Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Schloss Val

Samstag, 19.September 2020: 54.Tag, Lac de Vassivière - Château de Val, 141,9km

In der Nacht hat es geregnet. Der Morgen ist leicht bis mittel bewölkt, 17°. Um 9h25 fahren wir weiter. Bei Meymac machen wir einen Halt um einen sehr hohen Aussichtsturm zu finden. Wir laufen durch den Wald und als wir den Turm gefunden haben kommt vom Chef-Chauffeur: (Originalton) „aber da gehe ich auf GAR KEINEN FALL HINAUF!!!“ Also fahren wir weiter. In Bort-les-Orgues machen wir einen Abstecher auf einen Berg hinauf, um die Orgeln (les Orgues) von Bort zu sehen. Wir schauen uns die „Orgeln“ an, geniessen (nur ich, MT, wegen Paul‘s Höhenangst) die Aussicht auf den Ort Bort-les-Orgues hinunter und trinken da oben am Kiosk einen Kaffee. Gegen 14h fängt es an zu tröpfeln und schliesslich zu regnen. Inzwischen sind wir am Stausee der Dordogne, beim Château de Val. Wir beziehen unseren Übernachtungsplatz direkt vor dem schönen Schloss (ein richtiges Schloss, wie im Bilderbuch)! Es hat aufgehört zu regnen und um 15h30 besuchen wir das Schloss aus dem 15. Jahrhundert. Wir möchten den Eintritt bezahlen, aber heute ist der „Tag derKulturgüter“ und deshalb kostet es nix. Wir schauen uns alles an, bis zuoberst unter die Dachbalken. Sehr imposant. Und weil jetzt die Sonne wieder scheint, setzen wir uns an den See und Paul holt aus den BONSAI-Notvorräten Bier und dazu essen wir Spargeln aus dem Glas. Das ist richtig cool und gemütlich. Das Abendessen gibt es in der BONSAI-Küche: eine Lauchquiche und gemischten Salat. Mmm! Und wir geniessen den unvergesslichen Anblick des beleuchteten Schlosses Val.

der Chef-Chauffeur: (Originalton) „aber da gehe ich auf GAR KEINEN FALL HINAUF!!!“

Colline de Orgues: die Basalt-„Orgeln“ auf der Talnordseite etwa 350 Meter oberhalb des Ortes, eine etwa zwei Kilometer lange Felsformation von 80 bis 100 Meter hohen Vulkannadeln, touristisch erschlossen durch einen Wanderweg auf der Hangkante.

Blick von den "Orgeln" hinunter nach Bort-les-Orgues. Die Gemeinde Bort-les-Orgues liegt in der Region Nouvelle-Aquitaine und hat 2677 Einwohner.

Bei Bort-les-Orgues wurde 1942-1952 ein 124 m hoher bogenförmiger Staudamm, aus Beton erbaut.  Er staut die Dordogne zu einem 18 Kilometer langen Stausee auf.

Die Dordogne ist ein Fluss im Südwesten Frankreichs. Generell entwässert sie in westlicher Richtung, trifft nach einem Flussverlauf von 483Kilometern nahe Bordeaux, mit der Garonne zusammen und bildet so einen Mündungstrichter, der unter dem Namen Gironde schliesslich in den Atlantischen Ozean mündet. Im Unterlauf ist sie schiffbar. Der Lauf der Dordogne wird von insgesamt zehn Stauanlagen/Talsperren unterbrochen.

Schloss Val: 1440 erbaut, befindet sich in der Nähe von Bort-les-Orgues, direkt am Ufer des Stausees

im Schloss

Das Schloss Val, das einst das Tal der Dordogne von einem Felsvorsprung aus beherrschte, steht seit 1952 auf einer Landzunge, die in den Stausee Barrage de Bort-les-Orgues hineinragt. Nur bei niedrigem Wasserstand ist der ursprüngliche Charakter des Schlosses noch zu erahnen. Der mehrstöckige Bau ist von fünf etwa gleich dicken und einem dünneren, jeweils mit Auskragungen und Kegeldächern versehenen Türmen umgeben. Die einzelnen Etagen sind durch eine Wendeltreppe in der Vorhalle verbunden. Vom Wehrgang im obersten Stockwerk sind die kunstvoll gearbeiteten Dachstühle der Türme zu sehen.

Über die Jahrhunderte hin verkam das Schloss und wurde Mitte des 20. Jahrhunderts durch den Stausee zu einer Art Wasserschloss, das 1953 in den Besitz der Stadt Bort-les-Orgues überging.

Blick aus dem Speisesaal auf den Stausee

schöner Holzboden

das stille Örtchen

alles Eichenbalken

unterm Dach

vor dem Schloss

da stehen wir, in der Nacht ganz alleine

und jetzt ein Apéro

direkt am See

ein Bilderbuchschloss

Sonntag, 20.September 2020: 55.Tag, Château de Val - Lac Chambon, 60,3km

Es ist 16° kalt, total bewölkt. Um 9h30 geht es für uns weiter. Im nächsten Dorf gibt es aber schon den ersten Halt. Ich werde zum Brot holen delegiert. Mmmm, was für ein Schlaraffenland so eine französische Bäckerei am Sonntagmorgen. Aber ich bin eisern, ich kaufe neben dem Brot „nur“ zwei Crèmeschnitten. Ist ja schliesslich Sonntag heute! In La Bourboule (toller Name, oder?) machen wir den nächsten (WC-technischen-)Halt. Bevor wir in einem Restaurant Kaffee trinken, können wir den Spezialitäten der Auvergne einfach nicht widerstehen. Wir kaufen feines getrocknetes Rindfleisch, Käse und diverse Würste (eine Art Salami). Nach dem Kaffee machen wir einen kleinen Rundgang durch den alten Thermal-Badeort. Und weiter geht es über einen Pass, 1450m hoch (den Namen habe ich schon wieder vergessen), und wir stellen fest, dass die Auvergne mit ihren Vulkankegeln und Seen wunderschön ist.

Zum Mittags-Picknick sind wir schon an unserem heutigen Übernachtungsplatz, in der Nähe des Lac Chambon (nein, nicht Jambon!!!). Nach dem wir den BONSAI innen ein wenig geputzt haben, machen wir uns auf den Weg zum See und umrunden ihn, im ganzen 5,6km. Wir sind knapp in der Hälfte unterwegs, fängt es an zu regnen. Und so „müssen“ wir halt in ein Restaurant, um zu warten bis es aufhört. Für das Abendessen ist heute richtiges Fondue-Wetter.

unterwegs in der Auvergne

in La Bourboule

mmm, feine Sachen!

La Bourboule ist eine französische Gemeinde mit 1789 Einwohnern in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Der Thermal- und Luftkurort liegt ca. 50 km südwestlich von Clermont-Ferrand auf 812 bis 1408 m Meereshöhe am Oberlauf der Dordogne.

das Rathaus von La Bourboule

das Wappen von La Bourboule

eines der Thermalbäder

auf dem Pass, 1450m

wunderschöne Auvergne

am Lac Chambon

wir umrunden zu Fuss den See

es wird langsam Herbst

Montag, 21.September 2020: 56.Tag, Lac Chambon- Montrond-les-Bains, 156,1km

In der Nacht hat es geregnet, um 9h20, als wir losfahren, ist es total ungemütlich bewölkt bei 15°. Wir fahren über Berge und durch Täler durch die Auvergne, im Massiv Central. Zeitweise regnet es und manchmal fahren wir durch Nebel. Wir überqueren vier kleinere Pässe, nicht besonders hohe, nur ca. 800 – 1200 m hoch. In Ambert machen wir einen Halt, es ist gerade Mittag und der Ort scheint wie ausgestorben. Die meisten Geschäfte sind geschlossen, ob das wohl daran liegt, dass heute Montag ist? Wir machen einen kleinen Rundgang durch die Altstadt und kehren zum BONSAI zurück um unser kaltes Mittagessen zu mampfen. Gegen 14h30 sind wir in Montrond-les-Bains, an der Loire. Vor dem Château (es ist eher zum Teil eine Ruine) parken wir und richten uns für die Nacht ein. Wir machen unsere obligate Erkundungsrunde und trinken im Restaurant au Château draussen einen Kaffee. Inzwischen scheint wieder einmal die Sonne und es ist richtig heiss, 24°. Leider ist das Schloss geschlossen und erst am Mittwoch Nachmittag wieder zu besichtigen. Wir können uns nur kurz im Schlosshof umschauen.

unterwegs

es regnet

in Ambert

Kirche Saint-Jean, 1471 - 1551