Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

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Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Italien 16

Milazzo ist eine italienische Gemeinde in Sizilien mit 30.860 Einwohnern. Milazzo liegt 45 Kilometer westlich von Messina an der Nordküste Siziliens. Arbeitsplätze gibt es in der Landwirtschaft (Gemüseanbau und Weinanbau), beim Fischfang, im Tourismus und in der Industrie (Lebensmittel, Petrochemie und Metall).

Mittwoch, 19.Januar 2022: 58.Tag, Milazzo – Capo Milazzo, 9km

Wir freuen uns enorm über einen prachtvollen Sonnentag. Heute ist Waschtag. Wir verlassen unseren Platz am Meer und fahren in die Stadt Milazzo, um in der Nähe des Hafens in der Speed Queen Wäscherei eine Maschine Wäsche zu waschen und zu trocknen. Nachdem das erledigt ist, fahren wir zum Capo di Milazzo. Hier parkieren wir und laufen nach dem Mittagessen zum Ende des Kaps. Es ist herrlich sonnig und schön warm. Als wir zum BONSAI zurückkommen, sind zwei andere Camper da. Ein Genfer und ein Basler. Der Genfer fährt gerade weg, aber mit den Leuten aus Basel sprechen wir ein bisschen. Sie müssen am 1.Februar wieder zu Hause sein, um zu arbeiten…. Da haben wir es doch echt gut, oder?

Danach backen wir ein Sesam-Brot im OMNIA-Backofen. Und es wird ein wunderbar gelungenes Brot.

perfekt parkiert vor dem Stop...

Der Hafen von Milazzo ist Fährhafen für die Liparischen Inseln: Lipari, Stromboli, Salina, Vulcano, Panarea, Filicudi und Alicudi

das Cap Milazzo

Capo di Milazzo, 6 km nördlich von Milazzo, mit einem 78 m hohen Leuchtturm

Blick vom Cap zu den Liparischen Inseln

da will Paul auf gar keinen Fall hinunter (Höhenangst)!

aus dem BONSAI

Donnerstag, 20.Januar 2022: 59.Tag, Capo Milazzo – Milazzo, 9km

Ein wunderbar sonniger Prachtstag beginnt. Von da wo wir stehen, haben wir einen traumhaften Blick auf den Ätna. Wir sind gerade beim frühstücken, als die Basler vorbeikommen um sich zu verabschieden. Wir tauschen ein wenig Erfahrungen aus und die beiden fahren weiter. Um 10h15 machen auch wir uns auf den Weg wieder runter nach Milazzo. Hier parkieren wir auf einem Parkplatz direkt am Meer und laufen zur Burg von Milazzo hinauf. Leider nimmt die Bewölkung immer mehr zu und die Sonne verschwindet,13°.

Blick aus dem BONSAI zum Ätna

unterwegs zum Castello

das Kastell von Friedrich II. und der alte Dom aus dem 16. Jahrhundert

Denkmal für die für die Heimat Gefallenen

Kirche San Francesco da Paola

die Kirche San Papino aus dem Jahr 1629

ist sehr dunkel !

Freitag, 21.Januar 2022: 60.Tag, Milazzo-Messina, 81,6km

Wir haben beide sehr gut geschlafen. Aber nur bis um 6h30 Radau los geht. Es tönt, wie wenn ein Bagger eine Strasse aufreissen würde. Immer und immer wieder. Trotzdem bleiben wir noch gemütlich 2 Stunden im warmen Bett liegen und dösen noch ein wenig. Draussen ist es total bewölkt und kalt. Irgendwann regnet es dann ganz kurz. Als wir uns dann doch noch aus dem Bett rausrappeln, sehen wir die Ursache des Lärms. Viele kleine Müllautos (die braucht es hier in den engen Gassen) entleeren ihre „Fracht“ in einen riesigen Lastwagen mit 6 Achsen. Um 9h30 ist der Spuk vorbei und es kehrt wieder Ruhe ein.

Gegen 10h verlassen wir Milazzo und fahren der Küste entlang nach Messina. Es ist 13° kalt. Irgendwo unterwegs füllen wir an einer Tankstelle noch unsere Gasflasche auf (10,85 Liter), damit Paul wieder so eine feine Pizza backen kann, wie gestern Abend.

Die Durchfahrt durch Messina ist höllisch für den Chauffeur (und für mich auch)! Die Strassen sind eine Katastrophe. Sie sind total löchrig, zum Teil mit sehr tiefen Löchern. Wir rumpeln so dahin...

Paul „bekommt Vögel“, weil die Leute überall ihre Autos links und rechts, kreuz und quer einfach irgendwo abstellen, zum Teil mit dem Hinterteil der Karre halb auf der Strasse. Und es regnet. Um 12h45 sind wir endlich beim Frachthafen von Messina, auf einem Stellplatz, wo wir übernachten werden.

Paul hat uns gestern Abend eine feine Pizza gebacken!

in Messina...

... katastrophale Strassen...

Messina ist mit 229.565 Einwohnern die drittgrösste Stadt in der Region Sizilien. Wegen der Nähe zum italienischen Festland wird Messina auch „das Tor Siziliens“ genannt. Messina liegt an der nordöstlichen Spitze Siziliens an der Strasse von Messina. Die Entfernung zum italienischen Festland beträgt an der schmalsten Stelle nur 3 Kilometer.

Samstag, 22.Januar 2022: 61.Tag, Messina- Melito di Porto Salvo, 56,1km

Der Tag beginnt mit strahlend blauem Himmel, aber mit einem kühlen Wind. Kurz nach 10h laufen wir fast 7km (hin und zurück) ins Zentrum von Messina. Wir wollen uns den Dom anschauen. Auf der Piazza del Duomo gibt es zuerst einen Cappucino und ein feines mit Vanillecrème gefülltes Gipfeli. Danach besichtigen wir die wunderschöne Kathedrale. Ich bin ganz begeistert von diesem tollen Gebäude. Um Punkt 12h kommen wir in den Genuss des etwa 12-minütigen Glockenspiels. Paul findet es teilweise kitschig, mir gefällt am besten das „Ave Maria“ das von einem Orchester ab Band gespielt wird. Wir kehren zurück zum Camper, essen zu Mittag und rumpeln gegen 14h ca. 10km über 1001 Loch nach Tremestiere, zur Fähre Blueferries. Um 14h45 legt die Fähre mit uns an Bord ab, nach Villa San Giovanni. Dabei haben wir ein unglaubliches Schwein! Irgendwie schaffen wir es, ohne den obligatorischen „Green Pass“, ohne Probleme auf die Fähre. 45 Minuten später sind wir in Villa San Giovanni, in Kalabrien, auf dem italienischen Festland. Sofort fahren wir der Küste entlang südwärts. Um 16h45 sind wir in Melito di Porto Salvo. Nach einiger Sucherei finden wir ein sehr schönes Plätzchen am Meer zum Übernachten. Der Blick aus dem Camper rüber nach Sizilien und zum Ätna ist traumhaft schön.

in Messina

Der Dom Maria Santissima Assunta von Messina wurde am 22. September 1197 vom Erzbischof Berardo, in Anwesenheit des Kaisers Heinrichs VI. und dessen Ehefrau Konstanze, Tochter des Normannenkönigs Roger II. von Sizilien, geweiht. Im Lauf der Geschichte wurde er mehrmals zerstört und wieder aufgebaut, so dass von der ursprünglichen Bausubstanz kaum etwas übrig ist.

Bei einem Brand 1254 wurde die ursprüngliche Balkendecke vernichtet. Der aufgebahrte Leichnam des kurz zuvor verstorbenen staufischen Königs Konrad IV. wurde Opfer dieses Brandes.

Bei den Erdbeben von 1783 und von 1908 wurde jeweils auch die gesamte Inneneinrichtung durch die einstürzenden Mauern zerstört. Nach dem Erdbeben von 1783 wurde der Glockenturm abgetragen und zwei neugotische Türme wurden an den beiden Seitenapsiden neben dem Chor angebracht. Nach dem Erdbeben von 1908 wurde der Dom von 1919 bis 1923 in seinem mittelalterlichen Zustand rekonstruiert. 1933 wurde ein frei neben dem Dom stehender Glockenturm errichtet.

In der Nacht des 13. Juni 1943 wurde Messina Opfer eines Bombardements und die Kathedrale brannte erneut vollständig aus. Der freistehende Glockenturm blieb jedoch verschont. Die Kathedrale wurde im August 1947 unter Papst Pius XII. erneut geweiht.

Die Kathedrale ist in der Form einer Basilika über dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes errichtet. Das Längshaus hat eine Länge von 92 Metern und eine Breite von 30,5 Metern, die Breite des Querhauses beträgt 39,6 Meter. Die Höhe des Längshaus erreicht 25 Meter, die Höhe des Querhauses sogar 39,5 Meter.

Die Orgel wurde 1948 von der Orgelbaufirma Tamburini (Crema) erbaut, als Ersatz für ein Instrument derselben Orgelbaufirma aus dem Jahre 1930, das 1943 durch einen Bombentreffer zerstört worden war. Die Orgel zählt zu den größten Orgeln Italiens. Das Instrument hat 169 Register (ca. 16.000 Pfeifen) auf fünf Manualen und Pedal.

Die einzelnen Werke sind an unterschiedlichen Stellen im Dom aufgestellt. Das Echowerk befindet sich im Westwerk, die übrigen Werke sind auf den Chorraum und das Querschiff verteilt. Der Spieltisch befindet sich im Querschiff. Die Spiel- und Registertrakturen sind elektrisch.

Das gotische Hauptportal stammt aus dem 14.–16. Jahrhundert. Schlanke Säulen rahmen beiderseits ein Giebelfeld, das Christus zeigt, der Maria im Himmel krönt. Darunter thront über dem Türsturz eine Statue der Muttergottes mit dem Kind. Die Säulen selbst tragen diverse Heiligenfiguren, wie z. B. Petrus und Paulus.

Details am Hauptportal

Der 1933 im mittelalterlichen Stil neu errichtete Glockenturm ist 48 m hoch und beherbergt eine mechanische Uhr, die um 1933 von der Firma Ungerer aus Strassburg gebaut wurde.

Am südlichen, zur Domfassade gerichteten Turmseite zeigt eine astronomische Uhr die Stellung der Planeten im Tierkreis an, eine Kalenderuhr gibt das Datum an und eine kugelförmige Monduhr zeigt die Mondphasen.

Die Kathedrale hat die grösste Glocke Siziliens und die zweitgrösste Glocke Italiens.

Auf der westlichen, zum Domplatz gerichteten Turmseite sind historische und religiöse Ereignisse mit Bezug zu Messina gezeigt. Jeden Tag um 12 Uhr mittags werden die Szenen in Bewegung versetzt.

Die Stundenglocken werden von zwei Frauen angeschlagen, Dina und Clarenza, die bei der Sizilianischen Vesper die Stadt durch Glockenläuten vor der Ankunft der Truppen Karls von Anjou gewarnt haben.

Gekrönt wird der Aufbau von einem fahnenschwenkenden goldenen Löwen.