Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Dijon

in Dijon

Mittwoch, 23.September 2020: 58.Tag, Chalon sur Saône – Vesoul, 192,4km

Bei der Abfahrt um 9h35 ist es stark bewölkt, 18°. Vorbei an Beaune fahren wir durch lauter Rebenfelder nach Dijon. Die maschinelle Rebenernte ist voll im Gange.

In Dijon parken wir den BONSAI in der Nähe des Bahnhofs und laufen danach ca. 2½ Stunden durch die Altstadt von Dijon. Was für eine wunderbare Altstadt, und sogar autofrei. Wenn nur die doofe Maskenpflicht nicht wäre!!!

Gegen 15h fahren wir weiter. Paul hat sich dringendst gewünscht, nochmals nach Vesoul, an den Lac de Vaivre zu fahren. Dort haben wir unsere Frankreichreise begonnen und dort möchte er unbedingt nochmals im See baden. Ich lasse mich sehr zögernd überreden, aber ob ich da nochmals im See baden werde steht noch nirgends festgeschrieben. Um 17h15 sind wir auf dem Stellplatz am Lac de Vaivre. Die Sonne scheint, 24°, wir können sogar draussen ein Feierabend-Bier trinken.

in Dijon

unterwegs nach Dijon

angekommen in Dijon

Cathédrale Saint Benigne

Dijon ist eine Stadt mit 156.920 Einwohnern im Osten Frankreichs, und ist die Hauptstadt der Region Bourgogne-Franche-Comté. Dijon ist ein Verkehrs-, Handels- und Industriezentrum und Sitz der Université de Bourgogne. Die Stadt ist berühmt für ihren Senf und ein wichtiger Handelsplatz für Burgunderweine.

Von der ehemals blühenden Herstellung des Dijon-Senfs mit über 40 Firmen waren 2012 nur noch drei mittelständische Betriebe geblieben. Auch der letzte grosse Hersteller, Amora, ist mittlerweile von einem Konzern aufgekauft, der aber im Gegenzug 2005 sein Entwicklungslabor nach Dijon verlegte. Die Produktion der Senfkörner ist aus Burgund nach Kanada abgewandert, wo wesentlich kostengünstiger produziert wird; so wird dort z. B. mit dem Flugzeug gesät.

Am 18. Juli 1766 gastierte anlässlich eines Gouverneurbesuchs Wolfgang Amadeus Mozart – er war damals zehn Jahre alt – mit seinem Vater und seiner Schwester in der Stadt. Gemeinsam gaben sie ein Konzert.

1940 wurde die Stadt von der deutschen Wehrmacht bombardiert und besetzt. Drei der Flugzeuge, die Dijon bombardieren sollten, verflogen sich und bombardierten irrtümlich Freiburg im Breisgau. Am 11. September 1944 wurde die Stadt wieder befreit.

Kirche Notre Dame

Die Kirche Notre-Dame wurde von 1220 bis 1250 im Stil der burgundischen Gotik erbaut.

Eingang zur Notre-Dame

Westfassade der Kirche Notre Dame

beim Palast der Herzöge

Palast der Herzöge

die Mairie (Rathaus) von Dijon, am Place de la Libération

Rathaus, im Hintergrund der 46 Meter hohe Tour Philippe-le-Bon stammt aus dem 15. Jahrhundert

wir verlassen das schöne Dijon

unterwegs nach Vesoul

Donnerstag, 24.September 2020: 59.Tag, Vesoul

In der Nacht hat es zeitweise geregnet. Der Morgen ist ziemlich trübe und wir schlafen sehr lange. Gegen Mittag hellt es auf und es ist 20° warm. Jetzt ist es wieder mal an der Zeit uns zu verschönern. Wir sitzen draussen neben dem BONSAI und schneiden uns gegenseitig die Haare. Aber das mit dem „BADENIMSEE“ lässt Paul (und ich sowieso!) schön bleiben. Er duscht draussen mit dem Duschschlauch vom Bad, den er durch das offene Fenster nimmt, mit warmem Wasser vom Camper. Nach dem späten Mittagessen, so gegen 14h, fängt es an richtig zu regnen. Wir sitzen gemütlich im trockenen Camper und backen Brot, lesen, schreiben, spielen und trinken Kaffee. Paul liest im Internet, dass wir bei unserer Rückkehr in die Schweiz doch nicht in die 10-tägige Quarantäne müssen. Ja also, was jetzt? Müssen wir oder müssen wir nicht??? Wir wären gerne noch bis ende Monat in Frankreich geblieben, aber die Wetterprognosen sehen nicht sehr vielversprechend aus. Regen und Kälte! Also beschliessen wir einstimmig, den Heimweg anzutreten.

wir backen Brot

am Lac de Vaivre

Freitag, 25.September 2020: 60.Tag, Vesoul (F) – Cheseaux (CH),170,9km

Supergut und ruhig geschlafen. Es geht um 9h40 weiter. Bei totaler Bewölkung und sehr kaltem Wind und 11° Kälte, Brrr….! In Pontarlier tanken wir und es ist jetzt 8° kalt. Kurz vor der Schweizer Grenze regnet und graupelt es ganz zünftig. Eigentlich wollten wir in Ste. Croix übernachten. Aber hier herrscht gerade ein scheusslicher Schnee-Regen und ganze 4°, um 14h am Nachmittag! Wie wird es dann erst noch in der Nacht werden? Wir beschliessen einstimmig weiter zu fahren bis an den Neuenburgersee.

In Cheseaux, (bei Yverdon les Bains), beim Naturreservat von „Pro Natura“ finden wir einen schönen Platz, wo wir die Nacht verbringen werden. Wir laufen durch den Park und Lehrgarten zum Restaurant von „Pro Natura“, wo wir einen Kaffee trinken und ein Stück Zwetschgenwähe (Schweizerpreise!!!) verdrücken. Es regnet immer wieder. Aber im BONSAi haben wir geheizt und haben es kuschelig warm.

kurz nach Pontarlier, das Château de Joux

Château de Joux

das "Pro Natura"-Haus bei Cheseaux

Samstag, 26.September 2020: 61.Tag, Cheseaux – Pieterlen, 85,4km

Bei unserer Abfahrt in Cheseaux ist es gerade mal 7° kalt. Wir sind gestern Abend mit Regen eingeschlafen und wachen heute morgen mit Regen der auf das Dach trommelt wieder auf. Jetzt geht es nach Hause. Das Wetter ist wirklich sehr unfreundlich! Vom Südufer des Neuenburgersees aus sehen wir, dass es auf den Jurahöhen, in Ste. Croix (1100m) Schnee hat. Unsere gestrige Entscheidung, nicht da oben zu übernachten, sondern hinunter an den Neuenburgersee (435m) zu fahren war genau richtig. Bei Yvonand sehen wir, wie in den Rebbergen im Regen von Hand Trauben geerntet werden. Brr...!

Kurz vor dem Mittag treffen wir zu Hause in Pieterlen ein. Gesund und zufrieden! Unsere Frankreich-Reise von 4174 km (Durchschnittsverbrauch 8,7 l Diesel) war echt toll aber es ist auch immer wieder schön, nach Hause zu kommen!

Autobahnbrücke bei Yvonand

im Gemüseland

wird geerntet

bei Ins

bei Hagneck

unsere Frankreichreise vom 28. 7. - 26.9.2020, 61 Tage, 4174 km