Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Irland 9

Freitag, 10.Juni 2022: 26.Tag, Glengarriff – Sneem, 130,1km

Nachts kurze Regenschauer. Aber sonst ist dies ein sehr ruhiger Platz in diesem Naturpark. Wir sind ganz alleine nach dem alle Gassigeher verschwunden sind. Um 10h geht es bei richtigem Aprilwetter los. Fast kein Wind, Regen, Sonne, 14°. Heute wollen wir den Ring of Beara machen. D.h. wir umrunden die Halbinsel Beara. In Castletownbere gibt es den ersten Stopp. Es bläst wieder wie verrückt! Zuerst gibt es Kaffee in einem Pub. Danach bestaunen wir die riesige Fischerflotte im Hafen. Die Kirche wird gerade geschmückt für eine Hochzeit, die um 13h stattfindet. Jetzt ist es 11h30 aber so lange will Paul nicht hier warten. Also fahren wir weiter bis zum Travara Strand wo wir unser Mittagspicknick essen. Wir fahren nicht ganz bis zum Ende der Halbinsel. Die Strasse scheint meinem Chauffeur doch ein wenig zu schmal und ausserdem fängt es gerade wieder an zu schütten. Diese Rundfahrt um die Beara Halbinsel ist wunderschön, nur den elenden starken Wind könnten sie abstellen! Nun sind wir schon 10 Tage in Irland. Vom ersten Tag an haben wir in diesem Land fast nur herrlich schöne (fast nur) neue Häuschen gesehen. Wir fragen uns, ob: a) die Grundstückspreise hier billig so sind, b) ob bauen hier so günstig ist oder c) die Häuschen subventioniert werden ?

am Hafen von Castletownbere

in Castletownbere

Kirche von Castletownbere

geschmückt

jetzt wird geheiratet ...

die Strassen sind schmal

Paul nennt das "Indianerland"

es gibt blaue Schafe...

und rote Schafe!

und sehr viele schöne Häuser

in Sneem, der River

in Sneem

Samstag, 11.Juni 2022: 27.Tag, Sneem – Knightstown (Insel Valentia), 74,6km

Auch in dieser Nacht hat es wieder ein paar Mal geschauert. Um 10h10 ist Abfahrt, 14°.Wir sind auf dem „Ring of Kerry“ unterwegs, also umrunden wir die Halbinsel Kerry. Die abwechslungsreichen Landschaften sind wunderschön! Irland hat gute Strassen, aber auch sehr viele, vor allem Nebenstrassen, die furchtbar schaukelig und rumplig sind. Chauffeur Paul hat schon zweimal 0,5 Bar Luft aus den Reifen abgelassen, damit wir einigermassen komfortabel unterwegs sein können. Trotzdem musste er heute ganz fürchterlich fluchen, bei einer irren irischen Bodenwelle, die uns richtig abhebt. Dabei fährt mein Fahrer gar nicht so schnell wie er eigentlich dürfte. In Waterville machen wir einen Stopp um Charlie Chaplin, der hier gelegentlich in den Ferien war, zu begrüssen. Nach einer kleinen Runde durch den Ort fahren wir weiter, es bläst hier wieder ganz mächtig. In Ballinskelligs halten wir unsere Mittagspause ab. Nach dem Essen machen wir einen kleinen Spaziergang zu den Ruinen des 1km entfernten Mönchskloster aus dem 11. Jh. Später, beim Renard Point nehmen wir die Fähre, um auf die Valentia Insel zu gelangen. 10€ für 700m Überfahrt!!! Schweizerpreise! Aber auf der Insel gefällt es uns sehr gut. Als erstes, um Punkt 14h, bewundern wir den sehr schönen roten Glockenturm von Knightstown. Wir finden unseren heutigen Übernachtungsplatz bei einem ganz tollen Kinderspielplatz. Danach machen wir uns zu Fuss auf in den Ort Knightstown, spazieren ein wenig herum und gönnen uns ein Bier und eine heisse Schoggi. Im Hafen liegt ein Segelschiff mit 7 Franzosen, die eben aus Brest (in der Bretagne) angekommen sind. Ich palavere ein wenig mit zwei Frauen der Crew und sie sagen mir, dass die Überfahrt „très dure“ (sehr hart) war. Auf dem Rückweg zum BONSAI müssen wir im Pub „Boston“ einen „Irish Coffee“ trinken, wenn wir doch schon mal in Irland sind, oder? P.S. Es hat seit heute Morgen 08h00 noch kein einziges Mal geregnet!

unterwegs auf dem "Ring of Kerry"

in Waterville

in Waterville

in Ballinskelligs

die Ruinen des zerfallenden Mönchsklosters beiBallinskelligs

Brrr..., ohne mich!

jetzt geht es auf die Fähre

die Fähre nach Valentia Island

Knightstown, Valentia Island ist eine von Europas westlichsten bewohnten Inseln. Sie liegt im Südwesten des County Kerry in Irland und hat 665 Einwohner. Mit dem Festland ist Valentia in Portmagee über eine Brücke verbunden. Ausserdem gibt es zwischen April und September eine Fährverbindung von Renard Point nach Knightstown, der wichtigsten Siedlung der Insel. Die Insel ist 11 km lang und 3 km breit.

the Clock Tower in Knightstown

überall hat es Fuchsia

Details in Knightstown

hier wurde man angekettet

die Jugend vergnügt sich

das französische Segelschiff aus Brest

Irish Coffee

wächst wie Unkraut

Übrigens wurde 1857 von der Insel Valentia das erste Transatlantische Kabel verlegt. Man stelle sich das einmal vor !!!

Valentia Island war östlicher Endpunkt des ersten Transatlantikkabels, welches 1857 zuerst verlegt, ab 1866 funktionstüchtig neu verlegt und dann bis 1966 benutzt wurde. Das erste funktionstüchtige Transatlantikkabel bestand aus einem elektrisch leitenden Strang von sechs Kupferdrähten, die um einen siebten herumgewunden waren. Darüber lagen zur Isolierung drei getrennte Schichten des in Asien gewonnenen Latexmaterials. Die Verbindung verlief zwischen Valentia Island und der Trinity Bay in Neufundland.

Sonntag,12.Juni 2022: 28.Tag, Knightstown (Insel Valentia) -Cromane, 69,8km

In der Nacht gab es wieder die obligatorischen Regenschauer. Um 10h fahren wir weiter. Es ist bewölkt, 14°. Wir verlassen das schöne Knightstown und die wunderschöne Insel Valentia über eine Brücke und sind in Portmagee. Weiter geht es bis nach Caherciveen. Hier machen wir Halt und schauen uns ein bisschen um.

Zuerst bestaunen wir die riesige Kirche, Daniel O‘Connell Memorial Church. Dies ist die einzige Kirche in ganz Irland, die nach einem Laien benannt ist. Nämlich nach dem Nationalhelden Daniel O‘Connell, der hier in der Nähe von Caherciveen geboren wurde. Danach geht es zu den Old Baracks (eine festungsartige Kaserne) und zum Hafen. Nach dem Mittagessen im BONSAI fahren wir ein Stücken zum Cahergall Stone Fort.

Um 14h sind wir in Cromane, am steinigen Strand, wo wir übernachten werden. Es hat ziemlich viele Leute hier. Wir beobachten viele Frauen, die im total bewegten Meer schwimmen gehen. Ich kann nicht beurteilen, wie kalt das Wasser ist, aber der Wind fegt auf jeden Fall eisig über den Strand!

über diese Brücke verlassen wir die Insel Valentia

Portmagee

Daniel O‘Connell Memorial Church in Caherciveen von vorne

von hinten

von innen

mit Heizkörpern (so noch NIE gesehen)

und von der Seite

Daniel O’Connell (irisch Dónall Ó Conaill; * 6. August 1775 in Carhen bei Cahersiveen, County Kerry, Irland; † 15. Mai 1847 in Genua) war ein irischer Politiker. Er trug den Beinamen „The Liberator“ (der Befreier) und war der herausragende Politiker Irlands in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er setzte sich vor allem für die Gleichberechtigung der Katholiken und die Aufhebung der Union zwischen Irland und Grossbritannien ein.

Hugh O’Flaherty (* 28. Februar 1898 in Lisrobin, County Cork, Irland; † 30. Oktober 1963 in Cahersiveen, County Kerry, Irland) war ein irischer Priester der römisch-katholischen Kirche und während des Zweiten Weltkriegs Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus im von der Wehrmacht besetzten Italien. Er versteckte gemeinsam mit Helfern ungefähr 6500 Juden und aus der Kriegsgefangenschaft geflüchtete Soldaten der Alliierten in Klöstern, kirchlichen Gebäuden und in Privathäusern in Rom.

in Cahersiveen

The Old Baracks (eine festungsartige Kaserne)

Wandbild im Hafen

schöne Mauern

Cahergall ist ein restauriertes eisenzeitliches Ringfort eines Typs, der nur durch wenige Anlagen in Irland erhalten ist.