Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Italien 14

Mittwoch, 5.Januar 2022: 44.Tag, Sferracavallo – Isola delle Femmine, 5,4km

Wieder haben wir einen wunderbaren Sonnentag mit bis zu 19°. Kurz nach 9h30 verlegen wir den BONSAI 5,4km in die Gemeinde Isola delle Femmine. Hier parkieren wir am äussersten Zipfel der kleinen Halbinsel, mit Blick auf die Isola delle Femmine (Insel). Kurz darauf machen wir uns zu Fuss auf den Weg ins Dorf Isola delle Femmine. Wir schlendern zum Hafen und zur Kirche auf der Piazza Umberto. Hier setzen wir uns an die Sonne und genehmigen uns je ein Glas Weisswein und schauen dem emsigen Treiben zu. Hier tragen alle Leute eine Maske, nur die Raucher nicht! Das haben wir bis jetzt so noch nicht gesehen. Zum Mittagessen sind wir zurück im Camper. Nach dem Essen schneide ich Paul auf einer alten Mauer neben dem Camper die Haare. Jetzt bläst ein heftiger, kühler Wind und Paul‘s Haare fliegen in alle Richtungen davon. Nach einem weiteren kleinen Spaziergang zur „torre di terra „ wird im BONSAI Brot gebacken.

die "Isola delle Femmine"

wir laufen ins Dorf

auf der Piazza Umberto in Isola delle Femmine

perfekt Parkiert

Isola delle Femmine ist eine kleine Insel vor der Nordküste Siziliens. Sie gehört zu der Gemeinde Isola delle Femmine, die nach der Insel benannt ist. Die Insel hat eine längliche Form, sie ist etwa 500 m lang und 250 m breit und unbewohnt. An der höchsten Stelle stehen die Überreste eines Wachtturms aus dem Mittelalter, der torre di fuori, die zusammen mit der torre di terra auf dem Festland die Verteidigung der Stadt sicherte und im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Die Insel steht als Riserva naturale Isola delle Femmine unter Naturschutz.

die " torre di terra"

das Capo di Gallo, dort drüben waren wir gestern

am Abend bewölkt es

Donnerstag, 6.Januar 2022: 45.Tag, Isola delle Femmine – San Nicola, 76km

Die tosende Meeresbrandung lässt uns kaum schlafen. Das hat man davon, wenn man so nahe am Wasser stehen will!

Heute ist der Dreikönigs-Tag. Dieser ist in Italien ein Feiertag und heisst „La Befana“. Die Befana ist eine Art „Hexe“, die den Kindern am 6.Januar Geschenke bringt. Und wir haben nicht einmal einen 3-Königs-Kuchen, nur einen Panettone.

Es ist total bewölkt, etwa 13°. Gegen 10h45 verlassen wir unseren Parkplatz und fahren durch Palermo, bis nach Monreale, wo wir gegen 11h30 ankommen. Nach dem Besuch des riesigen, sehr eindrücklichen Domes, schlendern wir ein wenig durch die Altstadt und kehren zum Mittagessen zum BONSAI zurück. Mir hat der gewaltige Dom einen enormen Eindruck gemacht, nur die überlaute Kirchenmusik ab Band wäre nicht nötig gewesen....

Danach fahren wir weiter bis nach San Nicola wo wir uns um 14h beim Hafen niederlassen. Es ist immer noch sehr bewölkt und 15°. Wir machen einen kleinen Hafenspaziergang.

bei einer Metzgerei gesehen: Die Kühe sind gesund, verrückt sind wir !!

Monreale ist eine italienische Stadt bei Palermo mit 38.963 Einwohnern.

Monreale liegt 7 km südwestlich von Palermo am Hang des Monte Caputo.

Die Einwohner arbeiten hauptsächlich in der Landwirtschaft, im Handel, Handwerk und im Tourismus.

Das berühmteste Bauwerk ist die Kathedrale von Monreale, ein Normannenbau aus dem 12. Jahrhundert. Sie zeigt die Symbiose aus romanischer (Baukörper), arabischer (Blendbögen, Intarsien an den Aussenmauern, besonders den Apsiden) und byzantinischer (Goldgrund-Mosaiken an den Innenwänden) Kunst, die zu dieser Zeit in Sizilien verbreitet war.

Weihnachtsdeko auf der Piazza Wilhelm II. vor dem Dom

Besonders sehenswert ist auch der romanische Kreuzgang.

die Mosaiken im Innern des Domes

Mit etwa 6.340 m² Mosaikfläche aus dem 12. Jahrhundert ist sie eine der bekanntesten Kathedralen auf Sizilien. Jährlich kommen rund eine Million Touristen zur Besichtigung dieses Gebäudes.

die Decke des Domes

die Rückseite des Domes

das Rathaus von Monreale, neben dem Dom. Das Rathaus stammt aus dem 18. Jahrhundert und enthält einige wertvolle Gemälde.

Blick hinunter nach Palermo

und nach Monreale

wieder einer, der perfekt parkiert hat...

im Hafen von San Nicola

Freitag, 7.Januar 2022: 46.Tag, San Nicola-Caccamo, 18,7km

Gestern Abend um 21h30 hat es angefangen zu regnen. Die ganze Nacht regnet es immer wieder. Trotzdem haben wir wunderbar geschlafen. Am Morgen regnet es immer noch, ist kalt und trostlos grau bei 12°. Um 10h30 verlassen wir San Nicola und fahren in die Berge hinauf. Eine ½ Stunde später sind wir schon in Caccamo, auf etwa 600m Höhe ü.M. Es regnet nicht mehr. Wir stellen uns auf den dafür vorgesehenen Camper-Parkplatz und laufen etwa 300m bis zum Castello (Burg). Nach dem Besuch der imposanten Burg schauen wir uns den Dom und die verwinkelte Altstadt an.

in Caccamo

Am westlichen Ende der Altstadt befindet sich die Burg von Caccamo. Sie entstand vermutlich als Aussichtsturm auf einem Felsen und wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einer der grössten Burgen Siziliens ausgebaut. Die Region Sizilien kaufte sie 1963 und stellte sie für kulturelle und touristische Zwecke zu Verfügung.

Das gesamte historische Zentrum von Caccamo ist eine Sehenswürdigkeit an sich. Die mittelalterliche Struktur mit seinen ausserordentlich engen Strassen ist im Wesentlichen erhalten.

Caccamo ist eine Stadt in Sizilien mit ca. 8000 Einwohnern. Caccamo liegt 48 km südöstlich von Palermo.

Die Einwohner arbeiten hauptsächlich in der Landwirtschaft und in der Viehzucht. Caccamo ist aber auch bekannt für seine Möbelindustrie. Ihre modernen Ausstellungsräume kontrastieren mit der gut erhaltenen und gepflegten mittelalterlichen Struktur der Innenstadt.

Der Müll wird hier für die Abfuhr aufgehängt (schwarzer Sack)

hier auch (weisse Säcke)

bei den Gemeinde-Büros

Der Sankt Georg gewidmete Dom (Chiesa Madre S. Giorgio Martire). Er wurde 1090 von den Normannen gegründet und 1614 vergrössert.

am Dom

Um den Domplatz herum befinden sich weitere barocke Baudenkmäler wie die Chiesa dell’Oratorio, der Palazzo del Monte di Pietà und die Chiesa delle anime sante del Purgatorio. Der Domplatz ist ausserdem Schauplatz von Festen und kulturellen Ereignissen.

im Dom

die Kuppel des Domes von innen...

...und von aussen

neben dem Dom

Blick vom Domplatz

Samstag, 8.Januar 2022: 47.Tag, Caccamo – San Giorgio, 151,1km

Nachts immer wieder heftige Regenschauer. Am Morgen regnet es immer noch und es ist trübsinnig grau und 6° kalt. Um 10h fahren wir los, wieder runter ans Meer. Während der Fahrt nach Cefalù schüttet es in Strömen. Kurz vor Cefalù hagelt es sogar. Wir wollen hier am Hafen übernachten, weil wir vor 16 Jahren hier mit unserem Segelschiff MABUHAY lagen. Damals haben die kräftigen Männer Markus M. und Paul J. eine leere Gasflasche vom Schiff durch die ganze Stadt getragen. Leider konnten wir sie aber nirgends füllen lassen….! Die Flasche kam ungefüllt wieder auf die MABUHAY zurück! Wir können heute nicht zum Hafen fahren, die Strasse ist gesperrt. Also fahren wir weiter. Es regnet volle Pulle und die Flüsse wälzen ihre braunen Wassermassen ins Meer. Überall sehen wir kleinere und grössere Erdrutsche, die die halbe Hauptstrasse blockieren. Wir wollen auf einen Stellplatz aus unserem Reisebuch. Als wir diesen gefunden haben, steht der Platz unter Wasser und wir wollen nicht riskieren, da nicht wieder raus zukommen. Also peilen wir den nächsten Campingplatz an. Dieser existiert scheinbar gar nicht mehr. Beim nächsten Camping dürfen wir nicht rein, weil wir keinen „greenpass“ haben. Die Signora, die mir das im Regen mitteilt, hustet schrecklich (aber wir tragen zum Glück beide eine Maske). Seit dem 16. Dezember 2021 gibt es in Italien ein neues Covid-19 Gesetz, das es verbietet, ohne den „greenpass“ auf einem Campingplatz zu übernachten. Und es giesst immer noch in Strömen. Wir parkieren vor dem Camping, kochen uns eine gute, heisse Suppe und fahren danach weiter. Endlich, um 15h15 finden wir bei San Giorgio einen Platz nahe am Meer, auf dem wir übernachten werden, ohne nasse Füsse zu bekommen. Und, oh Wunder, es regnet nicht mehr! Irgendwie ist heute nicht unser Tag! Eigentlich wollten wir ja nur etwa 30km bis nach Cefalù fahren.

überschwemmte Strassen

und verschüttete

das Meer färbt sich braun