wird Herbst