Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Italien 25

Monópoli

Kathedrale Maria Santissima della Madia (1742–72)

Blick zu den Kuppeln

der Turm der Kathedrale

Sonntag, 20. Februar 2022: 90.Tag, Monópoli-Acquaviva delle Fonti, 66,7km

Nach dem Haushalten verlassen wir um 10h das schöne Monópoli. Hinter unserem BONSAI liegt heute Morgen ein gefüllter Abfallsack. Der ist auf jeden Fall NICHT von einem der drei anwesenden Campern! Es ist schön sonnig, leicht bewölkt, 18°. Zuerst fahren wir nach Gioa del Colle. Aber da wir hier keinen passenden Parkplatz in der Nähe der Altstadt finden, tuckern wir weiter bis nach Acquaviva delle Fonti. Auch heute erwischen wir wieder ein paar Horror-Löcher-Rumpel-Strassen! Kurz vor 12h sind wir in Acquaviva. Nach dem Mittagessen machen wir uns auf den Weg in die Altstadt. Aber nach 1½ Stunden Spaziergang sind wir schon wieder zurück beim Camper, weil ein kühler Wind weht.

Acquaviva delle Fonti ist eine süditalienische Gemeinde mit 20.446 Einwohnern. Die Stadt liegt im apulischen Hinterland auf einer Höhe von durchschnittlich 300 Metern über dem Meeresspiegel bei Bari, nicht weit von der Adriaküste entfernt. Acquaviva verdankt seinen Namen dem Grundwasserstrom. Der Name Acquaviva (deutsch ≈ lebendiges Wasser) stammt von dem bereits in der Römerzeit bekannten Wasserstrom, der unter dem Gemeindegebiet fliesst. In der Vergangenheit war die Stadt für ihren Wasserreichtum bekannt, so dass in Dürreperioden Menschen aus anderen Gebieten wegen des Wassers hierher kamen.

unterwegs

unterwegs

Reben

Reben

Sonntagmorgen in Italien...

Superstrassen

in Acquaviva

Die Casarmonica ist ein Musikpavillon, der 1930 mit finanzieller Unterstützung der Bürger von Acquaviva für Konzerte der örtlichen banda errichtet wurde, die damals landesweit bekannt war und viele Preise gewonnen hat. Er besteht vollständig aus Stahlbeton, ein für einen Musikpavillon ungewöhnliches Material.

Rathaus von Acqauviva

Eingang zum Rathaus

Eingang zur Kathedrale

Kathedrale von Sant'Eustachio Märtyrer

Montag, 21. Februar 2022: 91.Tag, Acquaviva -Bari, 46,8km

Die Nacht haben wir auf der Piazza Madre Teresa di Calcutta verbracht, (jeden Mittwoch ist hier grosser Markt), neben einem „Food Truck“, einem LKW der Sandwiches, Kebab, Pommes, Getränke usw. verkauft. Wir beschliessen, uns dort für das Abendessen zu verpflegen. Wir kaufen je ein Panino, gefüllt mit einer pikanten, gegrillten Kalabrischen Wurst, Zwiebeln,Tomaten, grünem Salat für Paul. Für mich das Gleiche aber mit einer Cotoletta (was sich als paniertes, gehacktes Trutenplätzli entpuppt) und je eine Schale Pommes Frites. Wir holen die Sachen am LKW ab und verdrücken es im BONSAI. Die Pommes Frites sind die besten, die wir seit Ewigkeiten hatten! Aber auch die Panini sind sehr gut. Bis gegen 23h30 kommen Leute und kaufen etwas.

Abfahrt ist um 10h, blauer Himmel, Sonnenschein, 18°. Paul muss wieder mal Slalom fahren, um den gröbsten Löchern auf der Strasse auszuweichen. Trotzdem erwischen wir manchmal so ein tiefes Loch, dass es einem fast die Plomben aus den Zähnen löst. Um 11h40 sind wir in der Riesenstadt Bari. Es ist enorm schwierig hier einen Parkplatz zu finden. Aber endlich finden wir doch noch einen beim Hafen. Wir bezahlen 9€ und dürfen jetzt bis Morgen früh 8h 30 hier stehen. Wir machen uns sofort auf die Socken, um die sehr interessante Altstadt anzuschauen. Und wir werden nicht enttäuscht. Es hat so viele enge und verwinkelte Gässchen und Lädchen, dass man noch stundenlang darin herum spazieren könnte. Es ist richtig schön! Nach dem Mittagessen im Camper wird gefaulenzt, geschrieben, gelesen. Gegen 16h machen wir uns nochmals auf den Weg und laufen diesmal an der Uferpromenade dem Meer entlang.

Bari

unser gestriges Abendessen

alles Olivenbäume rund um Bari

Sportstadion von Bari

in Bari Altstadt

Die Basilika San Nicola (Basilika des hl. Nikolaus von Myra). Die Kirche wurde zwischen 1087 und 1106 für die aus Myra nach Bari überführten Reliquien des Heiligen errichtet.

die Decke

In der Krypta werden die Gebeine des heiligen Nikolaus aufbewahrt.

Das Eingangsportal hat als einziges in Apulien Stiere als Säulenträger statt der sonst üblichen Löwen.

Die Kathedrale San Sabino wurde in den Jahren 1170 bis 1178 erbaut.

Turm der Kathedrale

Die Wäsche wird mit Plastik vor dem Regen geschützt

Der Bau des Castello Normanno-Svevo di Bari (dt.: normannisch-staufische Burg) wurde 1131–1132 auf Befehl von Roger „dem Normannen“ begonnen.

Bari ist eine italienische Gemeinde und die Hauptstadt der Region Apulien. Sie ist mit ihrem Hafen eine bedeutende Hafen- und Universitätsstadt an der Adria. Bari hat 322.316 Einwohner, mit den Vororten sind es etwa 1,3 Millionen Einwohner. Die Universität Bari ist mit rund 70.000 Studenten eine der grössten Italiens.

Im Wesentlichen gibt es in Bari drei bedeutende Industriezweige: Chemische Industrie, Metallindustrie und Autoindustrie (Zulieferer). Dies erklärt auch die Niederlassungen bedeutender deutscher Firmen in Bari, wie zum Beispiel Bosch, Osram oder GETRAG (Getriebe). Darüber hinaus spielt der Hafen als Dienstleister eine wichtige Rolle.

Der Hafen von Bari ist einer der großen italienischen Fährhäfen an der Adria mit regelmässigen Verbindungen für Fahrzeuge und Passagiere nach Dubrovnik, Bar, Durrës, Patras und Korfu, Igoumenitsa, Kefalonia und Zakynthos. Im Jahr 2012 wurden zwei Mio. Passagiere gezählt, davon 650.000 Passagiere von Kreuzfahrtschiffen. Der Hafen, hat fünf Hafenbecken. Im Süden befindet sich der alte malerische Fischerhafen. 60 Seemeilen südlich liegt der Hafen Brindisi, 210 Seemeilen nördlich der Hafen Ancona.

Interessantes:

Am 2. Dezember 1943 wurden beim deutschen Luftangriff auf den Hafen von Bari mit 105 Bombern vom Typ Junkers Ju 28 alliierte Schiffe zerstört, 12 weitere beschädigt und etwa tausend Menschen getötet. Der mit 2000 AN-M47-Senfgasbomben beladene US-Liberty-Frachter SS John Harvey explodierte, wodurch 628 Soldaten verletzt wurden, von denen 83 starben.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde von der amerikanischen Militärverwaltung in der Nähe des Hafens ein DP-Lager für jüdische Displaced Persons eingerichtet. Das DP-Lager, in dem zeitweise bis zu 1700 Flüchtlinge untergebracht waren, diente hauptsächlich als Durchgangslager für die Emigration nach Israel.

1991 gelangten in mehreren Wellen auf überladenen Schiffen Tausende von Flüchtlingen aus Albanien nach Apulien. Allein mit der Vlora erreichten am 8. August über 10.000 Albaner Bari. Sie wurden ins alte Fußballstadion Stadio della Vittoria gebracht, wo sie bis zu ihrer Rückführung in prekären Verhältnissen lebten.

Dienstag, 22. Februar 2022: 92.Tag,Bari- Giovinazzo-Mattinata, 150,5km

Um 9h20 verlassen wir die Stadt Bari. Es ist mehr bewölkt als sonnig, 11°. Für letzte Nacht und heute war Regen angesagt. Aber bis jetzt ist er noch nicht erschienen. In einem Vorrort von Bari machen wir einen 2-stündigen Halt, um in der „Lavanderia Speed Queen“ Wäsche zu waschen. Als wir um 12h weiter nordwärts fahren, fängt es an zu tröpfeln. Kurz danach machen wir in Giovinazzo unseren Mittagshalt. Der Wind bläst und stürmt hier so heftig, dass wir beschliessen, bei diesem Wetter wieder einmal ein Stück nach Norden vorwärts zu kommen. Bei der Umfahrungsstrasse von Molfetta geraten wir in einen Stau, weil ein Transporter umgefallen ist und jetzt auf der Seite auf der Autostrasse liegt. Je weiter wir kommen, desto schöner wird das Wetter wieder. Um 15h20 sind wir in Mattinata am Gargano (Sporn vom italienischen Stiefel) und hier scheint die Sonne bei 15° vom blauen Himmel. Ich rühre sofort einen Brotteig an und danach wird der ganze Berg Wäsche zusammengefaltet und versorgt.

gestern Abend Blick aus dem BONSAI in Bari

gestern Nachmittag, Bari

gestern Abend Blick aus dem BONSAI in Bari

heute bei der Wäscherei, parken auf Italienisch

am Mittag in Giovinazzo

erwischt, aus dem fahrenden Auto (wie die meisten Fotos)

Früchte-Bäumchen

unterwegs

jetzt kommt der "Gargano" in Sicht

Der Gargano ist ein nördliches Vorgebirge Apuliens an der Ostküste Italiens. Er wird auch als der Sporn des italienischen Stiefels bezeichnet. Das Gebiet ist etwa 2015 km² gross und erstreckt sich entlang der Adria. Der Gargano wird der Provinz Foggia zugeordnet, die in der Region Apulien liegt. Zwei Süßwasserseen, der Lago di Lesina und der Lago di Varano, sind Teil des landschaftlich sehr reizvollen Gebietes. Der Nationalpark Gargano bietet Besuchern interessante Einblicke in das Leben von Wildtieren. Dort gedeihen neben Buchen, Eichen und Ahorn auch 60 Prozent der europäischen Orchideenarten. In Gehegen werden die letzten 100 Garganischen Rehböcke vor dem Aussterben bewahrt. Die Isole Tremiti, bestehend aus drei der Küste vorgelagerten Inseln mit der Grösse von zusammen 3 km², werden ebenfalls dem Gargano zugerechnet.

der Gargano

in Mattinata, hier übernachten wir

Mittwoch, 23.Februar 2022: 93.Tag, Mattinata – Vieste,58 km

Ich habe die halbe Nacht nicht geschlafen: zu viel Meeresbrausen und Wind, an diesem sonst so schönen Ort. Vier andere Kastenwagen haben hier mit uns übernachtet. Bilderbuchwetter, Sonne, 12° aber saukalter Wind. Nachdem die Frontscheibe geputzt und die Haare gewaschen sind, ist um 10h Abfahrt. Wir machen eine wunderschöne, sehr kurvige Fahrt durch das Gebirge. Immer wieder haben wir unheimlich schöne Ausblicke auf die felsige Küste. Zuerst hat es lauter Olivenbäume, später alles Pinien. Kurz vor Mittag sind wir in Vieste. Bei der Einfahrt zum Ort, dem Sandstrand entlang, hat es einen Camping am anderen. So viele an einem Platz haben wir noch nie gesehen. Wir parken den BONSAI am Hafen, ohne den blöden starken Wind wäre es herrlich, 14°.

Am Nachmittag machen wir einen langen Spaziergang durch den Hafen und zur Punta San Francesco.

Vieste ist eine Gemeinde an der italienischen Adriaküste. Sie liegt in der Region Apulien und gehört zur Provinz Foggia. Die kleine Stadt mit knapp 14.000 Einwohnern war ein Fischerdorf und ist nun stark vom Tourismus geprägt.

unterwegs nach Vieste