Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Italien 10

Freitag, 17. Dezember 2021: 25.Tag, Marsala- Marausa, 51,1km

Gestern Abend waren plötzlich drei grosse Auto-Imbiss-Buden auf unserem Parkplatz aufgestellt. Einer direkt neben uns. Gegen 23h fahren alle drei wieder weg und es herrscht endlich Ruhe. Am Morgen beim Aufstehen ist es stark bewölkt. Aber schon um 10h kommt die Sonne hervor und es wird wieder wunderbar warm, etwa 16°. Wir laufen zur westlichsten Ecke von Sizilien, zum Cap Lilibeo. Von da geht es in die Altstadt von Marsala und wieder zurück zum Parkplatz, wo der BONSAI auf uns wartet.

Tore zum archäologischen Museum

die westlichste Ecke von Sizilien

am Kap Lilibeo

im Hintergrund die Insel Favignana

Die Hafenstadt Marsala (arabisch مرسى علي, Marsā ʿAliyy ‚Der Hafen Alis‘) liegt an der Westküste Siziliens. Die Stadt hat 82.456 Einwohner. Nach ihr wurde der gleichnamige Wein Marsala benannt. Die Stadt liegt an der westlichsten Spitze Siziliens am Kap Lilibeo, nur 140 km von Tunesien entfernt. Marsala ist das Zentrum des Weinbaus in Westsizilien, deswegen verfügt die Gemeinde über zahlreiche Weinkellereien und eine Weinbauschule. Von hier stammt der Marsalawein. Darüber hinaus sind der Fischfang, die fischverarbeitende Industrie sowie Ölmühlen und die Salzgewinnung von wirtschaftlicher Bedeutung. Auch der Tourismus hat als Erwerbsquelle Bedeutung erlangt.

Stadttor in Marsala

Der Dom San Tommaso di Canterbury wurde in normannischer Zeit errichtet und im 18. Jahrhundert weitgehend umgestaltet. Im Inneren des Domes befinden sich zahlreiche Renaissanceskulpturen.

im Dom von Marsala

die Stadtbibliothek

das Rathaus von Marsala

Stadttor und Kirche Maria Adddolorata

Wir steigen ins Auto und machen uns auf den Weg zu den Salinen von Infersa. Entlang der etwa 30 km langen sogenannten Salzstrasse zwischen Marsala und Trapani liegen grosse Salinen. Hier wird seit Jahrhunderten Salz gewonnen. Wir laufen ein Stück und schauen zu, wie mit einem grossen Bagger Salz auf einen LKW geladen wird. Überall hat es weisse Salzberge. In den Lagunen suchen sich Flamingos ihr Futter und die drei Windmühlen sind echt schön anzusehen. Um 14h sind wir in Marausa Lido, in der Nähe von Trapani, auf dem Landgut Villa Maria, wo wir die nächsten zwei Tage bleiben werden.

Salinen zwischen Marsala und Trapani

die Windmühlen von Infersa

Flamingos, aber die sind hier nicht rosa sondern weiss

das sieht bedrohlich aus!

es hat immer noch viele überschwemmte Felder

die Villa Maria in Marausa Lido

Heute probiere ich mal ein "Arancino"!

Ein Arancino (sizilianisch Arancinu oder Arancina, „kleine Orange“, Plural: Arancini) ist ein frittiertes und gefülltes Reisbällchen. Arancini gehören unter anderem zur traditionellen sizilianischen Küche und werden je nach Provinz auch in konischer Form zubereitet.

Zur Zubereitung wird zunächst geschälter Rundkornreis wie beim Risotto in Brühe bissfest gegart und mit eingeweichten Safranfäden, etwas Butter, Parmesan oder Pecorino und Ei vermischt.

Für die Füllung werden grob oder fein gehacktes Fleisch, Pancetta, Erbsen, Tomaten und Zwiebeln geschmort, bis die Masse stark eingedickt ist. Es können auch andere Zutaten wie z. B. würziger Käse, Pilze oder Geflügelleber verwendet werden. Wenn die Reismasse abgekühlt ist, wird sie portionsweise mit etwas Füllung zu mandarinen- bis pfirsichgrossen Bällchen geformt. Die Bällchen werden paniert, in Pflanzenöl frittiert und vorzugsweise heiss gegessen. Eine mögliche Abwandlung besteht darin, statt Pflanzenöl Butter zu verwenden.

so sehen die "Arancini" aus

mmm..., sehr gut!

Samstag, 18. Dezember 2021: 26.Tag, Marausa

Wir haben wunderbar ruhig geschlafen. Kein Wunder, wir sind ja schliesslich auch ganz alleine in einem riesigen Eukalyptus- und Pinienhain, der zur Villa Maria gehört. Dies ist ein Stellplatz von Agriturismo. Der Platz ist nicht schlecht, aber doch eher „basal“ (für 20€/Tag, Dusche extra noch 50 Cents) ! Gegen 11h30 machen wir uns auf die Socken und laufen zum Meer. Es ist abwechselnd ein wenig sonnig aber meistens dunkel bewölkt. Gemeldet war für das Wochenende Regen. Aber es weht so ein eisiger Nordwind, das wir nach einer Stunde Spaziergang gerne in den gemütlichen BONSAI zurückkehren und dort ein heisses Süppchen kochen. Dazu gibt es Brot und Käse.

alter Wehrturm am Strand

Im Hintergrund die inseln Favignana und Levanzo

so haben Wind und Wellen hier gewütet

Sonntag, 19. Dezember 2021: 27.Tag, Marausa – Trapani, 32,3km

Ein wunderbarer Tag bricht an, Sonne, blauer Himmel aber sehr kalt, nur 12° am Morgen. Wir bezahlen bei der Signora die Übernachtungsgebühr und verlassen das „basale“ Camp bei der Villa Maria um 10h30. Die Signora schenkt mir ein Fläschchen Olivenöl von ihren eigenen Oliven, was ich sehr nett finde und mich überrascht. In einem Vorort von Trapani machen wir einen Sonntagseinkauf bei Lidl (die Italiener scheinen alle am Sonntag einzukaufen!).

Um 12h10 sind wir am Hafen von Trapani, wo wir uns sofort gemütlich einrichten und im BONSAI zu Mittag essen. Danach machen wir uns auf einen langen Spaziergang in die Altstadt. Es ist herrlich, Sonne ein paar Wolken, 16°, aber ein frischer Wind. Heute Morgen, als wir hier ankamen waren viele Leute in der Stadt unterwegs. Jetzt am Nachmittag ist alles fast wie ausgestorben.

da standen wir bis heute Morgen, im Eukalyptus- Pinienhain

unterwegs nach Trapani

der Monte Erice

angekommen in Trapani

Trapani (sizilianisch: Tràpani) ist mit knapp 70.000 Einwohnern die siebtgrösste Stadt Siziliens. Der antike Name der Stadt war griechisch Drepanon (für Mondsichel), lateinisch Drepanum. Namensgebend war das sichelförmige Felsenriff im Meer südwestlich der Altstadt. Die Stadt liegt im äussersten Nordwesten Siziliens auf einer weit vorspringenden Landzunge am Fusse des Monte Erice. Vor der Küste verläuft die Grenze von tyrrhenischem Meer und Mittelmeer; Trapani nennt sich deshalb Città tra due mari (Stadt zwischen zwei Meeren).

die Kathedrale San Lorenzo von weitem

und aus der Nähe

der Herr Garibaldi

im Hafen, ein Berg Salz und eine Fähre

heute ist Vollmond