Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

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Flussfahrt auf der Saône 4

Donnerstag, 16. September 202: 9.Tag, Pontailler-sur-Saône, 100m

Vor, aber vor allem nach dem Frühstück bricht an Bord grosse Hektik aus. Jeder packt seine Siebensachen ein und hofft darauf, nichts zu vergessen. Die Betten müssen abgezogen werden, der Kühlschrank leergeräumt und, und, und. Danach muss das ganze Gepäck zu den drei Autos getragen werden. Paul und ich geben um 9h das Schiff ab und bekommen die ganze Kaution von 1100€ komplett zurück bezahlt. Es ist alles in bester Ordnung. Ausser einem Glaskrug ist nichts kaputt gegangen. Und bei diesem Krug wissen wir nicht, wie das passiert ist, der Boden ist einfach rausgebrochen. Aber der Mann von der Vermieterfirma sagt, das sei kein Problem und komme öfter vor.

Um 9h15 verabschieden wir uns von unserer Crew Claudia, Max, Andrea und Marcus. Sie fahren mit ihren zwei Autos nach Hause zurück. Paul und ich fahren mit dem BONSAI etwa 100m weiter, zum Camperstellplatz direkt an der Saône. Hier stellen wir uns hin und beobachten zuerst ein wenig den Schiffsverkehr. Danach raffen wir uns auf und räumen im Camper alle Taschen aus und versorgen die Sachen dahin, wo sie hingehören. Ufff, geschafft! Nach einem kurzen Rundgang durch‘s Dorf trinken wir einen Apéro auf der Treppe am Flussufer und quatschen ein wenig mit dem Schiffer der „Baron de l‘Ecluse“ aus Basel. Das Schiff „Baron de l‘Ecluse“ hat vier Eigner. Das Frachtschiff wurde in Holland gebaut und transportierte früher Hopfen. Das Wetter ist gar nicht so schlecht wie es vorausgesagt wurde. Sonne und Wolken wechseln sich ab, aber es ist angenehm warm.

Gegen 16h30 kommt das Frachtschiff „Janny E.“ , für das der Platz an der Anlegestelle reserviert war und den wir vorher etwa 1½ Stunden lang verteidigt haben. Die „Janny E.“ macht Flussfahrten für Behinderte und Gesunde. www.jannye.ch Wir sprechen lange mit dem Besitzerpaar und machen danach einen Spaziergang durch das Dorf Pontailler.

wir haben den Hafen von Pontailler-sur-Saône verlassen

jetzt stehen wir hier an der Saône

Das Schiff „Baron de l‘Ecluse“ hat vier Schweizer Eigner. Das Frachtschiff wurde in Holland gebaut und transportierte früher Hopfen.

Die Schweizer „Janny E.“ macht Flussfahrten für Behinderte und Gesunde. www.jannye.ch

in Pontailler-sur-Saône

Freitag, 17. September 2021: 10.Tag, Pontailler-sur-Saône- Auxonne- Vesoul, 97,3km

Heute haben wir einen wunderbaren Sonnentag. Um 9h15 verlassen wir Pontailler um ins ca. 15km entfernte Auxonne zu fahren. Hier machen wir beim Supermarkt „Intermarché“ Halt. Wir wollen den Matratzentopper von unserem Camperbett waschen. Weil der nicht in eine gewöhnliche Haushaltwaschmaschine passt, wollen wir hier die 18kg Maschine nutzen. Die grosse Waschmaschine ist noch besetzt, wir müssen also ca. 20 Minuten warten bis sie frei wird. Während den 38 Minuten, (8€) die die Maschine wäscht, kaufen wir im „Intermarché“ ein. Und während den 45 Minuten (6€), die der Topper im Trockner steckt, laufen wir zum Lidl, um dort noch ein Paar Sachen einzukaufen. Es ist 11h45, als wir Auxonne mit sauber duftendem Bett, wieder verlassen. Jetzt fahren wir nach Vesoul.

Paul möchte unbedingt nach Vesoul, wo wir schon mehrmals waren, um dort im See zu baden. Um 12h50, genau richtig fürs Mittagessen, kommen wir in Vesoul an. Am Nachmittag badet Paul im See. Ich nicht, für mich sieht das Wasser viiiel zu kalt aus! Danach wird Kaffee oder Tee getrunken, gelesen, gefaulenzt. Abends grillen wir neben dem BONSAI. Es sind 30 Camper auf dem Stellplatz, aber wir haben den schönsten Sonnenplatz erwischt!

unterwegs nach Vesoul

angekommen in Vesoul, am See

wir haben den schönsten Sonnenplatz !

Samstag, 18. September 2021: 11.Tag, Vesoul

Herrlicher Sonnenschein. Wir haben gut und sehr lange geschlafen. Nach dem Mittagessen baden wir im See, diesmal auch ich und das Wasser ist gar nicht sooo kalt! Aber wir sind, ausser einem Mann, die einzigen die sich in den See trauen. Später machen wir einen kleinen Spaziergang, dem See entlang.

Aber vorher gönnen wir uns beide eine Glacé, eine Soft-Ice. Und irgendwie verstehen wir dabei die Welt nicht mehr. Hier am Glacé-Stand trägt weder die Verkäuferin, noch wir oder sonst irgend jemand der vielen Leute ringsum eine Maske. Aber etwa 20 Meter weiter, auf der Terrasse des Restaurants, werden wir ohne „Pass Sanitaire“ NICHT bedient!!! Wo ist da die Logik?

Beim Spaziergang treffen wir auf einen jungen Hirten mit seinen etwa 30 Schafen. Mit zwei schwarz/weissen Hunden und einer Trillerpfeife und kurzen Befehlen steuert er die Schafherde genau dorthin, wo er sie haben will. Die Hunde gehorchen ihm aufs Wort. Ich bin sehr beeindruckt. Nach 16h wird nochmals im See gebadet. Das Wasser ist sehr erfrischend.

bald ist Vollmond

Sonntag, 19. September 2021: 12.Tag, Vesoul-Pieterlen, 224,5km

Es regnet und ist richtig trostlos und 12° kalt. Um 9h15 fahren wir weg vom schönen Stellplatz am See, Richtung Besançon. Gut haben wir die letzten 2½ Tage das wunderschöne Badewetter noch genossen haben. In der Nähe von La Brévine kommen wir wieder über die Grenze in die Schweiz. Am See bei La Brévine machen wir im strömenden Regen unseren Mittagshalt, hier ist es ganze 8° kalt. Danach geht es weiter, nach Hause, wo wir um 13h45 ankommen. Heute hat es nur ein einziges Mal geregnet, nämlich den ganzen Tag.

Unsere Hausbootreise 8.9. - 19.9.2021 (blau mit dem Auto, rot mit dem Boot)