Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

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Portugal 7

unterwegs nach Pinhão

unterwegs nach Pinhão

Montag, 28.Juni 2021: 17.Tag,Peso da Régua -Pinhão, 27,1km

Bei der Abfahrt um 9h30 herrlichster Sonnenschein, 20°, nicht mehr so straffer und kalter Wind wie gestern. Wir wollen heute ein Stück das Douro-Tal hinauffahren, bis nach Pinhão. Die Strecke ist nicht sehr weit, nur ca. 26km, aber dafür wunderschön! Gegen 10h30 sind wir in dem kleinen Ort und stellen uns auf einen Parkplatz direkt am Fluss Douro und direkt neben dem Restaurant „Cais da Foz“. Wir schlendern sofort durch das Dorf, buchen am Quai eine Schifffahrt für 15h und schauen uns den schönen Bahnhof an. Wir kehren zum Mittagessen zum BONSAI zurück und zufällig kommt gerade ein Flussschiff des Reisebüros Mittelthurgau an, um Gäste ein und aussteigen zu lassen. Das Schiff legt genau vor unserer Nase an.

Pinhão ist ein Ort und eine Gemeinde in Nord-Portugal, sie hat ca. 700 Einwohner und ist 3 km² gross: Der Ort liegt an der Mündung des Rio Pinhão in den Douro im Zentrum des Portwein-Anbaugebietes Alto Douro.

Pinhão ist auch für seinen, mit zahlreichen Azulejos-Bildern ausgekleideten Bahnhof der Linha do Douro-Eisenbahnstrecke bekannt.

unsere Traumvilla am Fluss

Der Duero ['dweɾo] (spanischer Name) (portugiesischer Name Douro [ˈdoɾu]) ist der drittlängste Fluss der iberischen Halbinsel. Er entspringt auf 2160 Metern Höhe in der spanischen Provinz Soria, durchfliesst Nordspanien und Nordportugal und mündet bei Porto in den Atlantischen Ozean. Der Fluss ist 897 km lang, davon 572 km auf spanischem Boden, 213 km schiffbar auf portugiesischem Gebiet und 112 km mit internationalem Charakter, da sein Verlauf eine Grenze bildet.

Es gibt Belege für die Nutzung des Duero als Schifffahrtsweg bis in die Zeit der römischen Besatzung. Heute ist der Duero fast nur auf portugiesischem Gebiet schiffbar. Von seiner Mündung bis zur Grenzregion bei Vega Terrón ist er auf 210 Flusskilometern durch fünf Schleusen mit Fahrzeugen bis 83 m Länge, bis 11,40 m Breite und einem Tiefgang von bis zu 3,80 m befahrbar.

Die 2-stündige Flussfahrt, die wir unternehmen kostet pro Person 20€. Wir sitzen auf einem Rabelo.

Rabelo ist der Name eines hölzernen Bootstyps, der in Portugal zum Transport von Weinfässern verwendet wurde. Dabei fuhren die Boote vom Anbaugebiet am oberen Douro zu den Produktionsstätten des Portweins in Porto. Meistens trieben die Rabelos nur mit der Flussströmung, gesegelt wurde selten. Flussaufwärts wurden die Boote meistens getreidelt.

Heutzutage haben die Boote ihre eigentliche Bestimmung verloren und nur noch touristischen Charakter. Sie liegen entweder vor den Portweinkellereien, beidseitig des Douro oder nehmen an historischen Regatten teil.

auf dem Douro

Blick beim Abendessen

Blick beim Abendessen

das Restaurant „Cais da Foz“

Leider wird der Himmel während der Fahrt immer bewölkter aber es ist trotzdem traumhaft schön. Wir fahren bis nach Tua, wo es einen Stausee hat und kehren danach nach Pinhão zurück.

Abendessen gibt es heute direkt nebenan, im Restaurant „Cais da Foz“, weil wir hier auf dem Parkplatz übernachten dürfen.

Unser Abendessen: Oliven und Brot, 1 x Gemüsesuppe, 1 x grünen Salat mit Tomaten und Zwiebelringen (reicht für uns beide), 1 x Lachs mit Pommes Frites, 1 x zwei Schweinskoteletts mit Pommes Frites, 1 x Mangodessert, 2 x Grappa, 3 x 2 dl Bier, 1 ganze Flasche Rotwein (0,75l). Alles zusammen: 27€ !!!

Das Essen ist gut, unsere Bäuche übervoll. Der Service ausserordentlich. Der junge Kellner rennt hin und her, ist sehr effektiv, macht keinen unnötigen Gang (d.h. er nimmt immer gebrauchtes Geschirr zurück in die Küche) Super!!!

 

Dienstag, 29.Juni 2021: 18.Tag, Pinhão - Peso da Régua 26,5km

Wir essen im Restaurant „Cais da Foz“ Frühstück. Das heisst die haben keine Gipfeli oder Brötchen oder so etwas. Also bekommen wir je einen grossen Kaffee und je drei Stücke verschiedene Kuchen dazu. Alles zusammen für 5€ !!!

Bei schönstem Sommerwetter verlassen wir um 9h45 Pinhão. Der Abstecher nach Pinhão hat sich wirklich gelohnt, es hat uns hier sehr gut gefallen. Allerdings ist der Ort Pinhão nicht besonders sehenswert, (finden wir) aber die Landschaft drumherum, einfach nur einmalig schön! Nach einem kurzen Stopp bei der Douro-Staumauer und der Schleuse sind wir gegen 11h wieder in Peso da Régua, auf dem gleichen Stellplatz vom Sonntag. Am Nachmittag laufen wir 2,5km weit (ein Weg), natürlich wieder mal in der grössten Hitze, bis zum Supermarkt "Intermarché". Wir wollen abklären, ob es da eine Waschmaschine gibt. Und juhuuu! wir werden fündig! Gegen 17h sind wir zurück beim BONSAI.

die "DOURO SPIRIT" fährt Fluss aufwärts

die eiserne Fussgängerbrücke stammt aus dem Jahr 1872

Mittwoch, 30.Juni 2021: 19.Tag, Règua

Heute haben wir ein ganz besonderes Programm ausgetüftelt. Um 8h37 geht es los. Wir sitzen im Zug und fahren pünktlich los, westwärts. 2 Stunden und 100km später sind wir in Porto, im Bahnhof São Bento. Wir laufen herum, hinunter zum Douro und sind von der Stadt begeistert.

 Porto ['poɾtu] ist eine Stadt im Norden Portugals mit 238.000 Einwohnern. Die Stadt, deren Name im Deutschen wörtlich Hafen heisst, liegt an der Atlantikküste am Nordufer des dort mündenden Douro. Zusammen mit Vila Nova de Gaia am gegenüberliegenden Ufer des Duoro bildet sie die Metropolregion Porto, in der 1,76 Millionen Menschen leben. Das historische Zentrum gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Zum Mittagessen gibt es eine Spezialität von Porto:

Porto ist für seine Francesinha in ganz Portugal bekannt. Hierbei handelt es sich um eine Art Sandwich mit viel Fleisch und würzigen Zutaten. Die Zubereitung geht auf Napoleons Zeiten zurück, als Porto belagert und eine schnelle Mahlzeit zur Versorgung der Soldaten gebraucht wurde.

Um 15h20 nehmen wir schon wieder den Zug und sind um ca. 17h30 zurück beim BONSAI. Die Zugfahrt dauert 2 Stunden (ein Weg) und kostet Hin-und Zurück 17.80 € /Person. Dabei hätten wir als Rentner die Fahrt sogar zum halben Preis haben können, wenn wir die Original- Identitätskarten dabei gehabt hätten, (wir hatten nur Kopien dabei..!). Aber trotzdem, die Fahrt hat sich gelohnt und die Stadt Porto ist einfach nur wunderschön! Ich glaube, dies ist eine der allerschönsten Städte, die wir je gesehen haben.

Portos bekanntester Exportartikel ist der Portwein. Die Weinberge, auf denen die Trauben für diesen speziellen Süsswein angebaut werden, erstrecken sich entlang des Rio Douro. Seit 1756 dürfen nur Trauben aus einem per Gesetz genau definierten Gebiet zur Herstellung des Portweins verwendet werden.

Bahnhof

um 8h37 fährt der Zug

Bahnhöfe

im Bahnhof von Porto

der Bahnhof von Porto

Polizeistation

eine Nebelwand schleicht sich vom Atlantik her an

der Ponte Luiz I

unser Essen: Francesinha, dazu Pommes Frites und einen Douro Wein

Blick vom Esstisch