Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Corona-Winter in Spanien 8

Donnerstag 4.2.2021: 82.Tag, La Manga – La Azohia, 79,3km

Wir haben sehr ruhig geschlafen hier auf dem Baugrundstück. Um 9h40, als wir losfahren, ist es 14°kühl, leicht bewölkt oder Hochnebel. Es geht über die ganze Sandbank zurück und wir verlassen La Manga Richtung Süden. Wir fahren auf der Hauptstrasse an den Hochhäusern vorbei und haben das Gefühl durch eine Geisterstadt zu fahren. Es hat fast keinen Verkehr. Zeitweise sind wir ganz alleine auf der Strasse. Später hat es Hochnebel. Auf den Feldern wird überall fleissig Salat geerntet. Eigentlich war der Plan, dass wir in Cartagena übernachten sollten und uns vorher die Stadt ansehen wollten. Hier waren wir im Sommer 2007 mit der MABUHAY (Segelschiff) schon mal. Aber es hat Nebel und alle (ausser Lebensmittel) Geschäfte und Restaurants sind geschlossen. Also fahren wir durch die grosse Stadt und weiter südwärts. Endlich, kurz nach Cartagena löst sich der Nebel auf und die Sonne meldet sich strahlend zurück. Jetzt fahren wir durch wunderschöne Berg-Landschaft mit unwahrscheinlich schön blühenden Mandelbäumen. Was für ein wunderschönes Frühlingserwachen! Um 11h50 kommen wir in La Azohia an, auf einem grossen Parkplatz beim SPAR-Supermercado, mit Blick aufs Mittelmeer. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen, eilen sofort zum SPAR, kaufen dort zwei schöne Scheiben Fleisch, Pilze und eine Flasche Abwaschmittel. Nun machen wir einen kleinen Spaziergang über den grossen Platz, sprechen ein wenig mit einem Thurgauer, der sich hier gut auskennt und erklimmen den Hügel um den Klettterern zuzuschauen, die an den Felsen üben. Kurz nach 15h gibt es Mittagessen (oder ist es das Abendessen?). Ist ja egal, auf jeden Fall ist es prima. Aber vorher hat Paul noch den Platz rund um unser Auto mit dem „Greifer“ vom Müll befreit, besonders von 1000 Zigaretten-Stummeln. Den Tip für diesen schönen Platz haben wir vom Truma-Roberto erhalten. Vielen Dank Roberto!

diese kleine Brücke ist steiler als es hier aussieht

es hat fast keinen Vrekehr auf La Manga

Geisterstadt

unterwegs

es ist sehr trübe

in Cartagena

alle Fotos aus dem fahrenden Auto gemacht

Blick auf das Plastik- und das Mittelmeer

unser Ziel ist La Azohia

alles Plastik

angekommen in La Azohia

Kletterübungen

Freitag, 5.2.2021: 83.Tag, Azoiha

In der Nacht hat es ziemlich geblasen. Der Morgen ist eher grau mit einer Art Hochnebel. Um 11h30 ist es 18° kühl und der Wind bläst immer noch. Wir machen uns auf den Weg um die schöne Bucht zu erkunden. Wir laufen ganz bis zum Ende, bis es nicht mehr weiter geht und von da geht es hinauf zur „Torre Santa Elena“, einem Wachturm aus dem 16.th Jahrhundert. Die Aussicht von da oben wäre wunderschön, wenn es nicht so diesig wäre. Wir kehren um und laufen wieder zum BONSAI zurück. Der ganze Spaziergang war etwa 5 km lang und sehr gemütlich. Den ganzen Tag hat ein saumässiger, heftiger Wind geblasen. Erst abends so gegen 21h hört der verrückte Wind schlagartig auf, wie wenn jemand den Schalter gedreht hätte.

ganz rechts ist der Turm "Torre Santa Elena"

Kirchlein von La Azohia

die Fischer an der Arbeit

Torre Santa Elena

es ist sehr diesig

Samstag, 6.2.2021: 84.Tag, Azoiha – Mazarrón, 13km

Wir erfreuen uns an einem fast wolkenlosen, strahlend blauen Himmel. Aber Überraschung! Unsere Scheiben und überhaupt das ganze Auto sehen aus, als wären wir durch die Sahara gebrettert. Paul muss die Frontscheibe waschen, damit er überhaupt losfahren kann und etwas sieht. Um 10h30 ist es soweit, wir verlassen diesen sehr schönen Ort, der uns aber im Moment einfach zu windig ist. Der Küste entlang fahren wir nach Mazarrón, unserem heutigen Ziel. Alle Autos denen wir begegnen sehen genau so aus wie wir, total sandgepudert! Bei der Tankstelle, direkt vor unserem anvisierten Stellplatz, fahren wir zur Waschanlage, wo schon Kolonnen von staubigen Autos stehen, und Paul wäscht dem BONSAI den Dreck vom Buckel. Da kommt eine ganz schöne Brühe runter! Gegen Mittag sind wir im „Area Camper“ Stellplatz. Wir werden freundlich empfangen und bekommen Platz NR.30. Zwischen den Campern gibt es coronabedingt sehr grosse Abstände. Überhaupt sind die Parzellen hier sehr grosszügig bemessen. Der Campwart erzählt mir, dass es letzte Nacht mit dem Südwest-Wind Saharasand aus Marokko geregnet habe…! Am späteren Nachmittag machen wir einen kleinen Erkundungsgang Richtung Dorf Mazarrón um zu schauen, wo der nächste Lebensmittelladen ist. Hier wollen wir die nächsten paar Tage bleiben.

sandgepudert

so sieht unsere Frontscheibe aus

und so die Dachluke

oh Mannomann !

Kreisel in Puerto Mazarrón

Kreisel in Puerto Mazarrón

puhhh, das war nötig!

wir sind da

neben dem Camp

Sonntag, 7.2.2021: 85.Tag, Mazarrón

Das Wetter ist zwar schön, aber eher kühl mit 17° und saumässigem Wind! Wir machen einen gaaaanz langen Spaziergang ins Dorf Mazzarón. Leider der Hauptstrasse entlang, da es keinen anderen Weg gibt. Was wir bis jetzt gesehen haben, ist Mazzarón nicht ein besonders schönes Dorf. Aber vielleicht ändern wir unsere Meinung noch, wir werden ja etwa zwei Wochen hier bleiben.

Dienstag, 9.2.2021: 87.Tag, Mazarrón

Gestern war schon wieder so ein elender Wind und es war bewölkt bei 19°. Paul hat gesagt, in der Nacht habe es kurz geregnet. Heute ist es sehr stark bewölkt, 17°, aber sehr viel weniger Wind. Unser Nachbar, Dieter aus Stuttgart, erklärt Paul, wo es eine vertrauenswürdige Werkstatt gibt. Paul möchte am BONSAI die hinteren Bremsbeläge und das Bremsöl wechseln lassen. Wir fahren zu der Werkstatt und man sagt uns, dass man im Moment keine Zeit für uns habe, aber dass man uns anrufen werde, sobald es einen freien Termin gäbe. Von der Werkstatt fahren wir nach Bolnuevo. Dort schauen wir uns die wunderschönen, bizarr geformte Felsformationen und Pilzfelsen an, die durch Winderosion entstanden sind. Die heissen „Las Gredas“. Es ist schon enorm, was Mutter Natur so alles zu Stande bringt! Weiter geht es nach Puerto Mazarrón. Beim Yachthafen laufen wir zu einem Ausguckspunkt und schauen auf das sehr bewegte Meer und die Küste. Wir fahren zum zweiten Hafen von Puerto Mazarrón und möchten uns auch den gerne anschauen, finden aber keinen geeigneten Parkplatz. Also lassen wir es bleiben und kehren zurück zu unserem Camper Park.

in Bolnuevo

„Las Gredas“. Es ist schon enorm, was Mutter Natur so alles zu Stande bringt!

beim Ausguckspunkt in Puerto Mazarrón

Puerto Mazarrón, vorne das Mittelmeer, hinten das Plastikmeer