Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Italien 4

alles besteht aus schwarzem Lavagestein

wir fahren zum Ätna

Donnerstag, 2. Dezember 2021: 10.Tag, Giardini Naxos – Ätna

Wunderbares Sonnenwetter, 16°. Um 10h werden wir von Mirko mit seinem tollen 4x4 Landrover abgeholt. Ich habe gestern per Telefon bei www. escursionitaormina.it eine Ätna-Tour eingefädelt. Wir fahren mit Mirko bis auf 1900m Höhe wo es einen Kaffeehalt gibt. Es bläst ein saukalter Wind. Hier hat es einige Kioske mit Getränken und Souvenirs und auch eine Skischule. Im Winter wird hier fleissig Ski gefahren. Auch unser Guide gehört zu den regelmässigen Skifahrern hier. Mirko erklärt uns alles über den Vulkan. Er zeigt uns Fotos und die Lava vom letzten grossen Ausbruch von 2002. Seither gab es viele weitere Eruptionen aber die von 2002 war eine der Grösseren. In diesem Jahr (2021) habe es bereits ungefähr 60 kleine Ausbrüche gegeben.

Guide Mirko und sein Auto

Lava

Der Ätna (italienisch Etna) ist mit rund 3357 Metern über dem Meeresspiegel der höchste aktive Vulkan Europas. Er liegt auf der italienischen Insel Sizilien in der Verwaltungseinheit der Stadt Catania. Im Juni 2013 hat die UNESCO den Ätna in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen.

Der Ätna hat vier Gipfelkrater: den Hauptkrater, den direkt daneben liegenden Krater „Bocca Nuova“ (neuer Schlund) von 1968 sowie den Nordostkrater von 1911 und den Südostkrater von 1979, die etwas abseits des Hauptkraters liegen. Der Ausstoss von Lava bei einem Ausbruch erfolgt aber meistens nicht über die Gipfelkrater, sondern an den Flanken des Bergkegels. Im Laufe der Jahrtausende haben sich dadurch mittlerweile etwa 400 Nebenkrater gebildet.

Die aktuelle Höhe des Ätna kann nicht exakt angegeben werden, da sie sich durch Schlackenkegel und zerstörerische Ausbrüche oft ändert. Der Gebirgsstock des Ätna nimmt eine Fläche von rund 1250 Quadratkilometer ein und hat einen Umfang von etwa 250 Kilometer.

auf 1900 m ü.M.

im Kiosk

jetzt geht es wieder runter

wir schauen uns eine Grotte an

in diesen Grotten wurde früher Schnee für den Sommer aufbewahrt

beim Weingut Gambino

Reben auf 900m Höhe

Gegen 13h15 sind wir beim Weingut GAMBINO, (www.vinigambino. it) wo wir vom Chef Delfo Gambino höchstpersönlich mit einem Glas Weisswein begrüsst werden. Hier wird auf 900 m Höhe Wein angebaut. Wir bekommen ein Mittagessen, das wir so nicht erwartet hatten. Zuerst gibt es einen Käseteller mit Oliven, gedörrte Tomaten und gebratener Aubergine plus jedem ein gekochtes Ei. Dann folgt ein Tellerchen mit sizilianischen Wurstspezialitäten. Dazu zu allem ein sehr feines Brot. Nun gibt es ein Schüsselchen mit einer guten, dicken Gemüsesuppe (Karotten, Kichererbsen, Linsen, Erbsen). Jetzt ein bisschen Salat mit einer kleinen Bratwurst und zum Schluss für jeden ein Cannolo mit Pistazien.

Cannolo (ital., Mehrzahl: cannoli) ist ein gefülltes Gebäck aus Sizilien. Es besteht aus einer frittierten Teigrolle mit einer süssen cremigen Füllung, die Ricotta, Vanille, Kakao, Schokoladenstückchen oder kandierte Früchte enthalten kann.

Das ganze Menü wird begleitet von fünf (5) verschiedenen Weinen, zu jedem Gang ein anderer. 3 x Weisswein, 2 x Rotwein (uns hätte eine Sorte gut gereicht!). Puhhh, wir können nicht mehr! Nach diesem ausgiebigen Weingenuss zeigt uns der Chef Delfo Gambino noch den Weinkeller (nur uns beiden) und erklärt uns jeden Schritt der Weinherstellung auf Italienisch, ich übersetze für Paul. Paul stellt Fragen auf Deutsch, ich übersetze an Delfo…

im Keller, in diesem tank werden die Trauben zerdrückt

die Stahltanks

die Abfüllanlage

das Weingut Gambino

wir fahren zurück Richtung Meer

Mirko hat inzwischen mit einem anderen Guide zu Mittag gegessen und nun fährt er uns wieder zurück, vorbei an einem breiten Lavastrom vom September 1908, der damals ein ganzes Dorf unter sich begraben hat. Um 16h sind wir wieder bei unserem BONSAI. Was für ein wunderbarer, lehrreicher Tag! Von 10h bis 16h mit Guide Mirko, Auto und Mittagessen 89€ /Person.

P.S. Heute gibt es KEIN Abendessen!

Freitag, 3. Dezember 2021:11.Tag, Giardini Naxos – Catania, 93,6km

Um 9h55 ist Abfahrt von Giardini Naxos. Es ist total bewölkt, 17°. In Fiumefreddo tätigen wir im Lidl einen kleineren Einkauf. Später durch- fahren wir den Ort Mascali.

Mascali ist eine Stadt, in Sizilien, 34 Kilometer nördlich von Catania am Osthang des Ätnas, mit 14.429 Einwohnern. Die Einwohner arbeiten hauptsächlich in der Landwirtschaft und in Papierfabriken. 1928 wurde Mascali durch einen Ausbruch des Ätnas total zerstört. Es wurde anschliessend an einer sicheren Stelle wieder neu aufgebaut.

Später machen wir bei Aci Trezza einen Zwischenstopp. Hier liegt eine der faszinierendsten Landschaften der Küste von Catania, dank derer ihr der Name Riviera dei Ciclopi verliehen wurde. Vor dem Strand mit grossen Kieseln ragen die Insel Lachea und die schwarzen freistehenden Felsen auf. 

Wir laufen ein Stück zum Strand um diese eindrücklichen Stein-Zyklopen zu bestaunen. Danach gibt es im BONSAI das Mittagessen. Und weiter geht die Fahrt bis nach Catania. Hier stecken wir in einem Megastau fest. Wir brauchen 30 Minuten um 2 km vorwärts zu kommen. Nach einer längeren Irrfahrt im Kreis herum, auf der Suche nach einem Campingplatz, und unnötigen Kilometern, finden wir endlich um 15h30 einen Parkplatz auf dem wir für die Nacht bleiben werden. Nach einem kurzen Spaziergang zum Meer fängt der gemütliche Feierabend im Camper an.

überall hat es viel Vulkansand vom Ätna

Achtung! Vulkanasche !

Dom im "neuen" Mascali

die Stein-Zyklopen

in Catania

in Catania