Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Italien 21

Kunst in Matera

unterwegs nach Massafra

Mittwoch, 9. Februar 2022: 79.Tag, Massafra-Taranto- Marúggio, 74km

Wir haben in dieser Nacht nicht besonders gut geschlafen. Wir sind ca. 3,5km weit weg von der Stadt, vor einer Wallfahrtskirche und dachten deshalb, dass es hier richtig ruhig sein würde. Aber dem war nicht so. Ständig kamen Autos mit ihren Hunden (mit Hunde-Mäntelchen). Die Kläffer durften schnell aus dem Auto springen, Gassi machen, wieder ins Auto hüpfen und die Autotüren wurden wieder zugeknallt. Um 22h kamen zwei Burschen um hier Fussball zu spielen. Gegen 24h wummerte laute "Höllenmusik" durch die Gegend. Der Fahrer muss jetzt taub sein! Morgens um 4h30 wurden wieder Autotüren zugepfeffert...! Aber dafür ist heute ein wunderschöner Tag mit blauem Himmel, blauer geht gar nicht. Es ist 15 bis 17° warm mit ganz leichtem Wind. Herrlich!!! Wir verlegen den Camper in die Nähe der Stadt Massafra und laufen dann ca. 1½ Stunden in der schönen, sehr sauberen Stadt herum. Es geht also doch mit der Sauberkeit!

Massafra ist eine italienische Gemeinde in der Provinz Tarent in Apulien. Die Stadt ist berühmt für ihre Wohnhöhlen und die mit Fresken verzierten Grottenkirchen, von denen über 50 im Stadtgebiet liegen.

Massafra hat 32.642 Einwohner. Es liegt 100 m über dem Ionischen Meer und 18 km nordwestlich von Tarent. Die Stadt liegt an beiden Rändern der Schlucht „Gravina di San Marco“. Die Alt- und Neustadt verbinden nur zwei Brücken.

Am Ortsrand von Massafra öffnet sich die 40 m tiefe und 30 bis 50 m breite „Gravina Principale“ – eine weitere, vier Kilometer lange Schlucht. In ihr liegt hinter der an den Felsen geschmiegten Wallfahrtskirche „Madonna della Scala“, der ältesten Kirche der Gegend, ein ausgedehntes Areal mit Wohnhöhlen, die in den weichen Kalkstein gegraben wurden.

in Massafra (die Kuppel gehört zum Dom)

der Uhrenturm, links davon das Kloster San Benedetto (XVII. Jh.)

Dom San Lorenzo (1853- 1931)

ein B&B in Massafra

Burg von Massafra

in der Burg

in der Burg XI - XVIII Jh.

Blick aus der Burg

Die bis zu 200 m tiefen Schluchten auf den Terrassen der Murgia, die sich zum Golf hin absenkt, entstanden durch Erosion, da der Karst den Regen nicht speichern kann und Karren bildet, die sich zu Gravinen erweiterten und Höhlen schufen. Hier bei der gravina San Marco.

in einem Schaufenster: Geppetto schnitzt den Pinocchio

Mittwoch, 9. Februar 2022: 79.Tag, Massafra-Taranto- Marúggio, 74km

16 km später, gegen 13h sind wir in Taranto. Nach dem Mittagessen laufen wir in die Altstadt und auch hier finden wir die Stadt sehr sauber. Nur hat es hier enorm viele traurige "Häuser-Leichen" die eigentlich abgerissen gehörten. Um 15h fahren wir weiter, bis nach Marúggio, wo wir uns direkt an den Meeresstrand stellen, um hier zu übernachten. Heute sind wir10km gelatscht und haben sehr viele alte Steine gesehen!

Taranto

Tarent (italienisch Taranto) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Tarent und liegt in Apulien (Süditalien). Tarent hat ca. 200.000 Einwohner. Tarent, ist die Stadt der zwei Meere und der Drehbrücke, deren antikes Zentrum die rund 34 Hektar grosse Insel Isola del Borgo Antico bildet (mit dem Castello Aragonese), die das Mittelmeer (Mar Grande) von einer hinter der Insel liegenden Lagune (Mar Piccolo) trennt. Tarent ist ein grosser Handelshafen mit Stahlindustrie, einer Raffinerie, petrochemischen Werken und Zementfabriken, einer Schiffswerft sowie einem Marinestützpunkt.

Regierungsgebäude in Taranto

Reste eines dorischen Tempels aus der griechischen Zeit

Castello Aragonese

Drehbrücke (Ponte Girevole), welche die historische Insel mit dem Festland verbindet

Rathaus von Taranto

falls es regnen sollte, hängt man Plastik über die Wäsche...

es hat enorm viele "Häuser-Leichen"

Kathedrale San Cataldo

Kathedrale San Cataldo

hier fällt uns direkt ein Wäschestück vor die Füsse

hier übernachten wir

am Abend bei Marúggio

Donnerstag, 10. Februar 2022: 80.Tag, Marúggio- Santa Caterina, 58,5km

Was für ein Märchenwetter! Strahlend blauer Himmel ohne ein einziges Wölklein. Nach dem wir die "Gute Tat" für heute erledigt haben (Bierflaschen vom Strand aufheben und bis zum nächsten Mülleimer mitnehmen!), geht die Reise um 10h weiter. Am Inneren des Stiefelabsatzes geht es dem Meer entlang südwärts. Um 11h15 sind wir an unserem Ziel, einem grossen Wanderparkplatz eines Naturschutzgebietes bei Santa Caterina. Wir sind kaum angekommen schneiden wir uns gegenseitig die Haare. Es ist herrlich warm, etwa 18° oder so. Paul zieht heute zum ersten mal auf dieser Reise eine ¾ Hose an und ich wieder einmal ein T-Shirt. Heute brauchen wir dringendst eine Auszeit von "alten Steinen"! Also machen wir nach dem Mittagessen eine schöne, 4km lange Runde durch den Pinienwald des Naturschutzgebietes zu einer Grotte und zu einem Wachturm (au Mist, schon wieder "alte Steine"!).

links und rechts darf nicht parkiert werden

jetzt werden Haare geschnitten

Wanderung zum alten Wachturm

beim Wachturm (schon wieder alte Steine!)

Vor der Hitze flüchteten sich die Landarbeiter in selbst errichtete Trulli-Schutzhütten, die auf den Feldern und Weiden stehen.

Aus Kalksteinen aufgeschichtet, sind sie mal rund mal eckig, meist haben sie die Form eines Kegelstumpfes mit Dachterrasse, zu der eine Aussentreppe hinaufführt.