Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Normandie 3

Donnerstag, 6. August 2020: 10.Tag, Giverny- St. Saire, 133,8 km

In Lyons la Fôret

In Lyons la Fôret, Markthalle aus dem 18.Jh

hier gibt es Espresso

Lyons la Fôret ist wunderschön!

das Rathaus von Lyons la Fôret

die Fahrt geht weiter

bis nach St. Saire

wo wir uns beim Bauern auf der Wiese niederlassen

und Cidre und Käse einkaufen

Freitag, 7. August 2020: 11.Tag, St. Saire- Le Tréport, 56,2 km

Dies ist ein sehr, sehr ruhiger Stellplatz. Nur die vielen Perlhühner des Bauernhofes haben sich bis spät um 22h und früh morgens ab 6h sehr viel zu erzählen! Um 9h40 geht es los. Wir fahren „über Land“, durch sehr, sehr viele kleine Dörfer, die von ausgedörrten Wiesen und Feldern umgeben sind. Um 11h sind wir schon in Le Tréport. Hier parkieren wir auf dem hoch über den Klippen liegenden Stellplatz. Zuerst bestaunen wir die grandiose Aussicht auf den Ärmelkanal und den Ort Le Tréport. Das Wetter ist wieder herrlich schön, blauster Himmel und Sonne. Nun steigen wir die 380 (!) Stufen nach Le Tréport hinunter und laufen zur Fischmarkt-Halle. Wir schauen uns nur ganz kurz darin um und kehren zurück zur Promenade, wo es sehr viele Restaurants hat. Wir finden endlich eines, wo wir ein Plätzchen am Schatten finden und lassen uns dort nieder. Wir essen Hackplätzchen mit Pommes. Nach dem Essen kommt Paul plötzlich in den Sinn, dass der Inverter im BONSAI immer noch läuft, um meinen Laptop aufzuladen. Wir haben vergessen ihn auszuschalten. Paul hat keine Ruhe und will unbedingt wieder zum Parkplatz hinauf, um den Inverter abzuschalten. Also laufen wir zur unteren Station der 1907 erbauten Standseilbahn und fahren kostenlos zu den Parkplätzen hinauf. Wir stellen nur ganz kurz den Inverter ab und sind schon wieder auf dem Weg zur Standseilbahn und fahren wieder kostenlos hinunter in die Stadt. Jetzt laufen wir durch die alten Gassen, schauen uns den Hafen an und geniessen kühles Bier. Auf Kirchenbesichtigung (Eglise St. Jacques aus dem 16. Jh.) und Museen haben wir heute überhaupt keine Lust. Es ist viel zu heiss, 36°! Aber mein Antreiber will unbedingt die 380 Stufen wieder hinaufkeuchen. Und das machen wir auch! Um 16h sind wir schweissgebadet wieder oben beim BONSAI….

erster Blick von den Klippen auf den Ärmelkanal

und hinunter nach Le Tréport

Dächer von Le Tréport

wenig Wasser

viel Wasser

Blick hinauf wo der BONSAI steht (in der Nähe des Kreuzes)

da müssen wir jetzt mit der Standseilbahn kurz hinauf

Eglise St. Jacques aus dem 16. Jh.

der Anfang der 380 Stufen....

der Stellplatz oben auf der Klippe

über Le Tréport

Samstag, 8. August 2020: 12.Tag, Le Tréport - Sotteville-sur-Mer, 65,4 km

Auf diesem Stellplatz auf den Klippen bei Le Tréport hat es jede Menge Camper, wir schätzen 80 – 100. Wir sind die einzigen Schweizer. Um 9h fahren wir weiter. In Dieppe tanken wir zum ersten Mal seit Pieterlen. 83,4 Liter Diesel à 1.20€ = 100€ (bei Intermarché). Auch in Dieppe kaufen wir bei Orange eine SIM-Karte für‘s Internet. Oh Mann, das dauert ewig bis das erledigt ist! Um 12h30 erreichen wir Sotteville-sur-Mer und lassen uns auf dem kleinen Stellplatz auf den Klippen nieder. Nach dem Mittagspicknick laufen wir die 231 Stufen hinunter zum Meer und baden zum ersten Mal im Ärmelkanal. Ah, es ist zwar kalt aber herrlich! Heute ist es wieder sehr heiss, 33°, obwohl es immer leicht bewölkt ist.

Einen natürlichen Zugang von den hohen Klippen hinunter zum Meer sucht man hier vergeblich. Aber die heimischen Fischer wussten sich zu helfen. 1891 errichteten sie eine Treppe mit exakt 231 steilen Stufen hinab zum Strand. Das schwindelerregende Bauwerk war den deutschen Besatzern während des Zweiten Weltkrieges ein Dorn im Auge uns so sprengten sie es kurzerhand in die Luft. Erst 1954 wurde die Treppe in ihrer ursprünglichen Form wieder aufgebaut und sorgt für einen mehr oder minder bequemen Zugang zum Strand.

Nachdem wir die 231 Stufen hochgekeucht sind, laufen wir ins Dorf Sotteville. Im Restaurant bestellen wir ein kaltes Bier. Die Bedienung sagt uns, sie seien ein Restaurant und keine Bar. Also bestellen wir einen Kaffee und eine Cola. O.k. Aber auch das bekommen wir nicht, mit der Aussage; sie seien ein Restaurant und keine Bar. Also dann halt nicht, wir stehen auf und gehen ins gegenüberliegende Bistro, wo wir ein kühles Bier trinken. In der Boulangerie kaufen wir noch ein Brot und kehren zum BONSAI zurück, wo wir es uns gut gehen lassen.

Abends um 20h30 regnet es kurz, ca. 5 Minuten.

Sotteville-sur-Mer

Blick aus dem Camper

hier baden wir

das erste Bad im Ärmelkanal

diese 231 Stufen müssen wir wieder hinauf

jetzt wissen wir endlich, was das ist ; Flachs

Heute haben wir endlich heraus gefunden, was das für „Getreide“ ist das so feinsäuberlich in Reihen zum Trocknen auf den Feldern liegt:

Die Obere Normandie ist eines der grössten Flachsanbaugebiete in Europa. Die Faser dieser Pflanze, die seit der Antike bekannt ist, ermöglicht die Herstellung von Kleidung, Hauswäsche, technischen Stoffen, wohingegen der Samen der Pflanze zur Herstellung von Flachsöl – reich an gesättigten Fettsäuren und Omega-3 – in Form von Nahrungsergänzungsmitteln verwendet wird. Im Juni blüht der Flachs... die Felder leuchten dann in wunderschönen Blautönen, einfach ein zauberhafter Anblick!

Sonntag, 9. August 2020: 13.Tag, Sotteville-sur-Mer

Morgens um 5h gibt es ein gewaltiges Blitz- und Donnerwetter, es schüttet in Strömen, aber das macht uns nichts aus. Wir sind in unserem „Heimetli“ gut geschützt und der Regen freut die Natur. Der Morgen ist bewölkt und kühl. Wir machen uns zu Fuss auf den ca. 3 km langen Weg zum Dorf Veules-les-Roses.

Veules-les-Roses ist eine französische Gemeinde in der Region Normandie. Sie hat 605 Einwohner und liegt direkt am Ärmelkanal an der Alabasterküste, im Arrondissement Dieppe. Das Dorf gehört zu den 100 schönsten Orten Frankreichs.

Der Ort liegt in einer Einbuchtung der normannischen Steilküste. Hier mündet der Fluss Veules in den Ärmelkanal. Mit einer Länge von 1149 m ist der Veules der kürzeste Fluss Frankreichs. Zu den bekanntesten Künstlern und Literaten, die sich regelmässig in Veules-les-Roses aufhielten, zählt Victor Hugo, an den eine Bronzeplatte und eine Strasse erinnert.

Wir schauen uns das sehr schöne beblumte Dorf an und möchten irgendwo etwas zu Mittag essen. Dummerweise ist heute Sonntag und es hat massenhaft Leute überall. Vor den Restaurants stehen die Leute Schlange. Also gehen wir zum Strand und verwandeln an einem Kiosk (oder Ähnlichem) eine 20-€uro-Note in Pommes mit Merguez, Sandwich mit Pommes und zwei Getränke. Jetzt setzen wir uns auf eine Mauer und schauen uns das Strandleben an. Inzwischen ist es wieder sehr warm geworden und wir schleichen (!!!) die 3 km auf den Klippen wieder zurück zum BONSAI, wo wir richtig erschöpft ankommen. Nun haben wir uns aber ein kühles Bier neben dem BONSAI echt verdient, oder ?!

Am Abend weht ein kühler Wind. Ich ziehe Leggins und eine Fleecejacke an, Paul sitzt oben ohne draussen und findet ich sei krank. Aber mir geht es gut, mir ist nur kalt! Aber dafür gewinne ich beim Würfeln 3 von 3 Spielen!

wir laufen nach Veules-les-Roses.

der Strand bei Ebbe

in Veules-les-Roses

der kürzeste Fluss Frankreichs

Picknick am Strand

Ebbe am Vormittag

Flut am Nachmittag