Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

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Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Portugal 18

in Tudela

Mittwoch, 11. August 2021: 61.Tag, Atienza – Arguedas, 187,3km

 Also fahren wir 14km weiter bis nach Arguedas und bleiben hier auf dem offiziellen Stellplatz der Gemeinde. Es ist 38° heiss. Gegen 16h30 laufen wir in den Ort und trinken in einem Restaurant ein kühles Bier. Das Restaurant ist so herunter gekühlt, dass wir beim Herauskommen fast zusammenbrechen…! Auf dem Rückweg kommen wir bei den Höhlenwohnungen vorbei und die schauen wir uns natürlich auch noch an. Im 19.th und 20.th Jahrhundert lebten hier Menschen drin.

Juhuuuu…., abends um 19h gibt es ein kleines Gewitter. Wir freuen uns ganz mächtig! Mit dem Gewitter kühlt es ab, die Temperatur sinkt von 38° auf 20°! Aber leider gibt es nicht sehr viel Regen.

Höhkenwohnungen in Arguedas

Küche in der Höhlenwohnung

Im 19.th und 20.th Jahrhundert lebten hier Menschen drin.

Donnerstag, 12. August 2021: 62.Tag, Arguedas - Sotonera-Stausee, 115km

Um Mitternacht grummelt ein zweites Gewitter mit unheimlich vielen Blitzen heran. Aber auch diesmal gibt es nicht besonders viel Regen.

Es ist sonnig, 20°. Um 9h15 wären wir abfahrbereit. Aber heute sehen wir etwas ganz Besonderes. Bei der Entsorgungsstelle sind zwei junge Männer dabei, ihr Geschirr zu waschen. Und zwar genau da, wo man normalerweise die Toiletten-Kassette leert und ausspült. Wir warten geduldig, etwa 10 Minuten lang, bis die beiden mit ihren Pfannen, Tellern, Bestecken, Gläsern fertig sind und entsorgen danach unseren Toiletteninhalt. So etwas haben wir noch nie gesehen!!! Um 12h30 kommen wir an unserem heutigen Ziel an, dem Embalse (Stausee) de la Sotonera. Dieser liegt auf ca. 420m Höhe (gestern in Arguedas ca. 230m hoch). Nach dem kalten Mittagessen geht es in den schönen Stausee zum abkühlen. Heute ist es 40° heiss!

in Spanien sehen wir enorm viele Windgeneratoren

alles neue Mandelbäume

angekommen am Sotonera-Stausee

Freitag, 13. August 2021: 63.Tag, Sotonera-Stausee

Wir haben wunderbar geschlafen. Wieder gibt es einen sehr heissen Tag, 40°! Nach dem wir genau 25 Stunden hier gestanden sind, kommt um 13h30 eine Frau vom Umwelt-Ministerium und teilt uns mit, dass wir hier nicht über Nacht bleiben dürfen. Die Waldbrandgefahr sei auf Stufe ROT (höchste Gefahr) und es sei gefährlich hier, weil es sehr viel schnell brennbares Gras habe. Sie ist sehr nett und erklärt uns, wo wir hinfahren sollen und wo wir stehen dürfen. Also packen wir unsere Sachen zusammen und fahren ca. 2km weiter, bis zum Club Nautico, wo wir uns auf den dafür vorgesehenen Platz stellen. Das ist gar nicht so schlecht und hat auch seine Vorteile: 1. hat es hier sehr viel weniger lästige Fliegen, 2. hat es hier ein Restaurant vom Club Nautico und die haben kühles Bier…!

unser 1. Platz am Sotonera-Stausee

unser 2. Platz am Sotonera-Stausee

Samstag, 14.August 2021: 64.Tag, Sotonera-Stausee

Wir sind immer noch am Sotonera-Stausee, der vom Rio Sotón gespiesen wird. Den sehr heissen Tag (42°!!!) verbummeln wir mit lesen, schwitzen und baden. Gegen 16h schnappen wir uns die E-Trottinets und fahren die ganze Länge auf der Staumauer ab, ohne anderen Verkehr (ist für Motorfahrzeuge gesperrt). Auf dieser Staumauer ist es höllisch heiss! Die Wetter-App auf meinem Handy hat uns für heute Abend 21h00 ein Gewitter versprochen. Um 21h05 fängt es an zu blitzen und ununterbrochen zu grummeln. Um 21h20 gibt es tatsächlich eine leider viel zu kurze (keine 10 Minuten) kräftige Regenschütte mit Hagelkörnern dazwischen. Aber die Abkühlung der Luft tut unendlich gut und wir freuen uns sehr!

auf der Staumauer

Sonntag, 15.August 2021: 65.Tag, Sotonera-Stausee

Wieder beginnt ein wunderschöner, sonniger Tag. Heute sollen es nur  38° werden. Das ist ja direkt kühl gegen den gestrigen Saunatag! Wir geniessen den Tag und lassen es uns gut gehen. Heute hat es sehr viele Leute die sich am See vergnügen und abkühlen.

Montag, 16.August 2021: 66.Tag, Sotonera-Stausee – Rio Guarga, 79km

In der Nacht bläst ein ziemlich starker und kühler Wind. Die Abkühlung tut gut um gut zu schlafen. Am Morgen, als wir um 9h15 losfahren von dem schönen Platz, hat es immer noch ein wenig kalten Wind, Sonne und es ist 17° warm. In Huesca tanken wir zum letzten Mal den Tank voll Diesel. Danach wollen wir im „Mercadona“ einen grösseren Einkauf tätigen. Ich lotse meinen Chauffeur mit maps.me auf meinem Handy punktgenau zu dem Supermarkt. Aber, zu unserer grössten Überraschung ist dieser geschlossen. Wir schauen beide ziemlich doof aus der Wäsche. Ich frage eine Frau, wann denn der „Mercadona“ öffne! Sie sagt, heute nicht mehr! Weil gestern der katholische Feiertag Mariä Himmelfahrt auf einen Sonntag gefallen ist, wird der Feiertag einfach auf den Montag verschoben und „nachgefeiert“!  Aha, so ist das also. Die sind clever, diese Spanier!

Huesca [ˈweska] (aragonesisch Uesca; katalanisch Osca) ist die Hauptstadt der spanischen Provinz Huesca und befindet sich in der Autonomen Region Aragonien. Sie hat 53.132 Einwohner und ist somit die zweitgrösste Stadt in Aragonien. Huesca liegt am Río Isuela. Die Stadt liegt auf einer Höhe von 488 m. Die Entfernung nach Madrid beträgt knapp 390 km.

Wir fahren weiter in die Pyrenäen. Am Rio Guarga, auf etwa 750m, finden wir um 11h45 einen wunderschönen Platz und lassen uns hier häuslich nieder. Es ist 33° warm. Wir baden im Fluss der an einigen Stellen tieferes Wasser hat. Das Wasser ist glasklar und man sieht viele kleine Fischli darin. Richtig schön!!!

es geht langsam in die Pyrenäen

der Rio Guarga

Dienstag, 17. August 2021: 67.Tag, Rio Guarga – Oloron-Sainte-Marie, 120,8km

Wunderbar ruhig geschlafen, nur wunderschöner Sternenhimmel und Froschgequake. Um 9h30, als wir losfahren, ist es 16° kalt. 19km später machen wir den 1.Halt, in Sabíñánigo (was für ein Zungenbrecher!) beim Supermarkt „MERCADONA“. Heute ist kein „Nachfeiertag“ mehr und die haben geöffnet. Es hat massenhaft Leute im Laden. Die Menschen hier scheinen nach dem Sonntag und dem verschobenen Feiertag am Verhungern zu sein. Alle karren hochbeladene Einkaufswagen an die Kassen. 12km weiter, in Jaca, machen wir den 2.Halt. Die Stadt mit rund 13.000 Einwohnern, liegt auf 818 m am Südrand der Pyrenäen am Río Aragón, in der spanischen Region Aragonien. Wir laufen in die schöne Altstadt und suchen eine Apotheke. Bei der Kathedrale, die uns innen sehr dunkel vorkommt, gibt es einen Kaffee und heisse Schokolade. In dieser Altstadt hat es Unmengen von Leuten. Haben die eigentlich nichts anderes zu tun?

Nach etwa einer Stunde geht unsere Fahrt weiter, immer höher in die Pyrenäen und durch den „Túnel de Somport“. Als wir nach 6km wieder aus dem Tunnel kommen sind wir in Frankreich und es ist total bewölkt bei 18°, brrrr!!! Um 14h40 kommen wir in Oloron-Sainte-Marie an, es ist jetzt 21° kalt. Es muss ja nicht gerade 42° heiss sein, aber 21° ist für mich schon ein wenig unterkühlt!

bei "Mercadona" in Sabíñánigo

Romanische Kathedrale in Jaca (San Pedro), aus dem 11th. Jahrhundert

innen sehr dunkel

Die Pyrenäen (spanisch Pirineos, französisch Pyrénées, baskisch Pirinioak, katalanisch Pirineus, aragonesisch Perinés und okzitanisch Pirenèus; von lateinisch Pyrenaei [montes] ‚das pyrenäische Gebirge zwischen Spanien und Frankreich sind eine rund 430 km lange Gebirgskette. Sie trennen die Iberische Halbinsel im Süden vom übrigen Europa im Norden und spannen sich vom Atlantischen Ozean im Westen (Golf von Biscaya) bis zum Mittelmeer im Osten (Golf de Roses).

Die Staatsgrenze zwischen Frankreich und Spanien folgt im Wesentlichen dem Gebirgskamm. Mitten in den Pyrenäen liegt auch der Kleinstaat Andorra. Der höchste Berg ist mit 3404 Metern der Pico de Aneto . Es gibt rund zweihundert Gipfel über 3000 m in den Pyrenäen. Die höchsten von ihnen sind vergletschert. Seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts ist ein starker Rückgang der Gletscher zu beobachten.

fast in Frankreich

Eingang zum „Túnel de Somport“

in Frankreich ist es bewölkt