Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

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Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Pays de la Loire 

viele Orte sind Französisch und Bretonisch angeschrieben

Samstag, 5.September 2020: 40.Tag, Piriac – St. Nazaire, 34,6km

Der Morgen ist leicht bewölkt bis sonnig, 17°. Gegen 10h fahren wir los, Richtung süden. Um 11h30 trefen wir in St. Nazaire ein, wo wir uns auf dem Parkplatz beim U-Boot-Bunker niederlassen. Sonne und Wolken wechseln sich ab. Am Nachmittag schauen wir uns den wirklich eindrücklichen U-Boot-Bunker an. Mann oh Mann, was die damals, vor 80 Jahren hier für Massen an Beton verbaut haben…! Danach machen wir einen ausgedehnten Rundgang durch den Ort und ans Meer. Irgendwo möchten wir etwas trinken. Die Bedienung fragt uns, ob wir was essen wollen. Nein Danke. Also dann gibt es nix zu trinken, sie seien nur ein Restaurant!!! Das ist nun in Frankreich das zweite Mal, dass uns das passiert. Ein wenig später werden wir in einem Restaurant / Brasserie ohne Probleme, auch ohne Essen bedient.

in Saint- Nazaire

Saint-Nazaire (bretonisch: Sant-Nazer) ist eine Gemeinde und Hafenstadt mit 69.993 Einwohnern an der Loiremündung in Frankreich. Sie gehört zur Region Pays de la Loire. Die Stadt liegt 50 km von Nantes entfernt am nördlichen Ufer der Trichtermündung der Loire in den Atlantischen Ozean.

Während der deutschen Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg liess die Kriegsmarine in Saint-Nazaire einen U-Boot-Bunker errichten. Das Trockendock „Forme Joubert“ war mit einer Länge von 350 m und einer Breite von 50 m gross genug, um die deutschen Schlachtschiffe der Bismarck-Klasse aufzunehmen. Ende März 1942 wurde das Dock durch das britische Kommandounternehmen Operation Chariot unbrauchbar gemacht. Nach der Invasion der Alliierten wurde Saint-Nazaire unter General Hans Junck von der 265. Infanteriedivision zur Festung ausgebaut. Die Westalliierten verzichteten auf eine gewaltsame Einnahme der Stadt, weil die Eroberung von Brest – dessen Hafen ebenfalls zur Festung ausgebaut worden war – nur unter enormen Verlusten auf beiden Seiten möglich gewesen war und nur einen unbrauchbaren, zerstörten Hafen eingebracht hatte. Die deutsche Besatzung ergab sich am 11. Mai 1945, drei Tage nach dem Kriegsende in Europa.

Bei der Befreiung durch die Amerikaner war Saint-Nazaire zu 80 Prozent zerstört. Bis 1960 erfolgte der Wiederaufbau nach einem modernen Plan.

1975 wurde die Strassenbrücke Pont de Saint-Nazaire für den Verkehr freigegeben. Das 3356 m lange Bauwerk ist die einzige Loirebrücke die westlich von Nantes über die Loiremündung führt. Der Pont de Saint-Nazaire ist eine Schrägseilbrücke nahe den Werftanlagen.

Der Seehafen ist der viertgrösste Frankreichs und der grösste französische Hafen am Golf von Biscaya. Auf der Werft Chantiers de l'Atlantique wurden grosse Passagierschiffe gebaut, wie die Normandie (1935), die France (1962) und die 2003 fertiggestellte Queen Mary 2. Im Mai 2013 wurde die Europa 2 fertiggestellt.

wir parken direkt beim U-Boot-Bunker

U-Boot-Bunker

ist in 80 Jahren ein wenig vor sich hingerostet

Der U-Boot-Bunker St. Nazaire (französisch Base sous-marine de Saint-Nazaire) wurde während des Zweiten Weltkriegs durch die Deutsche Kriegsmarine in Saint-Nazaire an der französischen Atlantikküste erbaut. Er war einer von fünf grossen U-Boot-Stützpunkten, die das Dritte Reich im besetzten Frankreich errichtet hatte.

Vor dem Zweiten Weltkrieg war Saint-Nazaire einer der größten Häfen an der französischen Atlantikküste. Während des Westfeldzuges erreichte die deutsche Armee im Juni 1940 Saint-Nazaire. Der Hafen wurde umgehend für U-Boot-Operationen genutzt. Im Dezember 1940 hat eine Kommission den Hafen inspiziert, um Möglichkeiten zu untersuchen, einen luftangriffssicheren U-Boot-Stützpunkt zu bauen. Bald darauf begannen die Arbeiten zur Errichtung eines U-Boot-Bunkers. Das zum Bau ausgewählte Areal waren die Docks und Gebäude des Unternehmens Compagnie Générale Transatlantique. Die Gebäude dieses Unternehmens wurden zum Bau des Bunkers abgerissen.

Der Bau begann im Februar 1941 mit den U-Boot-Boxen 6,7 und 8, die im Juni 1941 fertiggestellt wurden. Von Juli 1941 bis Januar 1942 wurden die U-Boot-Boxen 9 bis 14 gebaut und von Februar bis Juni 1942 die U-Boot-Boxen 1 bis 5. Die Arbeit wurde durch den Bau eines Bunkerturms abgeschlossen.

Zwischen Ende 1943 und Anfang 1944 wurde eine befestigte Schleuse gebaut, um U-Boote während ihres Transfers von der Loire und den U-Boot-Boxen zu schützen. Die Schleuse ist 155 Meter lang, 25 Meter breit und 14 Meter hoch.

Das Dach des Bunkers verfügt über eine Flakbewaffnung. Der Bunker ist 300 Meter lang, 130 Meter breit und 18 Meter hoch, was einer Fläche von 39.000 m² am Boden und einer Betonmenge von 480.000 m³ entspricht. Das Dach ist 8 Meter tief und besteht aus vier Schichten: Die erste ist eine 3,5 Meter dicke Platte aus Stahlbeton; die zweite ist eine 35-cm-Granit- und Betonschicht; die dritte ist eine 1,7 Meter dicke Schicht aus Stahlbeton, und die vierte ist eine als „Fangrost“ bezeichnete Schicht von Stahlträgern, die rund 1,40 Meter stark ist.

Im Jahre 1994 beschloss die Stadt Saint-Nazaire, das brachliegende Bunkerareal unter Beibehaltung der historischen Bauten zu einem Standort für verschiedene Museen umzubauen.

die befestigte U-Boot-Schleuse.

auf dem Dach des U-Boot-Bunkers

Blick vom Dach des U-Boot-Bunkers

da unten steht der BONSAI

Spaziergang zum Leuchtturm

am Strand bei Saint-Nazaire

1975 wurde die Strassenbrücke Pont de Saint-Nazaire für den Verkehr freigegeben. Das 3356 m lange Bauwerk ist die einzige Loirebrücke die westlich von Nantes über die Loiremündung führt. Der Pont de Saint-Nazaire ist eine Schrägseilbrücke nahe den Werftanlagen.

Sonntag, 6.September 2020: 41.Tag, Saint-Nazaire

Mit wunderbar blauem Himmel machen wir uns auf den Weg zum riesigen Flohmarkt in der nähe. Hier kann man alles kaufen, was man nie haben wollte! Und es hat massenhaft Leute. Nachdem wir genug altes Zeug gesehen haben, laufen wir zur befestigtenU-Boot-Schleuse.

Zwischen Ende 1943 und Anfang 1944 wurde eine befestigte Schleuse gebaut, um U-Boote während ihres Transfers von der Loire und den U-Boot-Boxen zu schützen. Die Schleuse ist 155 Meter lang, 25 Meter breit und 14 Meter hoch. Das Dach des Bunkers verfügt über eine Flakbewaffnung.

Wir steigen hinauf aufs Dach und schauen uns die Gegend mit den Werftanlagen an. Wir laufen weiter durch die Hafenanlagen bis wir fast Plattfüsse haben. Wieder bei den U-Boot-Bunkern essen wir in einem Restaurant auf der Terrasse zu Mittag. Den Kaffee trinken wir in einem anderen Restaurant am Meer. Im ganzen sind wir heute 9,6km herumgelatscht! Am Nachmittag nimmt die Bewölkung immer mehr zu.

eine der vielen Schleusen in Siant-Nazaire

Flohmarkt

bei der befestigten Schleuse

Blick vom Dach der Schleuse

Der ehemalige U-Boot-Bunker der deutschen Kriegsmarine mit 14 U-Boot-Boxen. Der BONSAI steht links.

bei den Werftanlagen, links der Dreimaster "Belem", rechts der Kreuzfahrer "MSC Virtuosa"

ein kleines Schiffs-Motörli

in der Werft

Montag, 7.September 2020: 42.Tag, Saint-Nazaire - Île de Noirmoutier, 91,5 km

Es ist wunderbar sonnig und blauer Himmel, 17°. Wir fahren um 9h45 an den Werftanlagen von Saint-Nazaire vorbei und über die 3,3 km lange Brücke über die enorm breite Loire. Später fahren wir nochmals über eine lange Brücke um auf die Île de Noirmoutier zu gelangen. Um 13h sind wir auf einem provisorischen Parkplatz. Der offizielle Stellplatz für Camper hat angeschrieben: COMPLET.                                            Wir laufen ca. 1,6 km bis zum Meer, wo Paul sich wieder in den Fluten tummelt und ich von einem Bänklein aus zuschaue. Gegen 16h sind wir zurück beim Stellplatz und jetzt hat es tatsächlich einen freien Platz für uns. Wir buchen gleich für 3 Tage und richten uns hier gemütlich ein. Der Ort wo wir uns befinden heisst L‘Epine. Es ist 22° warm und der ganze Tag war sehr sonnig.

auf der Loire-Brücke

Brücke über die Loire

Blick von der Brücke nach Saint-Nazaire

Blick von der Brücke auf die Werft

am Strand, Île de Noirmoutier

Paul und das Meer

Noirmoutier-en-l’Île, allgemein nur Noirmoutier genannt, ist eine französische Gemeinde mit 4668 Einwohnern auf der Île de Noirmoutier im Département Vendée der Region Pays de la Loire.   

Eine Besonderheit von Noirmoutier ist der Gois, die 4,5 Kilometer lange und nur bei Niedrigwasser befahrbare Verbindungsstrasse zwischen der Insel und dem Festland. Bis heute ertrinken hier immer wieder Menschen, die von der Flut überrascht werden. Entlang der Strecke durchs Watt sind in regelmässigen Abständen metallene Rettungskörbe auf hohen Pfeilern angebracht. Seit 1971 verbindet auch eine Brücke die Südspitze der Insel mit dem Festland.                                                                                    

Auf Noirmoutier wird die Kartoffelsorte Bonnotte angebaut, die weltweit als Spezialität gilt. Daneben züchten die Bewohner Austern. Die Stadt hat einen Hafen, über den das auf der Insel produzierte Salz aus Salzgärten verschifft wurde.

Salzgewinnung

Dienstag, 8.September 2020: 43.Tag, Insel Noirmoutier

Auf der Insel hat es enorm viele Camper! Wir haben noch nie so viele davon auf einem Haufen gesehen. Die meisten davon sind Franzosen. Auf dem Stellplatz wo wir stehen hat es 50 Camper. 47 Franzosen, 1 Belgier, 1 Luxemburger und wir Schweizer! Um 11h rasen wir 4km weit mit unseren E-Trottinets in die „Inselhauptstadt“ Noirmoutier. Die E-Scooter binden wir an einem Geländer an. Zufällig ist heute Markt, was wir nicht wussten. Wir schlendern über den ganzen Markt, laufen zur Kirche und zum Schloss und essen irgendwo in einem Restaurant ein kleines Mittagessen. Danach laufen wir dem Deich entlang und zurück, es ist gerade Ebbe und der Fluss ohne Wasser ist nicht gerade ein schöner Anblick. Nach einem Kaffee geht es zurück zum BONSAI, wo die Scooter per Solarstrom wieder aufgeladen werden. Der ganze Tag war sonnig und etwa 22° warm.

Um den quadratischen Donjon der Burg aus dem 11. Jahrhundert wurde im 16. und 17. Jahrhundert eine Befestigungsmauer gebaut. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden die Türme der ehemaligen Burg wiedererbaut. Im 19. Jahrhundert wurde die Burg als Kaserne genutzt.

Die Abteikirche Saint Philbert stammt aus dem 12. Jahrhundert

ein Fluss ohne Wasser

ist nicht besonders schön

Salzgewinnung

Mittwoch, 9.September 2020: 44.Tag, Insel Noirmoutier

Der ganze Tag ist wunderbar sonnig und warm. Den Morgen verbringen wir mit schreiben, lesen, haushalten. Den Nachmittag verbringen wir am Strand. Und heute wage sogar ich es mit den Füssen ins eisig kalte Atlantikwasser zu gehen.

Kirche von L' Epine

wir fühlen uns hier wie im Süden

das wird Salz

Donnerstag, 10.September 2020: 45.Tag, Noirmoutier- Île de Ré, 236,5km

Wir verlassen um 10h45 den Ort L‘Epine und die schöne Insel Noirmoutier. Es ist ziemlich bewölkt 19°. Während der Fahrt löst sich die Bewölkung auf und es wird wieder ein herrlich sonniger Spätsommertag mit angenehmen 26°.

Zuerst schauen wir uns den "Gois" an: Bei Niedrigwasser kann die Insel zu Fuß oder mit dem Strassenfahrzeug erreicht werden. Die 4½ Kilometer lange Pflasterstrasse Passage du Gois, an deren Rändern in der Saison Muscheln gesucht werden, ist eine Touristenattraktion. Warnschilder geben die Zeiten an, zu denen sie passierbar ist. Außerdem befinden sich am Strassenrand in dichten Abständen Rettungs- bzw. Aussichtstürme, von denen aus die Gegend betrachtet werden kann.

Über die 2,9 Kilometer lange mautpflichtige Pont de l’île de Ré (16 € für unseren BONSAI), erreichen wir die Insel Île de Ré. Um 15h45 sind wir endlich auf einem offiziellen Stellplatz wo wir enormes Glück haben, dass gerade ein Platz für uns frei wird. Wo kommen bloss alle diese vielen Camper her (98% Franzosen)?

Nach einem kurzen Trunk machen wir unsere Erkundungstour durch den Ort Rivedoux. Es ist schon wieder Ebbe und die Boote liegen im Schlick herum. Wir treffen immer nur auf Ebbe, weil das Hochwasser zur Zeit immer nur mitten in der Nacht stattfindet.

Auf dieser ganzen Insel Île de Ré besteht Maskenpflicht ! Wir hassen es !!!

da ist die 4½ Kilometer lange Pflasterstrasse Passage du Gois, heute Abend um 17h06 ist Tiefwasser und der Weg befahrbar

unterwegs hat es Rettungskörbe

so sieht so ein Rettungskorb aus

Ankunft auf der Île de Ré