Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Normandie 1

Frankreich, das Rote ist die Normandie

Die Normandie ist eine Provinz im Norden Frankreichs. Das Gebiet befindet sich nördlich von Paris. In der Normandie leben 3,3 Millionen Menschen. Die grösste Stadt der Region ist Le Havre (172.000 bzw. 247.000 Einwohner einschliesslich der Vororte), gefolgt von der Hauptstadt Rouen (118.000 / 385.000 Einwohner), Caen (107.000/225.000 Einwohner) und Cherbourg (81.000/89.000 Einwohner).

Zu ihrem heutigen Namen kam die Normandie im Mittelalter als Heimstatt der Normannen, die sich als Volksstamm aus einheimischen „französischen“ Bewohnern und hinzugekommenen Wikingern gebildet hatten. Nach Ausweis der Sprach- und Ortsnamenforschung stammte die Mehrzahl der ansässig gewordenen Wikinger aus Dänemark, ein kleinerer Teil aus Norwegen. Es ist anzunehmen, dass deren Frauen fast sämtlich aus der ansässigen heimischen Bevölkerung stammten.

Während des Zweiten Weltkriegs war die Normandie von der deutschen Wehrmacht besetzt. Die Küste der Basse-Normandie diente den West-Alliierten als Landungszone für die lange geplante Invasion. Die folgende verlustreiche Expedition, auch bekannt als Operation Overlord, begann am 6. Juni 1944 mit 6.400 Landungsfahrzeugen. Nachdem die US-Army, die Briten, Kanadier, Polen und französische Truppen anderthalb Monate von deutschen Verbänden aufgehalten worden waren, brachen die Amerikaner am 25. Juli 1944 aus dem Kessel aus. Vor allem Caen litt sehr unter den Kämpfen. Sie führten wenige Wochen später zur Befreiung von Paris (25. August 1944) und nach wenigen Monaten von ganz Westeuropa.

Dienstag, 28. Juli 2020: 1. Tag, Pieterlen – Montbélliard- Vaivre, 178,2 km

Gestern haben wir bei der MFK (Motorfahrzeugkontrolle) und bei der Versicherung unseren BONSAICAMPER „entlockdowned“. Seit dem 5. März stand der Camper wegen CORONA unbenutzt auf dem Parkplatz vor dem Haus. Aber heute geht es endlich wieder einmal los. Um 9h, bei schönstem Sommerwetter, nach dem Volltanken, geht es Richtung Porrentruy und Frankreich. Unser Ziel ist die Normandie und die Bretagne. Das wäre Plan A. Mal schauen, ob das in diesen Covid-19-Zeiten klappt. Und wenn das aus irgend einem Grunde nicht möglich sein sollte, machen wir einfach Plan B und fahren irgendwo hin. Unsere Fahrt geht durch den Jura bis nach Montbélliard. Unterwegs kaufen wir im Supermarkt Intermarché ein paar Vorräte ein und müssen zum ersten Mal Masken tragen. Das ist sehr gewöhnungsbedürftig! In Frankreich müssen in allen geschlossenen Räumen Masken getragen werden. Um 12h15 sind wir in Brognard (bei Montbélliard), bei unserem Lieblingsseelein. Wir parkieren auf dem Stellplatz für 3 Wohnmobile. Die 2 anderen Camper, die schon da sind, sehen nicht sehr vertrauenswürdig aus. Es sind zwei richtige Rostlauben und Paul findet es stinkt! Wir picknicken kurz eine Kleinigkeit und laufen danach zum See, um dort zu schwimmen. Aber es ist inzwischen sehr bewölkt und es weht ein kräftiger Wind. Wir haben beide keine Lust mehr zum Schwimmen und auch nicht zum Übernachten neben den 2 lädierten Campern. Wir steigen wieder in unseren BONSAi und fahren 78,2 km weiter bis nach Vesoul. Bei Vaivre finden wir an einem schönen See einen wunderschönen Platz. Es ist 15h als wir hier ankommen. Um uns anzugewöhnen müssen wir gleich im Gartenrestaurant ein kühles Bier trinken. Die Sonne scheint nun wieder, nur der Wind bläst ziemlich. Als ich ein Bedürfnis nach einer Toilette verspüre, wird mir der Eingang ins Restaurant verwehrt. Dieses und die Toilette dürfen nur mit Maske betreten werden. O.k., verstanden! Nach einem kühlen Bad im See lassen wir uns an der Sonne trocknen und geniessen dann den Abend neben dem BONSAI.

am Lac de Vaivre

Mittwoch, 29. Juli 2020: 2. Tag, Vaivre

Wir haben beide prima geschlafen. Am Morgen laufen wir rund um den kleinen See , 5 km. Das Wetter ist herrlich und der See wunderschön. Am Nachmittag wird im See gebadet und zwischendurch gefaulenzt. Zum Abschluss des Badetages sticht mich eine Wespe in den Rücken! Abends wird gegrillt und danach der Sonnenuntergang am See bestaunt.

das ist der Aussichtspunkt La Motte, oberhalb Vesouls

21h am Lac de Vaivre

Donnerstag, 30. Juli 2020: 3. Tag, Vaivre

Weil es hier so schön ist, der See, die Gegend und das Wetter, bleiben wir auch heute noch hier. Morgens um 10h laufen wir auf den kleinen Berg, zum Aussichtspunkt“La Motte“ über dem Städtchen Vesoul. Wir keuchen hinauf und geniessen oben die Aussicht auf die ganze schöne Gegend. Für den Abstieg nehmen wir einen anderen Weg, um ins Städtchen zu gelangen. Beim Restaurant „Bar chez Claudine“ gibt es eine Kleinigkeit zu Essen und etwas zum Trinken. Für den Rückweg laufen wir alles dem Fluss Durgeon, ein Nebenfluss der Saône, entlang, wobei wir mächtig schwitzen. Aber klar machen wir solche Sachen, wie immer, in der grössten Mittagshitze! Gegen 15h sitzen wir im See und kühlen uns ab. Wir sind heute ca. 10 km gelaufen. Abends wird gegrillt. Aber oho! heute hat der Grilleur das Fleisch ganz zünftig gewürzt. Es ist very, very hot!!

Vesoul ist eine französische Gemeinde in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Sie ist Hauptort des Départements Haute-Saône. Die Stadt mit 14.916 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) liegt an der alten Bahnstrecke, die von Paris über Troyes nach Mülhausen und weiter nach Basel führt. Auch die Route nationale N19 von Paris nach Basel führt über Vesoul. Westlich der Stadt liegt, auf dem Gebiet der Gemeinde Vaivre-et-Montoille, der See „Lac de Vesoul-Vaivre“. In Vesoul befindet sich eine der Fabriken der PSA-Automobilwerke, die 4500 Mitarbeiter beschäftigt und damit einen der grössten Arbeitgeber im Département Haute-Saône darstellt.

der Aussichtspunkt "La Motte"

der heilige Michael, beim "La Motte"

Blick von oben auf "unseren "See

in Vesoul

die Stadtverwaltung

bei der Stadtverwaltung

bei der Stadtverwaltung

bei der Stadtverwaltung

in Vesoul

Passionsblume

Artischocke

very hot !!!

Freitag, 31.Juli 2020: 4.Tag, Vaivre

Kurz nach 10h sind wir abmarschbereit um nach Vesoul zu laufen. Wir haben beschlossen, bis am Montagmorgen hier zu bleiben (weil es so schön ist!). Und deshalb laufen wir zu Aldi, 4, 3 km, ans andere Ende der Stadt, um über das Wochenende ein paar überlebenswichtige Dinge zu haben. Es ist heissss….!!!! Nach einem kurzen Einkauf geht es wieder auf den Rückweg. Im wunderschönen Park „Des Anglais“ picknicken wir und schauen uns das Monument für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges an. Bei „Chez Claudine„ gibt es kühles Bier und feinen Kaffee. Der Rückweg zieht sich enorm in die Länge. Wir nutzen und schleichen zu jedem noch so kleinen Schatten. Wir haben auch heute wieder ca. 10 km in den Knochen. Um 15h30 sitzen wir zum Abkühlen im See, der heute gar nicht sooo kühl ist. Die Luft ist 39 ° heiss. Abends gibt es Grilliertes, das heute nicht so very hot ist. Und weil es heute so heiss ist wie in der Hölle, wird von 20h30 bis 21h, das heisst bis zum Sonnenuntergang, wieder im See gebadet.

in Vesoul

in Vesoul

im Park des Anglais

Denkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege

Place de la République, Vesoul

Abendbad im See bei Sonnenuntergang

Samstag, 1. August 2020: 5.Tag, Vaivre

Der Tag beginnt strahlend blau. Heute sind wir schlauer und schnappen uns die e-Roller. Damit sind wir razfaz im Städtchen Vesoul, auf der Place de la République, wo der Samstagsmarkt stattfindet. Wir schlendern herum und kaufen einen genialen (sagt der Verkäufer) Messer-und Scherenschärfer !!! Gegen 11h30 fängt es an zu Tropfen. Wir flüchten zu „Chez Claudine“. Aber nach ca. 10 Tröpfli ist der Regen vorbei. Wir trinken Bier und ich mampfe ein „Croque Madame“ mit Salat. Mmm, gut! Gegen 13h sind wir zurück beim BONSAI und schon bald geht es wieder ab in den See. Auch heute ist es wieder sehr heiss, etwa 35°. Aber doch nicht so heiss wie gestern. Gestern hatten wir im BONSAI 45°. Heute stellen wir fest, dass die grosse Leim-Tube „Pattex“ vor lauter Hitze im Schrank geplatzt ist und alles was in der Nähe lag, zusammen geklebt hat….Was es alles so gibt! Zum Abendessen grillt Paul Spareribs. Wir sind noch nicht fertig mit essen, gibt es ein gewaltiges Gewitter. Wir schaffen es gerade noch, trocken in den Bus zu flüchten. Das Ganze dauert ca. eine halbe Stunde und danach scheint wieder die Sonne. Gegen 21h will Paul trotzdem nochmals in den See zum baden….und das macht er auch!

die "Pattex"- Leimtube ist vor lauter Hitze geplatzt und hat alles zusammen geklebt....

die E-Roller werden per Solarenergie wieder aufgeladen

Sonntag, 2. August 2020: 6.Tag, Vaivre

In der Nacht hat es geregnet und am Morgen ist es bewölkt. Die Lufttemperatur ist merklich gesunken, ca. 15 ° kälter im Vergleich zu gestern. Nach dem Frühstück laufen wir rund um den See, diesmal im Gegenuhrzeigersinn. Als wir zurück beim BONSAI sind, will die spanische Familie neben uns (aus Barcelona) gerade losfahren. Das klappt aber überhaupt nicht. Der Motor gibt keinen Muckser von sich, die Batterie ist (wegen der Kühlbox) platt. Paul sieht für sich die Chance seine heutige „gute Tat“ zu verrichten und überbrückt mit unserem Starterkabel. Der spanische VW springt sofort an und die Familie kann in den Schwarzwald (auf den Feldberg) losfahren. Am Nachmittag nutzen wir eine etwa einstündige Lücke in der Wolkendecke, um nochmals im See zu schwimmen. Heute regnet es nicht mehr aber es bleibt bewölkt.

der Spanische VW

mit Dachzelt

wurde überbrückt und läuft jetzt wieder

Abendstimmung

Montag, 3. August 2020: 7.Tag, Vaivre – Lac du Der, 204 km

Es ist sehr bewölkt, um 9h ist es 17° kalt. Um 10h reissen wir uns von dem wunderschönen See los und fahren nach… Ja wohin eigentlich? Mein Chauffeur hat das heutige Ziel herausgesucht und ich habe keine Ahnung, wo das liegt. Auf jeden Fall soll es Richtung Normandie gehen. Je nördlicher wir kommen, desto heller und freundlicher wird der Himmel. Die Landschaft ist schön. Goldgelbe abgeerntete Kornfelder und dazwischen grüne Maisfelder. Über Langres, Chaumont und Saint-Dizier gelangen wir an unseren heutigen Zielort, wieder an einem See, dem Stausee Lac du Der. Um 14h50 sind wir da und machen einen kleinen Spaziergang durch das Dorf Sainte-Marie-du-Lac-Nuisement. Hier und in anderen Dörfern am See hat es wunderschöne Fachwerk-Häuser mit Eichenbalken.Wir sind kaum zurück vom Spaziergang wechseln sich Regenschauer und Sonnenschein ab. Der Regen ist allerdings bitternötig, die Weiden sehen sehr trocken aus. Abends wird gewürfelt. Ich gewinne 3 von 3 Spielen.

unterwegs

Langres

Der Lac du Der-Chantecoq

Der Lac du Der-Chantecoq (kurz Lac du Der; Marne-Stausee) liegt in der südlichen Champagne, in der Region Grand Est und ist mit knapp 48 km² der grösste Stausee in Frankreich, der bei Wassersportlern wie bei Naturfreunden wegen seiner Lage im dünn besiedelten Nordosten Frankreichs bekannt ist.

Als Hauptfunktion dient der Lac du Der als Rückhaltebecken, um das Marne-Tal und im weiteren Verlauf vor allem die Stadt Paris vor Hochwasser zu schützen und in trockenen Hochsommern immer für ausreichenden Wasserstand der Seine in Paris zu sorgen. Der Wasserstand des Sees schwankt stark: er erreicht jährlich im Juni seinen Höchststand (maximal 15 m), um dann bis zum Dezember um bis zu 10 m abzusinken.

Namensherkunft: Der kommt vom keltischen Wort für „Eiche“, der wichtigste Baum für den Hausbau und die typischen Fachwerk-Kirchen der Region. Chantecoq war eines der drei überfluteten ehemaligen Dörfer, die im heutigen Seegebiet lagen; die beiden anderen waren Nuisement-aux-Bois und Champaubert-aux-Bois.

Bei Vogelfreunden ist der Lac du Der in der französischen Champagne vor allem wegen der durchziehenden und rastenden Kraniche bekannt. Hier sammeln sich jährlich im Herbst Tausende von Kranichen. Am Sonntag, 3. November 2019 wurden 268.120 Kraniche gezählt, neuer Allzeit-Rekord für alle Rastplätze auf der westlichen Zugroute. Von der Champagne fliegen die Kraniche dann in zwei weiteren Etappen bis zu ihren Winterquartieren in Südfrankreich und der spanischen Extremadura, einige fliegen noch weiter bis nach Marokko. Inzwischen verbringen auch etwa 8.000 Kraniche den Winter am Lac du Der Chantecoq. Zum Frühjahr (Ende Februar/Anfang März) kehren die Kraniche auf demselben Weg wieder ins nördliche Europa zurück.

am Lac du Der

Lac du Der-Chantecoq: Bauzeit: 1966–1974 Wasseroberfläche: 48 km² Speicherraum:350 Mio. m³ Besonderheiten: Vogelschutzgebiet