Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Elche, Spanien

Unterwegs nach Spanien

Montag, 2.12.2019: Pieterlen–St-Nazaire-en-Royans, 1.Tag, 387,8 km

Es ist 9h45, als wir nach ziemlich nervösem Pack-Endspurt von zu Hause loskommen. Die Waschmaschine will und will einfach nicht aufhören zu waschen! Mein Chauffeur tigert ungeduldig in unserem Loft herum. Den ersten Stopp machen wir dann schon nach 17 km, in Epsach. Zum Abgeben des Weihnachtspäcklis für Enkelin Jessica. Und weiter geht es bis nach Ins. Hier kaufen wir in einer Bäckerei Brötchen fürs Mittagessen. Jetzt geht es aber wirklich und endgültig los, Richtung Genf. Es ist grau in grau, 5°, mit Ostwind, aber kein Regen. Zum Glück hat es auch KEINEN Schnee, wie befürchtet. Beim Mittags-Picknick merke ich, dass unser grosser NIKON-Fotoapparat nicht funktioniert. Wir hatten ihn vor circa einem Monat ins Fotofach-Geschäft gebracht, zur professionellen Reinigung. Leider habe ich Blödfrau ihn seit dem nicht mehr benutzt, um zu schauen ob er gut tut. So ein Mist, das ärgert mich jetzt saumässig!!! Via Annecy, Aix-les-Bains, Chambéry und Grenoble erreichen wir St-Nazaire-en-Royans, wo wir direkt an der Isère übernachten. Schade, seit Grenoble regnet es und schon um 15h ist es sehr düster und trostlos. Paul sagt, es herrsche Weltuntergangsstimmung! Es ist schnell dunkel so dass wir nicht besonders viel vom Fluss sehen können. Unterwegs, in den vielen Nussbaum-Plantagen, stehen ziemlich viele Bäume mit den Füssen im Wasser.

unterwegs in Frankreich

am See kurz vor Aix-les-Bains

Dienstag, 3.12.2019: St-Nazaire-en-Royans- Port St. Louis du Rhône, 2. Tag, 248,8 km

Der Schlafplatz war sehr ruhig und wir schlafen lange. Um 9h45 sind wir abfahrbereit. Draussen sind 3°, kein Regen aber immer noch grau in grau. Wir fahren nach Valence, wo die Isère in die Rhône fliesst. Hier in Valence mussten wir vor einem Jahr etwa 1½ Stunden geduldig im Stau warten, wegen den „Gelb-Westen“, die die Strassen aus Protestgründen blockiert hatten. Heute können wir ungehindert weiter, südwärts. Kurz vor Montélimar kommt doch tatsächlich, zu unserer grossen Freude, noch die Sonne hervor. Die grauen Wolken sind wie weggeblasen, kein einziges Wölklein mehr zu sehen. Aber es bläst ein scharfer, sehr kalter Ostwind. Bei Avignon sehen wir grosse Rebenfelder komplett im Wasser stehen. Um 15h15 sind wir schon in Port St. Louis du Rhône, in der Camargue, da wo die Rhône ins Mittelmeer mündet. Paul zieht es immer wieder hierhin, weil wir von hier aus mit dem Segelschiff, auf die grosse Weltreise gestartet sind. Wir parkieren den Camper an der Rhône und ich muss nun widerwillig raus aus dem gemütlichen BONSAI, in die Kälte, wir müssen spazierengehen! Die Rhône ist gewaltig breit und sehr hoch und braun. Man merkt, dass es in dieser Gegend in den letzten Tagen sehr viel und intensiv geregnet hat. Wir laufen rund um den ganzen Yachthafen und sehen zufällig, dass die Auto-Brücke offen ist und ein Lastschiff aus dem Hafen raus in die Rhône fährt. Unterwegs gibt es in einem Restaurant am Hafen einen Espresso und es geht zurück zu unserem fahrenden Häuschen.

hier schlafen wir, in St-Nazaire-en-Royans, an der Isère

in St-Nazaire-en-Royans

überflutete Rebenfelder

an der Rhône, in Port St. Louis du Rhône

die Strassen-Brücke ist offen

Briefkasten für das Christkind

Mittwoch, 4.12.2019: Port St. Louis du Rhône (F) – La Jonquera (E), 3. Tag, 363,4 km

Um 9h25 fahren wir los, bei 6° und bewölkt. Wir durchqueren die ganze schöne Camargue und sehen weisse Pferde, schwarze Stiere und viele rosarote Flamingos.Die Camargue wäre noch viel schöner wenn die Sonne scheinen würde. Aber wir sind schon sehr zufrieden, dass es nicht regnet. Es regnet zwar nicht, aber ab Beziers und Narbonne wird es immer trüber und düsterer. Um 14h wird es immer dunkler und wir trübsinniger. In Perpignan erwischt uns der Regen dann doch noch und begleitet uns bis nach Spanien. Es ist 15h50 als wir in La Jonquera, kurz nach der französisch / spanischen Grenze, auf dem grossen Parkplatz beim „Supermarkt Escudero“ parken, für die Übernachtung. Es regnet. Wir sind in Spanien! Eigentlich wollten wir noch einen Tag in Frankreich verbringen. Aber wir haben heute Plakate gesehen, wo drauf steht, dass morgen, am 5. Dezember 2019 in ganz Frankreich ein Generalstreik stattfinden soll. Da möchten wir lieber nicht mitmischen und haben uns deshalb heute sehr beeilt, nach Spanien zu kommen.

unterwegs in Südfrankreich

an der französich - spanischen Grenze, es regnet !

Spanien

Amtssprache: Spanisch, regionale Amtssprachen auch Aragonesisch, Aranesisch, Asturisch, Baskisch, Galicisch und Katalanisch.

Hauptstadt: Madrid

Staatsform: parlamentarische Erbmonarchie

Regierungssystem: parlamentarische Demokratie

Staatsoberhaupt: König Felipe VI.

Regierungschef: Regierungspräsident Pedro Sánchez

Fläche: 505.970 km²

Einwohnerzahl: 46.722.980 (1. Januar 2018)

Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner pro km²

Währung: Euro (EUR)

Zeitzone: wie Mitteleuropa

Kfz-Kennzeichen: E

Donnerstag, 5.12.2019: La Jonquera (E) - Sant Sadurní d’Anoia, 4.Tag, 248 km

Gestern Abend und in der Nacht hat es noch sehr lange und intensiv geregnet. Jetzt, um 9h30, bei unserer Abfahrt regnet es nicht mehr, aber die Grautöne herrschen immer noch vor, 10°. Wir umfahren Barcelona grossräumig und sind um 13h in Sant Sadurní d’Anoia . Dies ist ein Ort auf 162 m Höhe, mit 2.866 Einwohnern und hier wird Kastilisch und Katalanisch gesprochen. Es regnet! Wir essen unser Picknick auf dem Stellplatz und fahren danach mit dem Camper zur Sektkellerei Codorníu.

bei der Sektkellerei Codorníu

es regnet

Sant Sadurní d’Anoia ist eine katalanische Stadt in der Provinz Barcelona im Nordosten Spaniens. Der auf einem Kreidefelsen gebaute Ort an dem kleinen Fluss Anoia grenzt im Süden an die Berge des Garraf und liegt in der fruchtbaren Ebene des Penedès. Hier wird bereits seit dem 16. Jahrhundert Wein angebaut. Bekannt ist Sant Sadurni d'Anoia durch seine Sektkellereien, die Cava produzieren. Über 90 % der spanischen Cavaproduktion werden in den zahlreichen in die Kreidefelsen gegrabenen Reifekellern produziert. Bekannte Marken wie Freixenet und Codorníu haben hier ihre Heimat.

das Gebäude wurde 1898 erbaut, aussen

innen

die "alten" Hallen

am Abend findet hier ein Gala-Diner für 160 Personen statt, aber nicht für uns!

die grösste Flasche fasst 26 Liter Cava (Sekt), war aber eine Einzelanfertigung

wir kurven im 20m Tiefe durch die Gänge

des ehemalige Häuschen der Sektkellerei-Besitzer (jetzt steht es leer)

und jetzt wird getestet...

Eine englische Führung gibt es erst wieder um 15h30 und jetzt ist es erst 14h30. Es regnet, also setzen wir uns für eine Stunde in den BONSAI und lesen. Der Eintritt und die Führung kostet 12.80 € für die über 65-Jährigen. Sehr pünktlich geht die Führung los. Vincent erklärt uns die Sekt-Produktion in einem superguten Englisch. Wir sind 6 Personen, 4 Amerikaner und zwei Schweizer. Wir steigen endlose Treppen hinunter, bis in 20 m tiefe Keller, wo in 5 Stockwerken Millionen von Flaschen ¾ bis 3 Jahre lagern. Mit einem elektrischen Bähnchen kurven wir durch unzählige Gänge, (im ganzen sind es 30 km, aber wir durchfahren nur einen kleinen Teil davon) bis wir wieder beim Ausgangspunkt sind. Und natürlich darf das Sekt-Testen nicht fehlen. Wir dürfen 2 Sorten probieren, einen Weissen und einen Rosé. Zum Schluss werden wir selbstverständlich auch noch durch den Verkaufsraum geschleust, wo wir eine Flasche Rotwein kaufen und dazu eine Flasche Sekt geschenkt bekommen. Ganz beschwingt sind wir um 17h wieder auf dem Camper-Stellplatz zurück. Es regnet nicht mehr!

Freitag, 6.12.2019: Sant Sadurní d’Anoia – Pueblonou im Ebro Delta, 5.Tag, 173,1 km

Ah schön, es regnet nicht mehr!!! Die Sonne getraut sich immer mehr hervor und wir haben schon 1° warm. Nach einem kleinen Einkauf im Supermercat Esclat geht es um 10h30 los. Paul wollte unbedingt Brot kaufen. Er will heute Abend ein Fondue machen, schliesslich ist heute der Nikolaustag. In Spanien ist heute ein Feiertag, aber nicht wegen dem NikolausTag, sondern weil heute „Tag der Verfassung“ ist. Zum Teil sind die Geschäfte geöffnet, aber die meisten haben geschlossen. Kurz nach Tarragona, bei Cambrils sehen wir die erste Orangenplantage. Um 14h sind wir im Ebro-Delta, beim Ort Poblenou del Delta, auf dem Stellplatz. Zuerst machen wir einen kleinen Erkundungs-Spaziergang und danach sitzen wir vor unserem BONSAI und geniessen die Sonne bei einem Schluck Rosé. Es ist herrlich an der Sonne! Und um 15h hat es 65 Camper hier. Später kommen noch mehr dazu und wir amüsieren uns, wie der Parkplatzeinweiser die Camper hin und her dirigiert. Bis Abends sind bestimmt 100 Camper auf dem Platz. Aber das stört uns kein bisschen, es ist trotzdem sehr ruhig hier. Die meisten Camper sind aus Spanien, man merkt den freien Feiertag. Wir sind die einzigen Schweizer. Zum Abendessen mampfen wir gemütlich unser Fondue.

Sant Sadurní d’Anoia, hier haben wir übernachtet

unterwegs

im Ebro-Delta

Samstag, 7.12.2019: Pueblonou im Ebro Delta, 6.Tag, 0 km

Weil die Gegend so wunderschön ist, bleiben wir noch einen Tag hier. Die Sonne scheint, was will man mehr? Während ich ein wenig herumhaushalte, macht Paul unsere Elektro-Maschinen bereit. Um 10h40 geht es mit den E-Scootern los durch die zauberhafte Landschaft. Es ist zwar noch kalt, wir haben beide unsere Handschuhe angezogen, aber es ist einfach nur schön! Wir kurven an abgeernteten, gefluteten Reisfeldern, Dämmen und Kanälen vorbei und sind nach etwa 2 Stunden und ungefähr 15 km wieder zurück bei unserem BONSAI. Jetzt ist es richtig angenehm warm. Nach dem die E-Scooter im Bus verstaut sind, essen wir im Restaurant „Casa de Fusta“ zu Mittag. Zuerst gibt es vom Haus ein Gläschen sehr feine Kürbissuppe, danach eine unverschämt gute Paella mit Gemüse (weil Paul ja keine Meeresviecher essen will) und Brot. Dazu trinken wir ein Fläschchen weissen Hauswein. Zum Kaffee bringt uns die sehr nette Servierfrau Mary je ein Gläschen Reislikör aufs Haus. Weil Paul vorher spasseshalber gefragt hatte, ob der Reis für die Paella aus China komme (wir befinden uns inmitten von Reisfeldern!!!!!), schenkt uns Mary zum Schluss ein Päckchen Reis von hier und ein winziges Fläschchen Olivenöl! Wir freuen uns enorm! Später sitzen wir vor dem Bus an der Sonne. Zum Abendessen gibt es nur noch Salat.

mit den E-Scootern unterwegs im Ebro-Delta

alles flach...

in Pueblonou

Traktor für die Reisfelder

Gemüse Paella

Reislikör zum Kaffee

das bekommen wir geschenkt

unterwegs nach Süden