Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Corona-Winter in Spanien 14

 

unterwegs

Karfreitag, 2.4.2021: 139.Tag, Cers bei Beziers - Grane bei Livron, 295,7km

Um 9h30 ist die Frontscheibe gewaschen und wir können losfahren. Das Wetter ist wieder sonnig, kein Wölklein am Himmel bei etwa 14°. Es hat sehr viel Verkehr. Alle Läden haben geöffnet (nur die Restaurants sind geschlossen). Also ist der Karfreitag scheinbar in Frankreich kein Feiertag? Kurz nach Montpellier geraten wir in einen Stau (warum? keine Ahnung!) und wir vertrödeln etwa ½ Stunde. In Sommières machen wir einen kleinen Stopp (hier haben wir schon einmal übernachtet) und stellen fest, dass die Kinder hier heute noch in die Schule mussten. Um 15h20 kommen wir endlich bei unserem heutigen Ziel an. Wir werden in Grane, bei Livron, in der Nähe von Valence, auf dem Bauernhof "La Domaine Distaise" übernachten. Wir sind wenige Camper hier, 12 Franzosen und wir. Im Hofladen kaufen wir ein paar sehr feine Sachen ein, bezahlen die 5€ für die Übernachtung und geniessen danach die Sonne auf der Wiese, bei 24°Wärme.

Kurzer Stopp in Sommières

Schwertransport am Karfreitag in Frankreich

Karfreitag in Frankreich

Wasser fehlt...

hier übernachten wir: "La Domaine Distaise" Grane bei Livron

der Hofladen

im Hofladen

Ostersamstag, 3.4.2021:140.Tag, Livron - Hauteville-sur-Fier, 201.8km

Bei schönstem Sonnenwetter, aber saukaltem böigem Wind und 10° Kälte verlassen wir den schönen Bauernhof "La Domaine Distaise". Der Platz ist sehr ruhig und es hat sehr viele verschiedene Tiere. Der Isère entlang und durch das Nussbaumland fahren wir über Grenoble, Chambéry und Aix les Bains nach Annecy. Das heisst genau nach Hauteville-sur-Fiez zur Straussenfarm, die wir vor etwa zwei Jahren schon einmal besucht haben. Um 14h30 kommen wir dort an und stellen uns zu den anderen 4 Campern auf die Wiese. Jetzt ist es 13° und es weht immer noch so ein elend kalter Wind. Um 15h30 trudeln plötzlich unser Sohn Marcus und seine Freundin Andrea mit dem VW California ein. So ein Zufall!!! Nein, natürlich ist das kein Zufall. Gestern haben die beiden uns per WhatsApp gefragt, ob wir auch auf diesem Stellplatz übernachten würden. Er liegt ja schliesslich fast an unserem Heimweg. Ja klar, warum nicht? Wir sind ja schliesslich flexibel! Den Apéro mit einem Fleisch-/Käseplättchen gibt es draussen an der Sonne. Aber es weht immer noch ein kalter Wind und deshalb dislozieren wir in unseren BONSAI um gemütlich an der Wärme zu sitzen. Marcus kocht für uns alle. Es gibt primaguten Fisch und dazu feines Mischgemüse aus dem Omnia-Backofen. Mmmm... ! Für Paul, den Anti-Fisch-Esser, brutzelt Marcus extra eine Cervelat. Andrea und Marcus haben auch das Dessert besorgt. 4 verschiedene Törtchen! Damit es keine Schlägerei darum gibt, macht sich Andrea die Mühe, die 4 Törtchen zu zerschneiden und jeder bekommt ¼ von jedem der Törtchen. Ha, das ist eine Superidee!

unterwegs

im Nussbaumland bei Grenoble

alles Nussbäume

die Isère

angekommen bei den Straussen

das Dessert

Oster-Sonntag, 4.4.2021:141.Tag, Hauteville-sur-Fier (F) - La Brévine (CH), 272,9km

Auch der Ostermorgen ist sehr kalt, aber die Sonne scheint wunderbar. Marcus findet, an so einem schönen Morgen müsse man draussen frühstücken, schliesslich sei er ein Naturbursche! Also essen Paul und ich unser 4-Minuten-Ei im BONSAI, setzen uns aber danach mit unserem Kaffee nach draussen zu den beiden an die Sonne (8 Grad ! Brrrr....!). Paul und ich dürfen später noch ein grosses Osterei im Gebüsch suchen und finden. Danke vielmals Andrea! Um 10h20 sind alle vier bereit zur Abfahrt Richtung Schweizer Heimat. Aber wir fahren nicht zusammen, sondern jeder für sich.

Frühstück bei den Straussen am Ostermorgen

Marcus und Andrea überqueren die Schweizer Grenze in Genf bei der Autobahn. Sie haben keinerlei Problem wegen Corona-Test-Kontrollen. Wir reisen ca. ½ Stunde später beim Flughafen Genf in die Schweiz ein und haben auch keine Kontrolle. Wir werden überhaupt nicht beachtet. Marcus und Andrea fahren nach St.Cergue auf die Jurahöhen und wir nehmen den Weg über Yverdon und Ste Croix in den Jura. Irgendwann am Nachmittag treffen wir uns wie abgesprochen am Lac des Taillères, bei la Brévine, auf dem Stellplatz. Es herrscht wunderschöner Sonnenschein und die Fahrt durch den Jura war enorm schön.

Der Lac des Taillères befindet sich etwas ausserhalb des Dorfkerns in der Gemeinde La Brévine im Kanton Neuenburg. Er liegt auf einer Höhe von 1036 Metern über Meer und verfügt über eine maximale Tiefe von sieben Metern. Der längliche Taillères-See – knapp 2km lang und etwa 250m breit – fliesst unterirdisch zur Areuse ab. Gespiesen wird der See im Hochtal von La Brévine von unterirdischen Quellen und Regenwasser.

Zum Apéro gibt es wieder ein Fleisch/Käseplättchen. An der Sonne ist es 11° und gut auszuhalten, sogar für mich...! Zwischendurch machen Andrea und ich einen kleinen Spaziergang zum wunderschönen Lac des Taillères . Auch das Abendessen wird draussen an der Sonne gegessen. Kartoffelsalat aus spanischen Kartoffeln, Bratwürste vom französischen Bauernhof "La Domaine Distaise", gemischten Salat aus dem VW California und aus dem BONSAI. Nach dem Essen setzen wir uns um das grosse Feuer, das Marcus in der Feurschale gemacht hat. Ohne ein Feuer geht nämlich gar nichts!!! Aber irgendwann wird es doch ein wenig zu kalt und wir verziehen uns alle in den BONSAI zum Kaffee und Dessert, einem französischer Flankuchen. Mmm..., gar nicht so schlecht. Was für ein schöner, gemütlicher Abend!

unterwegs in die Schweiz

im Schweizer Jura

bei La Brévine

sooo steigt man diese Treppe hinauf!

Am Lac des Taillères

ein Feuer "muss" natürlich sein ...!

Oster-Montag 5.4.2021: 142.Tag, La Brévine - Pieterlen, 74,2km

Es ist kalt, in der Nacht -2° (minus 2°!!!). Aber in unserem BONSAI ist es Dank der Heizung kuschelig warm und deshalb essen wir alle vier zusammen hier drinnen Frühstück. Um 10h30 ist allgemeine Abfahrt. Inzwischen ist es 6° warm (warm ?) geworden, es ist bewölkt und es weht ein eisig kalter Wind. Wir verabschieden die Junioren und wählen den Heimweg über Le Locle, La Chaux-de-Fonds und St.Imier nach Pieterlen. Hier treffen wir um 12h ein und besonders Paul ist froh, gut zu Hause angekommen zu sein. Obwohl er manchmal an seine Grenzen gekommen ist, hat mein lädierter Chauffeur mit der verletzten Schulter, die ganze Heimfahrt von 1714,7km viel besser gemeistert, als ich es mit zwei gesunden Schultern und Armen gemacht hätte! Echt, das meine ich wirklich so!!!

im Jura

im Jura

unsere Corona-Winter-Reise nach Spanien, 15.11.2020 - 5.4.2021

Im Ganzen war unsere Reise 4'666km lang und hat 142 Tage gedauert.

Schön war's !!! Wenn auch kälter als andere Winter in Spanien.

Und wo geht unsere nächste Reise hin???  Keine Ahnung!