Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Portugal 19

Gegen 17h machen wir einen Spaziergang in Oloron-Sainte-Marie, ins Quartier Sainte Croix, mit einer uralt Kirche und schönen Häusern.

die uralt Kirche vom Ende 11. th Jh.

Mittwoch, 18. August 2021: 68.Tag, Oloron-Lourdes- St.Martory, 176,8km

Es ist bewölkt und gibt einen sehr trüben Start in den Tag, 14°. Um 9h25 sind wir abfahrbereit. Weil wir unserer Navi-Frau Anna nicht glauben, verfahren wir uns total und geraten auf eine schmale Strasse, die durch einen Nationalpark führt. Paul muss Hunderte von sehr engen Kurven fahren. Trotzdem erreichen wir gegen Mittag unser Ziel Lourdes. Ganz in der Nähe der Erscheinungsgrotte parken wir (4 € für 2 Stunden) und laufen zur grossen Kirche. Nach 1½ Besichtigung (es hat sehr viele Leute!) möchten wir im Ort Lourdes etwas trinken. Wir setzen uns 2 mal draussen bei zwei verschiedenen Restaurants hin. Eines der Restaurants heisst „Genève“. Beide Male werden wir nicht bedient und weg gewiesen, weil wir für Covid-19 kein Gesundheitsattest auf dem Handy haben. Also laufen wir zurück zum BONSAI, picknicken und fahren um 14h weiter. Es ist bewölkt, 18° aber kein Regen.

Um 16h sind wir in St. Martory und parken auf dem Parkplatz der Gemeinde, direkt am Fluss La Garonne. Hier scheint wieder die Sonne, 22°. Und nun versuchen wir es nochmals! Paul möchte ein Bier trinken. Wir gehen ins Restaurant über die Strasse und werden wieder nicht bedient. Ohne einen „Pass sanitaire“ gibt es nichts! Jetzt laufen wir über die Garonne-Brücke und peilen die nächste Kneipe an. Und siehe da, der Wirt bringt uns ohne weitere Fragen zwei Biere vom Fass. Na also, geht doch!

hier ist alles sehr grün

in Lourdes angekommen

Lourdes (gaskognisch Lorda) ist eine französische Stadt im Département Hautes-Pyrénées in der Region Okzitanien in der Nähe der spanischen Grenze. Sie zählt 13.210 Einwohner. Sie ist einer der weltweit meistbesuchten katholischen Wallfahrtsorte.

Im Jahr 1858 soll ein damals vierzehnjähriges Mädchen Marienerscheinungen gehabt haben; bald darauf reisten mehr und mehr Pilger nach Lourdes.

Lourdes liegt im nördlichen Vorgebirge der Pyrenäen in einer Höhe von 420 Metern. 1858 soll Bernadette Soubirous nahe der Grotte Massevieille, („alter Fels“) mehrfach Erscheinungen einer weiss gekleideten Frau gehabt haben. Bei einer dieser Erscheinungen wurde die Quelle in der Grotte freigelegt. Später wurde an der Grotte eine Kirche errichtet. Heute ist die Kirche ein bedeutender Wallfahrtsort. Der Quelle werden Heilkräfte zugeschrieben, und es wurde von vielen Wunderheilungen berichtet. Bernadette Soubirous wurde am 8. Dezember 1933 heiliggesprochen. Emmanuel Macron besuchte im Juli 2021 als erster Staatspräsident Frankreichs den Wallfahrtsort in Lourdes.

die Rosenkranz-Basilika in Lourdes

die Kuppel von innen

und von aussen

Eingangsportal

Eingangsportal

Die Grundsteinlegung der Rosenkranz-Bailica erfolgte 1883, die Fertigstellung 1889. Die Einweihung der Kirche fand 1901 statt.

Wichtigster Wirtschaftsfaktor in Lourdes ist der Pilgertourismus. Die Gemeinde Lourdes zählt mit rund fünf Millionen Übernachtungen jährlich nach Paris die meisten Übernachtungen in Frankreich. 68 Prozent der Besucher kommen aus dem Ausland, 31 Prozent aus Italien, gefolgt von Briten und Spaniern. Es gibt rund 200 Andenkenläden.

wir übernachten in Sainte-Martory

Tor zur Brücke über den Fluss Garonne

Kirche von Sainte-Martory

ein Menhir neben der Kirche

Donnerstag, 19. August 2021: 69.Tag, St.Martory-Toulouse-Lac des Montganès, 184,9km

Um 9h40 fahren wir los. Es ist sehr trübe mit hoher Bewölkung, 16°. Um 11h15 kommen wir in Toulouse an. Wir parken das Auto bei einem riesigen Friedhof. Da wir als „bekennende Ungeimpfte“, ohne den „Pass sanitaire“ in den Restaurants voraussichtlich nicht bedient werden, packen wir uns ein Picknick in den Rucksack. Wir marschieren ca. 3km bis zum „Pont Neuf“, eine Brücke über die Garonne, die aber ziemlich alt aussieht. Wir laufen am Ufer der Garonne entlang, bis wir nicht mehr weiter dürfen, weil wir den „Pass sanitaire“, nicht haben! In der sehr, sehr schönen Altstadt von Toulouse möchten wir uns das Kloster und Kirche „des Jacoubins“ anschauen. Dort will man beim Eingang unseren Rucksack durchsuchen. Aber das wollen wir nicht! Wir mögen es nicht besonders, wenn jemand unser Picknick durchwühlt! Also laufen wir, ohne die Kirche von innen gesehen zu haben zum Capitol. Dort mampfen wir auf einer Bank unsere Sandwiches, trinken unseren Tee und schauen dem Treiben auf dem grossen Platz zu. Es hat enorm viele Leute. Irgendwie frustriert kehren wir die 3km zum BONSAI zurück und verlassen Toulouse um 14h. Um kurz vor 16h sind wir am „Lac des Montagnès“, einem schönen Stausee auf ca. 690m Höhe. Kaum parkiert, sitzen wir schon im kalten Seewasser. Hier scheint die Sonne und es ist etwa 25° warm. Auch hier hat es sehr viele Leute.

am "Pont Neuf" in Toulouse

der "Pont Neuf" in Toulouse, sieht aber ziemlich alt aus!

das Alte Spital an der Garonne

in der Basilica Notre-Dame-la-Daurade

Kloster und Kirche "des Jacoubins"

das Capitol von Toulouse

unter der Garonne-Brücke wohnen Obdachlose

am Lac des Montagnès

Freitag, 20. August 2021: 70.Tag, Lac des Montganès

Es ist ein wunderbar sonniger Tag und wir beschliessen, noch einen Tag hier zu bleiben. Wir verbringen ihn mit haushalten, lesen, faulenzen und baden.

am Lac des Montagnès

Samstag, 21.August 2021: 71.Tag, Lac des Montganès – Saint-Guilhem-le-Désert, 177,5km

Es ist wunderbar sonnig, 18°, als wir den Stausee Lac des Montagnès verlassen. Weil in der Stadt Mazamet Markt ist, und somit die Strasse gesperrt, müssen wir ziemlich im „Gaggo“ (Kakao) herumkurven, um wieder auf die richtige Route zu gelangen. In Capestang machen wir einen grösseren Einkauf um unseren Gemüse-, Salat-, und Früchtevorrat aufzufüllen.

Um fast 15h kommen wir an unserem Zielort an. Wir sind etwa 5km oberhalb von Saint-Guilhem-le-Désert. Der Fluss Hérault bildet dort eine enge Gorge (Schlucht), die unter dem Namen Gorges de l’Hérault bekannt ist. Hier lassen wir uns nieder und sind danach ganze zwei Stunden im herrlich klaren Fluss anzutreffen. Es ist 32° warm. Das Abendessen gibt es draussen (Paul hat gekocht, Pasta mit feinem Hackfleischsugo!) neben dem BONSAI und es ist ein wunderschöner Abend. Wir sitzen bis fast bis 22h draussen und geniessen die Zeit. Unsere Nachbarn, so eine Art Alt-Hippies, kiffen und rauchen vermutlich Canabis, von dem wir auch ein paar Nasen voll abkriegen….

unterwegs

am Fluss Hérault

Der Hérault ist ein Fluss in Südfrankreich (Region Okzitanien), der dem Département Hérault seinen Namen gegeben hat. Er entspringt in den südlichen Cevennen, in einer Höhe von etwa 1370 Metern. Er mündet nach rund 148 Kilometern bei Grau d’Agde in das Mittelmeer. Der Hérault durchfliesst auf seinem Weg die Départements Gard und Hérault.

Sonntag, 22.August 2021: 72.Tag, Saint-Guilhem-le-Désert

Ich habe wunderbar geschlafen. Vermutlich Dank den rauchenden Nachbarn….! Auch heute ist wieder ein richtig schöner Sonnentag mit 33° Wärme. Den Morgen verbringen wir beim BONSAI und den Nachmittag im und am Wasser des Flusses Hérault. Es ist einfach nur schön!

Montag, 23.August 2021: 73.Tag, Saint-Guilhem-le-Désert

Auch heute dürfen wir wieder einen herrlich schönen Sonnentag mit 31° geniessen. Heute Montag merkt man einen ganz deutlichen Unterschied zum Wochenende. Es hat sehr viel weniger Verkehr und vor allem noch freie Parkplätze. Ausserdem hat es am Fluss enorm viel weniger Badegäste. In Frankreich fangen die Schulen am 1.September wieder an.

Am Morgen laufen wir 600m bis zur Kanu-Vermietung und schauen uns dort um. Wir setzen uns auf einen grossen Stein am Fluss und schauen zu, wie sich die Kanu-Mieter mit den Kanus und den Paddeln abmühen. Es scheint gar nicht so einfach zu sein, auf den richtigen Kurs zu kommen….

Den Nachmittag verbringen wir wieder an „unserem“ Kiesstrand und geniessen einfach wieder das wunderbare Bad im fast kristallklaren Wasser.

Dienstag, 24. August 2021: 74.Tag, Saint-Guilhem-le-Désert -Avignon, 153,1km

Wir haben beide sehr gut geschlafen, mit ungefähr 2 Millionen kleinen, weissen Schmetterlingen (oder Faltern), die draussen ums Auto fliegen. Heute gibt es wieder einen wunderbaren Sonnentag. Als wir um 9h30 losfahren haben wir 20°. In Montpellier machen wir in einem sehr chaotischen, unaufgeräumten und engen Lidl einen Einkauf.

Punkt 14h kommen wir in Avignon an. Wir parken den BONSAI an einem der Rhône-Arme direkt am Wasser. Hier stehen schon etwa 20 andere Wohnmobile. Es ist 28° warm. Wir würden sehr gerne hier in Avignon, zur Feier des Tages, in einem Restaurant zu Abend essen. Aber da wir ja keinen „Pass sanitaire“ haben, versuchen wir es erst gar nicht. Paul hat nämlich heute Geburtstag und so wünscht sich der Jubilar zum Abendessen gekochte, heisse Maiskolben und Chili con Carne. Hm…, komisches Menue, aber das ist nun mal sein Wunsch!

kleine, weisse Falter

an der Rhône in Avignon

das Restaurant "Vieux Moulin", genau gegenüber unserem Schlafplatz

und Tour Philippe-le-Bel