Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

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Portugal 15

Kamine in Juromenha

Kamine in Juromenha

Kirche von Juromenha mit stündlichem Glockenspiel

das ist auch ein Kamin

am Rio Guadiana

Montag, 2.August 2021: 52.Tag, Juromenha - Caia Stausee, 42,7km

Der Morgen ist total bewölkt, 20°. Wir fahren um 10h20 los von Juromenha. Über Elvas gelangen wir kurz vor Campo Maior um 11h15 an den „Albufeira (Stausee) do Caia“. Wir finden ein schönes Plätzchen wo wir uns hinstellen und sofort zum baden in den wunderschönen See springen. Die Wolken haben sich langsam aufgelöst und es ist teils sonnig, teils bewölkt. Trotzdem ist es 30° heiss.

Die Talsperre Caia (portugiesisch Barragem do Caia) liegt in der Region Alentejo. Sie staut den Caia, einen rechten (nördlichen) Nebenfluss des Guadiana, zu einem Stausee (Albufeira da Barragem do Caia) auf. Die Kleinstadt Campo Maior liegt etwa fünf Kilometer östlich. Mit dem Projekt zur Errichtung der Talsperre wurde im Jahre 1958 begonnen. Der Bau wurde 1967 fertiggestellt . Die Talsperre dient neben der Bewässerung auch der Trinkwasserversorgung. Beim normalem Stauziel von 233,5 m (maximal 233,9 m bei Hochwasser) erstreckt sich der Stausee über eine Fläche von rund 19,7 km² und fasst 203 Mio. m³ Wasser – davon können 192,3 Mio. m³ genutzt werden.

Oliven, Oliven, Oliven...

überall Oliven, wer braucht so viele Oliven???

am Caia-Stausee

am Caia-Stausee

Paul beseitigt wieder mal den Müll und eine Million Zigarettenstummel vom Platz

Dienstag, 3. August 2021: 53.Tag, Caia Stausee – Campo Maior - Caia Stausee, 29,3km

Wir haben beide sehr gut geschlafen. Die Sonne scheint und es wird wieder ein schöner Tag. Um 9h ist es schon 21° warm. Wir fahren um 10h20 weg von unserem schönen Stausee. Heute geht es um „DELTA“. Nein, nicht um den mutierten Delta-Virus vom Corona-Virus! Sondern um Kaffee! Jawohl, den DELTA-Kaffee. Einige Kilometer ausserhalb von Campo Maior befindet sich die DELTA-Kaffee-Fabrik und das dazugehörige Kaffeemuseum wollen wir heute besuchen.

Campo Maior ist eine Kleinstadt in Portugal mit 8460 Einwohnern. Der historische Ortskern von Campo Maior steht als Ganzes unter Denkmalschutz.

Der international tätige Kaffeehersteller Delta Cafés ist Marktführer in Portugal und gehört zu den grössten Arbeitgebern im Kreis. Senhor Rui Nabeiro, Sohn einfacher Landarbeiter und heute über 90 Jahre alt, gründete die Firma 1961, mit damals drei Arbeitern. Heute zählt DELTA-Cafés mehr als 3500 Beschäftigte und ist in vielen Teilen der Welt vertreten.

An der Strasse nach Portalegre findet man eine weitere Einzigartigkeit Portugals, nein sogar der Iberischen Halbinsel! Auf dem Fabrikgelände von Delta Kaffee, dem grössten Kaffeehersteller in Portugal, wurde ein modernes Kaffeemuseum eingerichtet: „Centro de Ciencia do Cafè“. Für alle Kaffeeliebhaber natürlich ein Muss! Schon auf dem Parkplatz riecht es lecker nach geröstetem Kaffee. Drinnen kannst Du einen feinen Kaffee trinken und natürlich frisch geröstete Bohnen erwerben.

Wir besuchen das Kaffee-Museum (Eintritt für Rentner 5€/Person, sonst 8€/Person). Zuerst wird uns an einer Maschine Fieber gemessen (ich habe 36,8°), danach müssen wir durch einen Tunnel laufen der uns fein mit einem Desinfektionsmittel besprüht.

Das Museum ist sehr modern und gut gemacht, schön und informativ. Leider für uns keine Beschreibungen auf Deutsch. Wenn man Portugiesisch, Spanisch oder Englisch sehr gut lesen und verstehen kann, ist es sehr viel einfacher. Wir vermissen z.B. bei den alten Kaffeemaschinen Jahreszahlen, die aussagen, wann und wo diese alten Kaffeeungetüme hergestellt wurden. Zum Schluss wird uns noch ein Fingerhut voll DELTA-Kaffee serviert. Nach 1½ Stunden sind wir wieder draussen auf dem Parkplatz und fahren zurück in die Stadt Campo Maior.

das Kaffee-Museum von DELTA

Landesweit vertrautes Bild eines Delta Kaffees

Kaffeepflanzen im Museum

Kaffee wird geröstet

Auto der Firma DELTA, Ford 1952

Wir schauen uns die grosse Altstadt und Festung von Campo Maior an und kehren zum Caia -Stausee zurück, wo wir uns sofort in den See stürzen. Inzwischen ist die Temperatur wieder auf 33° angestiegen. Nach dem Bad gibt es im Restaurant „Sunset“, gleich neben unserem Stellplatz ein kaltes Bier.

in Campo Maior

der Pelourinho (Schandpfahl) von Campo Maior

beim Rathaus

Kirche Matriz

das Castelo

Blick vom Castelo (wer braucht so viel Olivenöl???)

alles sauber...

nur der BONSAI ist total schmutzig...

am Caia-Stausee

Mittwoch, 4. August 2021: 54.Tag, Caia Stausee – Marvão, 84.1km

Die halbe Nacht hat ein kräftiger Wind geblasen. Und der hält auch heute Morgen noch an. Eigentlich wollte Paul hier noch sein Morgenbad im See nehmen, aber sogar ihm ist dieser Wind heute zu kalt. Also fahren wir um 9h50 weg von diesem schönen See. In Campo Maior, nach 5km, machen wir schon den ersten Halt um im Supermarkt „Continente“ einzukaufen. Durch schöne, aber total ausgedörrte Landschaft geht es weiter nordwärts. Später, ab Portoalegre wird die Gegend langsam bergiger. Unterwegs füllen wir unseren Frischwassertank an einem tollen Brunnen mit Quellwasser. Die letzten etwa 12 km geht es auf einer kurvenreichen Strasse steil den Berg hinauf. Um 12h30 sind wir in Marvão, unserem heutigen Ziel, auf über 800 m ü.M. Von hier oben hat man eine gewaltige Sicht auf das umliegende Land.

Marvão ist eine an der spanischen Grenze gelegene Kleinstadt in Portugal mit 3512 Einwohnern. Auf einem 800–860 m hohen Felsplateau gelegen, bietet die Stadt einen schönen Blick über die umliegende Serra de São Mamede. Dank seiner strategischen Lage im Grenzgebiet zu Spanien blickt der Ort auf eine bewegte Geschichte zurück. Im Zusammenhang mit den steten Bedrohungen und Eroberungen über die Jahrhunderte sind die umfangreichen Befestigungsanlagen der Stadt entstanden. Der historische Ortskern steht als Ganzes unter Denkmalschutz.Ein Antrag auf Anerkennung als UNESCO-Welterbe lief von 2000 bis 2017, wird jedoch nicht weiter verfolgt.

Am Nachmittag laufen wir ins Dorf hinauf. Marvão soll eines der schönsten Dörfer Portugals sein. Und ja, es ist wirklich wunderschön. Aber irgendwie fehlt uns das Leben. Vielleicht findet das erst am Abend statt, wenn sich die Touristen (es hat nur sehr wenige) verzogen haben oder wenn es kühler ist (heute 31°).

toller Brunnen unterwegs

Paul füllt Wasser auf

da oben auf dem Felsen klebt Marvão wie ein Adlernest

beim Kloster Convento de Nossa Senhora da Estrela. Der Gotikbau wurde 1448 begonnen und danach mehrmals erweitert und umgestaltet. Jetzt ist es ein Altersheim. Hier befindet sich der Stellplatz.

auf der Stadtmauer

das Gefängnis

die Burg von Marvão

Blick von der Burg

Garten bei der Burg

Blick von der Burg

der Pelourinho von Marvão (Schandpfahl)

Marvão am Abend

Donnerstag, 5. August 2021: 55.Tag, Marvão (P) – (E) Stausee Rio Salor, 150,9km

Wir haben beide ruhig und sehr gut geschlafen. Wir waren 4 Camper hier. Der Tag beginnt mit Supersonne und 22°. Wir starten um 9h40 und passieren 15 Minuten später schon die Grenze zu Spanien (kein Mensch anwesend!). Jetzt müssen wir unsere Uhren wieder um eine Stunde vorstellen.

Portugal hat uns sehr gut gefallen und beeindruckt und ich bedaure es , das wunderschöne Land zu verlassen. Aber alles hat ein Ende…!

Allerdings freue ich mich auch auf Spanien, weil ich da wieder verstehen kann, was die Leute sagen. Wir fahren auf einer sehr gut ausgebauten Strasse, fast ohne Verkehr, Richtung Osten. Es hat Korkeichen, so weit das Auge reicht und Olivenbäume. Das Land sieht sehr ausgedörrt aus. In Caceres besorgen wir uns beim Supermarkt „Carrefour“ Internet-Guthaben für Spanien und tanken wieder einmal den Tank voll Diesel. 1 Liter à 1.299€ (in Portugal ca. 1.55€). Nachdem uns der erste Stellplatz den wir anfahren, nicht so richtig gefallen will, finden wir endlich um 14h40, etwa 25 km südöstlich von Caceres, einen tollen Platz am wunderschönen See, der vom gestauten Rio Salor gebildet wird. Nachdem wir uns installiert haben hält uns nichts mehr von einem Bad im (etwas schlammigen) See ab. Bei 36° Hitze, das einzig Richtige, oder?

Korkeichen

hier entsteht eine riesige, kilometerlange Solaranlage

unser See am Rio Salor

am Abend bekommen wir Besuch

was ist das für ein Seeungeheuer?