Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Elche 5

in Xaló

Sonntag, 5.1.2020: Altea – Xaló, 35.Tag, 33,5 km

Um 10h verlassen wir Altea bei Superwetter und 12°. 33,5 km später sind wir schon in Xaló, wo wir schon vor einem Jahr, an Weihnachten, waren. Hier findet jeden Samstag ein grosser Trödelmarkt statt. Wir geniessen den Nachmittag neben dem Bus, an der herrlich warmen Sonne. Paul brutzelt draussen Fleisch, ich koche drinnen die Zutaten und zusammen geniessen wir das feine, sehr frühe Mittag - / Abendessen an der Sonne. Gegen 17h laufen wir ins Dorf, zur Tankstelle. Dort formiert sich langsam ein kleiner Umzug zur Feier des morgigen Dreikönigstag. Zuerst kommen Miky Maus und Co. Danach ein Traktor mit einem ganzen Anhänger voller kleiner Kinder in Trachten. Anschliessend etwa 8 Männer, als Araber verkleidet, mit brennenden Fackeln. Plötzlich, als der Wagen mit den Heiligen drei Königen erscheint, gibt es ein Riesengetümmel, weil die Könige Bonbons auf die Strasse schmeissen. Zum Schluss kommt die Dorfmusik. Wir umgehen das Getümmel und laufen auf Nebenstrassen zur Kirche. Dort endet der ganze Umzug und alle Beteiligten setzen sich in die Kirchenbänke zum anschliessenden Gottesdienst. Jetzt verlassen wir das Geschehen. Wir finden das Ganze hat mehr Ähnlichkeit mit einem Miky-Maus-Spektakel als mit einer Feier zu Ehren der Heiligen drei Könige.

der Chef-Grilleur

Jetzt geht's los

die Drei Könige kommen

Melchior, Balthasar und Kaspar

Montag, 6.1.2020: Xaló, 35.Tag

In Spanien ist heute ein Feiertag, alle Geschäfte und viele Restaurants haben geschlossen. Die Kinder erhalten die Geschenke, die die Heiligen drei Könige gebracht haben. Wir machen im BONSAI Grossputz!

da stehen wir, in Xaló

Mittwoch, 8.1.2020: Xaló – Moraira, 38.Tag, 19,7 km

Herrlich schönes Sonnenwetter. Nachdem die Haushaltsarbeiten erledigt sind, machen wir uns gegen 13h15 auf den Weg nach Moraira. Eine ½ Stunde später sind wir schon da, auf dem grossen Platz in Moraira. Ich habe heute um 16h30 einen Termin beim Zahnarzt. Danach lassen wir bei der Fotografin im Dorf neue Passfotos machen. Mein blaues Auge ist jetzt weg, ich habe nur noch eine sehr braune Nase von der Sonne. Die Fotofrau ist sehr nett und razfaz sind die Passfotos erstellt und ausgeliefert. Und weil Paul morgen auch einen Termin beim Zahnarzt hat, beschliessen wir, gleich hier auf dem grossen Platz ganz nahe beim Zahnarzt zu übernachten. Ausser uns sind noch 7 andere Camper da. Wir kochen das Abendessen und sitzen danach gemütlich bei einem Glas Rotwein im BONSAI. Plötzlich, kurz vor 20h, klopft es am Bus. Ich öffne die Schiebetüre und vor mir steht ein Polizist. Er sagt uns, aber in nettem Ton, dass es verboten sei, hier zu übernachten, wir müssten wegfahren. Ich antworte ihm: “Sí Señor, aber wir haben gerade zum Nachtessen Wein getrunken und ausserdem haben wir KEINE Verbotstafel gesehen“! Ok, meint der freundliche Polizeimann, dann bleibt halt hier bis morgen früh, buenas noches! Vier andere Camper fahren weg, ein Italiener bleibt. Wir haben mit ihm gesprochen und er sagt, seine Frau wohne hier in einer Wohnung und er parkiere nur sein Auto hier, er schlafe nicht im Camper. Er hat von der Gemeinde ein Schreiben, dass er sein Auto hier stehen lassen darf, auch über Nacht. Zwei ganz grosse Camper, die aber nicht auf dem Parkplatz stehen, sondern im Feld daneben, bleiben über Nacht. Wir schlafen in unserem BONSAI, Paul gut, ich weniger gut (es ist bald Vollmond).

Kirche von Xaló

am kleinen Markt von Xaló

riesige Erdbeeren

Donnerstag, 9.1.2020: Moraira – Benissa , 39. Tag

Wieder ein schöner Sonnentag. Wir spazieren herum und suchen überall die Verbotstafel, dass man hier NICHT übernachten darf. Wir finden KEINE! Nach Paul‘s Zahnarztbesuch, verlassen wir Moraira, wenn die uns hier nicht wollen, und fahren nach Benissa um alle Tanks zu entleeren und um dort zu übernachten.

auf dem grossen Parkplatz in Moraira

Freitag, 10.1.2020: Benissa – Moraira, 40.Tag

Es ist grau in grau und es weht ein starker, kalter Wind. Am Nachmittag fahren wir wieder zurück nach Moraira. Wir wollen zu Frau Doktor Maria, eine Tetanus Impfung machen lassen. Unser Impfschutz ist verjährt. Die Señora Dottora verschreibt uns ein Rezept und wir müssen damit zur Apotheke, das Impfmaterial kaufen. Leider ist in der Apotheke nur die Tetanusspritze für eine Person verfügbar. Die Typhus-Schluckimpfung, die wir auch machen wollen, ist überhaupt nicht vorhanden. Die Apothekerin berät sich telefonisch mit der Frau Doktor und wir kommen überein, dass das Material bestellt wird und wir es heute Abend noch abholen können. Gegen 16h sind wir bei Ruth und Heinz und werden wieder mal sehr verwöhnt. Es gibt selbstgemachten, getränkten Zitronenkuchen und Kaffee. Wir dürfen wieder hier im Hof stehen. Muchas grazias an die beiden! Inzwischen hat es angefangen zu regnen und wir lassen die Impfmaterialien in der Apotheke. Bis spät in die Nacht regnet es in heftigen Schauern und der Wind rüttelt an den Palmen und am BONSAI herum.

in Moraira

Samstag,11.1.2020: Moraira, 41.Tag

Heute ist es abwechselnd bewölkt und sonnig, aber es weht immer noch ein kühler Wind, bei etwa 15°. Wir laufen ins Dorf in die Apotheke und holen die Impf-Medikamente ab. Auf dem Rückweg treffen wir bei der Kirche auf eine Gruppe Leute, die die Vorbereitungen zum heutigen Tag des San Antonio treffen. Ha, die Spanier scheinen jede Gelegenheit zu ergreifen, um eine Fiesta zu feiern! Ein paar Schritte weiter hat die Feuerwehr die Strasse abgesperrt und zwei Männer stehen zuoberst auf der Drehleiter und untersuchen einen Balkon eines Hauses, von dem Betonstücke aufs Trottoir hinunter gekracht sind.

ups, da bricht ein Balkon ab!

Sonntag,12.1.2020: Moraira, 42.Tag

Was für ein wunderschöner Sonnentag! Um 11h spazieren wir mit Heinz eine gute Runde und geniessen das tolle Wetter. Auf dem Rückweg kehren wir bei der französischen Bäckerei ein und trinken einen Cortado. Dabei probieren wir den Mandelgipfel, den die Bäckerei herstellt. Mmm…, einfach nur mmm!!! Gegen 15h verwöhnt uns der BONSAI-Chefkoch Paul mit seinem Spezial-Fondue, mit wahnsinnig viiiiiel Knoblauch (für meine Begriffe) ! Mann, geht es uns doch wieder gut…!

Montag, 13.1.2020: Moraira, 43.Tag

So, nun haben wir es endlich geschafft. Bei Frau Doktor Maria lassen wir uns die Tetanus-Diphtherie-Impfung in den Oberarm verpassen. Die Typhus-Impfung ist eine Schluckimpfung. Diese werden wir uns nächste Woche selbst verabreichen, indem wir am Montag, Mittwoch und Freitag eine Tablette nehmen müssen. Bis dahin müssen die Tabletten unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Heute ist wieder wunderbarer Sonnenschein, kühl mit Wind, 15°. Paul hilft Heinz, die Gartenhacke wieder flott zu machen. Am späteren Nachmittag holen die beiden zusammen ein Teilchen für den Vergaser. Leider ist das Teil nicht vorrätig und muss bestellt werden.

Moraira

Dienstag, 14.1.2020: Moraira – Javea, 44.Tag, 18 km

Wenn wir mit dem BONSAI unterwegs sind, laden wir während der Fahrt die elektronischen und die elektrischen Geräte über den Inverter auf. So auch meine elektrische Zahnbürste. Leider geht das mit der Zahnbürste nur, wenn sie schön aufrecht in der Halterung steht. Aber das will sie nicht, die Zahnbürste! Sie fällt in jeder noch so kleinen Kurve einfach um und der Ladeprozess ist unterbrochen. Mein Bord-Erfinder Paul tüftelt so lange an dem Problem herum, bis er die Lösung gefunden hat. Bei „TEDi“ kaufen wir ein kleines Holzkästchen. Der Tüftler schraubt das Kästchen an die Wand im BONSAI, macht genau passende Öffnungen unten für das Kabel und oben für das Bürstli und schon ist die perfekte Zahnbürstenhalterung für das Problem erfunden. Die blöde Zahnbürste KANN gar nicht mehr umfallen! (siehe Fotos!) Ha, genial !!! Am Morgen fahren wir nach Jávea. An Paul‘s steinigem Lieblingsstrand direkt am Meer stellen wir unseren BONSAI ab. Das Wetter ist herrlich und schön warm. Nach einem langen Spaziergang durch das Dorf (oder Stadt?), sind wir wieder im Bus und geniessen einfach den schönen Tag.

genial !

unterwegs nach Jávea, Blick auf den Mongó

Paul's Lieblingsplatz in Jávea

Mittwoch, 15.1.2020: Jávea / Xàbia, 45.Tag

Xàbia (valencianisch/katalanisch, [ˈʃaβia]; spanisch Jávea, [ˈxaβea]) ist eine Hafenstadt im Norden der Costa Blanca mit 27.604 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019). Xàbia / Jávea liegt 121 km vom Flughafen Valencia im Norden und 100 km vom Flughafen Alicante im Süden entfernt. Xàbia liegt an einer etwa 3 km langen Bucht zwischen dem Cabo de San Antonio im Norden und dem Cabo de la Nao im Süden.

Blick zum Cabo de San Antonio

Das Cabo Sant Antoni erhebt sich 160 m aus dem Meer. Es bildet das Ende der Verlängerung des Montgó, des die Gegend beherrschenden Berges im Westen des Kaps. 1894 wurde der Leuchtturms gebaut. Der Leuchtturm selbst hat eine Höhe von 17 m, seine Spitze ist in 175 m über dem Meer. Die Sichtbarkeit des Turms beträgt 26 Seemeilen (knapp 50 km

Jávea / Xàbia mit dem Montgó

Jávea / Xàbia im Hafen

Am Morgen laufen wir fast bis zum Cabo de la Nao im Süden. Am Nachmittag geht es bis zum Hafen, ganz im Norden der Bucht.

Der Hafen (etwa zwei Kilometer östlich der Altstadt) bestand bis 1920 nur aus einigen Fischerhütten. Die Verladung von Frachten erfolgte durch kleine Boote, die damals üblichen Gastarbeiter-Reisen nach/von Algerien und die Rosinen-Exporte wurden ohne Anlegestellen durchgeführt. Erst ab 1930 wurde Aduanas durch eine Mole zum sicheren Hafen ausgebaut. Inzwischen ist der Hafen für Xàbia / Jávea zu einem wichtigen Geschäftsviertel geworden. In der Lonja (Auktionshalle) finden täglich die Versteigerungen der frisch eingelieferten Meerestiere statt. Auch der Endverbraucher kann dort seinen Fisch ersteigern.

Die Fischerei ist von grosser Bedeutung für die Einheimischen, ca. 20 Fischerboote kehren täglich vom nächtlichen Fang in den Hafen zurück. Allerdings hat sich der Fischereihafen im Zuge des Tourismus seit Beginn der 60er Jahre zugunsten eines Yachthafens verkleinern müssen.

Der Anteil an Industrie in Xàbia ist unbedeutend, dagegen bildet der Tourismus wie in allen Orten entlang der spanischen Mittelmeerküste einen grossen Anteil am Einkommen der Bevölkerung. Darüber hinaus haben sich zahlreiche Engländer, Deutsche und Schweizer dauerhaft in Xàbia / Jávea niedergelassen. Sie bilden das Publikum für die grosse Anzahl an Restaurants, Cafés und Bars.

Siesta

ein schöner BONSAI

da guckst du...

Donnerstag, 16.1.2020: Jávea – Moraira, 46.Tag, 14,3 km

Wir kehren wieder zurück zu Ruth und Heinz, nach Moraira. Es ist wieder ein wunderschöner Sonnentag.

Moraira