Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Italien 8

Sonntag, 12. Dezember 2021: 20.Tag, Agrigento

Endlich wieder mal ein sonniger Tag und blauer Himmel. Wir wussten gar nicht mehr wie das aussieht! Es weht zwar immer noch ein kühler Wind und die warme Jacke wird unbedingt noch gebraucht. Am Nachmittag machen wir uns auf den Weg um die Altstadt von Agrigent zu erkunden und uns ein paar alte Griechische Tempel anzuschauen. Wir kämpfen uns gefühlte 1000 Treppenstufen hinauf zum Dom von Agrigento. Er thront auf dem höchsten Punkt (ca 365m) der Stadt.

Agrigento

Concordia Tempel

Die Stadt Agrigento liegt auf 213 m ü.M. einer nach Osten und Norden steil sowie nach Westen langsam abfallenden Felshöhe und wird von zwei Flüssen umschlossen. Diese vereinen sich unterhalb der Stadt, auf halber Strecke zum Meer.

Um das Jahr 582 v. Chr. errichteten Auswanderer aus Gela und Rhodos hier die Stadt Akragas, die später in der Römerzeit Agrigentum genannt wurde. Die herausragendste Sehenswürdigkeit Agrigents ist das sogenannte „Tal der Tempel“. Der Archäologie- und Landschaftspark Tal der Tempel ist Bestandteil der archäologischen Stätten von Agrigent, welche die Reste der antiken Stadt Akragas zeigen und zu den eindrucksvollsten archäologischen Fundplätzen auf Sizilien gehören. 1997 wurden die archäologischen Stätten von Agrigent von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Herakles Tempel

Herakles Tempel

Juno Tempel

Juno Tempel

alter Palast

Luigi Pirandello (1867–1936), Schriftsteller, Nobelpreisträger für Literatur, wurde in Agrigento geboren.

in Agrigento

wir keuchen 1001 Treppenstufen hinauf

angekommen beim Dom von Agrigento, auf dem höchsten Punkt der Stadt (ca. 365m).

der Dom

Blick vom Dom

am Abend, Blick vom BONSAI aus

Montag, 13. Dezember 2021: 21.Tag, Agrigento – Mussomeli, 106,1km

Um 9h50 verlassen wir Agrigento bei Sonnenschein und 15°. Mir hat es hier sehr gut gefallen. Eine ½ Stunde später sind wir schon bei der „Scala dei Turchi“. Wir parken den BONSAI und machen einen ganz langen Spaziergang dem Meer entlang bis zu dieser Türkentreppe. Dazu scheint die Sonne, es ist einfach nur schön!

wir verlassen Agrigento

Agrigento

unterwegs

an der Küste

die "Scala dei Turchi"

Die Scala dei Turchi („Treppe der Türken“) ist ein aus Mergel bestehender, monumentaler Felsen nahe der Gemeinde Realmonte. Strahlend weiss und an bizarre Stufen erinnernd, ist der Ort zu einer Touristenattraktion geworden. Der zweite Teil des Namens soll auf sarazenische Piraten zurückgehen, die im Volksmund „Türken“ genannt wurden und bei Überfällen ihre Boote im Windschatten des Felsens verankert haben sollen. Einer anderen Theorie zufolge soll der Name auf die Ähnlichkeit der Struktur zu den Formationen in Pamukkale zurückzuführen sein.

unterwegs nach Mussomeli

Wir fahren weiter nach Porto Empedocle und suchen eine Wäscherei. Unser Schmutzwäsche-Berg wird immer grösser! Ich frage mehrmals, sogar auch noch die Polizei, wo sich eine Lavanderia befindet. Und tatsächlich finden wir eine, die aber bis 16h geschlossen hat. Jetzt ist es 14h und so lange wollen wir nicht warten. Also fahren wir nach Mussomeli. Durch wunderbare Hügellandschaft und bei schönstem Sonnenschein geht es immer weiter in die Höhe. Paul ist stinksauer auf mich weil ich zu diesem Mussomeli will und ihn so hoch hinauf in Berge jage (767m ü.M.). Kurz nach 16h30 kommen wir an und finden direkt einen Platz vor der neuen Self-Wäscherei Speed Wash. 1½ Stunden später ist ein Teil unserer Wäsche gewaschen, getrocknet und duftet herrlich sauber. Und nun ist auch mein Chauffeur wieder zufrieden mit mir…! Wir schlafen vor der Wäscherei und werden Morgen nochmals eine Maschine waschen.

Mussomeli ist eine Stadt im Gemeindekonsortium Caltanissetta in der Region Sizilien in Italien mit 10.262 Einwohnern. Mussomeli liegt 60 km nordwestlich von Caltanissetta. Die Einwohner arbeiten in der Landwirtschaft, in der Viehzucht oder in der Industrie (Zement- und Bitumen-Produktion).

am Abend in Mussomeli

Dienstag, 14. Dezember 2021: 22.Tag, Mussomeli – Sciacca, 119,3km

Nach dem wir nochmals eine Maschine Wäsche gewaschen und getrocknet haben, verlassen wir um 11h15 diesen speziellen Ort Mussomeli in den Bergen und fahren wieder hinunter ans Meer, nach Sciacca. Die Sonne scheint wunderebar.

Sciacca ist eine Hafenstadt und ein Thermalbad am Mittelmeer. Sie liegt etwa 50 Kilometer nordwestlich von Agrigent. Die Stadt hat 40.068 Einwohner, die in Industrie, Landwirtschaft und Tourismus (einschliesslich Thermalbad) beschäftigt sind. Sciacca bildet zusammen mit anderen Gemeinden eine der bedeutendsten Weinbauregionen Siziliens. Seit 1998 existiert für die Weinberge der Gemeinde mit der „DOC Sciacca“ eine eigene kontrollierte Ursprungsbezeichnung für Qualitätswein (Denominazione di origine controllata).

die Wäscherie in Mussomeli

in Mussomeli

Mussomeli

unterwegs ans Meer

wir fahren wieder durch Agrigento

Sciacca vom Hafen aus

Mittwoch, 15. Dezember 2021: 23.Tag, Sciacca -Mazara del Vallo, 98km

Sehr ruhiger Übernachtungsplatz am Hafen. Morgens um 7h50 werden wir „wachgeklopft“! Paul zieht sich im Eiltempo an und öffnet die Türe. Ein Fischer will uns Fisch verkaufen. Aber da wir (Paul) keinen Fisch essen, kaufen wir auch keinen. Heute ist ein herrlich sonniger Tag, blauer Himmel mit nur ein paar Wölklein, 17°. So gefällt es uns doch! Kurz vor 10h fahren wir los von Sciacca. Wir wollen nach Selinunte. Dort dürfen wir aber ohne „GreenPass“ nicht zu den Ausgrabungsstätten. Also quatschen wir ein wenig mit zwei Österreichern, trinken einen Kaffee und fahren weiter. Unterwegs tanken wir den BONSAI voll (1.539€/L).

In Campobello wollen wir die „Cave di Cusa“ besichtigen. Wir finden sie endlich und: geschlossen! Aber auch für alle mit dem GreenPass“! Die Cave di Cusa ist ein antiker Steinbruch, aus dem das gesamte für den Bau der Tempel in Selinunte verwendete Material stammt.

so würde Selinunte aussehen (Foto ausgeliehen)

da geht es zu den "Cave di Cusa"

der Steinbruch "Cave di Cusa"

die Olivenbäume stehen im Wasser

sie sind rappelvoll mit Oliven...

... und können nicht geerntet werden

am Strassenrand

angekommen in Mazara del Vallo

Blick aus dem Camper