Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

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Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Italien 24

Donnerstag, 17.Februar 2022: 87.Tag, Brindisi- Cisternino, 61,3km

Schönes Sonnenwetter, leicht bewölkt. Am Morgen laufen wir in die Altstadt von Brindisi. Sehr sauber und schön. Nach 5,4km sind wir wieder zurück beim Auto.

Nach dem Mittagessen geht es weiter nordwärts. Es soll zwar 14° sein, aber wir empfinden es als wärmer (sogar ich!!!) Um 14h sind wir in Cisternino. Hier sehen wir die ersten Trullis, das heisst, wir sind jetzt im "Trulli-Land". Wir parken auf dem grossen Parkplatz mit vier anderen Campern (NL, D, I und wir CH) und machen uns sofort auf den kurzen Weg in die Altstadt. Dieses Cisternino ist wunderschön, irgendwie anders als andere Städte die wir schon gesehen haben.

in der Altstadt Brindisis wird sehr vieles Renoviert

bei Castello Sveno, pssst... militärisches Sperrgebiet

Die Kathedrale von Brindisi aus dem 11.Jh.

wir haben noch nie ein Pferd in einer Kirche gesehen...

Diese Säulen markieren das Ende der Via Appia. Dies ist eine Römerstrasse, deren Bau 312 v. Chr. begonnen wurde. Sie führt über eine Länge von ca. 540 km von Rom nach Brindisi. Für diese Strecke veranschlagte man damals eine Reisezeit von 14 Tagen.

Benito Mussolini liess 1933 am Hafen das Marine-Ehrenmal Monumento al Marinaio d’Italia zum Gedenken an die im Ersten Weltkrieg gefallenen italienischen Seeleute errichten. Der Turm, der die Form eines Ruders hat, ist 68 Meter hoch. Die Namen von knapp 6000 gefallenen Seeleuten des Ersten Weltkriegs wurden eingraviert. Im Jahr 1965 kamen noch Gedenktafeln für rund 34'000 gefallene Seeleute des Zweiten Weltkriegs dazu.

Fährverbindungen bestehen unter anderem nach Durrës in Albanien, sowie nach Igoumenitsa und Patras in Griechenland und in die Türkei.

unterwegs nach Cisternino

Cisternino ist eine italienische Gemeinde in der Provinz Brindisi in Apulien und ist Mitglied der Vereinigung I borghi più belli d’Italia (Die schönsten Orte Italiens). Die Stadt mit 11.470 Einwohnern, liegt am südöstlichen Ende der Landschaft Murgia. Die Entfernung zur südöstlich gelegenen Provinzhauptstadt Brindisi beträgt etwa 50 km. Die überwiegend landwirtschaftlich geprägte Gemeinde produziert hauptsächlich Oliven und Weintrauben. Sie gehört zur Weinregion Salento und liegt im Valle d’Itria, bekannt für seine Trulli.

wir sehen die ersten Trulli

es gibt alte Trulli ...

...und neue Trulli

Cisternino ist sehr schön!

Kirche San Nicoló

3 Treppen auf einen Streich!

Fave (Saubohnen)

Olivenbaum

Freitag,18.Februar 2022: 88.Tag, Cisternino- Alberobello- Monópoli, 55,5km

Sonne, leicht bewölkt. 11° um 10h15 als wir Cisternino verlassen. Um 11h15 sind wir in Alberobello. Hier hat es Trulli, Trulli, Trulli!!! Der Ort und die vielen Trulli sind sehr schön, aber auch ganz schön touristisch. Wir wollen uns gar nicht vorstellen, wie viel Volk es hier an einem Feiertag oder im Sommer hat. Nach dem Mittagessen im Bus, fahren wir weiter, wieder runter ans Meer, nach Monópoli. Auf einem grossen, ziemlich vermüllten Platz direkt am Meer, werden wir bleiben und übernachten. Das Wetter ist herrlich, bestimmt 20° an der Sonne, und strahlend blauer Himmel.

P.S. Ich habe heute etwas Neues gelernt: In der Schweiz gibt es auch Trulli! Die berühmten Trulli im Puschlav/Val Poschiavo (Graubünden) (mein ehemaliger Heimatort!) werden heute meistens als Crotto, Plural: Crotti, bezeichnet, gemäss dem Puschlaver Mundartausdruck crot.

unterwegs nach Alberobello

Alberobello ist eine Stadt in Apulien. Überregionale Bekanntheit geniesst der Ort durch seine Trulli – kleine, meist weisse Rundhäuser – die 1996 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben wurden. Die Stadt hat 10.621 Einwohner. Sie liegt etwa 50 km südöstlich von Bari auf etwa 450m Höhe. Nach dem Kriegseintritt Italiens im Juni 1940 errichtete das faschistische Regime in Alberobello ein Internierungslager. Von 1940 bis 1943 waren insgesamt 208 Insassen in Alberobello interniert. Die ersten Internierten – Engländer, Iren, Malteser und Inder – wurden alsbald verlegt, um für italienische und ausländische Juden Platz zu machen.

Die Stadt ist vor allem durch ihre Kegelbauten (Trulli) (Einzahl Trullo) berühmt, die nach dem Vorbild der Bauweise von Hirtenhütten in dieser Gegend gehäuft entstanden. In Alberobello bestehen ganze Stadtteile aus Trulli. Darum gehört der Ort heute zum UNESCO-Welterbe, hat aber durch den Touristenansturm viel von seinem ursprünglichen Reiz verloren.

Alberobello ist eine Stadt in Apulien. Überregionale Bekanntheit geniesst der Ort durch seine Trulli – kleine, meist weisse Rundhäuser – die 1996 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben wurden. Die Stadt hat 10.621 Einwohner. Sie liegt etwa 50 km südöstlich von Bari auf etwa 450m Höhe.

es gibt sogar eine Trullo-Kirche: Kirche Sant'Antonio di Padova.1926-1927. Das typischen Kegeldach der Trulli findet man auch in der 21 Meter hohen Kuppel und dem über 18 Meter hohen Glockenturm wieder.

Trulli gibt es nicht nur in Alberobello selber, sondern auch im Umland, doch in Alberobello treten sie massiv auf. Trulli sind zumeist runde, aber auch auf rechteckigem Grundriss errichtete, weiss gestrichene Bauten mit charakteristischen Kegeldächern aus Kalksteinplatten, die ohne Mörtel in Form eines falschen Gewölbes aufeinander geschichtet sind. Diese Bauweise gleicht in gewisser Weise den urtümlichen Wohnbauten der Menschheit, wie man sie auch an anderen Orten rund um das Mittelmeer findet, z. B. in Sardinien in Form der Nuraghen oder in Südfrankreich als Bories.

Trulli sind Kraggewölbebauten aus Trockenmauerwerk und werden ohne Mörtel errichtet. Die schuppenartigen dunklen Bruchsteindächer geben dem weiss getünchten Trullo, der ursprünglich in den Feldern und nicht im Ort stand, sein charakteristisches Aussehen.

Durch ihre Bauweise aus massivem Naturstein mit sehr dicken Wänden und winzigen Fenstern bieten die Trulli einen guten Schutz gegen die anhaltende Sommerhitze in Apulien, weil sich das Innere nur langsam aufheizt. Im Winter hingegen speichert ein Trullo für lange Zeit die Wärme, die durch einen offenen Kamin erzeugt wird.

Die bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts vergessenen ‚Arme-Leute-Häuser‘ erlebten seither eine Renaissance; einige werden mittlerweile auch als Ferienwohnungen angeboten. In Alberobello existiert ein weiträumiges geschlossenes Viertel, das gänzlich mit Trulli bebaut ist. Dieses zählt seit 1996 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Auch in den Nachbargemeinden der Region sind Trulli sehr verbreitet und werden, oft aneinander gereiht und miteinander verbunden, als Wohnhäuser genutzt.

Im 17. Jahrhundert begann man diese Häuser im Auftrag des Grafen Giangirolamo II. Acquaviva d'Aragona zu bauen. Da dieser keine Steuern an die Regierung zahlen wollte, forderte er von den Bauern, ihre Häuser ohne Zement und Mörtel zu bauen, sondern nur aus Stein. So konnten sie im Falle einer königlichen Inspektion die Steinhäuser ganz einfach abbauen und später leicht wiedererrichten.

Ursprünglich kam die Bauweise vermutlich aus der Gegend um das heutige Harran, Türkei.

 

Strasse in Alberobello

Souveniers

Monópoli, hier übernachten wir heute

Stadttor in Monópoli

Samstag, 19. Februar 2022:89.Tag, Monópoli

Superschönes Wunderwetter, 18°! Um 10h verlegen wir den BONSAI in die Nähe des Hafens von Monópoli. Wir wollen die Stadt erkunden. Zuerst laufen wir lange dem Fischerhafen und der schönen Uferpromenade entlang. Zurück geht es durch die engen Gässchen der Altstadt. Monópoli hat eine wunderschöne und sehr saubere Altstadt. Ich könnte hier noch sehr lange verweilen. Um 14h sind wir wieder zurück am Meer, am gleichen Ort, wo wir übernachtet haben. Der Platz scheint heute noch viel vermüllter als gestern, aber schön ist es trotzdem.

Monópoli ist eine italienische Gemeinde mit 48.819 Einwohnern in der Region Apulien, an der Adria, etwa 40 Kilometer vom Provinzhauptort Bari entfernt Seit 1982 besteht eine Städtepartnerschaft mit Lyss in der Schweiz.

Blick vom Hafen zum Castello

Castello von Kaiser Karl V. (1552)