Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Portugal 1

«Alles beginnt mit dem Fernweh.»

Samstag, 12.Juni 2021: 1.Tag,Pieterlen - Vesoul, 270,4km

Eigentlich wollten wir ja schon im Corona-Winter 2020/2021 nach Portugal fahren. Aber wegen den Corona-Massnahmen haben wir es sein lassen. Vielleicht schaffen wir es ja diesmal bis zum Ziel Portugal. Mit Paul's augekugeltem linken Arm geht es jeden Tag ein wenig besser. Heute sind es genau 3 Monate, seit ihm das Gelenk im Spital in Spanien wieder eingerenkt wurde.

Es ist 9h30 als wir endlich alle unsere Siebensachen im BONSAICAMPER verstaut haben. Noch in Pieterlen wird voll getankt. Und danach, 15 km später, ist schon der erste Kaffeehalt in Epsach, bei Andrea und unserem Sohn Marcus fällig. Bei der Weiterfahrt fahren wir ziemlich im Kakao herum. Weil die Brücke in Hagneck neu geteert wird und somit total gesperrt ist, müssen wir umdrehen und fahren wieder an Epsach vorbei zurück nach Biel. Jetzt fahren wir auf der Twanner-Bielersee-Seite westwärts, um auf die richtige Spur nach Portugal zu kommen. Bei Les Verrières überqueren wir die Grenze nach Frankreich. Über Pontarlier und Besançon erreichen wir um 15h30 unseren Stellplatz bei Vesoul. Es ist sehr heiss...! Nach einem kühlen Ankunftsbier spazieren wir ein wenig dem See entlang. Zum Abendessen gibt es Bratwürste (in Vesoul beim Metzger gekauft). dazu Kartoffelsalat (schon zu Hause fertig zubereitet) und eine Zwergen-Gurke (die erste aus dem eigenen Garten).

am Bielersee

bei Les Verrières

in Vesoul angekommen

Sonntag, 13.Juni 2021: 2.Tag, Vesoul - St. Bonnet de Four, 343,4km

Eigentlich haben wir ganz gut geschlafen. Bis um 03h30 ein paar Partysüchtige meinen, sie müssten die ganze Nacht durchfeiern. Und das trotz Ausgangssperre!

Das Wetter ist herrlich warm, 21°, als wir um 9h30 losfahren. Es geht durch wunderschöne Landschaft, mit vielen verschiedenen Grüntönen und dazwischen immer wieder goldgelbe Gerstenfelder. Toll! In Pontailler -sur-Saône machen wir einen kleineren Halt. Wir schauen uns das Dorf am Fluss Saône an, trinken Kaffee und dann geht es weiter, quer durch Frankreich über Auxonne, Chalon-sur-Saône, Montceau-les-Mines und Digoin. Wir fahren bestimmt an einer 100km langen Strassenbaustelle entlang, die für Paul sehr anstrengend und ermüdend ist, weil er quasi in einem "Kanal" fahren muss. Kurz vor Montluçon finden wir ein wunderschönes Plätzchen in einem ganz kleinen Dorf. Es ist 16h35 und sehr heiss mit 28°. Nach dem Abkühlungstrunk spazieren wir durch das winzige, schön beblumte Dörfchen St. Bonnet de Four bis zur Kirche aus dem 16th Jahrhundert, die einen ganz speziellen, "verdrehten" Kirchturm hat. Ich bin fasziniert!

in St Bonnet de Four

an der Saône in Pontailler

in St Bonnet de Four

Das Gemeindehaus. Saint-Bonnet-de-Four ist in Frankreich eine Gemeinde mit 213 Einwohnern in der Region Auvergne-Rhône-Alpes.

ein "verdrehter" Kirchturm

Kirche Saint-Bonnet, romanischer Chor (11. Jahrhundert) mit Kragsteinen, gotische Kapelle im Süden der Kirche angebaut (14. Jahrhundert) und gedrehte Kirchturmspitze,

Montag, 14.Juni 2021: 3.Tag, St Bonnet de Four - Bergerac, 350,3km

Bei strahlend schönem Wetter und 21° fahren wir um 9h los. In Limoges machen wir einen längeren Mittagshalt. Weiter geht es nach Périgueux, wo es eine wahnsinns Kathedrale hat. Schade, dass wir nur daran vorbeifahren, und ihn nicht besichtigen. Sehr imposant! Um 17h kommen wir in Bergerac an, wo wir direkt am Ufer des Flusses Dordogne übernachten werden. Heute war ein enorm heisser Tag, 32°. Paul freut sich sehr und ich kann mich kaum richtig umschauen, sitzt er schon mitten in der Dordogne. Aber der Fluss zieht so sehr, dass Paul sich kaum halten kann. Er befürchtet nach ??? (wohin eigentlich?) geschwemmt zu werden. Es ist schön hier! Wir sitzen bis nach 22h draussen und geniessen den wunderschönen Abend. Wir hören die Frösche quaken, aber sonst herrscht himmlische Ruhe...

unterwegs

an der Dordogne

Dienstag, 15.Juni 2021: 4.Tag, Bergerac (F) - Eugi (E), 326,7km

Ich habe geschlafen wie ein Stein! Um 8h45 ist Abfahrt bei 22°, nur Sonne, kein einziges Wölklein am Himmel. Vorbei an Mont-de Marsans geht es bis nach Orthez. Wir machen auf dem Parkplatz beim Gemeindehaus unser Mittags-Picknick.Von hier aus geht es südwärts zu den Pyrenäen. Es sieht aus wie im Schweizer Emmental. Hügel, alles grün in grün und sehr schöne Häuser. Alle Schilder sind 2-sprachig angeschrieben: auf Französisch und auf Baskisch. Auch schon in Frankreich. Über einen Pass sind wir plötzlich in Spanien, ohne es zu merken. Wir sehen es nur am Diesel-Preis. In Frankreich haben wir 1.40 €/Liter bezahlt, in Spanien sehen wir 1.20 €/Liter. Uns wird wieder mal bewusst, wie gross Frankreich eigentlich ist...!

Es ist 15h50 als wir den BONSAI an unserem heutigen Schlafplatz abstellen. Der "Ort" heisst Eugi und liegt an der Pyrenäen-Passstrasse, ca. 35km vor Pamplona. Im Wald ist es 26° warm, aber angenehm. Höhe: 794 m.ü.M Hier befinden sich die Ruinen einer Munitionsfabrik, am Fluss Arga, die 1766 eingeweiht wurde und Kanonenkugeln herstellte.

im Baskenland, 2-sprachig angeschrieben

in einem Kreisel

hier trinken wir Kaffee

im Baskenland

in Spanien

alles grün

in 2 Sprachen verboten!

in Eugi, Ruinen der Munitionsfabrik