Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Elche 2

Sonntag, 8.12.2019: Pueblonou im Ebro Delta - Benissa , 7.Tag, 309,6 km

Wir haben beide sehr, sehr schlecht geschlafen. Bei mir hat die viele Paella im Bauch herumrumort…! Aber es ist wieder ein herrlicher Morgen, die Sonne scheint, bei 8°. Wir fahren um 8h50 los und verlassen (leider) das bezaubernde Ebro-Delta. Nun fahren wir vorbei an schönen Orangenplantagen, riesigen Artischockenfeldern, hie und da einem Khakigarten mit den bunten Früchten und natürlich immer wieder Olivenbäumen. Später müssen wir uns kurzzeitig ein paar Kilometer durch dicken Nebel tasten. Beim Mittagshalt ist es wunderbare 18° warm. Irgendwo unterwegs kaufen wir einen Sack (2,5 kg) voll Orangen. Um 14h sind wir schon beim Stellplatz in Benissa, viel früher als wir gedacht hatten. Hier werden wir übernachten. Paul füllt Wasser auf und danach machen wir einen langen Spaziergang. Wir umrunden die mächtige Kathedrale von Benissa und kehren zum BONSAI zurück. Benissa ist wie ausgestorben! Im Camper gibt es als Apéro einen feinen Orangen-Rum-Drink den Paul kreiert hat.

unterwegs nach Süden

der Nebel schleicht heran

in Oliva

die Kathedrale von Benissa

in Benissa

Montag, 9.12.2019: Benissa - Moraira, 10,7 km, 8.Tag

Am Nachmittag besuchen wir unsere Freunde Ruth und Heinz in Moraira. Wir freuen uns und es ist jedesmal, wie "nach Hause kommen"! Und wir werden sofort zu Kaffee und Kuchen eingeladen und natürlich haben wir wieder jede Menge zu erzählen. Wir dürfen mit unserem BONSAICAMPER im Hof stehen und da auch übernachten. Merci vielmals an die beiden !!!

in Moraira

Dienstag, 10.12.2019: Moraira, 9.Tag

Ich bin doch echt ein tolpatschiger Hansguckindieluft....! Ich habe bei einer Treppenstufe den Fuss nicht genug hochgehoben und knalle voll mir der "Birne" auf den harten Plattenboden. Im Moment sieht es gar nicht so schlimm aus, auch wenn es ziemlich schmerzt. Aber bis zum Abend wird die Schwellung immer grösser und dunkler.

mein neues Passfoto....

Mittwoch, 11.12.2019: Moraira, 10.Tag

Ich habe trotz lädierter Stirn und jetzt ziemlich geschwollenem Auge ganz gut geschlafen. Mein Auge sieht jetzt echt nach einem Boxkampf aus!

Zum Mittagessen werden wir heute von Ruth mit feinen Dörrbohnen, Saucissons und Kartoffeln bekocht. Zum Kaffee gibt es von Ruth selbstgemachte Bretzeli. Mmm, merci vielmals Ruth und Heinz! Gut war's und gemütlich auch noch!

mmm..., ein Sonntagsessen!

Donnerstag, 12.12.2019: Moraira, 11.Tag

Das Wetter lässt sehr zu wünschen übrig! Es ist bewölkt und es weht ein ziemlicher Wind, aber es regnet nicht. Am Nachmittag laufen wir ins Dorf, zum "Chinesenladen". Paul will eine Halterung basteln, wo er sein i-Pad gut und sicher verstauen kann. Und ich kaufe mir eine Agenda für das Jahr 2020. Die ist zwar auf Spanisch, aber das stört mich nicht. Ich finde in der Schweiz sind die Agenden und Kalender viiiiel zu teuer.

Bananen

Orangen

Freitag, 13.12.2019: Moraira- Forna, 12.Tag

Es ist stark bewölkt, ca. 15°, kein Regen, aber es weht ein kräftiger Wind. Um 12h30 machen wir mit Ruth, Heinz und Momo einen Ausflug nach Forna. Momo ist der Nachbar von Ruth und Heinz und wohnt sonst das Jahr über in Paris. Nach dem wir alle fünf im Renault Scénic Platz gefunden haben chauffiert uns Momo nach Anweisung von Heinz nach Forna.

Forna ist ein kleines, sehr schönes Dorf in den Bergen und liegt an einem der St. Jakobs-Pilgerwege, die nach Santiago de Compostela führen. Über dem Dörfchen, auf 232m Höhe, thront eine stattliche Burg, das Castillo de Forna vom Ende des 12. Jahrhunderts. Bis über 15 Meter Höhe steht die Burg noch unverändert im Originalzustand und ist damit die am besten erhaltene Burg in der Provinz Alicante. Der Ursprung der Burg Forna, als am Ende des 12. Jahrhunderts der Nordostturm errichtet wurde, liegt in der Zeit der Almohaden. Die Burg befindet sich an einer strategisch bedeutenden Stelle, von der aus ein wichtiger Verkehrsweg überwacht werden konnte.

Aber wir haben Hunger und wenden uns lieber dem typisch spanischen Restaurant "Nautilus" zu, wo wir zu Mittag essen. Wir nehmen alle fünf das Tagesmenü. Es gibt Brot mit Aioli, Tomaten und Oliven. Wir essen natürlich wieder mal viel zu viel vom frischen Brot und dem Aioli!!! Dann gibt es einen gemischten Salat. Paul und ich haben zur Vorspeise Maccaroni, die anderen drei Fischsuppe. Zur Hauptspeise gibt es für Paul und mich Poulet, Pommes und ein wenig Gemüse. Die Fischesser bekommen Calamares mit Pommes und wenig Gemüse. Zum Dessert eine Art Vanillecrème oder Kaffee. Mit viel zu vollen Bäuchen sind wir um 17h wieder zurück in Moraira. Abendessen gibt es heute keines!

das Castillo de Forna

Forna von der Burg aus

in Forna

am Jakobsweg

hier essen wir

Sonntag, 15.12.2019: Moraira, 14.Tag

Paul und ich machen einen schönen, langen Spaziergang. Das Wetter ist herrlich. Im Dorf essen wir beim englischen Restaurant "Reflections" draussen an der Sonne ein typisch englisches Essen in Spanien. Eigentlich verrückt, aber es schmeckt trotzdem sehr gut! Paul nimmt einen Teller voll "Spicy potato wedges" (scharfe Kartoffelkeile) mit Ketchup (für mich grrrr....! aber ihm schmeckts) und ich bekomme "eine Sheperd's Pie" (Hackfleischauflauf mit Kartoffelhaube), dazu grasgrüne Erbsli und Pommes. Es ist prima! Scheinbar haben wir heute unsere "Englischen Tag". Auf dem Rückweg trinken wir im Restaurant "Monroes Carvery" einen Kaffe (auch draussen an der Sonne) und ich geniesse dazu einen "Apple Crumble" (Saftige Äpfel, leckerer Mandel-Streusel und zum Abschluss noch ein Schuss Vanillesosse. Und das Ganze direkt heiss aus dem Ofen! Sehr gut!

ein englisches Mittagessen in Spanien

Apple Crumble

so parkiert man auf Spanisch, auf dem Fussgängerstreifen

Dienstag, 17.12.2019: Moraira, 16.Tag

Oh je, ich erlebe am Abend beim Würfeln eine unglaubliche Niederlage! Aber da ich ja eigentlich im Grunde ein positiver Mensch bin, sage ich es jetzt so: ich gewinne ein Spiel von sechs Spielen. Aber das passt genau zum heutigen sehr trüben Wetter.

Mittwoch, 18.12.2019: Moraira, 17.Tag

Ich darf heute Wäsche waschen. Das ist toll, dass ich Ruth's Waschmaschine benutzen darf. Ich weiss das sehr zu schätzen! Überhaupt geht es uns heute wieder ganz besonders gut. Zum Mittag/Abendessen sind wir bei Ruth und Heinz eingeladen. Die beiden verwöhnen uns mit einem superguten "Coq au Vin", dazu Kartoffelpüree, Salat, Dessert, Kaffee mit Schuss, Bretzeli. Alles wunderbar perfekt! Dabei muss ich noch erwähnen, dass Paul den Köchen assistiert hat und das Essen deshalb so gut gelungen ist! Auf jeden Fall möchten wir uns bei den Köchen und dem Assistenten ganz herzlich bedanken. Es war wieder köstlich!!! Abendessen gibt es heute keines...

mmm...!

Freitag, 20.12.2019: Moraira, 19.Tag

Für die Nacht von gestern auf heute wurde starker Sturm und Regen gemeldet. In der Nacht war zwar Wind, aber nicht so schlimm wie befürchtet. Regen gab es überhaupt keinen. Der ganze Tag war sehr trüb und trist. Erst heute Abend hat es kurz und leicht geregnet. Aber beim Abschiedstrunk in der warmen Stube von Ruth und Heinz, vor dem Cheminée, war es sehr gemütlich.

was für ein trüber Tag

Samstag, 21.12.2019: Moraira - Elche, 20.Tag, 124,2 km

Kurz vor 11h verabschieden und bedanken wir uns endgültig (für dieses Jahr) von Ruth und Heinz. Es ist leicht bewölkt, aber schöne 19° warm. Nach einem Grosseinkauf im Supermercado geht es südwärts. In Altea machen wir einen kurzen Stopp um die Russisch Orthodoxe Holzkirche (erbaut 2007) anzuschauen. Leider ist sie geschlossen. Und auch in Altea machen wir unseren Mittags-Picknick-Halt. Je südlicher wir kommen, desto weniger Wolken hat es . Es ist richtig schön warm, bis 24°. Und jetzt friere sogar ich einmal nicht… Kurz nach 15h sind wir im kleinen Campingplatz von Bernd und Jens, 40 km südlich von Alicante. Bernd freut sich uns wieder zu sehen.

die Russisch Orthodoxe Kirche in Altea, erbaut 2007

die Kirche ist aus Holz

Sonntag, 22.12.2019: Elche, 21.Tag

In der Nacht dröhnt der Wind gewaltig um unseren BONSAI herum. Es tönt richtig angsteinflössend. Hie und da kracht ein Palmwedel von den Palmen herunter. Zum Glück trifft uns keiner. Mitten in der Nacht (um 01h) steht Paul auf, um unseren Campingtisch zu sichern, den wir draussen haben stehen lassen. Wir fürchten, dass er uns davonfliegt. Der Sonntag ist ein wunderschöner Sonnentag, mit weniger Wind. Am Nachmittag laufen wir bis zum Restaurant „Ursula“, um dort etwas zu trinken. Aber das klappt nicht, die Bude ist total überfüllt und wir finden keinen Platz.

unser Platz bei der J & B Ranch

Montag, 23.12.2019: Elche, 22.Tag

Wieder ein wunderschöner Sonnenscheintag. Heute montiert Bernd auf unserem BONSAI-Dach zwei neue Solarpanele (je 100 Watt) und sofort läuft unser Kraftwerk wieder wie geschmiert. Das ist unser Weihnachtsgeschenk. Den Nachmittag nutzen wir, um mit unseren E-Scootern zum Naturschutzgebiet „Parc Natural del Fondo“ zu fahren. Wir sind ganz alleine und sitzen eine Weile beobachtend im Vogel-Observatorium und geniessen die Stille. Schön, diese Ruhe hier!

das alte Solarpanel löst sich auf

Bernd macht sich sofort an die Arbeit

die neuen Solarpanele sind montiert

unterwegs zum „Parc Natural del Fondo“

im „Parc Natural del Fondo“

Dienstag, 24.12.2019: Elche, 23.Tag

Wir wünschen allen gemütliche und stressfreie Weihnachtstage.

Donnerstag, 26.12.2019: Elche, 25.Tag

Jeden Tag machen wir einen etwa 1-stündigen Spaziergang. Dabei sammeln wir , d.h. meistens Paul, immer Müll an den Strassenrändern zusammen und schmeissen ihn dann in den grossen Container an der Hauptstrasse. Es ist wieder herrliches Spanienwetter und wir grillieren heute endlich wieder einmal. Es gibt ein Schweinefilet, dazu Reis und einen gemischten Salat. Paul schafft es , das Fleisch perfekt und ganz genau richtig auf den Punkt zu grillieren. Mmm!

eine Zipfelmützen-Palme

viele Zipfelmützen-Palmen

Freitag, 27.12.2019: Elche, 26.Tag

Wieder schönes Wetter, aber heute ist es kühler, nur noch 18°. Jens, der Sohn von Bernd, dem Campingplatzbesitzer, macht im Garten ein Riesenfeuer mit den heruntergefallenen Palmwedeln. Sein Sohn Janis, (8 Jahre alt) freut sich schon seit Tagen auf das grosse Feuer. Papa Jens schmeisst Benzin auf den Holzhaufen und Janis darf das Feuer anzünden. Es gibt einen „gewaltigen Rumms“, Janis weint und hat ab sofort eine neue Frisur. Es hat ihm rundherum die Haarspitzen, Augenbrauen und Wimpern abgebrannt. Aber sonst ist ihm nichts passiert, er ist nur mächtig erschrocken. Phhhh, Glück gehabt !!! Am Nachmittag machen wir wieder eine kleine Ausfahrt mit unseren E-Scootern, etwa 12 km.