Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Corona-Winter in Spanien 6

im Naturpark bei Altea

Donnerstag 14.1.2020: 61.Tag, Altea - L'Alfàs del Pi, 6km

Es ist fast 10h30 als wir uns von Ruth und Heinz verabschieden um die paar Kilometer bis nach Altea zu fahren. Hier müssen wir lange suchen, bis wir endlich einen Parkplatz finden. Danach sind wir bei „meiner“ Coiffeuse, die ich schon nach einer halben Stunde (fast) wie neu wieder verlasse.Wir spazieren auf der Promenade dem Meer entlang, geniessen die Sonne und kehren zum BONSAI zurück. Am Nachmittag fahren wir zum Übernachtungsplatz und machen im Naturschutzgebiet nochmals einen sehr langen Spaziergang. Donnerstag 14.1.2020: 61.Tag, Altea - L'Alfàs del Pi, 6km Wieder ein wunderschöner Sonnentag! Aber wir haben trotzdem ein Problem. Unsere Dieselheizung will seit gestern Abend überhaupt nicht mehr funktionieren. Deshalb verlassen wir heute Morgen Altea und fahren die 6 Kilometer zum Campingplatz nach L'Alfàs del Pi. Ingeborg, die Holländische Besitzerin, ist sehr nett und weist uns Platz 24 zu. Noch vor dem Mittagessen fährt Paul den BONSAI auf die Keile und legt sich unter das Auto. Natürlich braucht es meine Assistenz, um die Heizung im Bus an- und abzustellen und dem Handwerker die Werkzeuge unters Auto zu reichen. Nun kommen noch zwei Engländer dazu. Einer ist unser Platz-Nachbar und der andere heisst Marc. Marc scheint etwas von der Sache zu verstehen und gibt Paul unter dem Auto hilfreiche Tipps. Jetzt braucht es mich erst recht, nämlich um zu dolmetschen. Einmal kreucht Marc sogar unter das Auto. Er sagt er sei jünger als Paul, erst 56, Paul ist immerhin ein wenig älter (71). Und irgendwie, mit vereinten Kräften schaffen wir es: die Heizung läuft wieder. Scheinbar hat Dreck im Diesel die Dieselzufuhr verstopft. Marc nimmt für seine Hilfe sehr gerne eine Flasche Wein entgegen. Nach dem Mittagessen machen Paul und ich einen langen Spaziergang vorbei an wunderschönen, riesigen Orangenplantagen. Bei unserer Rückkehr läuft die Heizung immer noch einwandfrei. Hoffentlich bleibt das so! Wir backen ein Brot.

im Camper Park "Orange Grove"

wir haben ein Heizungs-Problem !

Orangen

Orangenplantage

Freitag, 15.1.2021: 62.Tag, L'Alfàs del Pi

Nein, leider ist das nicht so geblieben. Am Abend, gegen 20h gibt die Dieselheizung auf. Gott sei Dank können wir elektrisch heizen. Nach dem Frühstück quetscht sich mein Bordmechaniker wieder unter das Auto und schraubt herum. Mit der Velopumpe (!) pustet er das Röhrchen für die Dieselzufuhr durch. Nun können wir die Heizung wieder einschalten und sie funktioniert wieder. Hoffentlich diesmal länger! Am Nachmittag machen wir einen sehr langen Marsch von etwa 6km (im ganzen) nach Albir, ans Meer. Dort trinken wir Kaffee und sitzen gemütlich am Meer.

Blick von Albir nach Calpe

Promenade von Albir

Samstag, 16.1.2021: 63.Tag, L'Alfàs del Pi

Was für ein wunderschöner Sonnentag! Am Nachmittag laufen wir etwa 5km (im gesamten) nach Albir und zurück. Im kleinen Restaurant „Everest“ essen wir zu Mittag. Für 7.95 € pro Person gibt es : für beide Pan und Aioli (Brot und Knoblauch-Mayonnaise), für Paul eine Suppe (Festival-Suppe (?), Paul ist begeistert), für mich einen gemischten Salat (ich bin auch begeistert!), als Hauptgang für beide gegrillte Pouletbrust mit Pfeffersauce, Gemüse und Pommes. Auf Paul‘s Teller hat es noch gemischten Salat. Dazu eine Flasche guten Rotwein, einen Cortado (Kaffee) und zum Schluss noch einen eisgekühlten Limoncello. Phhhh…, alles sehr gut! Das Wirtepaar kommt aus Nepal. Als ich dem Wirt mitteile, dass wir schon in Nepal waren, strahlt er uns an. Gegen 16h sind wir zurück beim BONSAI.

Paul's Süppchen

mein Salat

unser Essen

Sonntag, 17.1.2021: 64.Tag, L'Alfàs del Pi

Heute gegen Morgen hatten wir 2° kalt (draussen). Und unser Heizungsproblem besteht immer noch! Manchmal funktioniert die Heizung mit Diesel ein paar Stunden einwandfrei, aber plötzlich streikt sie und keiner weiss warum. Wenn wir sie dann wieder starten funktioniert sie 1 oder 2 Minuten und gibt dann wieder den Dienst auf! Mit Strom läuft sie immer tiptop. Aber heute ist ein richtig „heisser“ Tag, strahlende Sonne und 20°, herrlich. Um 12h laufen wir wieder mal nach Albir. Bei der Nepalesen Familie essen wir zu Mittag. Das gleiche Menü wie gestern, aber als Hauptgang für Paul Goulasch mit Reis, für mich Fisch und Pommes Frites. Wieder sehr gut! Nach dem Essen laufen wir beim Marktplatz vorbei zum Meer. Die Marktstände werden gerade abgeräumt. An der Strandpromenade setzen wir uns auf eine Bank, geniessen die Sonne und beobachten (und kritisieren) die Leute...Um 16h sind wir zurück beim BONSAI.

Parkieren auf Spanisch

beim Markt von Albir

Montag 18.1.2021: 65.Tag, L'Alfàs del Pi

Tolles Wetter, 16°. Paul hat eine neue Idee für unser Heizungsproblem….! Um 12h30 ist Abmarsch vom Camping Park. Wir laufen ewigweit bis zu einer Autowerkstatt. Dort kaufen wir etwa 1m Dieselschlauch. Und weiter geht es bis zu einer BP Tankstelle, wo wir einen 5 Liter Dieselkanister kaufen. Diesen lassen wir mit 3 Litern Diesel befüllen. Auf dem Rückweg essen wir beim Café & Pub "Sprint" draussen auf dem Trottoir zu Mittag. Das Tagesmenü besteht aus irgendetwas Fischigem, nix für Paul !!! Also empfiehlt uns der Wirt einen Cachopo. Und er meint, ein Cachopo sei genug für uns beide. Wir haben zwar keine Ahnung, was das ist, sind aber einverstanden damit. Und was wir bekommen überrascht uns total! Der Cachopo ist so etwas Ähnliches wie ein Cordon Bleu. Aber dieses hier ist riesig. Und er ist vor allem wunderbar. Dazu gibt es ein wenig Gemüsegarnitur und frittierte Kartoffeln. Alles super gut. Der Cachopo besteht einfach aus zwei panierten Rindsfilets, gefüllt mit Käse und Serrano-Schinken. Einmal gebraten, ist es aussen knusprig mit einem enorm saftigen Inneren. Für das ganze Essen mit zwei grossen Bieren, Oliven, Brot, dem Cachopo und zwei Cortados (Kaffees) bezahlen wir 13.70 €. Gut gesättigt laufen wir zum BONSAI zurück. Kaum sind wir wieder da, um 15h, liegt Paul schon unter dem Auto. Er will seine Idee wegen der Dieselheizung umsetzen. Er will den neuen, sauberen Diesel direkt aus dem neuen Kanister zur Heiz-Pumpe leiten. So können wir sicher sein, dass die Pumpe nicht von eventuell verdrecktem Diesel verstopft wird. Die Umleitung klappt schnell und problemlos, nur leider funktioniert die Dieselheizung deshalb immer noch nicht. Wir sind beide enttäuscht und heizen wieder elektrisch. Aber einen Versuch war es trotzdem wert.

hier essen wir zu Mittag

Mmmm..., der Cachopo reicht für zwei Personen und ist prima!

...und danach der 3. Versuch

Dienstag 19.1.2021: 66.Tag, L'Alfàs del Pi - Santa Pola, 73,9km

Nach 5 Tagen verlassen wir den Camper Park Orange Grove. Es ist sonnig, leicht bewölkt, 14°. Es hat uns hier sehr gut gefallen. Ingeborg ist sehr nett. Es hat 35 Parzellen. Im Moment sind hier; 2 Holländer, 1 Belgier, 1 Berner (wir!) und alle anderen sind Engländer…!!! Es hat einen kleinen Swimming Pool, sehr saubere WC‘s und Duschen mit sehr heissem Wasser, eine Waschmaschine und einen Trockner. Jeden Morgen kommt der Bäcker vorbei und jeden Donnerstag ein Mann, der Orangen und Mandarinen verkauft. 75 Minuten später stehen wir direkt am Meeresstrand in Santa Pola, etwas südlich von Alicante. Auf diesem grossen Parkplatz stehen ca. 20 Camper herum. Wir sind, wie meistens, die Kleinsten...

in Santa Pola

Mittwoch, 20.1.2021: 67.Tag, Santa Pola – Las Torres de Cotillas, 109,7km

Eigentlich wollten wir ja 2 Tage hier in Santa Pola am Strand stehenbleiben. Aber der Morgen ist total bedeckt und trübe, 9°. Um 10h15 fahren wir los, weiter südwärts. Wir haben im Internet die Adresse eines Truma-Händlers gefunden. „Truma“ ist unsere Heizung, die ja immer noch nicht funktioniert. Der Händler befindet sich in der Provinz Murcia, die wir ohne eine einzige Corona-Kontrollstelle und ohne Probleme erreichen. Es ist 12h30 als wir bei dem grossen Caravan-Händler ankommen. Sofort kommt ein Mechaniker, notiert sich alle unsere Angaben und kontrolliert die Heizung. Ja, sie funktioniert tatsächlich nicht! Er telefoniert mit einem Truma-Fachmann und zusammen finden die beiden heraus, dass die Truma blockiert ist. Leider können sie sie aber in der Caravan-Werkstatt nicht „entblockieren“, das kann man nur per Computer machen. Also müssen wir zu Roberto, dem Truma-Dealer, der kann das. Man gibt uns die Adresse und wir fahren ins Zentrum von Las Torres de Cotillas, beim Rathaus der Stadt. Dort, ganz in der Nähe, befindet sich das Büro von Roberto. Wir parken auf dem grossen Parkplatz neben dem modernen Rathaus. Jetzt ist es 13h. Um 14h regnet es kurz. Gegen 15h werden wir von Roberto und seiner Frau Maria überrascht. Die beiden kommen zu uns auf den Parkplatz. Roberto packt sofort seinen Diagnose-Computer aus und versucht 1 ganze Stunde lang herauszufinden, was denn dem Patienten fehlt. Irgendwann läuft die Heizung wieder, stellt aber auch immer wieder ab.

Die Gemeinde Las Torres de Cotillas befindet sich 15 km von der regionalen Hauptstadt Murcia entfernt, 82 Meter über dem Meeresspiegel. Las Torres de Cotillas umschliesst eine Fläche von 39 km² und hat 21.471 Einwohner.

wir verlassen den Strand von Santa Pola

ein trüber Tag

bei Caravan Murcia

die Truma-Heizung unter dem Bett

Roberto macht sich an die Arbeit

Freitag, 22.1.2021: 69.Tag, Las Torres de Cotillas – Ceutí, 11,4km

Gestern hat die Heizung immer wieder gespuckt, aber eigentlich brauchten wir gestern keine Heizung, es war sehr sonnig und über 23° warm. Heute Morgen hatten wir wieder die Fehlermeldung E122H und Roberto war sofort zur Stelle. Er pröbelt und arbeitet 2½ Stunden lang und nun läuft die Heizung wieder. Und wir hoffen das bleibt jetzt auch so! Ja, ja, die verflixte moderne Electronic! Heute ist wieder ein wunderschöner, sehr sonniger Tag, aber es weht ein elend starker Westwind mit Böen von bis zu 50km/h, der den Staub des schmutzigen Parkplatzes herumwirbelt. Gegen 13h bezahlen wir bei Maria und Roberto die Rechnung und schenken Roberto für seine Geduld und die Bemühungen ein Schweizer Taschenmesser. Die beiden strahlen um die Wette. Wir haben selten so viel Freude und Begeisterung gesehen. Wir verlassen Las Torres de Cotillas und fahren ca. 11½ km weiter bis nach Ceutí. Hier hat es einen grossen Stellplatz für Camper. Es sind schon etwa 25 Camper aus diversen Ländern hier. So wie die alle aussehen, bleiben die hier länger stehen.

das moderne Rathaus von Las Torres de Cotillas

Diese Kamine sind die Überbleibsel der früheren Konservenfabriken

Ha, in Las Torres de Cotillas gibt es eine Hundewaschanlage

Ceutí ist eine südspanische Kleinstadt und eine aus dem Hauptort und einem Dorf (Torraos) bestehende Gemeinde mit 11.787 Einwohnern im Zentrum der Provinz Murcia. Die Kleinstadt Ceutí liegt ungefähr 23 km (Fahrtstrecke) nordwestlich der Stadt Murcia in einer Höhe von ca. 85 bis 95 m ü. d. M. Die Mittelmeerküste ist ca. 40 km (Luftlinie) entfernt. Das Klima im Winter ist gemässigt, im Sommer dagegen warm bis heiss; die geringen Niederschlagsmengen (ca. 300 mm/Jahr) fallen – mit Ausnahme der nahezu regenlosen Sommermonate – verteilt übers ganze Jahr.

Wichtigstes Bauwerk des Ortes ist die Iglesia de Santa María Magdalena; sie entstand jedoch erst in den Jahren 1956 bis 1995 nach dem Abriss eines frühneuzeitlichen Vorgängerbaus, an dem man sich beim Neubau in hohem Masse orientiert hat.

Die im neoklassischen Stil erbaute Kirche ist dreischiffig; sie verfügt über ein Querhaus sowie über eine Vierungskuppel über einem durchfensterten oktogonalen Tambour.

im ganzen Ort verteilt hat es Kunstwerke. Diese Bild heisst"spielende Kinder".

Das Museo Antonio Campillo ist einem im Jahr 2009 verstorbenen Bildhauer gewidmet, dessen Skulpturen (darunter eine Radfahrerin) an verschiedenen Orten im Stadtbild präsent sind.

In einer ehemaligen Konservenfabrik (La Conservera) wurden Ausstellungsräume für die Präsentation moderner Kunst eingericht

Am Nachmittag machen wir einen lagen Spaziergang von etwa 1¾ Stunden. Das heisst, eigentlich ist es gar kein Spaziergang. Wir suchen nämlich einen Supermarkt, wo wir Salat für das Abendessen kaufen können. Es regnet ein paar Tropfen und der Wind ist immer noch saumässig stark und fegt den Müll durch die Strassen! Unterwegs kommen wir bei einer Strasse vorbei, wo ein Baum vom heftigen Wind auf die Strasse und auf ein Auto gekracht ist. Die Aufräumarbeiten sind in vollem Gange. Wir kehren zum BONSAI zurück, ohne einen Lebensmittelladen gefunden zu haben und ohne Salat.

Aufräumarbeiten

Ups, ein Baum ist umgefallen...

Samstag, 23.1.2021: 70.Tag, Ceutí

Wieder ein schöner Sonnentag mit etwa 20° Wärme und ohne diesen elenden Wind. Nach dem Frühstück unternehmen wir den zweiten Versuch, einen Supermarkt zu finden. Mit dem Handy und Google maps in den Händen. Wir laufen und laufen und laufen und nachdem ich eine ältere Spanierin gefragt habe, finden wir endlich einen kleinen Carrefour. Wir kaufen ein paar Sachen ein und tragen sie schwer im Rucksack zum Camper zurück. Nach dem Mittagessen laufen wir bei unserem Stellplatz um die Ecke und kaum 100m davon entfernt hat es einen riesigen Supermarkt mit allem was man haben will. Wir fassen es nicht und kaufen sofort ein, was uns noch fehlt. Wir können nicht glauben, dass wir beide sooo doof waren und nicht fähig den Laden zu finden…! Ceutí ist kein besonders schönes Dorf, viel Müll, viele zerfallende Häuser. Aber im ganzen Ort hat es Kunstwerke die zu Ehren des Bildhauers Antonio Campillo aufgestellt sind.

der lange gesuchte Supermarkt, sind wir wirklich soooo dooof?