Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

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Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Portugal 17

Montag, 9.August 2021: 59.Tag, Ávila - Segovia, 67,9km

Segovia ist eine historisch und kulturell bedeutsame Stadt in Zentralspanien mit 51.674 Einwohnern. Sie ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Provinz Segovia in Kastilien und León und Sitz des römisch-katholischen Bistums Segovia.

Der innerhalb der noch teilweise erhaltenen Stadtmauer liegende historische Stadtkern mit seinen Kirchen und zahlreichen Monumenten und Profanbauten ist besonders sehenswert und gehört seit 1985 zum UNESCO-Welterbe. Segovia zählt zusammen mit Toledo und Ávila zu den drei historischen Metropolen in der Umgebung der spanischen Hauptstadt. Die Stadt liegt etwa 90 km nordwestlich von Madrid auf einer etwa 1000 m hohen Felszunge.

in Segovia

der Aquädukt in Segovia

in Segovia hat es heute (Montag) sehr viele Leute.

Der Aquädukt im Osten der Altstadt ist ca. 28.10 m hoch und 958 m lang. Er hat 166 Bögen und stammt aus dem 1./2. Jahrhundert n. Chr. Erbaut ohne Mörtel. Er versorgte bis 1974 die Stadt mit Wasser aus dem über 18 km weit entfernten Fluss Río Frío.

Kirche San MartIn,Innerhalb der Altstadt stehen mehrere romanische Kirchen – die meisten von ihnen haben eine durch Arkaden geöffnete Südvorhalle (portico oder galería porticada), über deren ehemalige Funktion (Gerichtshalle, Versammlungsort, Wandelgang etc.) Unklarheit besteht.

das Rathaus von Segovia an der Plaza Mayor

Der eigenartige Renaissancebau der Casa de los Picos stammt aus dem ausgehenden 15. Jh.

Die spätgotische Kathedrale im Zentrum der Altstadt wurde auf Anordnung Kaiser Karls V. in den Jahren von 1525 bis 1577 errichtet. Der 88 m hohe schlanke Turm stammen in ihrer heutigen Form aus dem 17. Jahrhundert.

im Inneren der Kathedrale

Vorderseite der Kathedrale mit 88m hohemTurm

Die Burganlage im Westen der Altstadt. Der Alcázar ist eine Palastfestung, die sich über dem Zusammenfluss der Flüsse Eresma und Clamores erhebt.

Kirche San Esteban, mit einer durch Arkaden geöffneten Südvorhalle (portico oder galería porticada)

Blick vom BONSAI aus

Sonnenuntergang in Segovia

am Abend rennen Häsli auf dem Parkplatz herum

Dienstag, 10. August 2021: 60.Tag, Segovia- Atienza, 157,9km

Um 8h00 werden wir durch die Geräusche von zwei Heissluftballonen aus dem Bett und dem Camper gelockt. Die Sonne scheint, es ist 21°, als wir um 9h10 von Segovia wegfahren. Unterwegs, bei einer Tankstelle, wird endlich der BONSAI von seinem dicken Staubmantel befreit und sieht somit wieder vorzeigbar aus. Wir fahren über etwa 1500m hohes Gebirge und erreichen um 12h30 Atienza, das auf etwa 1170m Höhe liegt. Wir parken den BONSAI am Fusse des Burgfelsens und weil wir kein Brot mehr haben, laufen wir in den schönen kleinen Ort und essen in der Bar „Pedro“ ein Schinkensandwich. Später erklimmen wir den Burghügel um uns die Burg anzuschauen. Davon sind wir aber eher enttäuscht, denn sehr viel ist von der Burg nicht mehr zu sehen, ausser einem Turm, den wir besteigen. Die Aussischt von da oben ist gewaltig! Es ist 31° heiss.

morgens um 8h00

unterwegs nach Atienza

Markantestes Bauwerk von Atienza ist die auf einem Felsen stehende Burg (castillo), von der Teile des Burgtors und der Umfassungsmauer sowie des Bergfrieds (torre de homenaje) erhalten sind.

Atienza ist eine zentralspanische Gemeinde mit insgesamt nur noch 405 Einwohnern in der Provinz Guadalajara in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-La Mancha. Der Ort Atienza liegt in einer Höhe von etwa 1170 m.

im Dorf Atienza

der Turm bei der Burg

Stierkampf-Arena und Kirche Santissima Trinidad

Blick von der Burg auf das Dorf, in der Mitte das grosse Dach ist die im 12. Jahrhundert in romanischem Stil, ohne Turm, erbaute Kirche San Juan Bautista

Blick von der Burg, unten ein Stück der Stadtmauer

Die Kirche Santa María del Rey befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Burg; sie wurde im 12. Jahrhundert von König Alfons I. von Aragón erbaut.

die Burg von Atienza

Mittwoch, 11. August 2021: 61.Tag, Atienza – Arguedas, 187,3km

Gestern Abend, um 22h00, ich war schon im Bett, kam ein junges Paar (etwa 40 Jahre alt) und bat Paul um Hilfe. Die beiden hatten ihren Autoschlüssel im Auto (ein alter Citroen Berlingo) gelassen und sich ausgesperrt. Paul und der junge Mann verständigten sich auf Englisch und Paul half so gut er konnte. Aber sie konnten das Auto nicht öffnen. Irgendwann riefen die zwei Pechvögel den spanischen ADAC (keine Ahnung wie der heisst) an, der das Auto knacken sollte oder einen Verwandten, der ihnen den Schüssel bringen sollte. Als Paul um 23h45 ins Bett ging, warteten die beiden immer noch auf Hilfe. Heute Morgen steht das Auto immer noch auf dem Parkplatz, aber mit offenem Fenster. Wir wissen nicht, ob die zwei im Auto übernachtet haben, oder wie die Geschichte in der Nacht noch weiterging.

Wir fahren um 8h45 los, es ist leicht bewölkt, diesig und 21°. Unterwegs sehen wir heute zum ersten und einzigen Mal auf dieser ganzen Reise ein Reh, das über die Strasse flitzt und im Wald verschwindet. Wir fahren vorbei an endlosen und wunderschönen Sonnenblumenfeldern. Gegen 12h erreichen wir Tudela, in der autonomen Gemeinschaft und Provinz Navarra. Hier möchten wir eigentlich über Nacht bleiben. Aber der Parkplatz direkt am Fluss Ebro ist so zugemüllt, dass es uns hier gar nicht gefallen will. Paul bräuchte eine ganze Woche um den Platz vom Müll zu befreien…!

Wir lassen das Auto stehen und laufen über die Ebro-Brücke in die Altstadt von Tudela, zur Kathedrale (leider geschlossen!). Danach spazieren wir noch kurz durch ein paar Altstadtgassen. Diese Altstadt scheint uns doch sehr heruntergekommen zu sein! Schade!

unterwegs

in Tudela, am Ebro

die Kathedrale von Tudela