Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

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Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Irland 8

das obere ist Gälisch

Mittwoch, 8.Juni 2022: 24.Tag, Tragumna - Mizen Head, 54,5km

Der Tag beginnt abwechselnd sonnig und bewölkt. Juhuuu, es braucht endlich wieder mal eine Sonnenbrille! Es ist 9h40 als wir starten. Über eine schreckliche Schaukelstrasse rumpeln wir bis nach Toormore, wo wir uns den Altar-Dolmen aus der Eisenzeit anschauen. Weiter geht die Fahrt bis zum Mizen Head, dem südwestlichsten Punkt von Irland. Es ist 12h10 und als erstes gibt es ein kaltes Mittagessen im BONSAI. Danach kaufen wir im Visitor Centre die Tickets (6€ / Rentner), dann geht es zu Fuss bis zur Landspitze. Es weht ein Wahnsinnswind, dazu toller Sonnenschein. Der Fussweg führt über eine spektakuläre Brücke, die eine tiefe Meeresschlucht überquert und bei der Signal-Anlage am Ende der Halbinsel endet. Wir sind fasziniert von der dramatischen Klippenlandschaft. Und wir entdecken die ersten Seehunde und freuen uns über ihre Schwimmkünste. Zurück geht es dann über 99 Treppenstufen wieder hinauf und natürlich braucht es nach diesen vielen wunderschönen Eindrücken im Visitor Centre Café eine Stärkung in Form eines Espressos und einer kleinen Glacé. Wir sind so begeistert von diesem Ort, dass wir beschliessen, die Nacht hier zu verbringen. Von hier aus sehen wir sogar den legendären Fastnet Rock mit dem Leuchtturm.

alles Margeriten

hier haben wir übernachtet, Bild von gestern Abend

Bild von heute Morgen

unterwegs

beim Altar-Dolmen in Toormore

Lage des Mizen Head

beim Mizen Head

der südwestlichste Punkt von Irland

über diese Brücke müssen wir

die Brücke führt über eine tiefe Schlucht

dies ist der WIRKLICH südwestlichste Punkt von Irland !

unter der Brücke sehen wir die ersten Seehunde

Blick von der Brücke

Blick von der Brücke auf einen faulenzenden Seehund

und jetzt...!

der legendäre Fastnet Rock Leuchturm, 15,85m Durchmesser beim Fundament, 44,8m hoch, 1 Fuss = 30,48 cm , erbaut 1899 bis 1903

Fastnet Rock (deutsch Fastnet-Felsen, irisch Carraig Aonair („einsamer Fels“)) ist eine kleine Insel am südlichsten Punkt vor Irlands Küste. Sie lieg rund 20 km vor der Küste der Grafschaft Cork in der Keltischen See. Der Felsen ragt 30 Meter über das Niedrigwasser hinaus.

Die kleine Felseninsel ist noch durch einen schmalen Graben gespalten. Der viel kleinere und flachere Little Fastnet hat den Spitznamen Teardrop (deutsch Träne), da er das letzte Stück Land war, das die im 19. Jahrhundert nach Amerika auswandernden Iren von ihrer Heimat sahen.

Fastnet Rock ist der Wendepunkt für das berühmte Fastnet-Rennen für Hochseeyachten von Cowes nach Plymouth über 608 Seemeilen. Der Felsen besteht geologisch aus einem Tonschiefer mit Granitadern. Der Leuchtturm ist der höchste Irlands (54 m).

der Fastnet Rock (Foto aus Wikipedia)

Pferdefotos von Paul Jung

Seit gestern sind wir auf dem Wild Atlantic Way.

Der Wild Atlantic Way (irisch Slí an Atlantaigh Fhiáin) ist eine irische Küstenstrasse, die sich auf einer Länge von über 2500 km entlang der Westküste Irlands erstreckt. Die Küstenstrasse beginnt im Norden Irlands im County Donegal und endet in Kinsale im County Cork in Südirland. Offiziell eröffnet wurde der Wild Atlantic Way am 1. April 2014 und gilt als eine der längsten zusammenhängenden Küstenstrassen der Welt.

der Wild Atlantic Way (auch WAW)

Donnerstag, 9.Juni 2022: 25.Tag, Mizen Head-Sheep Head–Glengarriff, 105,9km

Gestern Abend haben wir den Leuchtturm vom Fastnet Rock bis zu uns herüberblinken sehen. In der Nacht prasseln dicke, schwere Regentropfen auf unser Dach. Der Morgen ist trübe, bewölkt, aber kein Regen und ohne den blöden Wind wäre es auch gar nicht so kalt. Um 9h45 beim losfahren, haben wir 16°. In Ahakista machen wir den ersten Stopp. Hier befindet sich eine Gedenktafel für die 329 Opfer einer Flugzeugkatastrophe.

Am 23. Juni 1985 stürzte eine Boeing 747 auf dem Air-India-Flug 182 infolge einer Bombenexplosion vor der Küste Irlands in den Atlantischen Ozean. Die Maschine der Air India befand sich auf einem Linienflug von Montréal über London-Heathrow und Neu-Delhi nach Bombay. Bei dem Anschlag kamen alle 329 Insassen ums Leben. Die meisten davon waren kanadische Staatsbürger indischer Herkunft. Das Flugzeug wurde in einer Höhe von 9400m gesprengt. Der Anschlag wurde von einer militanten Sikh-Oragnisation verübt.

Später, beim Sheep‘s Head (Schafskopf) dem Kap am zweiten Finger vom Mizen Head, ist es sehr ungemütlich, sehr windig, diesig und kalt. Im kleinen Café essen wir eine heisse Gemüsesuppe und je ein getoastetes Sandwich. Eigentlich könnte man hier noch 2,2km bis zum Leuchtturm des Sheep‘s Head laufen, aber irgendwie haben wir beide gerade keine grosse Lust dazu. Im Café treffen wir einen jungen Mann aus der Stadt Solothurn. Er ist ganz alleine mit seinem Motorrad unterwegs. Da man hier nicht übernachten darf, fahren wir die ganzen sehr schmalen Strassen auf der Halbinsel wieder zurück. Um 13h45 sind wir in Glengarriff, im Naturpark, wo wir heute übernachten werden. Wir laufen sofort in den schönen Ort Glengarriff und schauen uns dort ein wenig um. Nach einem Bier/ heisse Schokolade kaufen wir bei der Post, die sich in einem SPAR-Laden befindet, Brot für Morgen  und kehren die 1,2 km zum BONSAI zurück. Es ist angenehme 17°, bewölkt, hie und da kommt die Sonne durch.

unterwegs

die Strassen sind ziemlich schmal...

hier gibt's heisse Suppe und Sandwiches

beim Sheep's Head

auf dem Rückweg

manchmal jagt uns Anna (unsere Navi-Frau) über solche Feldwege!

Kirche von Glengarriff

in Glengarriff