Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Portugal 2

in Pamplona, im "Carrefour-Schinken-Himmel"

Mittwoch, 16.Juni 2021: 5.Tag, Eugi (E) - Soria, 259,3km

Es ist bewölkt und merklich kühler als die letzten paar Tage, 15°. In der Nacht hat es scheinbar ganz leicht getröpfelt. Die Frontscheiben und die Dachluken sind nass. Um 8h30 geht es wieder weiter, hinunter nach Pamplona. Etwa eine ½ Stunde später scheint schon wieder die Sonne und es bleibt sonnig bis leicht bewölkt.

In Pamplona suchen wir verzweifelt und vergeblich einen Parkplatz für den BONSAI. Wir wollen irgendwo eine spanische SIM-Karte für's Internet kaufen. Nach ca. 45 Minuten herumkurven im Zentrum der Stadt hat Paul die Schnauze voll. Er will sofort raus aus dieser Stadt. Ich bin ziemlich angesäuert! Ich hätte so gerne die Stadt Pamplona besichtigt, sie soll nämlich sehr schön sein. Das Einzige was wir gesehen haben, ist die Stierkampfarena, weil wir daran vorbei gefahren sind, und 1000 rote Ampeln….

Bei der Ausfahrt aus der Stadt treffen wir zufällig auf einen grossen "Carrefour" und hier können wir die SIM-Karte für Spanien kaufen. An der Strasse von Pamplona nach Logroño blüht kilometerweit links und rechts der Strasse wunderschöner gelber Ginster. Kurz vor Soria müssen wir einen 1710m hohen Pass erklimmen, weil der Tunnel gesperrt ist.

Oh je, man hat es nicht leicht als BONSAI-Beifahrer!!! Ich bin sehr genervt ! Jetzt bin ich doch Schuld, dass der See abhanden gekommen ist, den mein Navigator im Navi programmeirt hat.… Der See ist einfach nicht vorhanden! Um 16h20 kommen wir endlich in Soria an und finden ein schönes Plätzchen direkt am Duero. Das ist eigentlich auch unser vorläufiges Ziel. Wir möchten nun dem Duero so weit wie möglich folgen, bis er bei Porto im Atlantik mündet.

Was für ein Tag! Während ich Tagebuch schreibe bereitet Paul das Abendessen zu. Es gibt geschnetzelte Rindsleber mit sehr vielen Zwiebeln, Reis und Randensalat. Das Glas mit den Randen fällt Paul aus der Hand auf den Boden im BONSAI. Das Glas ist nicht zerbrochen, aber alles ist voller Blut... äh, Randensaft. Bis zur Decke hinauf hat es gespritzt. Es sieht aus wie in einem Krimi...! Aber ich bin überhaupt nicht genervt, ich finde es lustig!!!

unterwegs zwischen Pamplona und Soria

in Soria, der Douero

unser Schlafplatz mit Blick auf den Douero

Der Duero ['dweɾo] (spanischer Name) (portugiesischer Name Douro [ˈdoɾu]) ist der drittlängste Fluss der iberischen Halbinsel. Er entspringt auf 2160 Metern Höhe in der Sierra de Urbión in der spanischen Provinz Soria, (in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien und Leon ), durchfliesst Nordspanien und Nordportugal und mündet bei Porto in den Atlantischen Ozean. Der Fluss ist 897 km lang, davon 572 km auf spanischem Boden, 213 km schiffbar auf portugiesischem Gebiet und 112 km mit internationalem Charakter, da sein Verlauf eine Grenze bildet.

der Douero

Donnerstag, 17. Juni 2021: 6.Tag, Soria

Wir haben beschlossen, noch einen Tag in Soria zu bleiben um uns die Stadt anzuschauen. In der Nacht hat es ein Gewitter gegeben und es hat ziemlich geregnet. Der Tag ist stark bewölkt und regnerisch.

Um 10h sind wir bei der Kirche des Heiligen San Saturio, die an die Felsen oberhalb des Dueros gebaut (geklebt!) wurde. Dieser Heilige hat im 6.th Jahrhundert hier in einer Höhle gewohnt. Viele Jahre (fast 1000 Jahre) später hat man dann die Kirche über den Höhlen erbaut.

Saturius von Soria (spanisch San Saturio; * um 493 in Soria; † um 570) war ein Eremit im Norden der Iberischen Halbinsel. Er wurde erst im Jahr 1753 durch Papst Benedikt XIV. heilig gesprochen sein Festtag ist der 2. Oktober.

Gemäss der Überlieferung stammte Saturius aus einer wohlhabenden Familie. Nach dem Tod seiner Eltern verschenkte er das ererbte Vermögen an die Armen und zog sich in eine Höhle in der Sierra de Santa Ana bei Soria zurück, wo er sich seinen Kontemplationen hingab, aber auch eine Kapelle zu Ehren des Erzengels Michael baute. Er war bereits ein alter Mann, als er Besuch vom 15-jährigen Prudentius bekam, der sieben Jahre lang bis zu seinem Tod sein Schüler und Gehilfe wurde. Prudentius begrub den Leichnam seines Mentors in der Höhle; anschliessend begab er sich in seine Heimat, wo ihm schon bald (572 ?) die Bischofswürde von Tarazona angetragen wurde.

Die Grotten und die Kirche sind sehr eindrücklich. Von hier machen wir eine lange Wanderung mit Extra-Umweg in die Stadt Soria.

Soria ist die Hauptstadt der Provinz Soria im Osten der Autonomen Region Kastilien und León. Mit fast 40'000 Einwohnern ist sie nach Teruel die zweitkleinste Provinzhauptstadt Spaniens. Sie liegt in einer Höhe von ca. 1065 m, am Oberlauf des Flusses Duero. Die Städte Madrid und Saragossa liegen etwa 230 km südwestlich bzw. ca. 160 km östlich. Soria weist ein reiches Erbe an romanischen Bauten auf, insbesondere Kirchen, die der kastilische König Alfons VIII. errichten liess.

Soria hat eine wunderschöne, saubere Altstadt mit vielen uralten Gebäuden, leider auch vielen Häusern, die am zerfallen sind. Es hat sehr viele schöne Pärke (oder sagt man Parks?). Auf einer grossen Plaza essen wir Tapas zu Mittag und laufen danach wieder zurück zum BONSAI. Ca. 500m vor dem Camper (etwa um 14h) erwischt uns eine mächtige Regenschütte und wir werden beide (trotz Schirm) klitschnass. Den Rest des Tages verbringen wir im trockenen Auto. Aber um 17h hellt es wieder auf und wir machen nochmals einen sehr langen Spaziergang.

die Kirche zu Ehren des Heiligen Saturio, über dem Fluss Duero

in der Kirche des Heiligen Saturio

die Kuppel

Iglesia San Francesco in Soria

mit drei Störchen im Nest

in Soria hat es sehr viele Störche

in Soria

Palacio de los Condes de Gómara aus dem 16th Jahrhundert

wieder mal ein Storch

das Rathaus von Soria

Kathedrale San Pedro ist seit 1959 zweite Bischofskirche des Bistums Osma-Soria neben der Kathedrale im 60 km entfernten El Burgo de Osma. Vom Bau des 12. Jahrhunderts, der im Jahr 1520 einstürzte, sind noch die rein romanischen Fenster und der Kreuzgang erhalten. Der 1573 fertiggestellte Neubau war umgestaltet worden.

Freitag, 18.Juni 2021: 7.Tag, Soria - Aranda de Duero, 124km

Gestern Nacht war bis um 00h15 verschiedene Bumm-Bumm-Musik aus zwei oder drei Autos. Ahhh… endlich hauen sie ab…!!!

Heute Morgen ist Abfahrt bei Bewölkung und 16° um 9h35. Ca. 1 Stunde später sind wir schon in Calatañazor. Dieser Ort ist enorm faszinierend. Leider sind alle Geschäfte und Restaurants geschlossen. Schade!

Calatañazor ist ein Ort und eine kleine Gemeinde mit nur noch 51 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) in der nordspanischen Provinz Soria in der autonomen Region Kastilien-León. Der Ort Calatañazor liegt oberhalb des Flusstals des Río Milanos in einer Höhe von etwa 1060 m. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts spielt der Tourismus (Wandern und Ferienwohnungen) eine wichtige Rolle als Einnahmequelle für die Gemeinde.

ziemlich alt...

das Restaurant Calatañazor

Die Pfarrkirche Nuestra Señora del Castillo ist ein äusserlich schmuckloser und insgesamt wehrhaft anmutender Bau aus dem 13. Jahrhundert, der im Wesentlichen aus Bruchsteinen konstruiert ist.

Mitten im Ort steht auf einem abgetreppten Sockel eine Gerichtssäule aus dem 16. oder 17. Jahrhundert.

schöne Kamine...

unterwegs nach El Burgo de Osma