Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Portugal 16

Blick am Morgen aus dem Bett

Freitag, 6. August 2021: 56.Tag, Stausee Rio Salor -Parillas, 253.9 km

Um 9h20 fahren wir los von unserem schönen See in der Extramadura. (Die Extremadura ist eine der 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens und liegt, an Portugal grenzend, im Südwesten des Landes.)

Wir fahren durch weite, unheimlich trockene goldgelbe „Steppen“-Landschaft. Immer wieder hat es unendlich viele Korkeichen. Bei Talavera de la Reina sind wir in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-La Mancha, deren Haupstast Toledo ist. In der Stadt Talavera de la Reina würden wir sehr gerne über Nacht bleiben. Leider finden wir auch nach längerem Suchen keinen geeigneten Platz (oder einen der uns gefällt). Die Stadt muss sehenswert sein. Sie liegt am Rio Tajo.

Der Tajo (span.) bzw. Tejo (port.) fliesst in Ost-West-Richtung durch Spanien und Portugal und ist mit ca. 1007 km der längste Fluss auf der Iberischen Halbinsel. Er entspringt in der Nähe der Ortschaft Frías de Albarracín (Provinz Teruel) auf etwa 1600 m Höhe. Er fliesst in südwestliche und westliche Richtungen – durch die Landschaft und etwa 40 km südlich an Madrid vorbei – durch die spanischen Städte Aranjuez, Toledo, Talavera de la Reina und Alcántara sowie durch die portugiesische Stadt Santarém. Nach ca. 816 Flusskilometern bildet der Tajo auf einer Länge von etwa 48 km die Grenze zwischen Spanien und Portugal. Danach durchfliesst er auf weiteren 145 km Portugal und mündet bei Lissabon in den Atlantik.

Also fahren wir weiter und gurken ein wenig in der heissen Landschaft herum, bis wir nach einer anstrengenden (für den Chauffeur) Rally-Fahrt über staubige und ausgefahrene Feldwege endlich ein schönes Plätzchen zwischen Korkeichen finden, in der Nähe einer Einsiedelei. Es ist 15h15 und 33°. Nur leider hat es weit und breit keinen schönen Badesee. Aber dafür sind wir mitten in der Natur, wir sehen und hören nur Natur, sonst nix!

trockene Landschaft in der Extremadura

bei der Einsiedelei

die Einsiedelei

zwischen den Korkeichen

Kork

Samstag, 7.August 2021: 57.Tag, Parillas - Ávila, 104km

Es ist 9h30, sonnig und 23°, als wir von unserem Naturplatz losfahren. Heute geht eS in die Berge, nach Ávila. Auf sehr schöner, aber auch sehr kurvenreicher Strasse winden wir uns die Berge hoch. Und plötzlich ist die Gegend wieder sehr grün. Auf der Passhöhe, auf 1352m, ca. 60km vor Ávila, füllen wir frisches Quellwasser auf. Später klettern wir noch auf 1564m Höhe, bevor es wieder runter in eine Ebene geht. Um 12h00 erreichen wir Ávila. Aber bis wir noch einen Einkauf erledigt haben, um unseren Kühlschrank aufzufüllen, ist es 13h, als wir uns auf dem städtischen Stellplatz niederlassen. Von hier haben wir einen schönen Blick auf die Stadtmauer von Ávila. Wir befinden uns auf 1124m ü.M. und es ist „nur“ 25° warm.

unterwegs nach Ávila

unterwegs

die Pass-Strasse

Quellwasser

es geht wieder runter

Ávila

Blick vom BONSAI-Camper auf die Stadtmauer von Ávila

Sonntag, 8.August 2021: 58.Tag, Ávila

Ávila ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der spanischen Region Kastilien-León, mit 57.750 Einwohner. Im 16. Jahrhundert war Ávila die Wirkungsstätte der hl. Teresa. Zusammen mit Toledo und Segovia gehört die Stadt zu den drei historischen Zentren in der Umgebung der spanischen Hauptstadt. Seit 1985 gehört sie zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Ávila liegt in der Sierra de Ávila, einem Teil des Iberischen Scheidegebirges, ziemlich genau auf halbem Weg (jeweils ca. 108 km Fahrtstrecke) zwischen den Städten Salamanca und Madrid am Fluss Adaja in einer Höhe von ca. 1100 bis 1135 m.

Das Umland von Ávila ist immer noch in hohem Masse landwirtschaftlich orientiert, wobei die Viehzucht eine grosse Rolle spielt. In Ávila befindet sich ein Automobil-Montagewerk von Nissan Motor Ibérica mit ca. 220.000 m² Gesamtfläche und ca. 480 Mitarbeitern.

mit diesem Touristen-Bähnli machen wir eine Rundfahrt

Bekanntestes Bauwerk der Stadt ist die ca. 2500 m lange, komplett erhaltene romanische Stadtmauer aus dem 11. bis 14. Jahrhundert mit ihren 88 Türmen und neun Stadttoren.

eines der neun Stadttore

Basilica San Vicente, die ausserhalb der (bereits im Mittelalter zu engen) Stadtmauer liegt

Basilica San Vicente

Basilica San Vicente

Die Kathedrale von Ávila ist die vielleicht erste gotische Kathedrale Spaniens und ist in die Stadtbefestigung integriert

an der Kathedrale

Eingang zur Kathedrale

an der Rückseite der Kathedrale

Plaza de Santa Teresa mit Statue der Heiligen Teresa und Kirche San Pedro

die Heilige Teresa

Museum, Geburtshaus und Kloster der Heiligen Teresa. Teresa von Ávila, geborene Teresa Sánchez de Cepeda y Ahumada; * 28. März 1515 in Ávila, Kastilien, Spanien; † 4. Oktober 1582.

1 Storchennest

4 Storchennester

der Stellplatz, es hat 50 Wohnmobile, wir sind die einzigen "Ausländer"...

im Restaurant "Siglo doce" essen wir zu Mittag, an der Wand zur Kathedrale

Vorspeise: weisse Bohnen, Bouillon mit Brot und Kartoffelpurée mit Schweinegreubi

500 gr Rindfleisch zum teilen für 2 Personen

Glacée

Tarta de queso (Quarktorte), mmm...!!!

Abend in Ávila

Basilica San Vicente

Montag, 9.August 2021: 59.Tag, Ávila - Segovia, 67,9km

Nach dem Duschen und Haushalten fahren wir um10h10 los. Es ist sonnig, 21° (in der Nacht waren es 12°! gut zum schlafen). Um 11h20 kommen wir in Segovia auf dem Parkplatz an. Nach dem Mittagessen machen wir uns zu Fuss auf den Weg in die sehenswerte Altstadt. Wir sind hier auf 1070m Höhe und es ist sehr sonnig und 31° warm. Beim Tourismusbüro beim Aquädukt besorgen wir uns einen Stadtplan und laufen danach kreuz und quer durch die alten Gassen. Wunderschön! Gegen 18h, nach ca. 8km Fussmarsch sind wir zurück beim BONSAI um das Abendessen zu kochen.

Segovia, Blick aus dem BONSAI

unterwegs nach Segovia

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