Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Cognac

leichter Nebel unterwegs

Dienstag, 15.September 2020: 50.Tag, La Rochelle - Cognac, 120,8km

Gestern Abend haben wir erfahren, dass wir in eine 10-tägige Quarantäne müssen, wenn wir aus Frankreich nach Hause kommen. Also, dann machen wir das halt! Am Morgen hat es in La Rochelle Nebel, bei 24° Wärme. Unterwegs tanken wir irgendwo. Gegen 11h30 kommt ganz kurz die Sonne hervor. Wir verlassen die Küste und fahren ins Landesinnere. Bei einem SuperU Supermarkt machen wir einen längeren Halt und waschen und trocknen unsere Wäsche im Waschautomaten. Danach freuen wir uns sehr, wieder saubere Sachen in den Schränken zu haben. Um 15h30 sind wir in Cognac, im Cognac-Land, am Fluss Charente. Es ist stark bewölkt aber dabei drückend warm. Wir erkunden die Umgebung. Paul will unbedingt herausfinden, ob die Charente „bebadbar“ ist. Wir müssen zwar ein wenig suchen, aber wir finden doch noch eine Stelle, wo er nach einem erfrischenden Bad wieder aus dem Fluss klettern kann.

der Fluss Charente ist "bebadbar"

die Charente

Mittwoch, 16.September 2020: 51.Tag, Cognac – Sainte-Même, 31,1km

Um 9h30 fahren wir los, in die Stadt Cognac. Es hat Nebel, 17°. Kaum in der Stadt kommt die Sonne hervor und es wird ein sehr schöner Sommertag. Als erstes besorgen wir uns beim Office de Tourisme einen Stadtplan und erkunden damit die sehr schöne Altstadt von Cognac. Überall findet man die riesigen Produktions-Anlagen der bekannten Marken für Cognac, die man gegen Bezahlung auch besichtigen könnte und natürlich ihre Erzeugnisse degustieren darf. Wir lassen das aber sein, essen im wunderschönen jardin public (dem Stadtpark beim Rathaus) unser Picknick, trinken in einem Restaurant Kaffee und kehren zum Parkplatz zurück, wo der BONSAI auf uns wartet. Ca. 20 km später, gegen 14h30 sind wir in einem Weingut (oder sagt man „Cognacgut???) in Sainte-Même.

Sainte-Même ist ein kleines Dorf, umgeben von lauter Rebgütern. Hier kaufen wir bei Monsieur Lascaux von ihm hergestellten Cognac und Pineau (Apéritiv, der aus Cognac und Traubensaft gemacht ist) und er erklärt uns, wie der hergestellt wird. Er sagt uns auch, dass bei ihm heute Morgen um 04h die Traubenernte begonnen habe. Man lese die Trauben aber nur bis Mittag ab, am Nachmittag sei es zu heiss dafür. Monsieur Lascaux hat 30 ha Reben, die werden maschinell geerntet. Und Cognac dürfe per Gesetz nur von November bis März gebrannt werden. Wir dürfen bei ihm auf der Wiese, direkt neben den vollbehangenen Reben, mit dem BONSAI übernachten. Den Nachmittag und Abend verbringen wir beim BONSAI, es ist 30° heiss. Mein Chefgrilleur brutzelt wieder mal feine Koteletts.

Bienvenu à Cognac !

in Cognac

Cognac ist eine französische Stadt mit 18.825 Einwohnern im Département Charente. In der Stadt und dem umliegenden Weinbaugebiet wird der aus Weissweinen gewonnene Weinbrand Cognac (geschützte Herkunftsbezeichnung) hergestellt, für den die Region international bekannt ist. Die Stadt Cognac liegt innerhalb einer Flussschleife der Charente, etwa 120 Kilometer nördlich von Bordeaux.

Kirche Saint-Léger

am Fluss Charente

Porte Saint-Jacques

Schloss Cognac

Eingang zum Park beim Rathaus

Stadtgarten mit Rathaus

Der Stadtgarten (jardin public) wurde als englischer Landschaftsgarten mit künstlichen Grotten, Kiosken und Türmchen gestaltet. Ein Unwetter richtete gegen Ende Dezember 1999 schwere Schäden an – 288 von 720 Bäumen stürzten um.

beim Weingut Lascaux

oben lagert der Pineau, unten in den Eichenfässern der Cognac

da wird destilliert

damit erntet man heute die Trauben

Donnerstag, 17.September 2020: 52.Tag, Sainte-Même – Lac de Vassivière, 206,1km

Wir sind ganz alleine hier. Was für ein wunderbar ruhiger Schlafplatz, direkt neben den Reben! Bis um 04h30! Da geht es mit einem Höllenlärm los. Die Erntemaschine von Monsieur Lascaux und später seine zwei Traktoren knattern an uns vorbei um zur Traubenernte zu fahren…! Frühstück gibt es heute draussen an der Sonne und danach fahren wir um 9h30 los bei 21°, immer Richtung Osten. In Limoges würden wir gerne einen Halt machen, um uns die Stadt anzusehen. Aber leider finden wir keinen Parkplatz, es ist genau Mittag. Also fahren wir 60 km weiter bis zum Lac de Vassivière. Hier treffen wir gegen 14h30 ein und finden ein schönes Plätzchen für unseren BONSAI. Wir machen uns sofort zu Fuss auf die Erkundung der näheren Umgebung und danach gibt es im „Restaurant de la Gare“ ein kaltes Bier. Das Restauräntchen heisst so, weil hier das Touristenzüglein einen Halt macht!

am Lac de Vassivière

alles Reben

Lac de Vassivière Er ist das bedeutendste Wasserreservoir des Limousin und einer der grössten künstlichen Seen Frankreichs. Aber das ist noch nicht alles: Auch Naturliebhabern und Erholungssuchenden hat der Lac de Vassivière jede Menge zu bieten. Dass es den Lac de Vassivière überhaupt gibt, hat wirtschaftliche Gründe: Um den steigenden Bedarf an Elektrizität zu decken, schuf man nach dem Zweiten Weltkrieg (1949) im Limousin, einen Stausee. Er wird hauptsächlich von dem Fluss Maulde gespeist, ist mit über 1000 Hektar Wasseroberfläche und einem Fassungsvermögen von 110 Millionen Kubikmetern Wasser einer der grössten künstlichen Seen Frankreichs und kann ein Jahr lang eine 40.000-Einwohner-Stadt mit Strom versorgen.

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schöner Camper

Freitag, 18.September 2020: 53.Tag, Lac de Vassivière

Punkt 10h marschieren wir, mit dem Picknick im Rucksack, über die Brücke zur Insel Vassivière. Das Wetter ist schön, leicht bewölkt. Nach einigen anfänglichen Orientierungs- und Meinungsschwierigkeiten finden wir den richtigen Weg und laufen im Uhrzeigersinn rund um die ganze Insel. Es ist wunderschön! Unterwegs hat es überall „Kunst“, die wir natürlich gebührend bestaunen! Mitten auf der Insel hat es ein Schloss und ein internationales Zentrum für „Kunst“. Paul hat unser Picknick 2 Stunden rund um die Insel getragen und bei unserem Ausgangspunkt wird es dann endlich, schön mit Blick auf den See, verdrückt. Wir sind im ganzen 10.15km gelaufen und zum Abschluss der kleinen Wanderung gönnen wir uns ein erfrischendes Bad im See (doch! ich auch!!!)

das Schloss auf der Insel „Ile de Vassivière“

Auf jeden Fall einen Besuch wert ist die 70 Hektar grosse Insel „Ile de Vassivière“ in der Mitte des Sees mit ihrem Schloss. Dort befindet sich auch das architektonisch interessante Künstlerzentrum „Centre international d’art et du paysage“, wo internationale und regionale Künstler ihre Werke ausstellen. Übrigens: Die Insel ist für Autos gesperrt. Dafür gibt es von April bis November kostenlose Wassertaxis – die einzigen in ganz Frankreich.

auf der Insel

das Künstlerzentrum

ist das "Kunst"?

diese "Kunst" heisst: Marmorplatte auf dem Baum. He???

ist das "Kunst"? Nein, Natur !

aber das ist wieder "Kunst"

Paul räumt einen grossen Ast aus dem Weg und hat somit seine "gute Tat" für heute erledigt!

es wird langsam Herbst